Was ist schlimm an der "Casualisierung" von Spielen?

Dieses Thema im Forum "Spieleforum" wurde erstellt von Christian Schmidt, 25. März 2011.

  1. PbVeritas

    PbVeritas
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    Was erwartet ihr? Wir Hardcore Gamer machen einen so geringen Bruchteil des Umsatzes aus, dass es einfach lukrativer ist, sich auf den "Casualgamer" zu konzentrieren... Der will nunmal meist unkomplizierte Effekthascherei ohne Tiefgang...

    Traurig aber wahr. Gottseidank stechen immer wieder mal einzelne Spiele aus diesem Einheitsbrei raus!
     
  2. Balthamel Kam, sah, siegte.

    Balthamel
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    Du weißt aber schon das man in Far Cry 1 mit dem Fernglas auch Gegner markieren konte? Die waren dann nicht rot umrandet, aber auf der Minimap waren sie zu sehen.
     
  3. Ist mir bekannt. Das Ganze wurde für C2 eben noch verschärft. Später kann man so gar noch Fußspuren und Kugelbahnen anzeigen lassen. Ein Wunder, dass man sie überhaupt noch eigenständig umnieten darf.
     
  4. Cupp

    Cupp
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    Ich denke auch, dass es diese Basis ist, die sich auflöst. Kunstvolle Nischenfilme gibt es mit den Indie-Spielen für Computer- und Konsolenspieler durchaus und der Markt wächst ja sogar. Und gerade an solchen Indiespielen kann man in meinen Augen gut erkennen, was es heisst ein Spiel (meist aufgrund mangelnden Budgets) zwar augenscheinlich einfach zu halten, aber trotzdem ein tolles Spielgefühl zu vermitteln. Das sind Spiele, die keine besonders lange Spieldauer haben (Braid) oder ein simples Spielprinzip (Plants vs. Zombies, Minecraft), die grafisch nicht besonders anspruchsvoll sind (Minecraft, Super Meatboy) und eben durch Budget zu Einschränkungen verdammt sind. Solche Spiele sind für mich der Beweis, dass eine gewisse Art von Casualisierung funktioniert.
    Auf der anderen Seite sind es die großen AAA-Titel, die durch eine Simplifizierung das Negativsbeispiel der Casualisierung bieten, wie oft genug beschrieben hier im Thread. Der Satz "Das spielt sich wie ein Film" mag bezogen auf die Präsentation durchaus sinnvoll sein, aber deshalb sollten keine Abstriche im Spieldesign gemacht werden, damit sich das Spiel auch so schnell wie ein Film spielt, ohne Atempause und ohne Zeit nachzudenken. Das erwarte ich von einem Spiel überhaupt nicht. Es soll mich fesseln, aber nicht in der gleichen Art und Weise wie ein Film.
     
  5. Keksus

    Keksus
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    Du musst doch nicht das gesamte Level nochmal neu spielen, zumal es ja an bestimmten Punkten im Level immer irgendeine Aktion gibt, welche den Weg zum Endgegner öffnet ... und dann permanent.
     
  6. EchnaTron

    EchnaTron
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    Ich stimme Christian in weiten Teilen zu. Ich sehe auch keinerlei Problem darin, dass Spiele leichter zugänglich werden oder einfach flüssiger zu spielen sind weil man eben weniger daran festhängt, sich mit den Mechanismen vertraut zu machen. Ich glaube, bei vielen kommt es einfach daher, dass sie dieses Prinzip noch von früher kennen als sie anfingen zu spielen. Daher prägt sich ein solches Spielprinzip (kompliziertere Mechanismen, weniger Eingängigkeit) natürlich als DAS Spielprinzip ein. Als die Art und Weise wie Spiele eben sind. Quasi als die Urform des Spiels. Daher hat man natürlich heute das Gefühl, dass "casualisierte" Spiele irgendwie nicht mehr "richtige" Spiele sind, wie sie sein sollten. Aber darüber sollte man sich erheben, denn ich finde, dann macht es auch mehr Spaß. Wenn ich stundenlang mit Freude an einem Spiel sitze, dann liegt das nicht daran, dass ich einfach so viel Zeit mit dem Lernen des Prinzips verbringe sondern daran, dass die Geschichte mich packt oder dass gerade ein leichter zugängliches Prinzip mich fesselt weil ich Diablo-artig den nächsten tollen Gegenstand finden will oder ich einfach noch den nächsten Highscore knacken will (wenn wir mal wirklich in die Casual Game Ecke gehen wollen). Und meiner Ansicht nach, macht das auch viel mehr Spaß und muss auch nicht weniger anspruchsvoll sein, wie Christian schon sagte. Wieso sollte ich bei einem Black Mirror 3 immer noch Textbefehle eintippen statt die kontextsensitive Maus zu benutzen?
     
  7. Marvin manisch-depressiv

    Marvin
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    Obacht, das kommt auf die Definition von Nischenfilmen an. Ich meinte damit nicht "zwei schwule Cowboys essen Pudding" mit eiem Budget von 100$. So zählt z. B. auch Serenity, ein 50 Mio. $ teurer Genremix aus SciFi und Action als Nischenfilm. Aber ja, der Begriff "Basis" ...
    ... ist definitiv treffender, genau wie auch diese Einschätzung.

    Haben in diesem Thread nicht mittlerweile genug Leute auf viele verschiedene Arten erklärt, dass es eben NICHT an Vergangenheitsverklärung liegt? :fs:

    "Stell dich nicht so an" ist in diesem Zusammenhang im Übrigen ähnlich sinnvoll wie "mach's doch selbst erstmal besser".
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  8. Ilker Sisman

    Ilker Sisman
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    Casualisierung = Vereinfachung

    Für mich persönlich ist "Casualisierung" fast gleichzusetzen mit dem Wort Vereinfachung.

    Zugegeben, die Anzahl an Spielern nimmt täglich zu und wird in der Zukunft erstmal nicht weniger, da immer mehr alte Zocker auch älter werden und die Kids und Jugend ausgeprägter als früher mit Spielen aufwachsen.

    Es wird versucht ein möglichst breites Feld von diesen Leuten anzusprechen.
    Doch haben wir nicht mal gelernt, dass man egal was man tut, es niemals allen recht machen kann?

    Durch die "Casualisierung" werden Spiele für eine gewisse Schicht an Gamern, die es noch von früher anders kennen, immer weiter vereinfacht.
    Von Optimierung rede ich hier garnicht, das hat nichts mit "Casualisierung" zu tun, zumindest verstehen das glaube ich die meisten nicht in dem Sinne.
    Das heisst, wenn ein Spiel dermaßen angepasst wird, dass sowohl 16jährige Kids, als auch ein 50jähriger Mann das Spiel "erleben" kann, so kann das einfach nicht funktionieren.
    16jährige Kids haben andere Ansprüche, andere Erwartungen, anderen Background als "Alte Herren".

    Was ebenfalls für mich unter den Beriff der "Casualisierung" fällt, sind die Konsolentitel.
    Dragon Age 2 und Mass Effect 2 merkt man einfach zu stark an, dass sie für die Konsolen angepasst wurden.
    Es wurden Veränderungen vorgenommen, die für PC Spieler einfach nicht von nöten waren.
    Ich will nicht auf dem PC ein Spiel spielen und ständig vor Augen haben müssen "wow, das funktioniert auf der Konsole sicher super".
    Natürlich ist die Entwicklung von Spielen teuer und es wird versucht mit möglichst wenig Aufwand alle Platformen zu bedienen, aber auf Kosten der Erwartungshaltung der PC Spieler.

    Ich schwafel glaub grad ein wenig rum, da ich unter Zeitdruck stehe, aber unbedingt hierdrauf antworten wollte.

    Also kurzgesagt: "Casualisierung" ist für mich die Vereinfachung von Systemen und Mechaniken, um zwanghaft eine breitere Masse an Spielern zu gewinnen, aufkosten der Spielerfahrung.

    so long
    IS
     
  9. Seinfeldfreak

    Seinfeldfreak
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    Meiner Meinung nach geht dadurch der Spielspaß sehr schnell verloren. Je weniger Komplexität ein Spiel besitzt, desto geringer ist die Herausforderung. Hat man mit umfangreichen Spielen meist Wochen oder Monate verbracht, werden "casualisierte" Spiele schon nach wenigen Stunden oder Tagen langweilig.
    Der Markt sollte zweigeteilt bleiben. Casualgames für Gelegenheitsspieler und anspruchsvolle Spiele für Intensiv-Spieler.
     
  10. Anspruch??!

    Zum thema "Casualisierung": Ich will mich in ein Spiel "hineinfuchsen", jede taktik studieren, eine community haben um mit ihr zu fachsimpeln. Diese sachen sind nunmal nicht in "Black-cocks"gegeben.Nur dann fühlt sich ein spiel an als wäre es es wert gewesen 50$ wert gewesen denn dann merkt man dass die entwickler viel zeit und liebe in ein spiel gesteckt haben und sich gedanken zu verschieden vorgehensweisen gemacht haben.dies ist zum beispiel bei starcraft 2 gegeben. Das waren die Best-Angelegten 40$ meines lebens . Und dort wurde(werde) ich besser als bei "poppcorn"spielen unterhalten. auch ohne CoD inzenierung.
     
  11. EchnaTron

    EchnaTron
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    Das sag ich ja nicht, ich sage nur, dass es für jeden einzelnen wahrscheinlich angenehmer wäre, wenn er seinen Blick ein wenig erweitert. Ob man das macht oder nicht, muss doch jeder selber wissen, denn das ist ja nicht mein Problem
     
  12. Marvin manisch-depressiv

    Marvin
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    Ja. "Ob" man das macht. Mit anderen Worten: Wer seinen Anspruch nicht senkst, um Spaß an einem Spiel zu finden, das er eigentlich gar nicht spielen möchte, ist selbst schuld. Verzeihung, aber das ist Mondlogik.
     
  13. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Sehe ich nicht so, die Selbstheilung nimmt den Spielen ein taktisches Element. Es hat vor langer langer Zeit mal zu Shootern dazugehört, dass die Gesundheit ein wirklich wichtiges Element war, auf das man Acht geben und mit dem man haushalten musste. Man musste sich Gedanken darüber machen, wieviele Healthpacks man noch hat (oder noch finden könnte), wieviele Hitpoints man noch auf dem Konto hat und welchen/wievielen Gegnern man gegenüber steht. Das hat die Taktik bestimmt, mit der man in die Kämpfe gegangen ist. Kurz: Es hat dem Spiel zusätzliche Tiefe verliehen.

    Heute stürmt man einfach rein in den Raum, schießt auf alles was sich bewegt und wenn der Bildschirm anfängt rot zu blinken, hechtet man kurz in Deckung, um 10 Sekunden später wieder blind draufloszuballern. Stumpfe Rambo-Taktik hat keine Konsequenzen mehr.

    Wenn einem diese Komponente früher nicht gepasst hat, hat man halt den Schwierigkeitsgrad runtergedreht oder "IDDQD" eingetippt und musste sich keine großen Gedanken über die eigene Gesundheit machen, heute fehlt diese taktische Tiefe aber auch in den hohen Schwierigkeitsgraden. Das ist genau das, was ich vorhin schon ausgeführt habe, dem Spiel wird zugunsten der Gelegenheitsspieler ein wichtiges Element ersatzlos gestrichen und die erfahreneren Spieler können sehen wo sie bleiben...
     
  14. Marvus

    Marvus
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    Guten Morgen allerseits...
    Ich habe mir jetzt nicht alles hier durchgelesen und vllt wurden manche Punkte meiner Meinung auch schon genannt. Wenn ja, dann überlest es einfach.

    Ich finde diese "Casualisierung" der Spiele schlecht. Vorallem im RPG-Bereich!
    Es wird heutzutage dem Spieler alles so sehr vereinfacht dass man sich in ein Spiel nicht mehr einarbeiten muss. Dadurch, dass ich weniger Aufwand betreiben muss um dieses Spiel zu beherrschen, wird es auch einfacher für mich dieses Spiel wieder weg zu legen.
    Ich habe hier zig Spiele rumliegen, die ich noch nie durchgespielt habe weil sie mich nach kürzester Zeit schon langweilen. Ich möchte nicht auf einer Karte an der Hand geführt werden wo mein nächstes Questziel ist.
    Heute ist es doch so: "Rede mit Arthus, er wird dir mehr erzählen können" "hm... wer ist nochmal Arthus?" *questlog auf, quest markieren, auf die map schaun* "Ahhhh... den König meint er!"
    Ich kann mich an fast keinen Character in irgendwelchen Spielen mehr an deren Namen erinnern weil ich sie mir noch nie merken musste! Ich kann ja alles nachschlagen.
    Bei Risen habe ich erst sehr spät im Spiel herausgefunden dass ich mir die Quest auch anzeigen lassen kann. Aber bis dahin wusste ich wer wo zu finden ist, wie er heißt und wer er ist.
    Dann diese ganzen 0815-Standart-Quest á la Word of Warcraft: "Töte 10 von denen, sammle dies, sammle das"
    Wenn schon so etwas, dann bitte wenigstens so gut verpackt dass ich nicht merke dass ich gerade so etwas stupides mache. Mal ganz erhlich: Wer lest sich die Quest-Texte in den heutigen MMOs noch durch? Also ich klick die Weg, seh meine Quest und ab gehts. Wo wir wieder beim vorherigen Punkt des "An die Hand genommen werdens" wären. Man grast doch nur noch die Punkte und Gebiete auf der Map ab....
    Früher wars halt in etwa noch so: "Nicht weit nördlich von hier, treiben böse Waldläufer ihr unwesen. Finde sie"
    Man ging gen Norden und suchte! Und wenn man sie nicht fand, fing man das überlegen an. "Wo wäre der geeignete Standort für ein Waldläuferlager? Im Wald dort oben? Tadaa"
    Is zwar ein eher spartanisches Beispiel, aber so im Prinzip war es.
    Heute gilt die Devise: Hauptsache keinen Frust! Hauptsache man kommt immer leicht weiter.
    Ich bin mitlerweile echt ein Fan von Simulationen geworden. Armed Assault 2, X3, NBA 2k11, Skate 2 z.B.
    Bei Armed Assault 2 verbringt man gleich mal mehrere Tage an einer Mission. Man muss dafür n Haufen Zeit investieren nur um die gefragten Stellungen des Gegners ausfindig zu machen (und die dann auch auszuschlaten) aber es ist ein wahnsinnig gutes Gefühl wenn man es geschafft hat. Bei X3 hast du gleich von Anfang an die Möglichkeit sich eine Wirtschaft aufzubauen, was man auch sollte, um überhaupt die ersten Mission zu schaffen. Bei NBA 2k11 kannst du mit noch so guten NBA-Stars spielen und verlierst trotzdem, weil man am Anfang die sehr komplexe Steuerung noch nicht drin hat. Am Anfang hab ich es in der Karriere nicht einmal geschafft überhaupt in ein Team zu kommen weil ich so schlecht war. Frust, aber ein Ansporn weiter zu machen. So inetwa auch bei Skate 2. Da gibt es keine Skillpunkte. Man kann, was man kann! Da wird der Spieler selber gefordert, nicht das Skilllevel wie bei dem grottigen Tony Hawk Titeln.
    Und diese Spiele fesseln mich immernoch! NBA und Skate zocke ich immer noch regelmäßig mit nem Freund.
    Hätte ich die finanziellen Mittel, dann würde ich euch sofort Spiele machen... man man man.
    Ich habe eh vor irgendwann in die Branche mal einzusteigen. Aber das dauert leider noch n weilchen.

    Schönen Samstag euch noch
     
  15. EchnaTron

    EchnaTron
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    Dann nenn mir doch mal die Alternative. Niemand von uns wird Spieledesigner zu irgendetwas zwingen. Die einzige Alternative ist eben nicht mehr zu spielen und auch da kann ich nur sagen: Wer das so halten möchte, der soll es eben tun. Ich für meinen Teil sehe da aber keinen großen Sinn drin. Gut, jeder hat seinen eigenen Geschmack und jedem macht was anderes Spaß, deswegen gibts ja verschiedene Genres. Und wenn jemand sagt "mir machts aber keinen Spaß wenn ich gleich schon nach 5 Minuten verstanden hab, wie das Spiel funktioniert", dann ist das eben so, aber dann hat derjenige halt mit den Konsequenzen zu leben. Nicht weil derjenige nen doofen Geschmack hat, sondern weil sich die Spieleindustrie nunmal nur selten nach Minderheiten richten kann.
     
  16. Akonia

    Akonia
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    Das ist ein sehr interessantes Thema und einige gute Argumente wurden schon genannt.

    Ich persönlich finde eine Vereinfachung vom Spielprinzip, eine Entschlackung prinzipiell nicht verkehrt. Mir hat Mass Effect 2 mehr Spass gemacht als 1. Warum? Kein ewiges rumgerenne auf der Citadel von A nach B und wieder zurück (ja ich weiß, es gibt Schnellreisen, aber die habens auch nicht besser gemacht ;) und ständiges Ausmisten des Inventars bzw das nervige Umwandeln in Biogel. Das war im Laufe des Spiels doch eine beachtliche Spielzeit und recht Nerven aufreibend. Allerdings muss man auch sagen, das Mass Effect von Anfang an immer darauf ausgelegt war, ein gespielter Film zu sein, nein es war darauf ausgelegt Shepard zu sein, aber das ist ein anderes Thema. Was ich damit sagen will, es geht darum, das es das Spiel schafft zu fesseln, wie es das schafft, ist mir eigentlich egal. Mir hat auch Crysis 2 sehr viel Spass gemacht, obwohl ich weder Teil 1 noch Farcry je angefasst habe. Für mich ist wichtig, das ich unterhalten werde, das kann durch Popcorn-Erlebnis genauso sein, wie durch ewiges in den Boden buddeln wie bei Minecraft.

    Allerdings stösst mir in der ganzen Entwicklung auch etwas auf. Spiele werden durch die Vereinfachung nicht nur einfacher, sondern vor allem kürzer. Ich habe in meinen 2 Wochen Urlaub 3 vollwertige Spiele durchgespielt, Dragon Age 2 sogar 2mal. Und das ist eigentlich der Hauptgrund wieso diese Entwicklung gefährlich ist. Irgendwann hat man alle Spiele in 5 Stunden durch, als würde man ins Kino gehen und wartet auf den nächsten Donnerstag, wo hoffentlich Nachschub kommt, nur mit dem Unterschied das ein Computerspiel bei weitem mehr Geld kostet.

    Also prinzipiell habe ich nichts gegen eine Entschlackung und mehr Inszenierung, aber das Spielzeiten so rapide gekürzt werden.. muss man nicht unterstützen. Homefront war zB mit seinen 5 Stunden für 50 Euro eine Frechheit.
     
  17. Man sollte bei der ganzen Sache erstmal versuchen Begriffe zu klären, mit denen man argumentiert.

    Ich würde erstmal unterscheiden zwischen: Das Spiel ist schwer. Und: Das Spiel ist komplex.

    Ein schweres Spiel muss nicht komplex sein, als Beispiel sei hier nurmal die berüchtigte Luigi-Münzen-Challenge aus "Super Mario Galaxy" genannt, die IST bockschwer, aber nicht komplex, die spielt man mit 4, vielleicht 5 Knöpfen durch.
    Jüngeres Beispiel: "The Force Unleashed 2", da gibt es ein Achievement, wenn man alle Challenges mit Gold abschließt, da haben ein Kumpel und Ich auch mehrere Stunden dran gesessen.
    Ich denke auch, dass das auf viele ältere Titel zutrifft, ich kann mir nicht vorstellen, dass "Doom 2" sonderlich "komplex" war, "Half Life" ebenso wenig.

    Es gibt Tendenzen, die ich auch nicht befürworte, das Wegfallen von Lebensbalken, bspw.. Letztens mal wieder "Condemned" gespielt und das Spiel, bzw. das Erlebnis wäre einfach nicht das selbe, würde man immer wieder selbst heilen. (Wobei es ja bei vielen Spiele mit Autoheal so ist, dass man weniger aushält)
     
  18. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Das hat aber nichts mit Casualisierung zu tun, sondern mit der Beseitigung von Problemen. Die Ladezeiten waren einfach viel zu lang, wodurch das Schnellreisesystem Leuten, die keine weiten Wege zurücklegen wollten, kaum geholfen hat.

    Ohne dieses Manko hätte ME beiden Spielertypen etwas geboten, denen die gerne erforschen und erleben, und denen die schnell von A nach B kommen wollen. In ME2 hätte das technisch funktioniert, allerdings war Citadel einfach nicht mehr der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, so dass die Problematik als ganzes erst gar nicht mehr existierte...

    Da hast du recht, hatte ich ja auch schon als Beispiel genannt. Allerdings wäre ein ME2 mit bedienbarem Inventar doch besser gewesen, als so ganz ohne. Bioware hat nur den Aufwand gescheut und den gebrochenen Arm amputiert, statt ihn zu heilen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  19. Marvin manisch-depressiv

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    Zehn Jahre warten, bis auch der letzte Publisher gemerkt hat, dass man auch mit anderen Modellen als einer Blockbuster-Monokultur Geld machen kann. Videospiele sind ein junges Medium und haben noch nicht die gleichen Entwicklung hinter sich wie Filme oder Musik.
    Das ist richtig, wurde aber schon an anderer Stelle (DX-Thread) diskutiert, hier die Kurzfassung: Hohe Budgets ergeben nicht nur hohe Margen, sondern auch hohe Risiken. Der Hardcore-Markt mag deutlich kleiner sein, ist aber definitiv vorhanden und wäre bei mittelgroßen oder kleineren Budgets mehr als rentabel. Bis es aber viele Fimen wie z. B. Frictional Games oder CDPRed gibt, die nicht mit den Monsterbudgets von EA und ActivisionBlizzard arbeiten und trotzdem vernünftige Spiele auf die Beine stellen, wird etwas Zeit vergehen. zur Zeitist nunmal mit Wii und IPhone eine andere Richtung vorgegeben.
    Wenn natürlich niemand den Mund aufmacht, kann sich nichts ändern. Im Gegenzug dürfen Dinge wie der Psychonauts-Flop natürlich nicht passieren - da sind die Spieler gefordert.
     
  20. Gamma gesperrter Benutzer

    Gamma
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    Schlimm daran ist einiges, allen voran dass der Spielspaß darunter leidet. Es stört mich zum Beispiel, wenn die Story verknappt wird damit auch der weniger schlaue Spieler sie versteht oder ein Spieler, der wenig Zeit hat, das Spiel schneller beendet um schnell weitere Spiele kaufen zu können, am besten natürlich den Nachfolger. Es stört mich, dass der Anspruch dabei verloren geht und damit die Spieltiefe leidet. Das mag anfangs noch nicht so auffallen, aber je länger man das Spiel spielt und sich einarbeitet desto unterforderter wird man. Das ist mir bei Civilization 5 extrem aufgefallen. Spätestens nach dem Industriezeitalter war die Luft raus. Auch habe ich das Gefühl, dass die Spiele dadurch glatt gebügelt und auf Hochglanz poliert werden um der breiten Masse zu gefallen. Dadurch verlieren Spiele aber ihren eigenen Reiz. Assassin's Creed ist zum Beispiel so ein Spiel, oder Modern Warfare 2. Diese Spiele haben keine Seele, haben nicht ihren besonderen Reiz und werden in 5 Jahren vergessen sein. Wobei, bei der Fortsetzungsflut...

    Daneben missfällt mir der Trend, Hilfen optional hinzuschalten zu können wie zum Beispiel bei Arcania. Entweder man machts ganz oder gar nicht, aber halbgares Zeug ist nie wirklich gut. Ein Godmode-Modus in den Optionen eines Shooters wird ja auch nicht ohne Grund nicht angeboten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  21. EchnaTron

    EchnaTron
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    Gut, das klingt vernünftig :). Es soll natürlich auch nicht der Eindruck erweckt werden, ich hätte was gegen "komplexe" Spiele oder dass ich sie generell ablehne, wenn denn alles drumherum stimmt. Dann würde ich doch sagen, hoffe ich für die Liebhaber solcher Spiele, dass (und davon bin ich auch überzeugt) sich in Zukunft wieder mehr Entwickler an die Oberfläche schieben, die solche Spiele in hochqualitativer Art herausbringen, damit wir alle zufrieden sind und sich der Markt wieder auspendelt. Friede sei mit uns :).
     
  22. Das dachte ich mir auch. Crytek muss seine Kundschaft für hirnlose Zombies halten.

    Wieso werden eigentlich nur Videospiele vercausualiert und nicht Sportarten, z.B. Golf mit einem Hole von einem Meter Durchmesser?
    Klingt blöd? Genauso denke ich über Vereinfachungen bei Spielen (Hilfestellungen, Pseudoentscheidungen, Absenken des Schwierigkeitsgrades etc.). Wer unfähig ist Spiele zu meistern sollte sich IMO ein anderes Hobby suchen.
     
  23. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

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    Das ist genauso der falsche Ansatz wie die aktuelle Casual-Zwangsstörung. Im Moment werden die Profis von Bord geprügelt, das gleiche mit den Casuals zu machen machts auch nicht besser. Beide sollten auf der Kreuzfahrt ihren Spaß haben können. Deshalb wäre es die Aufgabe der Hersteller, Spiele zu schaffen, die auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad auch für meine Mutter zu meistern sind, mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad aber auch die Komplexitätsschraube anziehen und im höchsten auch Veteranen ne Herausforderung bieten.
     
  24. EchnaTron

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    Spielefirmen wollen - bzw. müssen, wenn sie bösennotiert sind - Geld verdienen und müssen sich daher zum größten Teil nach der Masse richten.
     
  25. Und deswegen muss man auf die Zukunft warten, wenn unsere Generation der Hauptteil der Teilhaber ist. Dann sind da auch eine Menge Leute darunter, die Spiele verstehen.
     
  26. HawkS73

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    So richtig "Casual" ist für mich sowas wie Moorhuhn, oder Wii Sportspiele. Wo ich nicht viel nachdenken muss und gleich loslegen kann und es sofort verstehe. Ein Spiel, das fast völlig ohne Anspruch an Verständnis hat und überwiegend selbsterklärend ist. Eines, das einfach nur mal unterhalten, bestenfalls zum leichten nachdenken anregen soll.

    Die Design Änderungen die Christian anspricht, wie das "Auto-Heal" sind eben das. Designentscheidungen. Abwerfen von Ballast und abschneiden Altenzöpfe wie es so schön heißt.

    "Auto-Heal" ist ein sehr gutes Beispiel. Ist es das Auto-Heal System per se schlecht?

    Nein.

    Muss, oder sollte es immer genutzt werden?

    Nein.

    Auto-Heal fördert ganz unbestritten den Spielfluss, da der Spieler keine MedPacks mehr suchen, oder verwenden muss, sondern einfach nur einen Moment in Deckung geht. Prima, dann so geht es gleich weiter, denn werde ich in der Deckung nicht getroffen, feuere selbst aber weiter, gibt es Fortschritt.

    Was ist dann so verpönt daran?

    Nun Auto-Heal nimmt in erster Instanz eine Taktische Komponente aus dem Spiel, ohne die es in seinem "Gameflow" fraglos leichter (flüssiger?) läuft.

    Wer kennt das nicht noch. Noch 50% HitPoins. Ein langer Gang mit Kisten. Unmengen Gegner stürmen vor, sobald wir ihn betreten. Das nächte MedPack liegt hinten am Ende des Ganges. Im Inventar ist keins mehr. Eine altbekannte Situation aus vergangenen Shooter Zeiten, die es erfordert überlegt /geschickt, aber auch mit Glück vor zugehen. Aber auch Frustobjekt, wenn das virtuelle Leben 10mal ausgehaucht wurde, bis das rettende Ende des Ganges und das neue MedPack erreicht war. Die Stelle im Spiel mit Auto-Heal wäre wohl eine Wohltat gewesen.

    Warum ist das mit den MedPacks (fast) verschwunden?

    Nun zum einen aus dem Grund warum so etwas der "Casualisierung" aka den "Konsolen" zugeschrieben wird. Ein Kontroller hat nur so viele Knöpfe, eine Tastatur mit Maus ungleich mehr. So wurde in Konsolenversionen von Shootern, die es anfangs (immer noch?) wegen der trägeren Steuerung schwer auf Konsolen hatten, die MedPacks weggelassen und das "Auto-Heal" seiner statt eingefügt. Damit sparten die Entwickler einen Kopf der mit "MedPack" belegt werden musste und nun anders verwendet werden konnte.

    Im Zuge der Entwicklungsverschiebung von Spielen von "PC 1st, Consols 2nd" Richtung "Consols 1st, PC 2nd" schwappte das "Auto-Heal" auch, oder wieder falls zuvor schon genutzt, zum PC und steht seitdem als Paradebeispiel für "Casualisierung" auf dem PC wenn es genutzt wird.

    Aber ist das so schlimm?

    Das kommt auf das Spiel und seinen Fokus an würde ich sagen.

    Mal drei aktuelle Beispiele: DeadSpace2, DragonAge2, Crysis2.

    Crysis2 nutzt das "Auto-Heal" System vollständig.
    Es gibt keine Medpacks. Warum? Ich denke, weil der Spieler sich vorrangig mit der Level-Architektur und dem bewältigen und überlisten der Gegner befassen soll. Nicht damit wo ein MedPack liegt, oder ob er noch welche in Reserve hat. Er soll Routen suchen mit denen er Gegner umgehen, oder gefahrlos ausschalten kann. Munitionskisten gibt es zwar, aber Gegner lassen diese auch fallen, dennoch eine taktische Komponente.

    DragonAge2 nutzt ein Hybrid System von MedPacks und Auto-Heal.
    Während eines Kampfes muss auf MedPacks und Heil-Skills zurückgegriffen werden. Ist die Schlacht jedoch zu Ende, füllen sich HitPoints und Mana/Stamina-Balken von selbst wieder auf. Warum? Weil sich dadurch der taktische Anspruch während der Gefechte erhöht und mit den mitgeführten Mitteln Haushalt geführt werden muss. Wer am Anfang zu sehr nach vorn Brecht, hat gegen Ende keine MedPacks mehr und verliert. Der Fokus liegt auf den Kämpfen und Taktieren mit den eigenen Mitteln um die Gegner zu überwinden.

    DeadSpace2: setzt vollkommen auf ein MedPack System.
    Der Spieler hat ein begrenztes Inventar, endliche Zahlungsmöglichkeiten und Unmengen, oder starke Gegner zu bewältigen. Das Spiel setzt voll auf Survival und unterstreicht dies noch, in dem es wenige MedPacks von sich aus zur Verfügung stellt. Das Geld sowohl für Waffen, Upgrades als auch Heilung benutzt werden muss. Die Taktische Komponente ist immer einige MedPacks dabei zu haben, da meist ungewiss ist, wann, wo und wie viele Gegner kommen werden.


    Meiner Meinung nach wäre ein DS2 mit Auto-Heal nur noch halb so spannend.
    Ein DA2 mit vollem Auto-Heal nur halb so taktisch in seinen Kämpfen!
    Ein C2 allerdings hätte mMn von einem MedPack System noch profitieren können, da es die Idee des taktischen Nutzens des Leveldesigns unterstrichen hätte. Das Spiel funktioniert aber auch so sehr gut und das Auto-Heal stört nicht.

    Was ich am DA2 System gut finde ist, dass ich nach einem Gefecht nicht erst Minuten damit verbringe die Party wieder hoch zuheilen. Das hat mich schon immer an RPGs genervt. Das hat auch wenig mit Taktik zutun und führte meist nur dazu, dass ich unnötig oft in eine Stadt reise, nur um wegen PostGefecht Heilung MedPacks nach kaufen muss. Mit dem DA2 System muss ich aber immer noch sicher stellen, dass ich für kommende Gefechte genug dabei habe. Viel besser IMO.

    DeadSpace2 hingegen LEBT von seinem altmodischen MedPack System und erweitert die Atmosphäre noch dadurch, dass mir auch die Munition im begrenzten Inventar Platz raubt und ich bei Boss-Kämpfen nicht so viel MedPacks bei mir habe wie ich gern hätte. DeadSpace mit Auto-Heal würde für mich so nicht mehr funktionieren.

    Auto-Heal kann ein Spiel also leichter oder schwerer machen. "Casual" ist daran jedoch nichts, sondern eben eine Designe Entscheidung, die der Atmosphäre und dem Fokus des Spiels dienen kann.

    Habe fertig.
    Danke fürs lesen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  27. acer palmatum

    acer palmatum
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    Ganz kurz gesagt: Weil der "gefühlte Gegenwert" in Casualspielen massiv abnimmt.

    Primär ist es mMn ein Problem der immer weiter abnehmenden Spieldauer (Stichwort: Wiederspielwert) bei gleichbleibenden Preisen. Ich zahle nach wie vor 50 €/100 DM aber werde dafür nicht mehr wochenlang unterhalten wie vor 10 Jahren, sondern nur noch stunden- bzw. bestenfalls tagelang.
     
  28. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Es ist ja auch kein Problem, wenn Casual-Titel produziert werden, genausowenig wie es ein Problem ist, wenn jemand Ultra-Hardcore-Strategie-Titel auf den Markt wirft, die jeden ohne einen Abschluss in Kriegsstrategie, Waffenkunde und Politikwissenschaften schon im Tutorial überfordern.

    Wenn einem Assassin's Creed zu einfach ist, dann spielt man es halt nicht. Ist halt ein Spiel, dass für andere Leute gemacht wurde und auch nie anders geplant war. Zum Problem wird es erst, wenn etablierte Titel für Sequels plötzlich stromlinienförmiger gemacht werden, weil da einer bestehenden Fangemeinde vor den Kopf gestoßen wird. "Danke, dass ihr uns groß gemacht. Jetzt verpisst euch und macht Platz für die Leute mit dem Geld!"
     
  29. Balthamel Kam, sah, siegte.

    Balthamel
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    Das ist aber auch kein neues Problem. Ich werfe hier mal Unreal 2 und Max Payne 2 in dem Raum, die beide ebenfalls sehr kurz waren und schon ein par Jahre auf dem Buckel haben. Da hat damals noch keiner von der "Casualisierung" gesprochen.
     
  30. Doktor Best

    Doktor Best
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    das große epische abenteuer fühlt sich halt ganz einfach eher wie ein einkauf im supermarkt an, wenn man schon dank minimap mit questmarkern weiß wo der im wald verloren gegangene sohn ist.

    das suchen ist doch teil der quest, und das wird somit eben komplett ausgeklammert, man grast nurnoch ab.

    früher haben die entwickler sich eben die mühe gemacht durch geschicktes leveldesign und gameplay kniffe den spieler zum sohn zu lenken, denn stundenlang herumirren mag der spieler dann auch wieder nicht.

    und naja das inventargewühle gehört für mich in einem rollenspiel eben auch dazu, auch wenn dragon age 2 an anderen stellen größere probleme hat.
     
  31. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Bei Unreal 2 war damals der Aufschrei auch schon groß, nur existierte das Label "Casual" noch nicht und es war ein Standard-Shooter, der einfach nur kürzer als sein Vorgänger war.

    Und Max Payne 2 war einfach ein gutes Spiel, das nicht künstlich zurechtgestutzt und vereinfacht wurde, sondern ein intensives Spielerlebnis mit nahezu identischer Spielmechanik im Vergleich zum Vorgänger bot und genau so lang war, wie die Story es erforderte.

    Aber jetzt stell dir MP2 mal mit Autoheal, Gegnerscanner, Quicktime-Events und nochmal halbierter Spielzeit vor. Yikes!
     
  32. Bjuf

    Bjuf
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    Mal ganz von den späten 80ern und den frühen 90ern abgesehen, wo Arcadeautomatenspiele das Nonplusultra darstellten. Entsprechend waren kurze Spielzeiten gerade im Actionbereich absolut Gang und Gäbe.
     
  33. ShortSeb Wiener Bonze

    ShortSeb
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    Persönlich bin ich so genannten "Casualspielen" nicht abgeneigt, wobei ich ja die Entwicklung dieses schwammigen Ausdrucks mehr als beängstigend finde. Vor ein, zwei Jahren haben wir unter einem "Casual-Spiel" noch Titel, wie "Bejeweled" oder "Tetris" verstanden, heute bezeichnen manche "Crysis 2" als "Casual". :rolleyes:
    Ich definiere unter dem Ausdruck "Casualspiel" ein Spiel, welches leicht zu erlernen und ohne Tiefgang ist. Ein Spiel, in welches man sich nicht einarbeiten muss und man einmal schnell zwischendurch spielen kann.

    Jedoch möchte ich mich in ein Spiel einarbeiten und experimentieren können. Ich möchte ein komplexes System langsam erlernen und dann als Erfolg damit umgehen können. Sinn eines Spieles ist es für mich, mich wirklich damit zu beschäftigen und auseinanderzusetzen.

    Ich sage immer, man kann Spiele spielen und man kann Spiele spielen.
    Ich kann entweder ein Spiel installieren, mich danach acht Stunden berieseln lassen und es wieder deinstallieren und vergessen, oder ich kann mich mit einem Spiel auseinandersetzen, es zu einem Teil meiner Freizeit machen und mich wochenlang damit beschäftigen.
     
  34. mekk

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    Ich stelle mir die Frage der "Casualisierung" erst gar nicht. Halte dieses Wort ja sogar eher für ein Unwort.

    Ich frage mich eher, was der Gamer heutzutage wirklich will. Irgendwie hat da immer jemand was zu mosern. Wenn ein Mechanismus nicht komfortabel genug ist, weil man sich vllt. durch zig Menüs klicken muss, wird gemotzt. Wird in einer Fortsetzung dieser Mechanismus vereinfacht, so dass man über ein Knöpfchen alles erledigen kann, stellt es den einen zufrieden, aber einen anderen Spieler holt es wieder auf die Matte, weil er mit der Funktion von damals zufrieden war und diese Funktion lieber beibehalten hätte. Somit müsste eigentlich ein Gamedesigner zig Optionen für ein Spiel implementieren, die de-/aktivierbar sind, um es für den jeweiligen Spieler zu erleichtern bzw. zu erschweren, damit er es jedem recht machen kann. Und dann wird es wahrscheinlich immer noch welche Leute geben, die unzufrieden sind.

    Ich bin dann doch sehr froh, dass die Gamedesigner ihrer Linie treu bleiben und sie ihre Spiele so entwickeln, wie sie es für richtig halten. Auch wenn man selbst am Ende vom fertigen Spiel vllt. doch enttäuscht ist (siehe Dragon Age 2), wird es viele andere finden, die es mögen werden, und man selbst sucht sich bei der Fülle an Spielen ein anderes Spiel, das einem eher zusagt.

    Speziell im Falle von Dragon Age 2 würde ich selbst auch nicht von einer Casualisierung sprechen. Wenn Das Team von Bioware DA2 genau in dieser Form entwickeln wollte, es mit dem fertigen Produkt zufrieden ist und es bei anderen Einklang findet, ist doch alles in Ordnung. Nur für mich persönlich haben sie einfach ein schlechtes Spiel designt. Das Design ist lieblos und öde (Schaut euch das Inventar an mit den immer wieder gleichen Icons). Man merkt einfach, dass man hier eher den Fokus auf die Geschichte als auf das, was rundherum passiert, gelegt hat. Aber hat sowas mit Casualisierung zu tun? Ich denke nein. Es wurde so designt, weil Bioware es für richtig und gut empfunden und nicht weil da jetzt unbedingt ein Anspruch bestand "casual" zu sein...

    Was ich im Allgemeinen damit ausdrücken wollte, dass viele Gamer sich von ihren eigenen Vorlieben bei der Spieleentwicklung abwenden sollten und es mal aus der Sicht eines Gamedesigners betrachten sollten. Es wird schliesslich Gründe haben, weshalb etwas so designt wurde und etwas nicht.

    Oder wieso spielt man nicht wieder einfach nur drauf los, ohne sich Gedanken über so einen Quatsch zu machen. Spiele sollen uns doch unterhalten und bei der Auswahl an Games ist für jeden was dabei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. März 2011
  35. Richtig, richtig. Wer Spiele als Medium versteht, der wird auch wissen, dass man Titel für beide Extreme sowohl separat als auch gemeinsam produzieren kann. Deswegen mache ich mir kaum Sorgen um die Zukunft, lediglich der derzeitige Status ist so auf lange Zeit nicht haltbar. Aber das war der Status in der Filmwirtschaft der 30er Jahre auch nicht - zwangsweise Kopplung von medialer Ware durch große Firmen, weniger Platz für Künstler als Handwerker, und dann diese fürchterliche Neuerung mit dem Ton! :ugly:
     
  36. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Das wird sich nie durchsetzen... :wahn:
     
  37. Und wenn, dann wird der Film FÜR IMMER RUINIERT!!! :ugly:
     
  38. Leider nicht ganz richtig.

    Die zunehmende Simplifizierung kommt von Konsolen, aber nur von denen eines Anbieters: Microsoft.

    PSX-Spiele waren teilweise richtig knackig, auch für PS2-Spiele galt das. Seit M$ aber bei den vermeintlichen Core-Gamern führt, kann man jegliche Komplexität begraben. Ein CoD hat sich auf Konsolen erst mit der 360 durchgesetzt, heute ist es unter Konsolenspielern die beliebteste Spielereihe überhaupt.

    Edit:
    Am traurigsten ist die Entwicklung bei Rollenspielen, wo man heute wirklich im Indie-Bereich suchen muss, um komplexere Sachen zu finden. Spiele, die auch social skills belohnen und sich komplett ohne Gewalt durchspielen lassen, gibt es mit einer Ausnahme praktisch gar nicht mehr. Leider ist auch nicht sicher wie lange sich Obsidian noch treu bleiben wird, speziell wenn man bedenkt dass ein CoD ohnehin mehr absetzt als ein deutlich komplexeres Fallout: New Vegas.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. März 2011
  39. ShortSeb Wiener Bonze

    ShortSeb
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    Das hat aber auch etwas damit zu tun, dass die 360 einfach die beliebtere Konsole unter den "Gamern" ist. :ugly:
     
  40. Balthamel Kam, sah, siegte.

    Balthamel
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    Max Payne 2 war ja auch ein sehr gutes Spiel was ich ebenfalls verdammt gerne durchgespielt hab, aber man konnte es problemlos an einem Abend durchspielen. Deshalb hakt für mich die Formel Kurze Spielzeit = Casual. Denn nach der Formel müsste auch Max Payne 2 ein Casualspiel sein was es ja definitiv nicht ist.
     
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