HowTo: Core 2 CPUs übertakten FAQ: VIDs bei Intel CPUs

Dieses Thema im Forum "Hardwareforum" wurde erstellt von Peacecamper, 30. Dezember 2008.

  1. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Zunächst die Credits, damit die am Ende nicht untergehen. Das HowTo stammt ursprünglich von NicoOCZ aus dem Forum de Luxx und ist hier zu finden: Klick
    Er hat mir erlaubt, den Thread hier ins Board zu übernehmen und ggf. anzupassen.
    Kritik erwünscht.

    Für die Bilder - gerade im zweiten Post - würde ich empfehlen, das Bilderscript für Greasemonkey zu installieren, das gibt es hier:
    http://www.gamestar.de/community/gspinboard/showthread.php?t=221879



    Tutorial: Wie übertakte ich meinen Core 2 Duo?


    Worum gehts hier eigentlich?
    Da die Fragen nach dem richtigen Übertakten von Core 2 Duos auch hier im Forum immer mehr häufen, habe ich mich entschlossen, hier auch ein Tutorial zur Verfügung zu stellen, in diesem Fall eben das von NicoOCZ. Das allgemeine Vorgehen lässt sich dabei auch auf Core 2 Quads und eventuell auch AMD-CPUs (kenne ich mich nicht aus) übertragen, nicht aber die angegebenen Werte!

    Achtung! Ich übernehme keine Garantie für einen Übertaktungserfolg. Ferner sollte jedem klar sein, dass Übertakten Hardware beschädigen oder sogar zerstören kann. Nachmachen auf eigene Gefahr!

    Dieser Guide ist in folgende Bereiche unterteilt:

    1. Theorie
    2. Wichtige Tools
    3. So geht's


    1. Theorie

    Was ist eigentlich ...?

    VCore
    VCore ist die Betriebsspannung der CPU. Standard bei Core 2 Duo CPUs sind etwa 1,25 V, je nach Modell etwas mehr oder weniger. Mit der VCore steht und fällt der Übertaktungserfolg.
    Ohne Änderung der Spannung erreicht ein durchschnittlicher Core 2 Duo etwa 3,5 GHz, je nach Exemplar auch 3,8 GHz oder sogar mehr. Wie auch bei Grafikkarten, Arbeitsspeicher oder Mainboards taktet Exemplar A besser als B oder umgekehrt.
    Mit der VCore sollte man vorsichtig umgehen, mit ihr steigt die Chiptemperatur an, was die Lebensdauer der CPU verkürzen kann. Der Stromverbrauch steigt ebenfalls mit höherem Takt und höherer Spannung. Je nach Kühlung sollte man bei einer Core 2 Duo-CPU nicht mehr als 1,4 Voder 1,45 V für den Alltagsbetrieb anlegen, hier gilt es besonders die Temperaturen im Auge zu behalten.

    VDIMM
    VDIMM ist die Betriebsspannung des RAMs. Der Sockel 775 verwendet bekanntlich DDR2, die Standardspannung ist hier 1,8 V. Jedoch benötigen viele Overclocking Speicher eine höhere Spannung, etwa 2 V oder 2,1 V. Hier verhält es sich ähnlich der VCore, je höher der Takt steigt, desto mehr Spannung wird benötigt. Je nach Kühlung sind mehr als 2,3 - 2,4 V nicht für den 24/7 Betrieb zu empfehlen.

    VMCH
    VMCH ist die Betriebsspannung der Northbridge des Mainboards. Auch hier wird mehr Spannung benötigt wenn man in höhere Taktregionen vorstößt. Wieder einmal lassen sich keine pauschalen Vorraussagen machen, wieviel Spannung welches Board nun genau welche Spannung für welchen Takt benötigt. Auch hier gilt es die Temperatur im Auge zu behalten, besonders bei passiver Kühlung der Northbridge. Je nach Kühlung sollte der vorsichtige Anwender nicht weit über die Standardspannung hinausschnellen, + 0,2 V sollten für die meisten Fälle reichen.

    FSB
    Der Frontside Bus (kurz FSB) ist die Anbindung der CPU an die Northbridge. Dieser ist für das RAM von entscheidender Bedeutung, da aus ihm unter Verwendung von verschiedenen Teilern der Takt des RAMs errechnet wird. Die Core 2 Duo Prozessoren haben einen FSB von 333 MHz, die alt en Conroes noch 266 MHz. Mit einem Teiler von 1:1 wird das DDR2 RAM mit 333MHz angesteuert, mal 2 genommen ergibt das - O Wunder - 667 MHz.
    Weiterhin ist der FSB der Schlüssel zum Übertakten des Systems. Der FSB Takt x CPU Multiplikator ergibt die Prozessorgeschwindigkeit. Beispiel Core 2 Duo E8400, dieser hat einen Multi von 9x. Multpliziert mit 333 ergibt das 3000 MHz.

    RAM-Timings
    RAM-Timings definieren die Latenzzeiten zwischen Zugriffen der CPU auf den Arbeitsspeicher. Kürzere Latenzen und damit niedrigere Timings sind daher selbstverständlich schneller und damit empfehlenswert. Schnelle Timings belasten das RAM allerdings auch mehr als langsame, daher ist man beim Übertakten oft gezwungen, die Timings zu entschärfen. Scharfe Latenzen sind beim Core 2 Duo im Zweifelsfall jedoch zu vernachlässigen und bringen einen geringeren Vorteil als höherer Takt und damit höhere Bandbreite.


    2. Wichtige Tools

    - Stabilitätstest Prime95 (testet CPU + RAM)
    - Stabilitätstest StressPrime2004 Orthos Edition (testet CPU + RAM) (wird nicht mehr weiterentwickelt)
    - Memtest86+ (testet RAM)
    - Memtest für Windows
    - Überwachungssoftware fürs Mainboard, z.B. Herstellertools (auf Treiber-CD) oder SysTool
    - CPU-Z (Info Tool, zeigt CPU + RAM Geschwindigkeit und Timings)
    - MemSet (Tool zum Ändern der RAM Timings in Windows)
    - ClockGen (Tool zum Übertakten unter Windows)


    3. Erste Schritte

    Voraussetzung für Übertaktungserfolge ist ein System, das bei Standardtakt absolut problemlos und stabil läuft, evtl. auch gleich mit dem aktuellsten BIOS bestückt. Ferner sollte man sich mit Monitoringtools und Stabilitätstests ausgerüstet haben (siehe 2.). Einige Zeit Geduld sollte man übrigens auch mitbringen.
    Ein Blick ins BIOS verrät, welche Optionen das eigene Board einem zur Verfügung stellt. Die oben genannten sollten in jedem Fall vertreten sein, eventuell sogar mehr.
    Wie fängt man an?
    Da sich der Multiplikator bei Core 2 Duo CPUs bisher nicht nach oben verstellen lässt (bis auf einige Extreme-Varianten), führt der Weg über den FSB. Jedes Board mit Intel P45 oder P35 Chipsätzen sollte im Stande sein, einen FSB von 350MHz ohne Spannungserhöhung über sich ergehen zu lassen. Je nach RAM muss hier auch der Speicherteiler angepasst werden um dem RAM nicht zuviel zuzumuten.
    Nutzt man beispielsweise DDR2-667 RAM, übertaktet man es mit einer Einstellung von 350 MHz bei 1:1 Teiler bereits auf DDR2-700 Niveau. Nun könnte man entweder einen anderen Teiler wählen oder die Spannung erhöhen.
    Eins vorweg, die hier beschriebene Methode beschreibt ausschliesslich die Übertaktung via BIOS. Alternativ lassen sich diese Funktionen auch mit Tools in Windows umsetzen (siehe Links), diese arbeiten aber nicht immer zuverlässig und stabil.

    Ermitteln des maximalen FSB-Taktes
    Zunächst wollen wir den maximal möglichen FSB-Takt ermitteln. Dazu sollte man CPU und RAM sowenig wie möglich zumuten, um sie als Fehlerquellen beim FSB-Übertakten auszuschliessen.
    Es empfiehlt sich den Multiplikator dazu - wenn möglich - auf 6x herunterzusetzen. Ansonsten einfach die nächsthöhere VCore Option einstellen. Der RAM ist entweder großzügig dimensioniert, bspw. nutzt man DDR2-1066 - dann ist reichlich Luft nach oben. Ansonsten einen kleineren Teiler nehmen um den RAM ggf. sogar zu untertakten.
    350 MHz FSB sollte jedes Board mit Intel P45 oder P35-Chipsatz ohne Spannungserhöhung über sich ergehen lassen, also einstellen und das BIOS mit "Save & Exit" verlassen. Sollte der Rechner wider Erwarten nicht mehr starten, keine Panik - einfach einen CMOS Reset durchführen. Dazu wird ein Jumper auf dem Mainboard kurzzeitig umgesetzt, mehr dazu im Handbuch des Boards.
    In Windows angekommen gilt es nun die Stabilität zu testen. Ggf. sollte man mit CPU-Z nachsehen, ob die Einstellung im BIOS korrekt übernommen wurde. Nun gehts ans Testen, Prime95 (aktueller) oder Orthos leisten da gute Dienste. Beide lasten beide Prozessorkerne und, je nach Einstellung, auch das RAM mit mathematischen Berechnungen zu 100% aus. Treten hierbei Rechenfehler auf, ist man einen Schritt zu weit gegangen und muss den FSB wieder schrittweise runtersetzen - oder die VMCH erhöhen.
    Ich verwende die folgenden "Custom" Settings (Ich nutze 2 GB RAM, User mit 1 GB sollten etwa 400 MB wählen):

    http://img2.abload.de/img/orthos1rq0xwgr.jpg

    Ich würde Prime95/Orthos ca. fünf Minuten laufen lassen um dann gleich wieder ins BIOS zu entschwinden, und den FSB in 5-10 MHz Schritten weiter anziehen. Dabei immer CPU und RAM Geschwindigkeit und natürlich Temperaturen überprüfen. Dann wieder ins Windows und Prime95/Orthos kurz laufen lassen. Dies solange weiterführen bis Prime95/Orthos Rechenfehler zeigt. Ist das der Fall und können CPU und RAM als Fehlerquelle ausgeschlossen werden, muss die VMCH erhöht werden. Vorerst mit der kleinstmöglichen Steigerung.
    Das Prozedere sollte so lange weitergeführt werden, bis die Temperaturen in den "gelben" Bereich wandern und solange der Chipsatz bei risikofreier Spannungseinstellung stabil ist. Möchte man etwa maximal 1,3 V verwenden, befindet bspw. 400MHz FSB bei 1,3 V stabil während 405MHz Fehler erzeugen, so taktet man zurück auf 400MHz und lässt Prime95/Orthos nun etwas länger laufen, mindestens eine Stunde. So taktet man sich langsam an das Maximum heran. Auch hier möchte ich nochmal betonen, dass die Temperaturen stets im Auge zu behalten sind.
    Ich mute meinem Chipsatz ungern mehr als 45 °C - 50 °C unter stundenlanger Last zu.

    Ermitteln des maximalen RAM-Taktes
    Gehen wir davon aus, dass der maximal mögliche FSB-Takt bei vernünftigen Spannungseinstellungen 450 MHz beträgt. Verwendet man nun DDR2-1000 RAM, hat man bei einem Teiler von 1:1 noch Luft nach oben, bei DDR2-800 RAM sind wohl schon deutlich Spannungserhöhungen nötig.
    Nun müssen etwas höhere Teiler ausprobiert werden, die Stabilität wird dann wahlweise mit Memtest oder Prime95/Orthoss getestet. Auch hier sind fünf Minuten pro "Run" vorerst genug. Ähnlich der Findung des maximalen FSB Taktes muss man sich hier langsam ans Maximum herantasten. Hier hilft es auch, die Timings des RAMs im BIOS etwas zu entspannen (bspw. von 4-4-4-12 auf 5-5-5-12). Falls ein Teiler gegenüber dem nächst niedrigerem einen viel zu hohen RAM-Takt erzeugt, macht es auch Sinn, den FSB ein wenig herunterzusetzen, um so doch den höheren RAM-Teiler und somit einen vielleicht noch höheren RAM-Takt zu erreichen. Hier hilft nur Testen bis sich die Balken biegen.
    Leider lässt sich die Temperatur des RAMs nicht auslesen (Ausnahme: Corsair DIMMs mit Display), daher sollte man den guten alten Fingertest zu Rate ziehen. Zunächst statisch entladen, z.B. an einer Heizung, dann einen der RAM-Riegel anfassen. Verbrennt man sich böse die Finger, sind Takt und/oder Spannung zu hoch und nicht mehr im gesunden Bereich. An dieser Stelle könnte man einen Lüfter über den RAM hängen.

    Ermitteln des maximalen CPU Taktes
    Bei einem Core 2 Duo E8400 mit Standard-Multiplikator (9x) und 450 MHz FSB ergäbe das einen CPU Takt von 4050 MHz. Dieser ist eher selten mit vorsichtiger VCore Einstellung und mittelmäßigen Luftkühlern zu erreichen, dennoch wollen wir das Maximum mit vernünftiger VCore ausreizen.
    Das RAM sollte weiterhin als Fehlerquelle auszuschliessen sein, daher hier einen möglichst sanften Teiler wählen und ggf. die VDIMM erhöhen. Nun testen wir, ähnlich Test 1, wie weit wir mit dem FSB kommen. Dank der Resultate aus Test 1 wissen wir nun, ab wieviel MHz der FSB welche Spannung benötigt. Nun testen wir jedoch mit einem höheren Multiplikator. Je nach Gusto kann man gleich den Standard-Multi unseres E8400 setzen und anhand von FSB und Spannungserhöhungen schauen, wie weit die Reise geht. Auch hier empfiehlt sich die Steigerung in kleinen Schritten, die dann von Prime95/Orthos in Windows getestet wird.
    Nochmal: Bitte immer die Temperaturen im Auge behalten!
    Bei den ersten Fehlern sollte dann auch hier die Spannung im kleinstmöglichen Schritt nach oben gesetzt werden. Ist die CPU nun stabil, kann der FSB weiter erhöht werden. So tastet man sich langsam an das Maximum des CPU-Taktes unter Verwendung von vertretbarer Spannung heran. Ist das vermeindliche Ende erreicht, sollte auch an diesem Punkt mit Prime95/Orthos ausgiebiger getestet werden. Je länger desto besser. Ich persönlich mute meinem E8400 übrigens nicht mehr als 1,4 V zu.

    Das große Finale!
    Sind die maximalen Taktraten von FSB, RAM und CPU ermittelt? Gut, dann sollten diese drei nun in Einklang gebracht werden. Wer alles bis hierhin gelesen hat, weiß um die Optionen, deren Funktionen und worauf zu achten ist. Sehr wahrscheinlich müssen irgendwo Abstriche gemacht werden, sodass bspw. das RAM die CPU limitiert, oder umgekehrt. Wenn möglich, sollte man die Prioritäten so wählen: 1.) CPU-Takt, 2.) RAM-Takt, 3.) FSB-Takt. In der Regel bringt ein höherer CPU-Takt mehr als höherer RAM-Takt, und jener wiederum ist gegenüber höherem FSB mehr von Vorteil.


    Ich hoffe, ich konnte damit einen kleinen Einblick in die Welt des Übertaktens ermöglichen. Viel Spaß beim Ausprobieren!
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2008
  2. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Wieder zuerst die Credits. Dieser Post hier entstammt aus dem Forum von Tom's Hardware und wurde von FormatC verfasst. Der Originalthread findet sich hier: Klick
    FormatC hat mir erlaubt, diesen hier zu übernehmen.


    Die VID bei Intel-CPUs


    Da sich die Fragen in letzter Zeit häufen und immer wieder Unklarheiten über VID, VCore und die angezeigte CPU-Spannung in den einzelnen Lastzuständen zu Tage treten, soll dieser Thread als theoretische Grundlage dienen, um dieses "Mysterium" zu beseitigen. Es ist ein klein wenig graue Theorie - aber wissenswert genug, um auch mal so etwas sorgfältig durchzulesen. Wer einen Intel wirklich professionell übertakten möchte, der kommt am Wissen um die einzelnen Begriffe nicht vorbei!

    In diesem Sinne erstmal einen Dank an 7oby für die Inspiration und an all die Fragenden für den letzten Anstoß, endlich mal die Schreibfaulheit zu überwinden. Als weitere Quellen darf ich entsprechende Veröffentlichungen von Intel selbst, einschlägige Posts in anderen Technikforen (z.B. anandtech.com) und diverse Gespräche im engeren Kreise nennen, ohne dabei die Gewähr auf absolute Richtigkeit oder Vollständigkeit übernehmen zu können. Dazu ist das Thema viel zu komplex und nicht nur aufs Übertakten beschränkt.


    Die 4 größten Mißverständnisse rund ums Übertakten

    Wer stand noch nie vor der Frage, welche Spannung nun denn die richtige sei? Und warum das Board was anderes anzeigt, als "fest" eingestellt wurde und warum ist dieses wiederum weder mit dem identisch, was als VID ausgelesen werden kann, noch mit dem, was unter Last oder im Idle mit den entsprechenden Tools ermittelt wurde? Fragen über Fragen. Und Begriffe wie "VDrooping" machen schnell die Runde und tragen zur weiteren Verunsicherung bei. Oft genug sucht man die Fehler auf den Boards, schimpft über miese Spannungswandler und vergisst dabei die wahren Ursachen.
    [*]Falsch: Gute Boards halten unter Last die im BIOS "fest" eingestellte Spannung exakt ein
    [*]Falsch: VDrooping als Spannungsabfall unter Last wird allein vom "miesen" Mainboard verschuldet
    [*]Falsch: Speedstep, EIST/C1 müssen für ein stabiles OC unbedingt deaktiviert werden
    [*]Falsch: Eine eingestellte VCore unterhalb der von Hersteller festgelegten VID ist besonders gut für die CPU.


    Die einzelnen Spannungen im Überblick

    Zunächst mal eine kleine Übersicht, welche Spannungen im Folgenden abgehandelt werden. Man kann dem Diagramm bereits die wichtigsten Informationen entnehmen:

    http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/VID_01-1.gif

    Betrachten wir zunächst den Unterschied der im BIOS "fest eingestellten" Versorgungsspannung (Spannungsvorgabe) und den real messbaren Versorgungsspannungen im Last- oder Idle-Betrieb. Die im Schema erkennbare Charakteristik (Maximum Negative Overshoot, Full Load Voltage, VDrop, Idle Load Voltage, Offset, Peak) spiegelt die Verhältnisse laut Intels Power-Design-Spezifikation wieder und ist eine wichtige Grundlage für das stabile Arbeiten der CPU. Daran ist erst einmal nicht zu rütteln. Sicher könnte man hier noch weiter ins Detail der Spannungsreglung (VRM) abgleiten, aber das soll an dieser Stelle erst mal reichen. Fast alle aktuellen Boards sind ausreichend, um die derzeit verwendeten CPUs richtig zu betreiben.

    Was ist VDroop und warum zeigen Everest und CPU-Z weniger an als ich manuell eingestellt habe?

    Fließt ein großer Strom durch die CPU, dann erwärmt sich diese. Wird die CPU wärmer, leitet sie noch mehr. Womit dann bei konstant anliegender Spannung ja noch mehr Strom fließen würde (Prinzip des TNC-Widerstandes). Die Kernspannung selbst kommt aus einer konstantstromquellenähnlichen Versorgung mit einem sehr niedrigen Innenwiderstand, d.h. die Ausgangsspannung würde also im obigen Fall nicht absinken, wie es im Normalfall sonst passieren würde. Das heißt im Umkehrschluss, dass nachgeholfen werden muss, damit die Spannung dann in einem gewissen Rahmen unter Last absinkt um eine Selbstzerstörung durch das Aufschaukeln zu verhindern. Und genau diese Technik nennt man Drooping.

    Dehalb gibt es diese Vorgabe, bei welcher Spannung die CPU unter Last gerade noch stabil lauffähig ist. Das Ganze ist also mehr oder weniger ein Toleranz-Fenster für die Kernspannung nach unten hin, damit der gerade genannte Effekt nicht eintritt. Die Differenz zwischen der VID und der Idle-Spannung nennt man VOffset und die Differenz zwischen Idle- und Volllastspannung VDroop.

    Merke:
    Die Versorgungsspannung, die im BIOS eingestellt wird, stellt also nur den absoluten Spitzenwert (Peak) dar und spiegelt deswegen nur bedingt die eigentlichen Spannungsverhältnisse im laufenden Betrieb wieder. Solange die CPU innerhalb der Spezifikationen arbeitet, kann diese Spannung nie exakt als gleicher Meßwert erreicht werden! Die messbaren Werte liegen im Betrieb immer niedriger! VDroop ist die (völlig normale) Spannungsdifferenz zwischen Volllast und Leerlauf und kein Merkmal für eine schlechten Hauptplatine, sondern sogar notwendig!




    Was ist nun die VID (Voltage Identification Definition) bzw. wie kommt diese zustande?

    Was ist die VID nun genau?
    Unter VID (Voltage Identification Definition) versteht man die Spannungsvorgabe als Standardwert für einen stabilen Betrieb, die vom Hersteller in jeder CPU fest gespeichert ist und exakt die Produktionsqualität wiederspiegelt. Die VID definiert dabei stets die Maximalspannung (Vpeak), die anliegen darf und nicht Spannung(en) in den jeweiligen Lastzuständen (siehe Schema 1). Diese Vorgabe ist bedingt durch die Unterschiede zwischen den einzelnen CPUs, die bei der Herstellung nicht zu vermeiden sind (z.B. Qualität des Wafers). Das Board leitet davon automatisch die Versorgungspannung (Vcc) ab, die man landläufig als auch manuell einstellbare CPU-Spannung oder VCore bezeichnet. Innerhalb dieser Festlegung gibts natürlich wiederum Abweichungen (z.B. Position des Chips auf dem Wafer, innen = besser), so dass man die VID zwar als Richtwert nehmen kann, im konkreten Fall aber jede CPU erst einmal wirklich austesten sollte.

    Wie wird die VID festgelegt?
    Die benötigte VID (U) ergibt sich einerseits aus der für die CPU vorgegebenen maximalen Verlustleistung in Watt (W = U x I) und dem inneren elektrischen Widerstand (R) der CPU unter Vollast, der für den fließenden Strom (I) verantwortlich ist:

    http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/VID_02-1.gif

    Sie wird deswegen so festgelegt, dass die CPU im Produkt von Spannung und Strom nicht mehr Watt umsetzt, als der Hersteller für dieses Modell als Wert angibt (z.B. 95 Watt beim Q6600). Ok, die Definition der TDP funktioniert schon ein wenig anders, aber vereinfacht wollen wir diese Rechnung mal so stehen lassen, da es für das Verständnis völlig reicht.

    Was sagt die VID über die Qualität der CPU aus?
    Auch wenn sich die Geister gern streiten: eine niedrige VID spiegelt meist eine schlechtere elektrische Güte der CPU wieder. Je niedriger der Widerstand ist, um so mehr Strom fließt und umso niedriger kann/muss die VID gewählt werden, damit das Produkt aus Spannung und Strom den Watt-Vorgaben entspricht. Eine niedrige VID ermöglicht jedoch in fast allen Fällen ein besseres OC-Verhalten bzw. OC-Potenzial der betreffenden CPU auch wenn andere Stimmen meinen, eine niedrige VID zeuge eher von zu hohen Leckströmen.

    Was bedeutet eine niedrige VID für mich beim OC?
    Meist das bessere OC-Potential. Nötige Spannungserhöhungen zum Stabilisieren der CPU bei hohem Takt fallen oft geringer aus bzw. zeigen mehr Wirkung. Nachteilig ist der hohe fließende Strom, der sich durch eine hohe Wärmeabgabe bemerkbar macht.

    Was bedeutet eine hohe VID für mich beim OC?
    Mit etwas Pech ein geringeres OC-Potential. Nötige Spannungserhöhungen zum Stabilisieren der CPU bei hohem Takt fallen meist größer aus bzw. zeigen gar keine Wirkung. Diese CPUs sind jedoch oft kühler und im nicht übertakteten Zustand selbst mit dem Boxed-Kühler noch relativ kühl zu betreiben.

    Und was passiert beim Übertakten?
    Zunächst ist es eigentlich egal, wovon die CPU nun beim OC kaputt geht - bei der zu hohen Spannung einer CPU mit höher VID oder den großen Strömen, die bei CPUs mit niedrigerer VID fließen. Schädlich ist auf Dauer beides, wenn man das nötige Maß und Fingerspitzengefühl beim OC vermissen lässt.

    Wie lese ich die VID meiner CPU aus?
    Die aktuelle VID lässt sich mit dem kostenlosen Tool CoreTemp bestens auslesen:

    http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/VID_04.jpg

    Ganz praktikable VID beim Q6600. Diese CPU könnte durchaus die 3,6 GHz im Dauerbetrieb überleben und die 4 GHz-Marke (ansatzweise) knacken. 3,8 GHz zumindest sind schon mal locker drin. Gute Kühlung vorausgesetzt.

    Wie lese ich die Spannungen für Full Load und Idle aus aus?
    Am Besten mit dem ebenfalls kostenlosen Tool CPU-Z, welches noch viele andere nützlichen Informationen ausspuckt:

    http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/VID_04-1.jpg

    Reale Spannung der CPU unter Vollast bei einer VID von ca 1,3 Volt. Diese CPU wird wohl kaum höher als 3,2 GHz zu übertakten sein und ist bei 3 GHz schon relativ nahe am Limit. Sowas bezeichnet der Laie dann gern mal als Montags-CPU. Auch wenn das arme Stück Silizium gar nichts dafür kann und man das so nicht verallgemeinern kann. Schließlich sind die CPUs für den Normaltakt ausgelegt. OC ist ein freiwilliges "Feature" und nicht einklagbar ;)
    Im Übrigen bestätigen Ausnahmen die Regel, so dass ein Versuch zunächst immer erst einmal Aufschluss über das wahre Potential der CPU geben sollte.

    Merke:
    Je geringer die VID innerhalb der Unter- und Obergrenzen einer CPU liegt, umso niedriger ist die elektrische Güte und um so größer allerdings auch die Wahrscheinlichkeit für gute OC-Ergebnisse. Eine niedrige VID bedeutet jedoch generell mehr Stromfluss, so dass besser gekühlt werden muss als bei einer hohen VID. Für normales OC ist eine mittlere VID die günstigste Voraussetzung. Jede CPU kann allerdings aus diesem Schema ausbrechen, es lohnt also immer, die Grenzen auszutesten. Die jeweilige VID liest man am Besten mit CoreTemp aus




    Zwangsweises Undervolten durch zu niedrige VCore

    Jetzt wollen wir mal überprüfen, wie das System reagiert, wenn wir VOffset durch manuelle Falscheingabe quasi entfernen:

    http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/VID_03.gif

    Wie wir sehen können, überschreitet das System immer dann den als maximal zulässige Spannung für die CPU festgelegten Wert, wenn von Vollast auf Idle gewechselt wird. Die CPU läuft außerhalb der Spezifikationen und wird vor allem bei Lastwechseln instabil. Dieses Fehlverhalten ist in der Regel auch nicht ohne Weiteres erkennbar, da die meisten nur das Volllast-Szenario mit Everest testen. Ein derart negativ beeinflusstes Einschwingverhalten äußert sich meist in unerklärlichen Leistungseinbußen im realen Anwendungsalltag und selbst noch beim 3DMark06. Darüber hinaus wird die gesamte Spannungsreglung im Ernstfall übermäßig belastet und keineswegs Leistung gespart!

    Manche teurere Boards erlauben darüber hinaus auch noch die Festlegung der Ober- und Untergrenzen der Spannungen für Vollast bzw. Idle, so dass sich am Schluss VDrop und Offest quasi manuell gegen Null schrauben lassen. Trauriges Ergebnis derartiger Einsparversuche ist dann leider oft genug eine defekte Hauptplatine mit gegrillten Spannungsreglern. Mehr dazu (da es den Rahmen des Notwendigen sprengt) findet Ihr auch in diesem englischsprachigen Artikel, dem ich auch die obigen Diagramme entnommen habe.

    Merke:
    Es bringt also definitiv NICHTS, als VCore manuell und auf Krampf einen Wert einzustellen, der viel niedriger als die vom Hersteller festgelegte VID ist, bloß weil am CPU-Kühler gespart wurde und man sehnlichst hofft, noch ein paar Grad rauszuquetschen!



    Wann muss die VCore im BIOS manuell geändert werden?

    Eine manuelle Eingabe ist nur dann sinnvoll, wenn:

    Die CPU befindet sich trotz OC noch im Leistungsfenster
    Der FSB-Takt wurde angehoben und das Board übervoltet von sich aus. Jedoch ist auch mit der vorgegeben VID noch ein stabiler Betrieb möglich. Dann kann dieser Wert manuell auf den der VID-Vorgabe gesetzt werden (Stabilität mit Everest testen!)

    Die CPU wurde extrem übertaktet
    Die vom Board automatisch vorgenommene Übervoltung reicht nicht mehr aus, um die CPU stabil zu betreiben. Dann muss die VCore schrittweise erhöht werden. Dabei sind jedoch die Einschränkungen bezüglich der zulässigen Maximalspannung, der thermischen Belastbarkeit und der Haltbarkeit der CPU zwingend zu beachten!


    EIST / C1E und Overclocking?

    Begriffserklärung:
    C1E = "Enhanced Halt State" (C1E)
    EIST= "Enhanced Intel SpeedStep Technology"

    Der erweiterte Halt-Befehl C1E kann nicht nur Recheneinheiten der CPU abschalten, sondern auch zusätzlich den Takt reduzieren und die Spannung herabsetzen. Es gibt allerdings nur 2 Zustände: Idle und Volllast. Die Taktverringerung geht hierbei über den Multiplikator. Es wird demnach auf den niedrigsten einstellbaren Multiplikator zurückgeschaltet (also beim Q6600 von 9 auf 6). Gleichzeitig wird die Vcc (VCore) angepasst und eine niedrigere VID angenommen. EIST kann dies bei Notebook-CPUs sogar fließend, also sozusagen mit "gleitendem" Multiplikator.

    Warum liest man immer, man solle diese Funktionen abschalten?
    Betrachtet man das erste Schema oben, so sieht man die Charakteristik des Spannungsverhaltens und des "Einschwingens". Die Spannungsregelung (VRM) arbeitet über einem LC-Netzwerk (induktiv/kapazitiv), also Spulen und Kondensatoren. Gerät die Regelung außerhalb der vorgegebenen Kennlinien, so kann es durchaus zu hochfrequenten Schwingungen und in der Folge zu Hardwareschäden kommen (sowas kennt man auch von Grafikkarten). Grund sind meist eine falsch eingstellte VCore bzw. manuell abgeänderte Parameter für die Spannungen für die verschiedenen Lasten. Bewegt man sich außerhalb der Spezifikationen, kann ein knapp bemessenes Board mit einer leistungshungrigen CPU durchaus derartige Effekte zeigen. Das Abschalten der Stromsparfunktionen vermindert zwar u.U. die Symptome, beseitigt allerdings nicht die Ursachen. Außerdem sind billige Netzteile im Zusammenhang mit der schnell wechselnden Last (die Spannung wird in geringsten Sekundenbruchteilen stets neu angepasst) schlichtweg überfordert.

    Wenn man ein ordentliches Board mit einem ausreichend dimensionierten und sauber konstruierten Netzteil betreibt, sollte eigentlich nichts pfeifen. EIST/C1E sollten deswegen nicht deaktiviert werden, schließlich soll der PC die Leistung ja nur dann abfordern, wenn man sie wirklich braucht. Pump- und Schwingeffekte zeugen eher von einer miesen Hardwarekomponente in der Stromversorgungskette. Manchmal hilft es auch schon, einzelne Verbraucher innerhalb der 12 Volt Schienen umzuklemmen oder die Grafikkarte auf einen anderen Strang zu legen (wenn das Netzteil mehrere PCIe-Anschlüsse bietet).

    Wenn jedoch selbst im nicht übertakteten Zustand und ohne weitere Verbraucher noch ein Pfeifen/Rauschen in den Spulen zu höhen ist, dann liegt dies wirklich am Board (selten, aber es kommt vor). In diesem Fall hilft nur ein alter Trick aus der Rundfunk- und Fernehmechaniker-Gilde: das Eingießen der Spulen in Gießharz. Mit einfachem Plastilin (läßt sich im Nachhinein bestens entfernen und haftet gut) außen rum eine Form zusammenkneten und danach die Übeltäterspule sauber eingießen und das Ganze lang genug aushärten lassen. Dann das Plastilin entfernen und Ruhe ist.

    Ansonsten wäre noch zu erwähnen, dass es sich durchaus lohnt, mal die Temperaturen der Spannungswandler zu überprüfen. Wenn die Teile zu heiß werden (90° und mehr), dann gibts oft derartige Geräusche. In diesem Fall hilft dann nur noch eine zusätzliche Kühlung.

    Wenn man EIST/C1E abschalten muss, damit das OC in den gemachten Einstellungen überhaupt läuft, dann ist das ganze OC nichts wert. Die CPU muss mit und ohne Stromsparfunktion stabil laufen! Und allen, die dies nur tun, um in aller Ruhe Screenshots machen zu können oder sich den Pimmel zu messen, sei gesagt: Es ist Nonsens. Für diese Fälle kann man ja im Hintergrund auch mal ein wenig Last erzeugen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2008
  3. -Suicide- ...

    -Suicide-
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    Kann es sein, dass ich das Tutorial schon von früher und in etwas anderer Form kenne? Habe mir damals nicht gemerkt, von wem es stammt. Könnte aber derselbe Autor sein. Fand/finde es gut. Erkennt das Stresstool automatisch die Anzahl der Kerne bzw. funktioniert es auch mit Quad-Cores?
    Bisher hab ich immer das normale Prime genutzt und dann halt einfach die verschiedenen Instanzen des Programms auf die Kerne manuell verteilt. Wäre natürlich sehr praktisch, wenn es automatisch ginge :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Dezember 2008
  4. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Siehe erste Zeilen, ist aus dem Forum de Luxx.
    Meines Wissens nicht, du musst Orthos dann zweimal starten und den Kernen entsprechend zuweisen. Oder direkt Prime95 nutzen, da werde ich auch nochmal fragen, ob ich das übernehmen darf:

    http://www.forumdeluxx.de/forum/showthread.php?t=508101
     
  5. -Suicide- ...

    -Suicide-
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    582

    Ja hatte die ersten Zeilen gelesen. Ist auch schon eine Weile her, als ich die ähnliche Anleitung gelesen hatte. Damals noch mit E6xxx als Thema :)

    Zum anderen Thema, siehe mein Edit in den letzten Zeilen. Würde es noch aufnehmen. Ansonsten sehr informativ :)
     
  6. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Dafür ist auch noch der Platzhalter. Einmal Prime und einmals Vids, da habe ich den Thread hier im Auge, Anfrage ist raus:

    http://www.tomshardware.com/de/foren/240300-6-intel-cpus-mythos-stunde-wahrheit
     
  7. -Suicide- ...

    -Suicide-
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    Sehr gut. Beides wichtige Themen. Vielen Dank für deine Mühe mit den Anfragen. Würde vorschlagen, dass das Thema angepinnt wird, wenns fertig ist. Erspart wohl viele Anfragen in Sachen übertakten :)
     
  8. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Ich versuche gerade Homer zu erwischen. Anpinnen wird nicht nötig sein, Linkthread sollte reichen.
     
  9. Hab den E6300 nun von 1,86 auf 2,45 getaktet. Sind 64°C unter Last schon zu viel?

    Zocken konnte ich jedenfalls problemlos und Prime lief auchn paar Stündchen.
     
  10. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    64° unter Volllast sind die oberste Grenze für Dauerbetrieb.
     
  11. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Jep. Was für einen Lüfter hast du? VCore?

    11.111 Posts, schick. :D
     
  12. VCore ist jetzt auf 1.3V und die Temp 57°C, damit bin ich zufrieden.
     
  13. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Da könnte sogar noch ein wenig was gehen. Für die Leseratten habe ich noch was nettes über VIDs hinzugefügt, außerdem Prime95 bei den Tools eingestellt. Zu Prime95 werde ich auch noch was ausführlicheres schreiben.
     
  14. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    http://img2.abload.de/img/40ghzeu4e.jpg

    :banana:
    Zwar nur screenstable, aber mehr wollte ich ja auch nicht. Für Prime hätte ich bestimmt 1,38 oder noch mehr Volt gebraucht, bis ich das stabil gehabt hätte. Zumal ich jetzt auch zu faul war, da noch mit FSB-Spannung usw. rumzuspielen, vllt. hätte ich dann mit dem VCore wieder einen Tick runter gehen können.

    Und 3,8 GHz wurde schon recht warm:

    http://img2.abload.de/img/38ghz2mve.jpg

    Aktuell teste ich mit 3,4 GHz und Standard-VCore, d.h. 1,2 V. Scheint zu laufen, vllt. kann ich sogar noch ein bisschen runter gehen. :D
     
  15. Ich hab meinen CPU jetzt auch mit Prime getestet und da kam der nach 15min auf 70 Grad.

    Zuviel oder?

    Habe den von 2,4 auf 2,6 getaktet.
     
  16. Boxed-Kühler? :ugly:
     
  17. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    Ja, zuviel. Gute 60° unter Prime ist maximum.
     
  18. Hab den wieder runter getaktet. Das ist es mir dann auch nicht Wert.;)
     
  19. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    Ich will dich ja nicht beunruhigen, aber die 200 MHz mehr machen keine 10° aus wenn du nicht den vCore stark erhöht hast. Ich würde mal mit Standardtakt nach den Temps schauen die dürften auch alles andere als prickelnd sein.
     
  20. Ich habe nur die Frequenz von ca.1050 auf 1160 erhöht. Mehr nicht.:D

    @ Xmas Blacky: Jup mit Boxed-Kühler.
     
  21. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Meine persönliche Grenze ist 65 °C für Prime, allerdings lasse ich die CPU so auch nicht 24/7 laufen. Das ist dann nur mal um die wirklich an die Grenzen zu treiben und zu schauen, was so möglich ist.
     
  22. sauber...der kommt mit normalen Takt nach ca 2min auf 61 Grad :huh:
     
  23. VCore macht auf die Temp gesehen sehr viel aus. Meine CPU läuft jetzt mit 2,45 Ghz und 1,2875V stabil, unübertaktet könne man sogar noch weiter runtergehen. Vielleicht ist auch nur mein Mobo/Bios sehr ungenau. :ugly:
     
  24. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Dann stimmt da irgendwas nicht. Lüfter dreht usw.? Hat sich vllt. ein Pin gelockert? Wärmeleitpaste vernünftig aufgetragen (nicht zu viel und nicht zu wenig)?
    Hast du den Vcore wieder runtergedreht?
     
  25. An den Vcore (wenn es für die Spannung steht) habe ich nie rumgespielt, nur die Frequenz hab ich verändert.
    Hab vor dem Test den CPU wieder auf 2,4 Ghz gestellt.
    Der Quadcore ist jetzt 10 Monate alt und mein Bruder hat ihn mir damals montiert. Bis jetzt lief aber alles ohne Probleme. Nie Abstürze weil der CPU zu warm war. Selbst unter 3ds Max hat der mehrere Tage mitgemacht.
    Wie darf ich es verstehen ob ein Pin locker ist?
    Jup, Lüfter dreht sich.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. Januar 2009
  26. Wenn du einen Boxed-Kühler hast sind 60°C absolut normal für einen Quadcore.

    edit: Meinst du im Idle?

    Wenn ja, dann ist es doch etwas viel :ugly:
     
  27. Sehr gutes und verständliches Tutorial, vielen Dank erstmal für die Mühe!
    Ich hab aber ein Problem: Mein Mainboard ist ein MSI P45 Platinum und dort sind im Bios die Bezeichnungen für die einzelnen Optionen anders. Sie sind zwar teilweise ähnlich, aber da ich noch ein Anfänger bin und mir auch dem Risiko bewusst bin, den ich beim übertakten eingehe, möchte ich an keinem falschen Rädchen drehen. Außerdem hat das auch einige Auto-Funktionen, bei denen ich nicht weiß welche jetzt förderlich sind und welche nicht. In der Anleitung zum Mainboard steht leider auch nichts dazu.

    Also in kurz: Gibts so ein Tutorial auch für MSI-Mainboards? Hab schon gegoogelt, aber nichts gutes gefunden. Danke:)

    €: Hat sich erledigt, mein E6600 läuft jetzt mit 3Ghz:feier: Hab die Option gefunden, mit der ich die Spannung von meinem Speicher erhöhe. Der DDR2-1066 von OCZ braucht anscheined 2,1V statt den standartmäßigen 1,8V, sonst kommt er nicht über 667-Niveau.
    Hab jetzt bei einem erträglichen Lautstärkeniveau nach einer viertel Stunde Prime95 55°C auf beiden Kernen. Ich denke das ist auch ok.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Januar 2009
  28. Was darf ich mir unter Idle vorstellen?:D
     
  29. Leerlauf.
     
  30. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Nettes Ergebnis, vllt. geht da sogar noch was, sofern du denn möchtest. :D
    55° C ist voll okay.
     
  31. Ja find ich auch:D Da geht noch einiges. Wenn ich alle Lüfter auf 1600 U/min hochdreh und die Frontklappe von meinem Gehäuse offen lasse, dann sinds sogar nur 45°C bei gleichen Vorraussetzungen. Hab aber auch einen Noctua CPU-Kühler und 3 120mm Gehäuselüfter.
    Aber mehr brauch ich im Moment nicht. Im Prinzip sind selbst 3GHz unnötig, da auf 2,4 GHz praktisch jedes Spiel das ich so zock ruckelfrei lief. Bis auf Colin McRae Dirt die Rennen mit Gegner. Da muss ich jetzt mal ausprobieren, ob sich da was verbessert hat.
     
  32. Im Leerlauf ist der ca 30 Grad warm.
     
  33. Hallo
    super thread schonmal.! hier werden sehr viele sachen erklärt die woanders nicht erwähnt werden. Aber deswegen jetzt auch ein paar fragen.


    hab nen e6750 der jetzt grad mit 3,3ghz relativ stabil läuft. ( in prime meldet er nach ner zeit fehler, aber sonst in spielen etc. nie freezes oder ähnliches.)

    ich habe das mit dem VID noch nicht ganz verstanden.
    Wann hat man ne gute VID und wann ne schlechte ?

    ich würde meine CPU gern noch höher takten.

    hab DDR2 800ram der teiler ist gesetzt und die timings und so auch schon eingestellt.)
    EIST ist deaktiviert

    CoreTemp zeigt folgendes:
    Temp beide kerne so zwischen 27-30° im idle
    VID 1.3500V

    Ich habe ein Scytche ninja kühler und ich bin der Meinung das ich meine CPU eigt. noch ein bisschen höher takten könnte

    gibt es noch irgwntwelche tricks um höher zu takten?

    Die Vcore hatte ich auch schon auf 1,38v hat aber nix gebracht.

    SYSTEM siehe sig.



    Edit: Multiplikator ist frei, doch 8 is das höchste was geht und der is schon stabdart.
     
  34. Ah shit, irgendwie ist jetzt der Tempfühler verreckt und zeigt durchschnittliche 90-110°C im idle an. Ausserdem kackt er alle paar Stunden ab.

    Egal, wollt mir eh nen Quad holen.:ugly:
     
  35. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    :ugly:
     
  36. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Setz den Multiplikator mal runter und gehe dann mit dem FSB hoch. Wenn das klappt, kannst du schonmal ausschließen, dass das Mainboard limitiert. Trotzdem eventuell mal die FSB-Spannung um 0,05 oder 0,1 V erhöhen.
     
  37. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    Vergiss das mit der VID mal, du kannst eh nichts dran ändern.

    Naja hast du den Eingangspost beachtet? Maximalen FSB getestet? Spannung der Northbridge erhöht? Ram macht nicht dicht?



    Der ist nicht frei, der ist nur nach unten offen.

    Edit: Argh das gibts doch nicht, da wartet der Kerl fast ne Woche auf ne Antwort und dann kommt der mir zwei Minuten früher... :ugly:
     
  38. Peacecamper Forenlotse

    Peacecamper
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    Ha!! :ugly:

    Aber immerhin hast du Northbridge-Spannung und ich FSB-Spannung erwähnt, wir ergänzen uns. :yes: :ugly:
     
  39. Ich glaube das liegt am Ram ._. naja egal 3,3 is auch schon okay.


    aber den multi kann man nicht nach oben freischalten oder xD ?

    trosdem THX
     
  40. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    Nicht bei deiner CPU.

    Ob es wirklich am Ram liegt kannst du ja ganz einfach testes, wie steht ja im Eingangspost.
     
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