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Alt 14.12.2009, 13:00  
zeruberusu
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dabei seit: 22.08.2009
Standard Abzocke der Spielebranche
Waren es doch schöne Zeiten, als man noch Spiele kaufte, bei denen man sicher war, dass alle Basisinhalte im Spiel bereits inbegriffen waren.

Man kaufte sich das spiel, es kamen mit der Zeit Addon's die teilweise gut und teilweise schlecht waren. Wie z.B. Warcraft III, für EUR 15,00 eine neue Kampagne, neue Einheiten und Updates, auch Jahre nach der Veröffentlichung des Spiels. Ein guter Service, der die Treue der Kunden sicherstellte.

Heute werden Spiele veröffentlicht und Basisinhalte über das Web verkauft. "Warum sollten wir denn das vollständige Produkt verkaufen, wenn es genügend Dumme gibt, die bereitwillig mehr Geld für das Spiel ausgeben würden", fragten sich die Manager. "Das stört ja Niemanden und wir füllen uns die Taschen. Hat doch jeder etwas davon, oder?". "Am besten wir verlangen ein maximum Geld, für möglichst wenig Inhalt. So kostet dann das Addon komplett nicht EUR 15 sondern 50 EUR. Das ist doch ein Argument, oder? Und keine bemerkt es. Ich bin ja schließlich Familienvater und die Bonuszahlungen in Millionenhöhe sind notwendig damit ich meine 10 Ferraris stetig mit gutem Benzin füttern kann."

Wie sich herausstellt, funktioniert das System perfekt.

Als bestes Beispiel dient Cities XL. Als ich den Test gelesen habe musste ich nur laut lachen. Geld für eine Animation ausgeben? Oder Dragonage: Geld, für eine Quest oder einen Gegenstand?

So langsam nervt mich dieser Trend. Sicherlich war es schon immer das Ziel von Unternehmen den Gewinn zu maximieren, dennoch sorgen solche Praktiken eher dafür, dass die Leute die es bemerken die Spiele entweder gar nicht kaufen oder sie sich illegal (also kostenlos) beschaffen. Und ehrlich gesagt, finde ich das richtig. Die Zusatzeinnahmen aus der Abzocke, fallen durch potenzielle Käufer, welche dieses System nicht unterstützen, niedriger aus.

Es spricht ja nichts gegen Zusatzinhalte gegen Bares, dennoch sollte es doch ersichtlich sein, dass ein gewisser Aufwand für die Erstellung der Inhalte von Nöten war und somit sich der Preis rechtfertigt.

Für mich ist klar, dass ich nur noch Spiele kaufen werde, die es auch wert sind und hoffe, dass mehr Leute darauf achten, was sie kaufen und was sie damit unterstützen.

Oder würdet ihr, wenn ihr einen Döner kauft, extra zahlen, damit Fleisch ins Brot kommt?
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