30-Stunden-Woche

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Libertas, 11. Februar 2013.

  1. Zauberpilz

    Zauberpilz
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    Ha! Genau diesen Grund hatte auch meine Grundschullehrerin warum ich nciht auf die Gesamtschule durfte.
    Wäre ich in einem Priviligierteren Haushalt aufgewachsen, dann wäre mindestens die Realschule drin gewesen.

    Und nein. Das ist kein Scherz.
     
  2. Mangelhafte Eltern => mangelhafte Erziehung => Kinder sozial, emotional und intellektuell benachteiligt => Versagen in der Schule => Gering bezahlte, ungelernte Arbeit, deshalb kein Geld um der Benachteiligung zu entkommen => Instabile Hochzeiten, unbefriedigendes Familienleben => Mangelhafte Eltern => etc.

    Das sogenannte System der Benachteiligung, aus dem nur schlecht ein Entkommen möglich ist.
     
  3. Tja, dumme Kuh.
    Hast wahrscheinlich immer den Unterricht gestört:ugly:
     
  4. Ein wesentliches Problem ist Perspektivlosigkeit. Perspektiven geben Antrieb aus dieser Spirale auszubrechen. Aber wenn man Hauptschüler mit ausländischem Namen in einer Problemgegen ist, dann hat man keine Perspektiven. Dann resigniert man. Oder wird kriminell.
     
  5. Ich sag ja nicht, dass das besser oder schlechter ist, es ist nur anders.
     
  6. Zauberpilz

    Zauberpilz
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    Nicht mehr als die anderen auch.
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es trotz sehr guter Leistungen für mich keinen Weg abseits der Hauptschule gab.

    Herkunft ist ein Brandmal.
     
  7. FloX NiX is FiX

    FloX
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    Versteh ich das richtig, dass durch Produktivitätssteigerung in 30 Stunden dann so viel geschafft wird, wie sonst in 40 Stunden? Und warum brauche ich dann mehr Mitarbeiter? :hmm:

    Fragen über Fragen...
     
  8. Das bezieht sich auf die Produktivitätssteigerung der letzten Jahrzehnte und der kommenden Jahrzehnte. Nicht von heute auf morgen.

    Es geht um Partizipation der Arbeitnehmer an den Produktivitätssteigerungen.

    Auf die Spitze getrieben kämen wir sonst irgendwann hier hin: https://de.wikipedia.org/wiki/Paradies-Paradoxon

    Oder um es wie Henry Ford zu sagen: "Autos kaufen keine Autos"
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Februar 2013
  9. Inflationsausgleich über den Lohn ist Partizipation an den Produktivitätssteigerungen.
     
  10. Gabs die letzten Jahre ja nicht. Reallohnsenkungen waren in Deutschland Realität. Darüber hinaus ist die Produktivität stärker angestiegen als das Preisniveau und vor allem deutlich stärker als das Lohnniveau.

    Irgendwoher müss die immer größer werdende Spreizung der Einkommen ja kommen.

    Edit: Ich selbst halte den Vorstoß ja auch nicht für ne gute Idee. Das ganze ist ein Konzept aus der Zeit als man glaubte uns würde die Arbeit ausgehen. Und so eine pauschale 30h-Woche wird in vielen Jobs keine sinnvolle Lösung sein. Trotzdem sind viele Argumente gegen diesen Vorstoß einfach haltlos und viele Meinungen vollkommen unbegründet.

    Für mich sollte die Entwicklung eher dahin gehen, dass man selbstbestimmt entscheiden kann wie lange man arbeiten möchte, wobei man eben auch bei einem Arbeitszeitvolumen von deutlich unter 40h noch ein Einkommen verdienen können muss, von dem man vernünftig leben kann.

    Ganz abgesehen davon sollte man mal darüber nachdenken von diesem Arbeitszeitdenken runter zu kommen. Das passt auf Arbeit an der Stanze in der Fabrikhalle, wo ich bei ner Stunde mehr Arbeit 100 Teile mehr hinten raus bekomme, egal wie lange ich vorher gearbeitet habe. Das passt aber überhaupt nicht mehr in die moderne Kopfarbeitswelt. Heute werden in den Büros zwar ohne Ende Überstunden geschoben, aber die meisten werden mir zustimmen, dass selbst 8h effektive Kopfarbeit kaum möglich ist. Schon viel eher geht die Konzentration in die Knie, oder müssen ausgedehnte Pausen eingebaut werden. Heute wird viel zu oft um der Zeit selbst wegen gearbeitet. Lange zu arbeiten ist schick. Wer früh geht, wird schief angeschaut.

    Dabei sollte es in vielen Jobs darum gehen was am Ende der Woche herausgekommen ist, egal wie viele Stunden man dafür nun am Schreibtisch verbracht hat. Denn das ist es doch worauf es ankommt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Februar 2013
  11. acer palmatum

    acer palmatum
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    30 Std. würden mir völlig reichen - dann erlebe ich meine Rente vielleicht noch. :ugly:
     
  12. Welche Rente?:hmm:
     
  13. Hellcrawler Der Master

    Hellcrawler
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    Zugeteilt wird doch immer was. Jetzt hängt die Zuteilung halt davon ab, ob der Unternehmeer meine Ware Arbeitskraft nachfragt oder nicht. Und wenn er keine Verwendung dafür hat, tja, dann wars das auch mit den Orangen. :)
     
  14. Mr.Anderson PB Auserwählter

    Mr.Anderson
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    Zuerst sollte der Staat einmal anfangen proaktiv dafür zu sorgen, dass die 40-Stunden-Grenze überall eingehalten wird. In vielen akademischen Jobs gibt es keinen, der da ansatzweise im Limit bleibt, teilweise wird in ganzen Branchen von ausnahmslos jedem 70-90 Stunden die Woche gearbeitet. Und das, obwohl da längst nicht alle "leitende Angestellte sind" (wobei die Definition für meine Augen ohnehin recht weit gefasst ist und auch dort Arbeitszeitregelungen nicht ganz aus dem Fenster geworfen werden sollten).
    Neben vielen Akademikerberufen treffen Überstunden von dem was man so mitbekommt aber genauso Arbeiter in geringqualifizierten Jobs.
    Ich habe den Eindruck, dass die 40 Stunden Woche ohnehin nur für die Mittelschicht wirklich Realität ist; gebildete Oberschicht und auch "Unterschicht" sind davon sehr oft meilenweit entfernt.

    Wenn das geschafft ist sollte man langfristig durchaus schauen, ob man auch die 40 Stunden langfristig noch senken kann - auf 35, vielleicht sogar auf 30. Scheiß drauf, dass Volkswirtschaftlich hier vielleicht kein riesen Effizienzgewinn zu erzielen wäre - so könnte man schlagartig die Lebensqualität der gesamten Bevölkerung dramatisch erhöhen. Und obendrauf vielleicht noch das Problem der Demographie angehen, wenn Leute auch endlich wieder mehr Zeit für ihre Familie haben.
     
  15. dyex

    dyex
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    In Deutschland bin ich erst Schulpflichtig angekommen, meine Familie hatte auch wenig Geld und ich hab auch (leicht) nebenbei gearbeitet und habs trotzdem auf die Realschule geschafft.

    Meine Herkunft hat mich nicht gestört, ich ging auch mit Leuten in die Klasse die arm und reich waren.

    @Topic: kam hier schon die Sache mit Frankreich? wo diskutiert wird ob die 35 Stunden Woche noch ratsam ist
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2013
  16. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Der Kapitalismus hat keinen Platz für die 30-Stunden-Woche. Ich mag die Idee ja, aber wir leben im falschen System für so etwas.
     
  17. Warum sollten Unternehmen für die gleiche Arbeit mehr bezahlen? Ich versteh den Ansatz nicht. Also ernsthaft. In meiner Uni waren auch Vorträge zu dem Thema "Wohlstand ohne Wachstum", wo sowas vorgeschlagen wurde. 75% der regulären Arbeit, der Rest geht der Zeit geht bei vollem Lohnausgleich drauf für eine Kreativzeit, in der jeder machen kann, was er will. Warum sollte ein Unternehmer sowas finanzieren?
     
  18. Hast du schon mal überlegt, dass viele Leute sich über ihre Arbeit definieren, dass sie sich dort wohl fühlen und auch gerne arbeiten?

    D.h. wieso bist du der Meinung, dass sich dadurch die Lebensqualität bessert?
     

  19. Ja. Wären deine Eltern aber aus dem klassischen Bildungsbürgertum gekommen, dann hätten deine Eltern hier vermutlich sofort einen Aufstand gemacht.

    Das ist der Unterschied:

    -Für Bildungsnahe Schichten ist die Realschule eine Strafe, daher wird sofort ein Aufstand gemacht.
    - FÜr Bildungsferne Schichten ist die Realschule ein Geschenk, die sind froh wie sonstwas.

    Zusätzlich geben Lehrer Kinder aus ersterer Herkunft auch bei gleicher Leistung gerne mal öfter eine Gymnasialempfehlung.


    Kurz: Hättest du andere Startbedingungen gehabt, hätte es gut sein können, dass du bei gleicher Leistung (!) auch problemlos auf dem Gymnasium gelandet wärst, wo zumindest der Weg zum Abitur deutlich einfacher ist.

    (Das soll jetzt weder ein Angriff auf dich, deine Eltern oder sonstwas sein, sondern nur verdeutlichen, dass "habe es auf die Realschule geschafft" je nach Sicht der Dinge was unterschiedliches bedeuten kann (und die Realschule ist keine schlechte Schule))
     
  20. In Ansätzen gibt es sowas ja. Bei Google gibt (oder gab?) es diese 20% Regelung, wo die Mitarbeiter 20% der Arbeitszeit für eigene Projekte aufwenden durften. Da ist dann sowas wie Google Mail bei herausgekommen.
    http://www.basicthinking.de/blog/2006/05/21/google-20-regel/

    Zudem "hindert" man Leute daran sich selbstständig zu machen.

    Das Leute, wenn sie sich in ihrer Freizeit (oder auf der Arbeit nicht direkt mit der Arbeit) mit etwas beschäftigen, auch für das Unternehmen rentabel sein kann, sieht man ja an diesen "kontinuierlichen Verbesserungsprogrammen", die es inzwischen fast überall gibt.
    So hat ein Ingenieur bei Opel herausgefunden, wie man 5 statt 4 Kfz auf einen Bahnwaggon laden kann. Der hat da knapp eine halbe Million Euro bekommen, weil das natürlich eine wahnsinnige Ersparnis war.



    Das geht natürlich nicht für alle Branchen, das ist klar.
     
  21. Chris_Makin

    Chris_Makin
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    Dann ändern wir eben das System :fs::ugly:
     
  22. Wieso hat der Kapitalismus denn Platz für eine 40-Stunden-Woche? Warum sinds nicht überall mindestens 50? Nicht 60? Warum ist Platz für bis zu zwei freie Arbeitstage die Woche? Und wieso hat der Kapitalismus platz für bis zu 30Tagen Urlaub? Wieso ist im Kapitalismus platz für bezahlte Krankheitstage?
     
  23. Das liegt nicht am Job sondern vor allem an den Unternehmen, die ihre Leute kaputt machen. Desweiteren liegts an den Leuten die sich bereitwillig selbst kaputt machen, indem sie solche Zeiten schieben und dafür ihr Leben aufgeben. Und es liegt an den Leuten die ihre Kollegen drängen sich auch wie alle anderen im Unternehmen kaputt zu machen.

    Niemand kann EFFEKTIV 70-90h die Woche mit dem Kopf arbeiten. Anwesend sein, klar. Aber nicht effektiv arbeiten. Da kommt dann bei weitem nicht doppelt so viel raus wie bei ner 40h-Woche. Und 40h effektive Arbeit sind schon hoch gegriffen. In der Praxis kann man davon ausgehen, dass die Leute eher weniger Stunden arbeiten und die Restzeit mit geistig anspruchslosem Kram überbrücken. Oder einfach absitzen.

    Wie gesagt, in vielen Unternehmen gilt es als schick, viele Überstunden zu schieben und den Leuten zu erzählen man mache 70-90h die Woche. Dabei erklärt man eigentlich nur, dass man sein gesamtes Privatleben für einen möglicherweise völlig bedeutungslosen Job geopfert hat und auf der Schnellspur zum Burnout ist.
     
  24. Wenn alle Unternehmen mehr bezahlen müssen, weil ohne Überstunden gesetzlich nicht mehr als 30h drin sind, dann ist das doch gar nicht das Problem. Dann passiert das nicht freiwillig. Klar, den vollen Lohnausgleich kann man kaum erzwingen. Aber wo ist das Problem, wenn Arbeit für alle Unternehmen teurer würde? Internationale Wettbewerbsfähigkeit? Diesem Mantra haben wir in den letzten Jahren schon so manches Opfer gebracht. Und jetzt konkurriert Deutschland seine EU-Nachbarn in Grund und Boden, was u.a. ein Grund für die Schieflage der EU ist. Deutschland ist in eine Abwärtsspirale eingestiegen um mit Fernost konkurrieren zu können und will nun die anderen EU-Länder auch in diese Spirale ziehen. Bleibt nur zu hoffen, dass die sich das nicht gefallen lassen.

    Und die Sache mit der Kreativzeit wird in großen Unternehmen aus dem Superkapitalismus eingeführt. Google macht das. Weil sie gemerkt haben, dass ihre Leute mit dem Kopf arbeiten und nicht an der Stanze wo sie mit der Peitsche angetrieben werden müssen.
     
  25. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Wtf? Wer arbeitet denn bitte 90h (also 18h am Tag)? Selbst mein alter Herr, der wirklich extrem viel Verantwortung auf sich geladen hat, hält es ungefähr bei maximal 60-80.
     
  26. Schleiereule <strong style="color: #146FEF; font-family: 'Trebuchet MS'; font-size: 15px">Turian Rebel </strong>

    Schleiereule
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    Im Transaktionsgeschäft kommt das schon häufiger vor. Wie sinnvoll das für alle Beteiligten ist, ist natürlich höchst diskussionswürdig, siehe Hammersmark. Solche Arbeitszeiten kommen dann zustande, weil pro Stunde vergütet wird und für 90h mehr gezahlt werden als 50h, obwohl man sich natürlich fragen muss, ob in den 90h tatsächlich mehr geleistet wurde als in den 50h. Aber solange sich daran nichts ändert, wird es weiterhin diese Arbeitszeiten geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2013
  27. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Bei allem über 50, maximal 60h würde ich mich ernsthaft fragen, ob ich ein Leben lebe oder schon Sklave bin.

    Für mich wäre das nichts und ein Arbeitgeber darf sowas auch nicht verlangen dürfen.
     
  28. Das Beispiel kenne ich. Das ändert lässt sich aber eben nicht auf normale Ausbildungsberufe wie Industriemechaniker etc. übertragen. Oder schwer. Und über Prozessverbesserungen kann man auch in der Arbeitszeit kommen.

    @von Hammersmark: Und was ist mit Siemens, die dem Gasturbineningenieur in Berlin jetzt 60000€ für 75% der Leistung zahlen müssen? Gleiches gilt für Unternehmen wie Vestas. In solchen Geschäften konkurriert man international nicht nur mit Fernost, die qualitätsmäßig und technisch (noch) ein paar Jahre hinterher sind sondern mit Konzernen wie General Electric.
     
  29. Schleiereule <strong style="color: #146FEF; font-family: 'Trebuchet MS'; font-size: 15px">Turian Rebel </strong>

    Schleiereule
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    Geht mir genauso ... die Leute machen das wohl freiwillig; sie werden dafür natürlich auch entsprechend fürstlich bezahlt. Ob das runtergerechnet auf den Stundenlohn noch attraktiv ist, muss dann jeder individuell für sich selbst entscheiden. :nixblick:
     
  30. Naja, kann ich so nicht bestätigen. Bei vielen meiner Bekannten/Freunde, die studieren bzw ihr Studium erfolgreich abgeschlossen haben, sind die Eltern keine Akademiker. Bei mir ebenfalls nicht und ich werde bis Ende des Jahres promoviert sein. Ich denke eher, dass das sehr stark von der Region abhängt. In den größeren Städten ist das vielleicht anders.
     
  31. Dito

    Akademiker in meiner Generation (Geschwister/Cousins): 6/6
    Akademiker unter den Eltern: 0/4

    vor 30 Jahren war es auch noch nicht Standard zu studieren.
     
  32. Chris_Makin

    Chris_Makin
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    Vor 30 Jahren musste man für einen einigermaßen sicheren Arbeitsplatz und ein ordentliches Gehalt auch nicht studieren
     
  33. Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht ist unrealistisch, generell vor dem Hintergrund einer alternden Gesellschaft aber notwendig und dürfte sich durch die Hintertür automatisch einschleichen ;), wenn die Personalchefs in den Betrieben rechtzeitig daran denken, die plötzlich frei werdenden und augenblicklich noch "besetzten" Arbeitsplätze von Fachkräften, die in Ruhestand treten, rechtzeitig durch jüngere Mitarbeiter zu ersetzen, die natürlich auch qualifiziert werden müssen, was zusätzliche Kosten und Zeit verursacht.
     
  34. Otscho

    Otscho
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    Ist es nicht eigentlich umgekehrt?
    Alternde Gesellschaft -> Anteil der unter 67-Jähren fällt -> für die selbe Gesamtleistung muss der einzelne mehr arbeiten
     
  35. Mr.Anderson PB Auserwählter

    Mr.Anderson
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    Ich selbst kenne es aus der Unternehmensberatung. Soweit ich weiß zahlt der Kunde dort Tagessätze, nicht Stundensätze - die sind aber so hoch, dass der Kunde dafür will, dass so viel gearbeitet wird und die Berater allzeit ansprechbar sind (so wird es zumindest in den Beratungen oft begründet).

    Noch schlimmer ist es im M&A, da findest du teils sogar Arbeitszeiten jenseits der 100 Stunden pro Woche. Dann aber natürlich nicht mehr verteilt auf 5 Tage, sondern das Wochenende wird auch gleich durchgearbeitet.

    Wobei es eben in bestimmten Brachen (Unternehmensberatung und M&A, wie beispielsweise erwähnt) üblich ist, also dort von praktisch allen Firmen so gehandhabt wird. Gewissermaßen liegt es also durchaus am Job, auch wenn ich sofort zustimmen würde, dass solche Arbeitszeiten nicht gerade effektiv sind.

    Jup. Als ich mal in einer entsprechenden Firma gearbeitet hatte war es immer wieder lustig am nächsten morgen zu sehen, was für einen Quatsch ich Nachts um 2:00 Uhr fabriziert hatte. Selbst die einfachsten Rechnungen waren dann voll von Fehlern. Was eher geht ist, dass man tagsüber anspruchsvolle Aufgaben macht und Abends/Nachts dann stupidere Sachen, z.B. seine die Präsentation für den Kunden bastelt.

    Zumindest in den ersten Jahren ist der Stundenlohn schlechter als bei "Durchschnittsjobs", obwohl dort nur die allerbesten Absolventen genommen werden. Ich vermute mal die meisten treibt eher die Hoffnung an, dass es sich irgendwann später einmal lohnt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2013
  36. Ach. Gerade die großen Beratungsunternehmen sind doch mittlerweile auch bei den Studenten bekannt dafür, dass sie die Leute wie Material nur so verbrauchen. Wenn die Leute dann nach ein paar Jahren mit Burnout ausscheiden werden halt neue besorgt.
     
  37. Sind die Empfehlungen eigentlich verpflichtend?

    Ich hatte als Malocherblach eine Gymnasialempfehlung, gab genug Leute die keine hatten und es trotzdem probiert haben.

    Am Ende haben wir ein Foto gemacht, aus der 5 Klasse waren am Ende nur noch 7-8 beim Abi der Rest hat es nicht gepackt. :hmm:
     
  38. Stimmt, langfristig gesehen schon, aber es muß ja erstmal eine längere Übergangsphase geben, in der man eine große Zahl zukünftig plötzlich ausscheidender Mitarbeiter weniger arbeiten läßt um gleichzeitig jüngere einzuarbeiten.
     
  39. Roter Fisch mag keinen Fisch

    Roter Fisch
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    Libertas, schau wirklich mal nach was Produktivität bedeutet. Man muss ja kein VWL/BWL-Studium haben, um hier mitzudiskutieren, aber wenn man etwas behauptet, sollte man schon wissen was man gerade gesagt hat :ugly:

    Die Idee ist an sich eine Diskussion wert in Zeiten ausgehender Industriearbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung. Aber ich glaube nicht, dass sie das Ziel höherer Löhne erreichen kann. Es wäre in der Tat notwenig die "Ware Arbeit" zu verknappen. Aber der globale Kapitalismus und der deregulierte nationale Arbeitsmarkt haben inzwischen zuviel dazu beigetragen, das Gegenteil zu bewirken.

    Gewerkschaften können in der jetzigen Situation kaum noch kämpferisch auftreten, da die Arbeitnehmer zuviel Sorge um ihren Arbeitsplatz haben. Es droht immer der Absturz in die prekäre Arbeit inkl. Lohnkürzung. Wer schon soweit unten ist hat immer noch Angst vor der Arbeitslosigkeit mit all ihrer gesellschaftlichen Stigmatisierung. Ganz nebenbei senken die neuen Formen der Arbeit (Scheinselbständigkeit, Leiharbeit, Werkverträge etc.) den Organisationsgrad der AN deutlich.
     
  40. Bei mir war damals noch der Notenschnitt ausschlaggebend: <2,5 gings auf Gymnasium, bei 2,5-3,0 bekam man keine Empfehlung, konnte aber noch einen Aufnahmetest machen, und wenn man schlechter war, hatte man keine Wahl.

    edit: Ist wohl immer noch so, wie ich eben zur Kenntnis genommen habe.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Februar 2013
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