EU-Kommission: Privatisierung der Wasserrechte (Update: vom Tisch)

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von El Hosho, 13. Januar 2013.

  1. PayDay Bürger King

    PayDay
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    3 oder 4 personenhaushalt? dann erwähne doch gleich bitte noch die 150euro für wärme und nochmal 150 euro für strom bitte mit. für einen singlehaushalt ist wasser unter garantie immer der billigste faktor. häufig wird wasser auch nur zentral abgerechnet so das es da nie irgendwas zurück gibt. wer in einen größeren mietshaus ohne eigenen zähler lebt kann täglich baden gehen ohne je eine nachzahlung befürchten zu müssen :ugly:
     
  2. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    allen guten geistern verlassen
    ich habe selten soviel murks in nur einem post gelesen

    genau, wir privatisieren luft und liebe genauso wie man trinkwasser(-versorgung) privatisieren könnte.

    am besten privatisieren wir auch noch den regen, DAS wäre doch mal ein spekulationsobjekt. wenn sich jemand verzockt sind eben nicht die analysten schuld, sondern den wetterfröschen gehts an den kragen. :ugly:

    jetzt mal im ernst: das spinnst du viel zu weit.

    auch heute müssen alle betriebe, die wasser nutzen, bereits dafür zahlen.
    ist total komisch, ist aber trotzdem so.
    es gibt übrigens schon privatisiertes wasser. da haben sich doch tatsächlich unternehmen die rechte daran beim staat gekauft, zu bohren, wasser in flaschen abzufüllen und das dann beim supermarkt zu verkaufen. ist ne ganz bekannte masche, trinken millionen von menschen in diesem land täglich.

    und ganz abgesehen davon IST wasser ein knappes gut. das einzig goldene geschäft, was "bankster" da riechen können ist, wenn sie nach dem spargelessen auf die toilette gehen.
     
  3. "Bankster" Geschäftsidee Nummer 08/15:

    1. Man kaufe Infrastruktur günstig vom Staat.
    2. Man betreibe sie ohne weiter Geld zu investieren, verdiene daher ordentlich Geld
    3. ???
    4. Profit!

    Wobei 3. meistens folgendes bedeutet: "Lasse den Staat die kaputt Infrastruktur für teures Geld zurückkaufen und instandsetzen, danach beginnt das Spiel von vorn."

    Tja. Geld verdienen kann so einfach sein. :D
     
  4. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    privatisierung heisst ja nicht in jedem fall, dass infrastruktur aus staatshand gegeben wird.
    die post hat ja auch nach der privatisierung kein eigentum am straßennetz, trotzdem verdienen die eigentlich primär durch die nutzung dieses ihr täglich brot.

    das gleiche kann ja für wasserversorger auch gelten, diese bezahlen für das recht, wasser vertreiben zu können. die kanäle (zu- und abwasser) bleiben weiter in staatshand und es wird eine abgabe fällig, welche zur reparatur (oder ausbau, alles was dazugehört halt) der kanäle genutzt werden muss.

    fraglich ist natürlich, ob es sich dann noch lohnt...
     
  5. Wie soll das dann bitte funktionieren? Man kauft beim staatlichen Wasserwerk Wasser ein und verkauft es dann günstiger als die Konkurrenz weil...? :confused:

    Wasserversorgung ist ja im Regelfall relativ regional.
     
  6. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    allen guten geistern verlassen
    hab ja nicht gesagt, dass sich dass ganze dann rechnen muss :D

    es muss ja auch nicht zwangsläufig sinnvoll sein, etwas zu privatisieren.
    es muss ja auch nicht zwangsläufig sinnvoll sein, etwas zu verstaatlichen.

    sowas sollte man halt im einzelfall betrachten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Januar 2013
  7. Naja, wenns jetzt gut funktioniert, wieso dann privatisieren?

    Offensichtlich besteht ja ein Interesse einiger Unternehmen daran, was wiederrum bedeutet sie hoffen auf Gewinne. Nur woher diese auf einmal kommen sollen....ist ja nicht so als wäre Wasserversorgung Hexenwerk, wo man auf einmal 50% Kosten einsparen könnte und trotzdem noch die gleiche Qualität liefern wird.

    Insofern kann man davon ausgehen, dass es das übliche Prinzip von Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ist. Das ist abzulehnen. Aber wird möglicherweise dank Lobbyarbeit trotzdem kommen. Weil glückliche Unternehmen > glückliche Bürger.
     
  8. Tja da zeigen sich mal wieder die "Vorzüge" der EU-Plutokratie
     
  9. Ich trinke zwar schon viel Leitungswasser (Tee, Kaffee, Kochwasser), aber anteilig an meinem Verbrauch ist das wohl minimal. Viele Menschen dürften jetzt schon mehr Privatwasser (Flaschenwasser, Bier, Cola, Säfte, Limo usw usf) trinken als Leitungswasser. Als Lebensmittel ist Leitungswasser nicht so kritisch wie man vielleicht annimmt.

    Und selbst wenn ich zuhause kein Trinkwasser mehr bekäme. Dann wäre das größte Problem nicht die Frage was ich trinken sollte, sondern viel eher wie ich meinen Stuhlgang beseitige und mich morgens dusche.

    Irgendwelche Argumente müssen ja dafür sprechen die Wasserversorgung zu privatisieren. Gibts da irgendwelche Quellen?
     
  10. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    allen guten geistern verlassen
    vielleicht könnte es ja besser funktionieren.
    abgesehen davon kann natürlich auch dafür sprechen, dass der staat sich selbst als behinderer von wettbewerb sieht und sich ein größeres plus für die bevölkerung erhofft, wenn er das staatsmonopol dem wettbewerb öffnet.

    keine ahnung, wäre mal interessant die konzeption dahinter zu lesen. das einstiegsvideo verschläft das vollkommen.

    ich wüsste jetzt akut auch nicht, wie man die wasserversorgung verbessern will. aber ich bin jetzt auch kein spezialist auf dem leitungswassermarkt :ugly:

    naja, das ist mir ein bißchen zu pessimistisch.
     
  11. Stellt sich die Frage wieso man Infrastruktur mit reinem Versorgungsauftrag aus der Hand geben sollte. Da sollte jeder Zugang haben, unabhängig von Gewinn.


    Ich wette das wird man nie zu Gesicht bekommen. Warum auch?

    Dann zeig mir mal bitte wo Privatisierung von Infrastruktur massive Vorteile mit sich brachte, aber keine Nachteile. Ich kenn das maximal als Win-Lose Geschäft, wo es für die Ballungszentren in der Tat manchmal günstiger würde, wobei dann allerdings die Peripherie abgehängt wurde um Kosten zu sparen.

    Und andererseits überlege dir wie ähnliche Privatisierungen in anderen Ländern verlaufen sind. Schau dir England an.
     
  12. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    keine ahnung wieso, spreche mich hier ja nicht explizit dafür aus.

    na wenns keine anständigen konzepte gibt sollte man nicht privatisieren.
    ist aber so ne naive einstellung von mir :ugly:

    ich denke, mit der postprivatisierung fahren wir mittlerweile im paket- und telefonbereich ganz gut.
     
  13. Da sagt die Lobby aber was anderes. Daher wird das auch gemacht! :ugly:

    Nach Konzepten fragen...geh doch mal zum Berliner Flughafen und frag nach Konzepten! :Poeh:


    Naja, Post = prekäre Beschäftigungssituation en masse und Telefon ist für die Peripherie ziemlich Kacke. Ansonsten sind das aber noch einigermaßen gute Privatisierungen. Die Frage ist halt ob das in staatlicher Hand so viel schlechter wäre. Lässt sich aber nicht nachprüfen.

    @von Hammersmark:

    ...und wo gab es schonmal solche Verträge, die dann effektiv umgesetzt wurden und für beide Seiten Win-Win war...? Ich wüsste kein einziges Beispiel wo man sich nicht irgendwie drum gedrückt hat (Siehe Telefon/DSL).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. Januar 2013
  14. Weils Private vielleicht billiger hinbekommen. Oft ist der öffentliche Dienst ja eine einzige Effizienzkatastrophe (gewesen).

    Allerdings müssen Investitionen in die Infrastruktur eben im Deal mit drin sein. Insbesondere für die Fläche.

    Damit es nicht so läuft wie bei der Telekommunikation, wo die Zentren gut versorgt werden, man auf dem Land aber kaum brauchbares DSL hat. Andererseits würds heut kaum so billiges und schnelles Inet geben, wenn das ganze nicht privatisiert worden wäre. Nur muss eben ein Investitionszwang in neue Infrastrukturtechnik her. Wer private Gewinne mit ehemals öffentlicher Infrastruktur erwirtschaftet muss eben diese auch ausbauen und erneuern.
     
  15. Da ist aber viel mehr das Problem, dass prekäre Beschäftigung in diesem Land möglich ist.

    Die SPD war zwar gut darin Privatisierungen voranzutreiben, aber um die Arbeiter scherte und schert sie sich nen Scheiss.
     
  16. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    naja, "die" lobby macht ja nicht die politik, sondern vertritt die interessen ihrer jeweiligen gruppe vor der politik.

    lobby ist ein vollkommen wertfreier begriff und ich werde mich weigern, ihn negativ zu nutzen oder überhaupt zu werten.

    die prekäre beschäftigungssituation bei der post hat aber noch einen ganz anderen grund. die post ist quasi das einzige briefpostunternehmen und hat damit eine monopolstellung.
    andererseits fragt auch nur die post nach briefträgern nach, ist auf dem arbeitsmarkt also in einer monopsonstellung.
    da drückt man dann den preis vom monopson (nachfragemonopol) durch.

    das wäre zum beispiel ein grund, der für einen mindestlohn sprechen könnte.
    das widerrum ist übrigens auch wieder eine forderung einer lobby, nur eben einer anderen ;)

    aber es stimmt, ob es besser oder schlechter wäre, lässt sich hinterher nicht, oder zumindest kaum nachprüfen.
    vor allem auf einem sich so schnell entwickelnden sektor wie der telekommunikation.
     
  17. Ti1t

    Ti1t
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    Ich will 3. auflösen!:jump:

    3. Investitionsanreize.:teach:
    Da man dem Unternehmen ja nicht zumuten kann seine Rendite zu Lasten von Investitionen zu schmälern, bezahlt der Staat quasi alles, weil ja sonst die Wasserversorgung eventuell zusammenbrechen würde! (zwinker zwinker).;)
    Das ist schließlich eine soziale Marktwirtschaft, wie die FDP ja immer betont.:teach:
     
  18. In Zeiten wo Lobbygruppen Gesetzesvorlagen schreiben und diese ohne Veränderung durchgewunken werden, macht die Lobbygruppe Politik.

    Ansonsten...an sich stimme ich dir zu. Praktisch gesehen ist Geld = Macht, was der Demokratie schadet. Denn manche Lobbygruppen haben Geld, andere nicht. Die mit Geld sind tendenziell deutlich erfolgreicher. Oder andersrum gesagt: Kein Geld, (kein) kaum Einfluss.


    Es gibt doch auch andere Briefunternehmen? Ich errinere mich dunkel an eine Reportage über Briefträger, die deutlich gezeigt hat in welchen Situationen diese Menschen arbeiten müssen. Es macht scheinbar keinen Unterschied, bezahlt werden die alle komplett mies, egal bei wem angestellt. :no:
     
  19. Wenn eine Gewerkschaft Einfluss auf die Regierungs ausübt, dann ist das auch Lobbyarbeit. Und wahrscheinlich haben Gewerkschaften auch schon oft genug Gesetzesvorlagen ausgearbeitet.

    Das Problem ist dabei eher, dass die Gewerkschaften in Deutschland unter der Führung von lächerlichen Kuschelbären wie Michael Sommer einfach nicht mehr die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, geschweige denn durchsetzen. Nicht umsonst haben sie massive Mitgliederverluste erlitten.
     
  20. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Find ich gut! Dem miesen Wohlfahrtsstaat muss endlich das Handwerk gelegt werden. Kann ja nicht sein, dass die Menschen ohne harte Arbeit (wie z.B. Wetten gegen Staaten, rumhocken in Aufsichtsräten oder undurchsichtige Finanztransaktionen) noch das Gefühl haben, in einer Welt zu leben, in der es so etwas wie Gemeinwohl und Zusammenhalt gibt. :mad:
     
  21. Das ist mir schon klar. Ich bin nicht ideologisch völlig verfärbt.

    Ich sehe im politischen Alltag nur keine sonderlich einflussreiche Lobby, die nicht über Geld arbeitet. Naja, die Bauernverbände vielleicht noch, aber das betrifft eher die CDU/CSU im Speziellen (und auch nicht mehr so wie früher). Gewerkschaften haben sich ja selbst abgeschafft, wie du ja schon selbst anmerkst.

    Ich wüsste sonst keine wirklich mächtige, politisch aktive Gruppe, die durch pure Mitgliederzahl mächtig wäre.
     
  22. Fipse

    Fipse
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    ADAC :teach:
     
  23. Es gibt immer nen großen Aufschrei, wenn ein Gesetz von irgendeiner Industrielobbyorganisation geschrieben wird. Zum Teil zurecht, weil sie sicher nicht gegen ihre Interessen schreiben werden. Zum anderen kann es aber auch nicht sinnvoll sein, dass Gesetze ohne Berücksichtigung von Branchenvertretern geschrieben werden, wenn das Gesetz eben die Arbeit einer bestimmten Branche starkt betrifft.

    Was leider gefühlt oft auf der Strecke bleibt ist die Berücksichtigung der Interessen der übrigen gesellschaftlichen Gruppen.
     
  24. UglyDuck

    UglyDuck
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    Wer tut sich diese Berichte eigentlich noch an? Die öffentlich rechtlichen haben doch schon mit vielen gut recherchierten und objektiven Beiträgen zum Thema Computerspiele gezeigt was sie können. Da diese Sendung wahrscheinlich von den selben Deppen gemacht wurde, weiß man ja wie viel Information man da für bare Münze nehmen kann.

    Ich finde es beschämend, das Sender, die eigentlich keinen Konkurrenzkampf unterliegen, statt ordentlichem Journalismus solchen Mist fabrizieren.
     
  25. Roter Fisch mag keinen Fisch

    Roter Fisch
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    Also.. wir haben ein ziemlich effizientes Wasserversorgungsnetz. Wo Wasser privatisiert wurde - das zeigen die Erfahrungen erdrückend deutlich - steigen zunächst die Preise extrem; das können auch mal 300% Aufschlag sein. Ab da stimmt die Rendite dann. Dann folgen jährliche weit überinlfationäre Preiserhöhungen, während Investitionen in die Netze immer weiter aufgeschoeben werden. Denn wer dies tut, versaut die Bilanz und senkt den Wert des Unternehmens. Nach Renditelogik zählen allein die Gewinne, vor allem kurzfristige!

    Und angesichts dieser Erfahrungen soll man nun privatisieren, weil es möglicherweise vielleicht ja "besser" funktionieren könnte. Wie wird die vielgelobte Effizienz der Privaten denn erreicht? Lohnsenkungen in den Dumpinglohnbereich, Entlassungen, sinkende Investitionen, sinkende Qualität. Und das bei steigenden Preisen, denn... es ist ein regionales Monopol.

    Soll jeder Versorger seine eigenen Leitungen bauen? Blödsinn, vor allem wo wir inzwischen mal an den Ressourcenverbrauch denken sollten.

    Wettbewerb ähnlich wie beim Strom? Wird nicht passieren, weil die Marktideologie es verbietet. Abgesehen davon, gefällt mir die Vorstellung nicht, dass jeder da unter enormem Kostendruck sein eigenes Wasser einspeist. Strom ist Strom; Wasser kann aber auch böse verunreinigt werden.
     
  26. doc85 Excommunicate Haereticus

    doc85
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    allen guten geistern verlassen
    du scheinst ja ganz schön ahnung davon zu haben, gut zu wissen, dass die öffentlichen wasserversorger anscheinend wohlwollend 300% miese machen. geradezu freiwillig.

    muss das dann eigentlich über eine steuer quersubventioniert werden?
    wäre es da nicht gerechter, schon heute den richtigen preis für wasser zu zahlen, damit auch jeder das zahlt, was er verbraucht?

    die investition in infrastruktur macht in der bilanz (zunächst) keinen unterschied.
    wenn die investitionen aus vorhandenem kapital getätigt werden liegt ein "einfacher" aktivtausch. bank (oder kasse oder was auch immer) wird weniger, das entsprechende konto für den wert der infrastruktur wird höher. --> es änder sich nichts an der bilanzsumme.

    wenn hingegen geld aufgenommen werden muss (eigen- oder fremdkapitalerhöhung) haben wir eine bilanzverlängerung, die bilanzsumme steigt.

    wo bitteschön wird jetzt genau die bilanz versaut?

    da es die einzig richtig und quasi göttlich vorgegebene logik zu sein scheint, danke ich dir für die erleuchtung.

    eine verbesserung der effizienz kann vor allem darin bestehen, dass die fixkosten beser auf die einheiten (ich sag jetzt mal: den liter wasser) verteilt werden können.
    muss nicht immer zu lasten der arbeitnehmer oder kunden oder der qualität gehen (autos sind beispielsweise ein sehr privatisiertes produkt, dennoch mit extrem hohen qualitätsansprüchen und guten löhnen in der branche).

    aber es stimmt: es liegt (zumindest auf den ersten blick) ein regionales monopol vor. das bedeutet übrigens nicht, dass der preis nach lust und laune steigen kann. da hat der kunde immernoch ein wörtchen mitzureden.

    es muss nicht jeder versorger seine eigenen leitungen bauen, die leitungen könnten sogar in staatshand bleiben und beispielsweise verpachtet werden.
    abgesehen davon hat auch nicht jeder stromanbieter seine eigene leitung, dennoch kannst du nach lust und laune strom an der börse kaufen.
    denkbar wäre sowas mit wasser allemal.

    und wo bitteschön verbietet diese ominöse "marktideologie" den wettbewerb?

    eine privatisierung des wasser schließt übrigens nicht aus, dass es staatlichen (oder zumindest unabhängigen) kontrollen untersteht und mindestqualitätsstandards erreichen muss.
    das auto muss ja auch regelmäßig zum tüv, oder?
     
  27. Roter Fisch mag keinen Fisch

    Roter Fisch
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    Ich habe nie behauptet, dass die kommunalen Versorger Verlust machen. Sie haben es aber schwerer solche Preiserhöhungen durchzusetzen, eben wegen des öffentlichen Drucks. Privatinvestoren geben sich eben selten mit kostendeckendem Wirtschaften oder einer Redite von 1-2% zufrieden. Ohne Wettbewerb kann man das selbstverständlich auch teurer verkaufen und die Rendite sieht gleich viel schöner aus.


    Das Investitionen ins Netz nicht gleichbedeutend mit Geldverbrennung sind, weiß ich wohl. Wenn aber bei Privatinvestoren vor allem kurz- bis mittelfristige Anlagen gesucht werden, dann haben die Aktionäre ein Interesse daran möglichst viel Gewinn zu machen und auszusteigen bevor die teuren investitionen nötig werden. Wenn das Netz mal ganz marode sein sollte und kein anderer Privatinvestor mehr kaufen will, muss der Staat es notgedrungen wieder tun.


    Wie redet der Kunde denn mit, wenn er den Anbieter nicht wechseln kann? Verbraucht er kein Wasser mehr?


    War der falsche Begriff. Die meisten liberalen Theorien legen ja gerade Wert auf Wettbewerbsförderung. Von so etwas haben sich Ideologen wie die FDP aber vollends verabschiedet. Da ist Regulierung = Staat = Ineffizienz = Teuer
     
  28. Ti1t

    Ti1t
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    Wie sieht denn der richtige "Preis" aus bei einem privaten Monopolisten?:ugly:


    Wenn man nicht gewillt ist Geld in das Unternehmen zu stecken, weil man sich eigentlich davon eine neue Yacht kaufen wollte.:nixblick:

    In diesem Fall strebt man eine Bilanzverkürzung an.:teach::ugly:

    Diese führende Technologie beherrschen nur Privatunternehmen. Fixkosten, Effizienzverbesserung ... boah, der helle Wahnsinn.:eek:

    Hmmm, wie würde das aussehen, wenn jeder Bürger Anspruch auf ein Auto hätte, dass er sich auch leisten können müsste?:hmm::ugly:
    Immerhin braucht jeder Wasser; auf ein Auto kann man und müssen einige allerdings verzichten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2013
  29. ovid35

    ovid35
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    Bitte erklärt mir mal einer wie dort Konkurrenz funktionieren soll. Heisst es dann also wenn ich zu einem günstigeren oder besseren Anbieter wechseln will das ich umziehen muss?

    Entweder man hat nur einen Anbieter in der Region oder einen Anbieter + Reseller. Die Reseller ändern aber nix an der Infrastruktur und der Wasserqualität.

    Ich weiss das es in einigen Regionen momentan Preistricksereien gibt und da ändert man zb sogar die Gesellschaftsform um sich vor Preiskontrollen des Staates zu schützen aber wirkliche Konkurrenz ist doch was anderes. Gibt es dann so eine Art Wassernetzentgelt damit die Infrastruktur zumindest instandgehalten wird'?
     
  30. Ti1t

    Ti1t
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    Monitorsendung vom 13.12.2012 zum Thema.

    Ein weiteres Problem der Privaten ist, dass sie sich nicht so günstig refinanzieren können wie der Staat. Bei Privaten liegen diese Kosten dann 20% - 30% höher. Wie effizient wollen die sein um das wett zu machen und darüber hinaus günstiger zu sein? Das ist unmöglich ohne höhere Preise oder schlechtere Qualität.
     
  31. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    LG BH16NS55 Blu-ray
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    Maus und Tastatur:
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    Betriebssystem:
    Windows 11 Professional
    Monitor:
    2x KTC M27P6 Mini-LED 4K
  32. Zwar ist es zu begrüßen, dass sich die EU-Leute dem öffentlichen Druck gebeugt haben. Leider ist stark zu bezweifeln, dass auch nur ein Bruchteil der "Demonstranten" kapiert hat worum es bei der Sache eigentlich ging.

    Geschweige davon, dass sie in ihrer Haltung irgendwie konsequent sind.
     
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