wie realistisch ist erfolgreiches Auswandern?

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von [Faith], 16. April 2011.

  1. Ich red jetzt eigentlich nich von Reich werden, sondern eher von nem normalen Leben leben :ugly:
     
  2. xcv

    xcv
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    Naja ein normales Leben kann ja zB ein Porsche auch einschließen. So teuer ist der ja nciht. Aber wenn man keine Ambitionen hat, wird man ihn sich wahrscheinlich nciht leisten können.
    Ich finde es auch nciht verwerflich, wenn man seine Prioritäten weniger im finanziellen setzt. Ich kann nur die Neidgesellschaft nicht verstehen. s.o.
     
  3. Also permanent in die USA auswandern würde ich mir wirklich sehr stark überlegen. Bevor du soetwas planst, solltest du erstmal eine zeitlang dort gelebt haben. Ich wohne jetzt seit 7 Monaten hier in den USA, und habe viel von beiden Enden des Spektrums hier gesehen. Am oberen Ende des Spektrums lässt sich das Leben wirklich super aushalten. Wenn man einen guten Job hat, kann man das Leben wirklich sehr gut genießen. Dann bekommt man von seinem Job gute Krankenversicherung, hat dank niedriger Steuern und Häuserpreisen schnell ein schönes Haus und viel Geld über. Viele der Reicheren leute sind auch wirklich locker drauf, so wie man sich Amerikaner vorstellt: Offen, freundlich und auch sehr spendabel.

    Aber es gibt nicht umsonst auch Million armer Leute in diesem Land, und für die sieht es wirklich traurig aus. Und man kann auch sehr schnell aus seinem Traumleben im schönen Vorort mit dickem Auto gerissen werden. Einmal schlimmere Gesundheitliche Probleme und man kann sich ohne Wohnung und alles wiederfinden.

    Für mich kommt es im Moment absolut gar nicht in Frage in die USA auszuwandern und ich rate jedem erstmal eine Zeitlang dort zu leben bevor man sowas überlegt.
     
  4. ich hab immer die auswanderer geschaut und mich köstlich amüsiert wie famille vakowiak mit 500 euro und 0 spanisch kentnissen ein mini bistro auf malle eröffnen wollten. Natürlich war das scheitern da vorprogrammiert :uff::ugly:
     
  5. In den USA würd ich nur für zwei, drei Jahre mal leben wollen, aber nicht permanent.
    Ist mir einfach zu unsicher, außerdem hab ich ein paar gesundheitliche Probleme und man weiß ja wie die Krankenversicherungen in den USA drauf sind.

    Australien ist eh viel schöner. :yes:
     
  6. Wie sind die Krankenversicherungen in den USA denn drauf? Werden dort versicherte Leistungen oftmals verweigert, oder wie darf man das verstehen? Bitte klär mich auf.
     
  7. Du kriegst wie bei jeder Versicherung mehrere Pakete welche eben auf dich passen. Kann dir nicht genau sagen wieviel die Versicherung übernimmt da es bei jedem anders ist.
    Nein die Leistungen werden oftmals nicht verweigert weil die Versicherungen eben in einem Konkurrenzkampf stehen, möglichst viel Profit und trotzdem den Kunden befriedigend unter die Arme zu greifen. Selbst ohne Versicherung lehnt dich kein Arzt ab. Ein normaler Arzt Termin kostet so um die 50-70 Dollar
     
  8. Wenn du eine Vorerkrankung nicht angegeben hast, kann es sein, dass dir die Leistungen verweigert werden.
    Die Unternehmen verdienen daran kostspieliege Therapien und Operationen zu verweigern.
    Normalerweise müsste es aber auch hochpreisige Krankenversicherungen geben, die diese Probleme nicht machen. Aber die kann sich ein Auswanderer nicht leisten.
    Für bis zu fünf Jahre kann man aber auch eine Auslandskrankenversicherung in Deutschland abschließen.
     
  9. Ein anderes Problem mit vielen Krankenversicherungen in den USA ist auch das man nur als Vollzeitarbeitskraft bei vielen Arbeitgebern versichert wird, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Ohne Krankenversicherung wird es wirklich schnell sehr teuer. Arzt termin für 50-70 Dollar ist nicht. Ein Freund von mir hatte sich in den Finger geschnitten, was im Krankenhaus nur kurz genäht wurde. Hat ihn insgesamt fast $1000 gekostet, welche er der Versicherung vorstrecken musste.
     
  10. [Faith] humiliated

    [Faith]
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    Usa war jetzt auch nur ein Beispiel ;) gibt ja viele Möglichkeiten. ich wär da relativ flexibel denk ich.
     
  11. Bei den meisten scheitert es doch schon an der Sprache.
    Außerdem wander ich doch nicht in ein Land aus indem ich entweder noch nie oder wenn nur mal für ein paar Wochen war.
    Immer noch was anderes als da im Alltag zu leben.

    Manche Menschen sind echt naiv.
     
  12. TheoneandonlyChris Right Foot Fanatic

    TheoneandonlyChris
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    Alle Leute die ich kenne die erfolgreich emigriert sind hatten entsprechende Verbindungen beruflicher (idealerweise auch privater) Art in das Land und wurden irgendwann eingeladen, bzw. mussten nur noch ihren Wohnsitz förmlich verlegen oder die Staatsbürgerschaft eben beantragen- sofern man das überhaupt will. (Kenne auch viele die im Ausland fest leben und den deutschen Pass behalten haben)
    Aber alle haben sie vorher schon einen gewissen Teil des Jahres (1/3 oder mehr) dort gearbeitet, kannten Land und Kultur.
    Die meisten Länder lassen was Einwanderung angeht sehr kulant mit sich reden, sofern ein entsprechendes Startkapital (ich rede jetzt von mind 6- stellig) und ein schlüssiger Business Plan vorgelegt werden können, der die dortige Volkswirtschaft weiterbringt.
    Wenn du dann noch indländische Fürsprecher hast mit denen du geschäftlich zusammenarbeitest hast du praktisch gewonnen.
    Wer nachweisen kann dass er produktiv arbeitet und nicht das Sozialsystem belastet wird meist einen Weg finden in sein Traumland zu kommen.

    Allerdings werdet ihr bemerken dass ich nun nicht davon gesprochen habe, mit 10-tausend € in der Tasche ohne Verbindungen ins Zielland dort aus dem Flughafen zu marschieren und zu sagen: Wird schon werden.
    Sowas braucht jahrelange Vorbereitung und ergibt sich meist.
    So wie Auswandern vor 100 oder 70 oder noch 50 jahren funktioniert hat- bin ich der festen Überzeugung dass es nicht mehr geht.
    Vom Tellerwäscher zum Millionär ist Utopie in meinen Augen, der Schlüssel ist Qualifkation. Ein Beruf mit dem man Geld verdienen kann im Zielland.
    Dafür muss man nicht mal Geschäftsführer eines Unternehmens sein, auch ein deutscher Handwerksmeister kann auswandern und reich werden. Du musst einfach GUT sein in dem was du tust. Gut und fleissig. Deutsches Handwerk gilt nicht umsonst als das Beste der Welt.

    Wer es wirklich will kann es schaffen, aber bitte nicht blauäugig da rüberfliegen und denken ergibt sich.
    Ich habe schon in einigen Ländern der Welt gearbeitet die gemeinhin als attraktive Auswanderziele gelten und nur die Wenigsten sind es wirklich gewesen (aus meiner Sicht) wenn der Alltag eintritt und die Normalität dich hat.
    Dubai? Tolle Malls, gigantischer Lebensstandard, aber nur ein paar hundert km Bewegungsraum in den Emiraten, streng muslimische Weltanschauung usw. Wo gehst du hin wenn du mal in jeder Mall warst?
    Peking? Kulturell hochinteressant und faszinierend, weil einfach alles anders ist als bei uns. Alles superbillig für jemand mit europäischem Gehalt das dir in € ausgezahlt wird- da kannst du ganz schnell ganz hohen lebensstandard erreichen.
    Aber soziale Isolation dadurch dass du nur mit Ausländern abhängen kannst und immer die Sprach- und Kulturbarriere zwischen dir und den Einheimischen stehen wird- wer möchte sein Leben so verbringen?

    Abgesehen davon dass ich der Meinung bin dass Canada das bessere Amerika ist...jeder ist seines Glückes schmied, denk über diese Zeilen vielleicht mal nach- ob du einen Traum jagst und ob du dort wirklich glücklich werden würdest.
     
  13. Ach das geht schon noch. Der Lebensstandard ist dann halt leider derselbe wie vor 100 oder 70 Jahren. :ugly:

    Kanada?

    http://arstechnica.com/tech-policy/...t-bitter-dose-of-metered-internet-billing.ars

    :Poeh:
     
  14. TheoneandonlyChris Right Foot Fanatic

    TheoneandonlyChris
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    Ersteres stimmt. Ich ärger mich wenn ich ne Weile im Ausland war auch über die typisch deutsche Freundlichkeit (ehrlich, nur Wien ist schlimmer auf der ganzen Welt, ich würd nen Plausch mit nem kolumbianischen Drogenbaron mitten in Medellin vorziehen bevor ich nen österreichischen kellner frage ob er mich noch was zu trinken bringt) , den schlechten Service und die Rechthaberei mancher Mitbürger- aber letztlich ist es doch Heimat und man will hier nicht komplett weg. Wieder deutschen Boden unter den Füßen zu haben ist immer was angenehmes. Manche sollten mal bedenken dass wir für Drittweltstaaten als gelobtes Land gelten wo die alle hin wollen- und das auch nicht ganz ohne Grund. Eigentlich gehts uns ziemlich gut. Und das sollte einem bewußt sein bevor man das aufgibt.

    Ich weiß, es ist schwer vorstellbar für ComputerNerds, aber es gibt wichtigeres auf der Welt als das Internet. :ugly:;)
     
  15. dabba

    dabba
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    Das ergibt ja auch keinen Sinn, dann hat man im neuen Heimatland genau die gleichen Probleme wie im alten und noch einen Schwung neue dazu: kein soziales Umfeld, schlechtere Kenntnisse der Verkehrssprache, keine Erfahrung mit verschiedenen Eigenarten des hiesigen Alltags, wie Benimmregeln, Vorschriften. Wie viele Deutsche wurden schon in Holland geblitzt, weil sie außerorts 100 km/h statt der erlaubten 80 km/h gefahren sind? ;)

    Jep. Woanders ist halt auch Scheiße. :ugly:

    Gibs zu. Du bist doch bestimmt auch etwas genervt, wenn Du auf einer leeren Autobahn im Ausland nur 100 km/h fahren darfst, oder? ;)
     
  16. Ich stimme Dir zu und das spiegelt auch meine Einstellung wieder. Wobei ich weniger "netzwerke", um mir einen persönlichen Vorteil zu verschaffen, sondern weil mich Menschen an sich interessieren und ich gerne viele neue Leute kennenlerne.

    Nur ein Haken hat der Satz, den ich fett markiert habe. Du scheinst das Leben an sich zu vergessen, und das Leben bietet selbst demjenigen mit dem eisernsten Willen und der größten Motivation ab und an unliebsame Überraschungen, wie Krankheit, Verlust nahestehender Menschen, eben Schicksalsschläge im allgemeinen.
    Insofern hat es zum Teil sehr wohl was mit Glück zu tun. Aber wahrscheinlich auf einer anderen Ebene als Du meintest.
     
  17. TheoneandonlyChris Right Foot Fanatic

    TheoneandonlyChris
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    Ich gebe nur eins zu: In Zeiten vor EU- weiten Vollstreckungsabkommen war es mir scheißegal was da für Zahlen in den runden Kreisen standen. :ugly:;)

    Man muss halt die landesübliche Toleranz kennen bevor es richtig teuer wird oder man in U haft wandert, ich habs immer ganz gut hingekriegt sowas zu vermeiden. :D
     
  18. LeonardJ gesperrter Benutzer

    LeonardJ
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    ..letztendlich hängt es immer hauptsächlich von deiner Fähigkeit ab in dem neuen Land dein Lebensunterhalt zu verdienen.
    Zusätzlich ist es natürlich auch wichtig einen neuen Social Circle dort aufbauen zu können.
     
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