„Unsere Großmütter, unsere Großväter“

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von FloX, 23. März 2013.

  1. TheCraziest Master of Puppets

    TheCraziest
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    opa war paar jahre in russischer gefangenschaft. hat aber angeblich nich viel drüber geredet/die kinder haben nich nachgefragt, is gestorben als ich noch sehr klein war.
     
  2. t-6 80plus-zertifiziert

    t-6
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    Ich meinte auch die Nazis die zusätzlich zu den Kriegsgräberfürsorglern, Reservisten, Offiziellen etc. vorbeikommen. :ugly:
     
  3. La Vie en Rose User

    La Vie en Rose
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    Weiß leider auch nicht sehr viel von meinem Opa mütterlicherseits. Nur das er in Polen & Frankreich gekämpft hat, später in russischer Kriegsgefangenschaft war und erst in den 50er Jahren wieder nach Hause kam. Konnte mich leider nie mit ihm unterhalten da er sehr jung ( Mitte 50 ) verstarb.
     
  4. Ti1t

    Ti1t
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    Väterlicherseits: Meine Familie war glaub ich mal recht wohlhabend. Weltwirtschaftskrise => 2.WK => DDR => nichts mehr da, außer Ruinen. Fast wie bei den Buddenbrooks.:ugly:

    Bei der Weltwirtschaftskrise hat sich ein Bruder meines Vaters erschossen, wegen verpatzter Spekulation, ein weiterer ist nach Amerika ausgewandert. Mein Opa war an der Ostfront. War aber nicht so schlimm. Es gab einen Anschlag von Partisanen auf seinen Zug, wobei er Beine oder Arme verlor. k.A. Jedenfalls war der Kriegseinsatz erst mal vorbei. Er ist weit vor meiner Geburt gestorben, Oma ebenfalls.

    Mütterlicherseits: Ärmlicher ostpreußischer Hintergrund. Zur Zeit der Flucht war meine Oma zwischen 14-16 Jahre alt. Meine Oma kannte ich noch, ist jetzt aber auch tot. Als Kind interessierte ich mich nicht für derlei Kriegsgeschichten, Hauptsache meine Oma war für mich da. Meine Opa ist vor meiner Geburt gestorben.
     
  5. Opa mütterleicherseits zu jung.
    Opa väterlicherweits mit 18 nach Stalingrad und bis 48 in Kriegsgefangenschaft.
     
  6. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Schieß los und benenn mal welche!
    Ich kenne keinen (und war lange genug dabei!) der sich aus der wirklich rechten Ecke vorbeigetraut hat!
    Was willst Du nun?

    Edit: ah ich sehe, Du wolltest lustig sein. Na denne...
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2013
  7. Opa väterlicherseits: Mit Rommel in Afrika und danach in amerikanische Kriegsgefangenschaft auf einer Zuckerrohrplantage.
    Er hat kaum über Afrika gesprochen sondern nur wie gut sie es in Amerika hatten. Ist kurz nach Kriegsende zurückgekommen und hat dann http://de.wikipedia.org/wiki/DR_18_201
    gefahren und war am Nachbau der hier http://de.wikipedia.org/wiki/Saxonia_(Lokomotive)
    beteiligt.

    Mein Vater hatte Glück, es gab keinen Krieg.

    Meinen Bruder hat es ins http://de.wikipedia.org/wiki/Wachregiment_Feliks_Dzierzynski
    verschlagen. Er hat Honecker erst in Wandlitz und dann im Regierungskrankenhaus bewacht.

    Ich habe es zumindest mit der BW bis in den Kosovo geschafft. :ugly:
     
  8. Mein einer Opa ist in den 70ern gestorben und war zu jung für den Krieg, von dem weiß ich eigentlich nichts. Der Vater meiner Oma hat angeblich dem Vater der Geschwister Scholl immer Eier ins Gefängnis geschmuggelt, aber mit solchen Heldengeschichten bin ich immer vorsichtig...

    Mein anderer Opa war Unteroffizier bei der Luftwaffe und als solcher in Norddeutschland, Frankreich, Sizilien/Nordafrika und Russland. Ist wohl auch in den letzten Tagen von Stalingrad in und aus dem Kessel geflogen und war dann irgendwie über Land beim Rückzug durch die Ukraine dabei. Wurde in den letzten Monaten zum Infanteristen gemacht und ist nach einem Gefecht mit Amerikanern desertiert und nach Hause abgehauen, wo er sich versteckt hat. Er hat eigentlich immer nur Abenteuergeschichten erzählt, nur selten ist ihm mal was rausgerutscht, etwa dass er KZ-Ausbrechern über den Weg gelaufen ist und wohl durchaus wusste/ahnte, was da passierte. Er war wohl anfangs ziemlich froh, dass es das Naziregime gab und hat ständig vom Reichsarbeitsdienst und dem Reichsparteitag erzählt. Dass er den Nazis auf den Leim gegangen ist, war ihm natürlich ziemlich peinlich und hat ihn wohl zum Liberalen und jemandem, für den Hitler immer nur "das Arschloch" war, gemacht. Anfang diesen Jahres ist er gestorben und in seinem Nachlass waren ein paar Unterlagen aus der Zeit. Er ist nicht so viel geflogen, wie er uns immer erzählt hat und in einem seiner Handbücher war die Liste der Gefallenen der Gruppe, die er geführt hat, ehe er abgehauen ist. Davon hatte er nie erzählt. Da fragt man sich natürlich, was er noch getan und verschwiegen hat.
    Einer meiner Großonkel war freiwillig in der SS, sein Leben lang überzeugter Nazi und bayerischer Polizeibeamter. Von dem haben wir auch noch ein paar komplette Sammelalben für Zigarettenbilder von Hitler rumliegen.
     
  9. troublix Gott des Wurstsalats

    troublix
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    Meine Großeltern waren alle zu jung um im Krieg in der Armee zu sein.
    Väterlicherseits sind meine Großeltern Ungarndeutsche, die nach/im 2. Weltkrieg nach Süddeutschland gezogen sind. Von Flucht oder Vertreibung hat da nie jemand groß was erzählt, deshalb denke ich mal, dass die Umzüge noch vor dem Zusammenfall des 3. Reiches war.
    Einer meiner Uropas hat ein wenig vom Krieg erzählt als ich noch sehr klein war, da weiß ich nur, dass er im Heer war, wohl mindestens 2 mal verwundet wurde (mir hat er immer stolz erzählt so er noch überall ein Schrapnell im Körper hat :ugly: ), wurde dann von den Amerikanern gefangengenommen und war wohl zum Kriegsende zuhause, wo er dann für die amerikanische Armee gearbeitet hat (sieht man gut an der Alkohlsammlung aus den 50ern die er hinterlassen hat :ugly: )

    Mein Opa väterlicherseits hat soviel ich weiß im Unternehmen seines Vaters mitgearbeitet und wurde deshalb nicht eingezogen.
    Meine Oma mütterlicherseits ist als Kind aus Ostpreußen geflohen. Ein mal hat sie erzählt, dass sie da auf einem nationalsozialistischem Musterhof gelebt haben, da ihr Vater Offizier war (ist an der Ostfront gestorben). Weiter darauf eingegangen ist sie aber nicht. Die Flucht hat sie auch recht geprägt und scheinbar hatte sie auch recht Glück, da sie meinte, dass ihr Zug nach Dresden damals ein paar Kilometer vor der Ankunft aufgehalten wurde weil da gerade das Bombardement der Allierten angefangen hat. In Berlin wurde dann auch ihre Familie getrennt. Sie ist mit Mutter und Schwester nach Süddeutschland weiter, ihren Bruder hat sie nie wieder gesehen, weiß aber irgendwo her, dass er den Krieg überlebt hat.
     
  10. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Äh? :huh:
     
  11. Um mal eine andere Perspektive zu geben... mein sudetendeutscher Teil der Familie seit den 30ern:

    Meine Großmutter hat nach der Schule keine Arbeit in der Tschechoslowakei gefunden und ist täglich über 4 Stunden nach Deutschland gelaufen(!) weil es dort Arbeit gab. Ihr Vater ist nach Deutschland gependelt und kam aller 2 Wochen fürs Wochenende heim. Ihre zwei Brüder waren in der nordböhmischen Glasindustrie tätig, verloren aber ihre Arbeit nachdem der tschechoslowakische Staat eine konkurrierende, rein tschechische Glasindustrie aufmachte (sowas weiß heute keiner mehr). Der eine war dann Pascher (Schmuggler) im Grenzgebiet, der andere ging zur tschechoslowakischen Armee. Dort war Sudetendeutschen aber eine Karriere verwehrt. Die ganze Familie war für den Anschluß (was ich ihnen nicht verdenken kann). Die zwei Brüder wurden dann Offiziere in der Wehrmacht und blieben beide in Russland. Der eine mit Bauchsteckschuß, der andere ist/war vermisst. Als dann die Vertreibung kam nach ging die Mutter meiner Großmutter in einen See und nahm sich das Leben, weil sie Tschechin war und weder ohne Familie in der Tschechoslowakei bleiben noch als Tschechin nach Deutschland wollte. Was genau alles während der Vertreibung mit meiner Großmutter geschah ist Familiengeheimnis, die Geschichten gehen dann erst wieder in Deutschland weiter.
     
  12. acer palmatum

    acer palmatum
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    Genau das dachte ich auch. :huh:
     
  13. Ti1t

    Ti1t
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    Es gibt Leute die haben noch viel mehr verloren als Arme oder Beine. Schaut euch doch nur mal die Verluste im Osten an! Da sind viele erst gar keine "Mütter und Väter" geworden.
     
  14. Santa Claws

    Santa Claws
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    Einer der besten Threads bisher in diesem jahr.
     
  15. Kaiza

    Kaiza
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    "Nicht so schlimm" ist für den Verlust von Körperteilen dennoch nicht gerade eine passende Bezeichnung.
     
  16. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Ja natürlich, aber invalide sein ist definitiv etwas was ich als "schlimm" einstufen würde, auch wenn es anderen noch schlimmer erging.
     
  17. t-6 80plus-zertifiziert

    t-6
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    Was soll denn dieser Beißreflex? :huh: Ich meinte nicht die Kriegsgräberfürsorge oder Reservisten falls das so aussehen sollte als ob ich die mit Nazis gleichsetze.
     
  18. Ti1t

    Ti1t
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    Es gab Leute, die haben sich selbst ins Bein oder den Arm geschossen, um da weg zu kommen. Besser als in Stalingrad geopfert zu werden, war es allemal. Es ist ja eben nicht so, dass er es sonst einfacher gehabt hätte.
     
  19. foreverdead Yippie Yeah

    foreverdead
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    Aber das ist dann auch nur noch ein vor sich hinvegetieren.
    Ich weiß wie schwer es mein Opa mit einem Arm hatte aber beide weg ist schon schlimm.

    Aber ne andere frage hat sich dein Onkel oder dein Großonkel umgebracht in der wirtschaftskrise? Sonst bist ja um die 60 oder habe ich mich verlesen? :hmm:
     
  20. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Dann ist es OK.
     
  21. Dead man walking tot, aber glücklich

    Dead man walking
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    Denkt ihr, dass eure Großteltern vom Holocaust wussten oder gar aktiv daran beteiligt waren? Ohne die Wehrmacht waren die Säuberungsaktionen an der Ostfront zB gar nicht möglich.
    Man hört ja immer, dass sie nichts wussten oder geahnt haben, aber das kann ich vor allem angesichts der Diskriminierungen und spätestens seit der Reichtskristallnacht nicht glauben. Mein Kampf und die weit verbreiteten Volksempfänger tun da ihr Übriges.
    Meine Oma meinte, dass sie wussten, dass bei ihr in der Nähe ein Lager war, aber für sie war das wohl "nur" ein Arbeitslager für Kriminelle. Der jüdische Knecht, der auf ihrem Bauernhof gearbeitet hat, war ihrer Aussage "irgendwann einfach weg".

    Daneben gibt es ja noch psychologische Verdrängungsmechanismen, bei der die Leute irgendwann tatsächlich nicht mehr wissen, was sie getan haben.
     
  22. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Also laut meiner Oma haben viele die Konzentrationslager als "nicht so schlimm" empfunden, u.a. weil ja recht früh auch viele Deutsche einmal ins Lager mussten und dort vllt gar keine allzu schreckliche Erfahrungen gemacht haben (außer dass es schlechtes Essen gab und viel gearbeitet werden musste..aber das war damals allgemein so).

    Dass auf Juden ein schlimmes Schicksal wartet bzw sich gerettet hat, wer konnte, war aber bekannt. Zumindest betont sie immer, wer es alles noch außer Landes geschafft hat, d.h. ihr war durchaus bewusst, dass große Gefahr bestand.

    Von der Massenvernichtung wusste man aber angeblich nichts bzw. nur gerüchtehalber. kA. ob das glaubwürdig ist.
     
  23. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Schwierig.
    Die jüdische Bevölkerung untereinander wusste wahrscheinlich was abgeht, nicht umsonst haben soviele Deutsche jüdischen Glaubens das Land nach 33 verlassen.
    Die christlichen Deutschen wurden ja gut durch Propagandamaßnahmen von den jüdischen Deutschen abgeschirmt, von daher lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte, das die Christen etwas geahnt haben, aber in der Masse nicht genau wussten was abgeht.

    Man darf nicht vergessen, dass Hitler nach den Versailler Verträgen eine Art Heilsbringer für die Menschen damals war. Umfassende Informationen wie heute waren nicht möglich und auch der Bildungsstand war niedriger.

    Ich denke das es sogar heute noch bedingt möglich ist.
    Merkel beschafft uns allen tolle Jobs, im Gegenzug verschwindet der libanesische Friseur. Der türkische Arzt.
    Moslems mit denen ich nichts zu tun habe. Ich kenne kaum welche.

    Selbst in den Zeiten des Internets würde mich das nichtmal groß wundern, zumindest anfangs nicht. Weil es eben nicht augenscheinlich wäre.
     
  24. Für alle die weiter interessiert an der Geschichte ihrer Großeltern sind, gibt es folgende Möglichkeit:

    Privater Suchantrag and die WASt: Kostet Geld, je nachdem, wie viel gefunden wird. Es gibt einen Mindestpreis. Man kann allerdings festlegen, ab welchem Betrag sie einen kontaktieren

    Über den Volksbund an das Russische Staatliche Militärarchiv (RGWA) in Moskau - natürlich nur dann, wenn euer Verwandter in Russische Gefangenschaft gekommen ist.

    (Dauert alles jeweils ein paar Monate)

    Edit: Hab grad nochmal meine Unterlagen durchwühlt. Dank der WASt weiß ich nun unter anderem: Ort der Gefangenname (Moldau), Datum der Gefangenname (Anfang Mai '45), Kriegsgefangenlager, genaues Datum der Heimkehr, Einrückungsdatum, etc.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. März 2013
  25. Shaquille

    Shaquille
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    Uropa: Von der Kriegsgefangenschaft verschont geblieben, weil er 6 Sprachen beherrschte und als Übersetzer für die Russen gearbeitet hat.

    Opa: Als Jugendlicher Zwangsarbeit in tschechischem Kohlebergwerk, von seiner Mutter in einer Nacht- und Nebelaktion versteckt in einem Heuwagen herausgeschmuggelt worden.

    Von der anderen Seite in der Nachkriegszeit selbstversorgende Bauern in einem bayerischen Dorf.
     
  26. Ti1t

    Ti1t
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    Na immerhin hat er danach noch meinen Vater gezeugt. So schlimm wird es also nicht gewesen sein. Ich weiß auch nicht ob er die kompletten Arme verloren hat oder nur Teile davon. Jedenfalls war er nicht mehr Diensttauglich. Gestorben ist er dennoch einige Jahre danach.

    Viele haben da mehr Pech gehabt:

    Es ist ja auch die Frage wie man stirbt. Dabei kann man ja auch Pech haben.

    Das war der Bruder von meinem Opa, wäre dann wohl der Großonkel.
     
  27. Lurtz lost

    Lurtz
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    http://www.fr-online.de/politik/holocaust-kz-viel-mehr-lager-als-gedacht,1472596,22012880.html

    Natürlich waren das nicht alles grausame Vernichtungslager. Was los war, musste trotzdem jeder wissen, der es wissen wollte.
     
  28. Parz1val Grenzgänger

    Parz1val
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    Uropa väterlicherseits: Bürgermeister während Weimarer Republik und dem Dritten Reich, allerdings kein Nazi (hat nachgewiesenermaßen Kommunisten versteckt).

    Opa väterlicherseits: Offizier bei der Wehrmacht und die größte Zeit des Krieges in Norwegen stationiert, allerdings gläubiger Protestant. Wurde gegen Ende noch befördert und an die Ostfront abkommandiert, scheint dort aber ein schlimmes Erlebnis gehabt zu haben. Hat nie darüber erzählt und bis zu seinem Tod sogar die Beförderung verleugnet. Ist aber irgendwie nicht in russische, sondern britische Gefangenschaft in Belgien geraten. Hat immer gesagt, wie fair sie da behandelt wurden.


    Mütterlicherseits:
    Uropa: Schon im 1. WK Soldat, im 2. WK Postflieger auf dem Balkan (iirc).

    Großonkel: Offizier an der Ostfront, wurde 42 verwundet und war schon im "Sterbelazarett", hat aber überlebt. Durfte danach nach Hause, was Schicksal war: seine Einheit war danach in Stalingrad und Überlebende gab es kaum.

    Opa: HJ und Flakhelfer im Schwäbischen. Konnte sich kurz vor Kriegsende noch dem Einzug entziehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. März 2013
  29. Beteiligt, keine Ahnung. Gewusst? Locker. Beide Opas waren Soldaten, die auf jeden Fall. Zwar vermutlich nicht in dem Ausmaß, aber dass da Leute in einem ungeheurem Ausmaß getötet worden sind, das war denen 100 Pro bewusst. Ähnlich wie meine Großmütter.
     
  30. Ich bin mir da auch nicht sicher, aber ich vermute, es ist kein Zufall, dass gegen Ende des Krieges das ganze Dorf seine Waffen im Wald vergraben hat (wo sie wohl noch heute liegen) und jeder versucht hat sich möglichst von der NSDAP zu distanzieren.
     
  31. Gut, das ist aber überall in D passiert :ugly:
     
  32. acer palmatum

    acer palmatum
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    Man sollte auch nicht unterschätzen das viele Deutsche zu der Zeit ganz andere Sorgen hatten (Söhne, Brüder, Väter an der Front/später ständig drohende Bombenangriffe usw.) als sich groß dafür zu interessieren was mit irgendwelchen Fremden in irgendwelchen Lagern passiert.
     
  33. Hier war ja auch alles voller Nazis. :ugly: :nixblick:

    Ich weiß, was du meinst. ;)
     
  34. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Naja, dass die Juden (natürlich nicht nur diese) irgendwann weg waren ist wohl jedem aufgefallen. Dass es Arbeitslager gibt war auch der breiten Masse bekannt. Aber von einem Arbeitslager zu einem Vernichtungslager ist ein großer Schritt und die Existenz dieser war bestimmt längst nicht jedem bekannt, Wehrmachtssoldat hin oder her. :nixblick:
     
  35. FloX NiX is FiX

    FloX
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    Ja, hab auch die Wikiartikel dazu gelesen. Der Englische und der Deutsche ergänzen sich übrigens gut.
    Was ich noch weiß, dass er am Anfang in der ersten Kompanie mit Sitz in Baden bei Wien war. Außerdem war er in russischer Gefangenschaft, allerdings nur sehr kurz, weil er sich einfach als Italiener (:ugly:) ausgab und freikam, denn ein Sieger wollte nicht unbedingt einen anderen "Sieger"*, allerdings Interpretationssache ob das Italien ist, als Kriegsgefangenen haben.
    Ich habe das letzte Mal mit 13-14 Jahren in die Fotoalben geschaut, komme aber am Mittwoch zwecks Ostern wieder nach Hause und werfe nocheinnmal einen Blick darauf. Interessiert mich inzwischen selber, was er genau gemacht hat. Ich lass es dich auch gerne wissen, wenn du willst.


    *Aber seien wir den Italienern für ihr fast totales militärisches Versagen, vor allem auf dem Balkan dankbar, sonst hätte sich der Russlandfeldzug nicht so sehr verzögert und ist dadurch im Herbst im Schlamm stecken geblieben. Sonst wäre höchstwahrscheinlich nicht ob, sonder welcher der deutschen Panzergeneräle zuerst auf dem roten Platz auffuhr, die Frage. Aber darüber solls in diesem Thread nicht gehen.
     
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