Warum sind immer "Killerspiele" an allem Schuld ?

Dieses Thema im Forum "Spieleforum" wurde erstellt von rush_ace, 21. November 2006.

  1. Mehr ist da wirklich nicht mehr zu sagen. :yes:
     
  2. readme.txt Schrottkaiser Sieghart

    readme.txt
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    ich würde wetten, dass es diese map nicht gibt. Es würde aber irgendwie etwas fehlen, wenn der nicht auch noch seine Schule gemapped hätte nur um das zu "üben"
     
  3. - Kinder/Jugendliche sollten diese Spiele auch nicht spielen, darum gibtŽs ja ne USK.
    - Wenn die Eltern mit LESEN einer 18 überfordert sind kann die USK nix dafür.
    - Eltern sind dafür verandwortlich was ihre Kinder treiben (soll jetzt nicht auf total Überwachung verstanden werden, aber sie sollten ungefähr wissen was ihre Kinder treiben)
    - Schon mal ein Kinderbuch gelesen "Schnappen wir uns den Wolf schneiden wir den Bauch auf und füllen wir mit Steinen, das Ganze dann in den Brunnen"
    - Schon mal die Realiät gesehen. Tausende Menschen sind/werden umgebracht für Erdöl und von den Tratziehern spiel keiner eine "Killerspiel" sie machen wegen Geld.

    Lies dir das Posting von Ulsterman durch, das beste was ich zu den Thema bis jetzt gehört habe.
     
  4. Vielleicht, weil sich der junge Mann in Outfit und Ideologie kräftig bei eben solchen Spielen und Filmen bedient hat?
     
  5. kann natürlich auch sein.
    Aber deshalb frag ich ja.
     
  6. Bitte ganz lesen.

    Mich betrifft das Thema gleich doppelt. Zum einen bin ich Lehramtsstudent kurz vor dem Examen, zum anderen leidenschaftlicher Computerspieler. Wenn ich mir vorstelle, ein ehemaliger Schüler kommt in meine Klasse und fängt wild an, um sich zu ballern...mein erster Reflex währe warscheinlich der, zur nicht vorhandenen, weil sonst immer virtuellen Waffe zu greifen, um zurückzuballern - mich zumindest "heldenhaft" zu verhalten. Ich kann mich auch noch genau an meine Probleme erinnern, die ich in den ersten Minuten hatte, den Anschlag aufs World Trade Center als real und furchtbar wahrzunehmen. Einfach aufgrund der Tatsache, dass ich den Fernsehbericht zuerst gesehen habe wie einen Katastrophenfilm.

    Wir werden durch unsere Umwelt geprägt. Und was wir den ganzen Tag lang tun, prägt uns ebenfalls. Wenn wir mehr fiktive Gewalt erleben, als reale, dann verändert sich auch unser Verhältnis zur Gewalt. Zum Beispiel wissen dann Schulkinder nicht mehr, wann sie ihrem Prügelgegner ernstahft weh tun. Deshalb kann ich denen nur zustimmen, die fordern, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Computerspielen generell nur für einen festen Zeitraum pro Tag zu gestatten. Schlichtweg weil in der Entwicklung eines jungen Menschen der Nachmittag nicht nur aus Rumsitzen und abstrakter Gewaltdarstellung bestehen sollte (wobei ich das Rumsitzen noch als problematischer betrachte).

    Der Alltag eines Kindes sollte aus immer neuen Herausforderungen bestehen. Aber diese Herausforderungen muss jemand stellen - und nicht nur der Computer. Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder - und nicht nur Sam Fisher oder Aragorn.

    Aber wer ist denn für den Attentäter jetzt dagewesen? Wer war ihm Vorbild? Mit was hat er seine Zeit verbracht?

    Es ist schwer, in einem so gestörten Menschen ein Opfer zu sehen. Aber er war genauso ein Opfer seiner unfähigen Umwelt, wie er die Schüler und den Hausmeister zu Opfern gemacht hat. Aber so eine Sicht ist nicht populistisch, nicht einfach, nicht schwarz-weiß und taucht deswegen nicht in den Massenmedien auf.

    Mir tut der Attentäter nur leid. Genauso wie mir die Menschen leid tun, die für alles eine einfache Lösung brauchen. Wir leben in einer Welt, in der Computerspiele für die einen das schönste Hobby der Welt sein können und für die anderen der Grund warum man Menschen umbringt. Da bringt nur reden was - mit zementierten Meinungen kommt man heutzutage nicht mehr weit.

    Entschuldigt den langen Post.

    P.S.: Spiegel-Artikel von heute zum Thema: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,449843,00.html
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. November 2006
  7. DR. Giggles

    DR. Giggles
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    ich frage mich immer wie man so ein amoklauf planen will.
    es ist doch unmöglich mit einer nachgestellten map einen amoklauf effizient durchzuführen.

    wenn jemand vor hat irgendwo eine bombe zu legen, dann braucht er dafür kein PC spiel.
    derjenige ist doch jeden tag in dem gebäude und kennt die gänge der schule in und auswendig.
    wenn man viele leute umbringen will und einem die konsequenzen eh scheißegal sind, dann stellt man sich während der essenszeit in die kantine und ballert mit der schrotflinte drauf los.
     
  8. So wie damals einer sich Squall aus Final Fantasy 8 zum Vorbild genommen hat und seine Eltern mit dem Schwert getötet hat?
    FF8 ist ja wirklich nicht als gewalttätig oder brutal bekannt und trotzdem wurde dieses Spiel als Vorwand für eine Gewalttat verwendet. Es muss also kein "Killerspiel" sein, damit Menschen abstürzen. Wenn ein Mensch leiden und leiden lassen will, findet er immer einen Grund oder Möglichkeit.

    Dass man es mit dem Spielen nicht übertreiben sollte, dürfte ja klar sein. Die Dosis macht das Gift.
     
  9. Genau, diskutieren wir doch aus, wie man das am effizientesten regelt :rolleyes:
    Leute gibt es...
     
  10. Das bestreitet hier niemand, schließt aber bei weitem nicht aus, dass diese Spiele eine Wirkung hatten.
     
  11. Ceejay Master of Puppets

    Ceejay
    Registriert seit:
    23. September 2005
    Beiträge:
    14.731
    Stoiber will die auch verbieten...
     
  12. Ich kann dir nur zustimmen!
    Wie ich schon in einem anderen Thread geschrieben habe gibt es Medien die sich intensiver mit dem thema beschäftigen und nicht nur aus Publicity das Verbot aller "Killer-Spiele" fordern(darunter unser lokalblatt, was mich doch sehr verwundert hat)
     
  13. Ich finde es nicht richtig bei solchentaten direkt mit dem finger auf uns gamer zuzeigen und auf die spiele. natürlich sollten keine 6 jährigen FEAR oder Far Cry spielen, die sind ja nicht umsonst ab 18. was ich an dem ganzen aber noch amschlimmsden finde, ist das die ,die auf uns und unsere spiele zeigen, keinen blassen schimmer davob haben, was wir spielen. so sprach der reporter von de tagesthemen gestern von ( lautschrift) dom statt dum
    (doom) .sie sollten sich wenigstens darüber informieren, was sie anprangern. weiterhin finde ich das diese spiele die hemmschwelle zu töten nicht so stark absenken wie beispielsweise original videos aus dem irak wie dieses: http://www.youtube.com/watch?v=RCNynqWYAFs

    ich schau mir auch videos wie dieses an , weiß aber was das ist und beschäftige mich auch damit, laufe deswegen aber nochlange nicht ammock .
    ich finde die ursachen sollte man eher in der gesellschaft oder bei den eltern suche,
    anstatt wie IMMER auf die "killerspiele " zuzeigen.

    PS: in den gestriegen nachrichten sagte der sprecher über den ammockläufer:
    "er war ein waffennarr und COMPUTERSPIELER" das finde ich so was von dreist uns alle in einen pott zu kippen. wenn wir so wären, wäre der rest der menschen schon lange tot!!!!!!!!!!!!!! :mad: :mad: :mad:
     
  14. es gab an der nachricht nur zwei dinge die mich nicht schockiert, oder besser überrascht haben, zum einen:
    -der amoklauf war schon gestern mittag in wikipedia eingetragen
    -"der Amokläufer spielte CS"

    die politik erzählt eh jedes mal das gleiche, passieren wird nix und in 10-20 jahren sind computerspiele anerkannt wie das fernsehen heute (die splatterfilme aus den 80ern würden heute wohl kaum noch indiziert werden...)
    die frage is nur, auf awas hacken die politiker dann rum? wahrscheinlich was, wovon unsere generation keine ahnung haben wird... vlt machen wir das dann aber besser, wenn erstmal die ganzen alten politiker in rente sind. hoffentlich.
     
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