Konstruktive Kritik am Beispiel der Ausgabe 05/2009

Dieses Thema im Forum "Fragen an die Redaktion" wurde erstellt von Strokeroll, 21. April 2009.

  1. Strokeroll

    Strokeroll
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    Da die Redaktion hier regelmäßig reinschaut dachte ich mir, dass der folgende Post sicherlich an dieser Stelle ganz gut aufgehoben ist.

    Zunächst einmal kurz zum Hintergrund:

    Ich bin ein -nennen wir es mal- "Spielezeitschriften-Veteran": Es begann mit dem ABO der PC PLAYER (Gott hab sie selig), setzte sich mit dem langjährigen Abo der Gamestar fort und endete schließlich dort mit der Ausgabe 11/2008. Ich habe mein Abo übrigens letztes Jahr in erster Linie gekündigt, da ich als Zocker zur Konsole gewechselt bin - der Schwesternzeitschrift, Gamepro, halte ich ganz nebenbei schon lange die Treue. Trotz der Kündigung meines Abos bin ich der Gamestar damals wie heute über diese Website & das Forum ebenfalls treu geblieben und habe auch den "Kontakt" als stiller Leser der Blogs der Redakteure nie abbrechen lassen.


    Nun habe ich mich in den letzten Monaten verstärkt nach Ersatz-Spielezeitschriften umgesehen. Auch wenn viele Leute im Hinblick aufs Internetangebot den Untergang der traditionellen, gedruckten Spielezeitschriften prophezeien, teile ich diese Meinung keinesfalls. Eine gedruckte Ausgabe wird, wenn das Gesamtpaket stimmt (dazu gleich mehr), immer ihre Abnehmer finden, auch wenn die IVW Zahlen vielleicht im Moment bei allen Zeitschriften etwas anderes zeigen. Wie auch immer, ich habe mehrere andere Zeitschrift in dieser Zeit in der Hand gehabt (unter anderem die GEE, von der ich mir das erhofft hatte was ich suchte, jedoch enttäuscht wurde), aber keine konnte das Loch, dass das fehlende Abo der Gamestar hinterlassen hat, füllen.

    Damit das hier jetzt nicht in einen dreiseitigen Post ausartet, komme ich mal besser langsam zu den Kritikpunkten. Ich nehme wo es passt auch einmal direkt Bezug zur Ausgabe 05/2009. Die Auflistung ist in unchronologischer Reihenfolge - ich schreibe mir jetzt einfach mal zu ein Paar Punkten die Seele vom Leib:

    -Eins vorweg-

    Ihr macht regelmäßig Umfragen, wieso könnt ihr die folgenden Fragen dort nicht (simpel aufbereitet) in Form von "Weniger/Mehr?" & "Ja/Nein" aufgreifen? Oder aber konkret am Beispiel einer Ausgabe hinterfragen: "Was hat euch gefallen/Was nicht?". Niemand möchte sich durch mehrere Fragebögen mit hunderten Fragen quälen, um anschließend dafür einen Preis zu erhalten. Sich bei der Umfrage auf das "große Ganze" zu konzentrieren, statt jede einzelne Rubrik zu sezieren (wobei ich das in diesem Post ausnahmweise mache) ist bestimmt auch sinnvoller.


    ********************************************

    SPIELEJOURNALISMUS

    Bitte, bitte, bitte geht, was die Tests angeht, zum subjektiven Spielejournalismus über. Ich bin sicherlich nicht der einzige Leser der sich dies wünschen würde. Spieledetails bis in die Eingeweiden zu erläutern bringt den wenigsten etwas. Steigert den Unterhaltungswert und profitiert von dem charismatischen und kompetenten Redakteursteam. Einen Anfang habt ihr diesbezüglich doch bereits hingelegt - ich meine damit die originellen und oftmals gelungen witzigen Artikeleinleitungen. Bei mir gehts beim Lesen immer so "Hmm, interessantes Spiel, coole Artikeleinleitung" ... "okay das ganze Zeug im Mittelteil macht mich beim Lesen jetzt doch etwas müde, auch wenn die einzelnen Absätze originell betitelt sind" ... "Hmm, cooler Schluss mit Bezug zur Einleitung". Das könnt ihr doch auch anders, wenn ihr dürftet, gell? :) Wie wär´s denn mal mit einem "Testballon": einer Ausgabe mit subjektiven Tests. Ich rechne anschließend mit mehr Befürwortern, als Gegnern und selbst wenn die Auflage damit nicht auf Anhieb in die Höhe schnellen würde, so würdet ihr dennoch ins Gespräch kommen und vielleicht auch einen Stein ins Rollen bringen. Dass es auch anders geht, zeigen eure Titelstories jeden Monat, die sind nämlich echt interessant zu lesen, womit wir beim nächsten Punkt wären:


    EXKLUSIVE TITELSTORIES

    Super! Die sind den Kauf des Heftes wert. Bei der Ausgabe mit RISEN und auch bei der letzten Ausgabe mit DRAKENSANG 2 als "Aufmacher" war jeweils die Titelstory mit einer der Gründe weshalb ich mir das Heft am Kiosk gekauft habe. Diese waren super gelayoutet, sehr interessant geschrieben, gingen über viele Heftseiten, mit zusätzlich mehreren, separaten Infokästen zu Besonderheiten & Details und offensichtlich waren die Artikel auch sehr genau recherchiert. Erstklassig - was will man als Leser mehr?

    Bitte behaltet diese genau so bei!


    VORSCHAU

    Diese Rubrik war zuletzt bezüglich der Anzahl der Spiele, der Aufmachung und Schreibe im letzten Heft okay. Da gibts eigentlich nichts zu kritisieren.


    LAYOUT

    Hier gab es vor einiger Zeit einmal Defizite (die ich damals auch in solch einem Mordsbeitrag kritisiert hatte, damals ging es unter anderem um Doom 3 und dem Wunsch nach einem schwarzen Hintergrund als Layout als optische Reminessenz an das getestete Spiel), aber die beiden Ausgaben die mir aktuell vorliegen sind prima.


    MINITESTS

    In Form einer halben Seite - die braucht kein Mensch. Es ist ja schön, dass ihr möglichst ausführlich über die aktuellen Spiele informieren wollt, aber diese Tests vergeuden meiner Meinung nach Platz im Heft, der im Magazinteil besser genutzt wäre. Dann doch lieber den Fokus auf die großen Titel, oder aber sinnvollen Geheimtipps wenden und die "kleinen Tests" auf die Homepage verbannen. Ihr habt diese ja bereits größtenteils aus dem Heft geworfen (zumindest wenn ich mir die aktuelle Ausgabe ansehe), aber sowas wie den Test des Tischtennissimulators (S. 105) ist vergeudeter Platz - sorry Heiko, hat nichts mit dem Tester zu tun.


    DVD

    Großes Lob an Toni Schwaiger und seine Mannen - besser gehts nicht! Das Menü ist super, die Videos technisch einwandfrei und die Redakteursmeinungen am Schluss der Videos werden inzwischen auch schön an deren Platz eingefangen.

    Was hier aber noch toll wäre:

    - vor Ort Reportagen beim Entwickler (z.B. zur Titelstory)
    -> damit meine ich nicht 10-min. ausführliche Interviews
    (die sollten auf die XL)
    - mehr erfrischend lustige Testvideos wie zuletzt Endwar Sprachsteuerung
    - den Rückblick auf vorige Ausgaben auf jeden Fall drin lassen (!)
    - Wertungskonferenzen sind auch immer sehr interessant
    - wenn dann noch Platz ist evtl. auch nochmals Kino- oder gute Spieletrailer

    Moment doch noch eine Kritik: Wo war das Video vom GAMESTARS Abend???


    TEAMSEITE MIT SUBJEKTIVEN EINZELMEINUNGEN ZU DEN TOPPSPIELEN

    Immer interessant und holt dennoch wenig Platz weg - drin lassen :)


    HALL OF FAME

    Im Heft und auch auf der DVD (siehe vorigen Punkt) finde ich super und immer wieder lesenswert. Da bitte nicht den Schraubschlüssel ansetzen.


    MAGAZINTEIL

    Und hier kommt er nun, mein größter "Kritikpunkt".
    Deswegen auch in "fett" - eigentlich müsste dieser an oberster Stelle stehen...

    In diesem Teil des Heftes könntet ihr im Hinblick auf die gedruckte und die Online-Konkurrenz massiv von dem fähigen Redakteursteam profitieren. Aber was wird gemacht? Ausgerechnet diesem Teil, mit dem ihr euch von anderen Redaktionen absetzen könntet, wird im Heft zu wenig Platz eingeräumt. Und nicht zu vernachlässigen: Diese Rubrik ist interessant für JEDEN Zocker, auch denjenigen der nur an der Konsole spielt. Denn hier gehts um allgemeine Themen. Ihr könntet euch so sogar bestenfalls über die Reportagen den Leserkreis der Konsoleros erschließen und der Gamestar aufgrund der bislang immer erstklassigen Reports einen vollkommen neuen Touch geben. Den letzten Report "Wo ist der Witz" von Christian habe ich regelrecht verschlungen , danach blätterte ich um und sah: HALL OF FAME - Mein erster Gedanke: "Nein! Schon wieder nicht mehr Reports im Magazinteil!"

    Wenn es die Leser auch interessiert und diese Reportagen es rechtfertigen, dass A. weniger Leute ihre Abos kündigen oder B. neue Käufer aufgrund der Artikel geworben werden, wieso wird dann aus diesen nicht mehr Nutzen generiert? Gerade wo ihr doch mit Christian, Fabian, Heiko usw. so erstklassige Leute bei euch sitzen habt? Ich arbeite selbst in der Zeitungsbranche und weiß, dass die Heftstärke von den Anzeigenkunden abhängig ist und mit den Abokunden oftmals nicht der Hauptumsatz gemacht wird, aber ich bin mir sicher, dass 1-2 Reportagen mehr dem Heft gut tun würden.

    Ich habe diesbezüglich einmal Fabian geschrieben, da mir damals die "Feindbilder"-Reportage so gut gefallen hat:

    Fabian, ich hoffe das ist OK, dass ich den Auszug deiner Antwort hier poste, falls nicht editiere ich es:

    "Vielen Dank für Dein Lob zu unseren Reportagen. Ich glaube auch, dass es vor allem der Magazinteil ist, der uns von den Online-Spieleseiten abhebt. Selbst wenn wir vielleicht nicht noch mehr Seiten für Reportagen kriegen können: Kleiner wird die Rubrik auf keinen Fall. Freut mich, dass Dir die Feindbilder-Reportage gefallen hat. Die war nämlich weder von Heiko noch von Christian, sondern von mir. ;) "

    @Redaktion: Wieso kann der Magazinteil unter Vernachlässigung anderer Rubriken nicht etwas mehr ausgebaut werden, wenn doch soviele Punkte (siehe oben) dafür sprechen? Manchmal ist es sicherlich auch gut einen unkonventionellen Weg zu gehen, gerade jetzt wo die IVW Zahlen überall zusammenbrechen.


    HARDWARETEIL

    Ist für mich als Konsolero uninteressant, wenn es nicht gerade um Voraussagen zu kommenden Möglichkeiten oder der Entwicklung der 3D-Technik geht. Dennoch machen die Hardware-Redakteure einen guten Job.


    ********************************************

    So das war´s.

    Es wäre schön, wenn die Redaktion eventuell einmal zu den genannten Punkten Feedback geben könnten. Mich würde einmal interessieren was sie als möglich ansehen oder vielleicht sogar für die Zukunft konkret ins Auge fassen. Die Meinung der anderen Leser ist selbstverständlich auch gerne willkommen.

    Somit kommen wir zum wirklich letzten Punkt:

    Auch wenn ich seit längerer Zeit mehr Konsolen- als PC Spieler bin (Diablo 3 könnte daran etwas ändern, wenn es das Spiel nicht auf die XBOX 360 schafft), habe ich mich heute dazu entschlossen aufgrund...

    1. Eures sympathischen & kompetenten Redakteursteam, das einen guten Job macht und sicher auch gerne mehr machen würde, wenn es dürfte/könnte

    2. Der letzten beiden überzeugenden Hefte, die ich mir am Kiosk gekauft habe

    3. Eurer DVD, eurer guten Titelstories und insbesondere der Reportagen im Heft ("Wo ist der Witz?" war ausschlaggebend)

    ... wieder die Gamestar zu abonnieren. Also enttäuscht mich nicht! ;)


    P.S. Wenn der Christian Schmidt einmal gehen sollte, kündige ich das Abo umgehend wieder (danke für die tollen Reportagen und erstklassigen Artikel vor allem im Magazinteil - diese sind immer unterhaltsam, gut recherchiert und sehr interessant)

    P.P.S. Das mit der Abokündigung bezieht sich auch auf Fabian.. und Daniel... und Heiko... und Michael ... und Petra ... usw. ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2009
  2. sneaker23

    sneaker23
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    Sehr schöne konstruktive Kritik, der ich mich anschließen möchte!

    Vor allem die Punkte "subjektive Tests" und "Ausbau des Magazinteils" finden meine volle Unterstützung. Leider gibt es das Totschlagargument gegen die subjektiven Tests: Was meint ihr, warum sich die PCPowerplay nicht durchsetzen konnte?
    Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass es daran lag und führe als Gegenbeispiel die PCGAMER (UK) an, die ich neben der Gamestar ebenfalls abonniert habe, und die zumindest Britains Best-Selling Magazine ist. Die schaffen es wunderbar, ihre Tests subjektiv und dennoch informativ zu schreiben (was habe ich beim Testen erlebt/ wie bin ich vorgegangen/ was stört mich) und schaffen es auch immer wieder, mich zum grinsen oder gar laut lachen zu bringen. Da lese ich mir dann sogar gerne Tests von Gurken durch.
    Der andere Grund, warum ich die PCGamer schätzen gelernt habe, ist der große Magazin-Teil. Die haben in so gut wie jeder Ausgabe ein 2-seitiges Interview mit Designern / Programmierern, und nicht nur mit Namen, die man sowieso schon kennt sondern auch mit Leuten wie den WorldOfGoo-Machern oder PopCap (Peggle, Plants vs. Zombies), außerdem ne große Downloader-Section mit Mods und Gratisspielen und die Rubrik "Longplay", in der sie alte (oft auch unentdeckte) Schätze wieder ausgraben und nochmal spielen mit -!subjektivem Erlebnisbericht!- .
    Also liebe Gamestar-Redis: gerne mehr in dieser Richtung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. April 2009
  3. Einen größeren Magazinteil mit mehr Reports würde ich auch sehr zu schätzen wissen. Das ist imo der interessanteste Teil am gesamten Heft.
     
  4. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Dickes, fettes +++...



    Bei den subjektiven Tests möchte ich allerdings widersprechen. Ich finde die gesunde Mischung aus subjektiven Erfahrungen und Eindrücken und möglichst objektiver Darstellung der Spiele angenehmer als rein subjektive Tests.

    Viel wichtiger fände ich, dass man von der kalten mathematischen und schein-objektiven 10x10-Spielspaßwertung wieder zur alten Wertungsfindung zurückkehrt. Spielspaß ist keine durch Einzelwertungen quantifizierbare Größe...
     
  5. Homer Morisson TORMENTOR

    Homer Morisson
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    :yes::hoch:
     
  6. Stargazer oft auch Passenger82

    Stargazer
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    +++

    Wenn ich subjektive Tests will, dann lese ich Lesertests und/oder in Foren.
    Die Zeitschrift ist dafür da, möglichst objektiv zu beurteilen ob ein Spiel das erreicht was es sein will und wie es sich im Vergleich zu anderen Genrevertretern schlägt.
     
  7. HotShot Modeberator

    HotShot
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    0 auf 100Km/h in 3,4 sec.
    +++++++++

    Und noch ein +

    Recht hasse. :yes:
     
  8. Strokeroll

    Strokeroll
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    Mit der PC Action als Gesprächsthema an dieser Stelle habe ich schon gerechnet. Dass zwischen der PC Action und der Gamestar Welten liegen dürfte allen klar. Mein Post geht auch was den subjektiven Spielejournalismus angeht in eine ganz andere Richtung: Man kann durchaus subjektiven Journalismus betreiben ohne ins Lächerliche abzudriften.

    Das Thema "Wertungskasten" wurde ja auch weiter oben schon angesprochen. Bitte macht aus diesem Thread keine Diskussion was den Wertungskasten angeht, zu dem gibts es schon genügend andere Posts, sonst entwickelt sich das hier in eine ganz andere Richtung als es gemeint war.

    Das eigentlich Diskussionsthema ist eher der subjektive Spielejournalismus und Ausbau des Magazinbereichs im Heft.

    Was die Powerplay angeht - die habe ich mir anfangs auch aus Interesse gekauft. Dass es mit diesem Magazin jedoch nicht klappte, hat in meinen Augen andere Gründe und sollte weniger auf den subjektiven Spielejournalismus zurückzuführen sein.

    Ach ja, was den Anspruch eines Magazins angeht möglichst umfassend zu informieren und das Beispiel mit der Oma: Das gibt es sicherlich, aber wieviel Prozent des Umsatzes fallen wohl auf diese Gelegenheitsleser? Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Leser Gamer sind, die sich das Heft nicht wegen der Kleintests als Kaufempfehlung zulegen, sondern ganz andere Ansprüche haben. Und meiner Meinung nach sollte man sich auf die konzentrieren. Sollen die anderen doch (was die meisten ohnehin sicherlich tun) zur CBS greifen. Die Gamestar zielt doch eigentlich auf einen anderen Leserkreis ab, oder?
     
  9. Rein subjektive Tests wäre in meinen Augen auch nicht des Weisheit letzter Schluss, da sie im schlimmsten Fall Manipulation und undurchsichtigen Ergebnissen Tür und Tor öffnen.
    Eine Prise mehr Subjektivität tät dem Ganzen in meinen Augen aber schon gut.

    Und ich wäre auch für eine Schwerpunktverlagerung bei den Heftinhalten. Wie schon gesagt wurde, sehe ich den Magazin-Teil eindeutig höher als den Testteil an und würde es demnach begrüßen, wenn in Zukunft mehr Platz für selbigen eingeräumt wird. Eben weil mich die ganze Meta-Geschichte rund um das Thema Videospiele viel mehr interessiert, als die einfach Feststellung wie Spiel XY jetzt ist, denn, wie gesagt, wenn ich die GS in den Händen halte weiß ich meist einfach schon, wie das Spiel ist.
    Und ich wäre zusätzlich dafür den Preview-Teil zu vergrößern. Mich interessieren Ausblicke auf das was kommen könnte einfach viel mehr. Zumal die meisten Previews auch "lockerer" geschrieben sind, als die meisten Test (womit ich nicht sagen möchte, dass diese schlecht geschrieben wären) und mein Interesse demnach größer ist.
    Und letztendlich ist doch die Vorstellung und das Hinfiebern auf etwas, was kommen könnte immer schon als die Realität am Ende.:D

    Meine favorisierte Verteilung wäre demnach:

    1. Magazin-Teil
    2. Preview-Teil
    3. Review-Teil

    Eine schon länger recht veraltete Ansicht.
    Heutzutage habe ich zu jedem Spiel, welches in der GS getestet wird schon eine ungefähre Einschätzung/Meinung, bevor ich das Heft überhaupt in den Händen halte.

    Das ist aber eine Zielgruppe an die sich die GS nicht richtet.

    Deswegen lässt man Spiele in so einem System auch nur von Redakteuren testen, die willens sind sich mit dem Spiel auseinander zusetzen.
     
  10. Strokeroll

    Strokeroll
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    @Teefax: Du sprichst mir in allen Punkten aus der Seele und die "Prise Subjektivität" mehr bei den Test wäre vielleicht schon der eine Schritt in die richtige Richtung.
     
  11. Sternitzky

    Sternitzky
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    +++
    Nicht deswegen. Es ging einen Schritt in die richtige Richtung. Aber nur einen kleinen Schritt. Ansonsten hatte man zu viel Angst, etwas neues zu wagen, und so man hat man sich zu sehr am gewöhnlichen, am Markt erhältlichen Mainstream orientiert. Martin wäre bestimmt experimentierfreudiger gewesen, wenn man ihn denn nur gelassen hätte. Aber beim Sich-tot-nudeln, das die Leser verscheucht, da sind sie alle am Markt mutig. So gut wie alle Relaunches sind wie das Herumdoktern am Schul- oder Gesundheitssystem: Alles soll schön, alles soll besser werden. Nur soll alles nix kosten. Auch kein Risiko. Bloß mit nix kann man aus Scheiße auch kein Gold machen.
    +++
    Hinzu werfe man ausreichenden Informationsgehalt über die Spiele (Features, Spielmechanik, etc.), ohne die Handlung zu spoilern, in den Topf.
    Aber man darf das alles nicht einfachso in den Topf werfen, man muß es so anrichten, daß es appetitlich aussieht und schmeckt. Und das ist eine Kunst für sich, die schwerlich zu meistern ist.
    Solch ein 10x10-System hat sicherlich seinen Reiz, aber das Problem ist doch, daß die, die sich damit am besten arrangieren können, diejenigen sind, denen es am wenigsten schwer fällt, darauf zu verzichten.
    +++
    Für mich sind die Tests auch das Kernelement.
    Innerhalb der EU Billigticket und Sitzplatz beim Notausgang. Und wenn das nicht reicht, gibts noch Anti-Thrombose-Spritzen. :yes::ugly:
    Und beim USA-Kram kann gut ein (Freier) Redakteur bei helfen, der dem Kern-Team, das sich auf die Kern-Aufgaben konzentriert, zuarbeitet.
    Als ob das gleich so wie bei der PC Action sein muß. Natürlich muß nicht auf Teufel komm raus überall ein Witz drin sein, aber wenns charmant & niveauvoll wie bei Jürgen von der Lippe oder intelligent wie bei Dieter Hallervorden ist, ist es auch nicht schlecht.
    Offensichtliches wird einem klugen Leser immer auffallen.
    Aber das 10x10-System ist auch nicht der Stein des Weisen. Da haben Verschwörungstheoretiker noch mehr Angriffsfläche. Ist jemand mit einer Gesamtnote womöglich schon zufrieden, kann er bei einer Teilnote schon Betrug wittern, wo er dann gleich die Gesamtnote anzweifelt und für verbesserungswürdig hält.
    Du. Aber nicht alle andere. Hier offenbaren sich zwei verschiedene Zielgruppen.
    Mit richtig angewandter Synergie können aber diese zwei Gruppen dennoch kostensparend optimal versorgt werden, ohne daß die Qualität leiden muß.
    Was man aber gerne als positiven Kollateralschaden mitnimmt.
     
  12. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Ich habe auch kein Problem mit den Einzelwertungen. Die machen, wenn sauber gewichtet, die Stärken und Schwächen eines Spiels angenehm transparent. Nur mit der Addition zum Spielspaß bin ich nicht einverstanden, weil sich damit die Seele eines Spiels nicht erfassen lässt...
     
  13. +++
     
  14. sneaker23

    sneaker23
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    Die PCGAMER (UK), BRITAINS best selling mag, wird in England geschrieben. Aber das nur am Rande.

    Vielleicht sollte man statt "subjektiver" Tests besser formulieren, dass es die GS-Redis gerne mehr "menscheln" lassen dürfen in ihren Artikeln.
    Z.B. habe ich hier eine Vorschau zum Spiel BORDERLANDS. Der Autor verwendet die Ich-Form und schreibt seine Erlebnisse: "My first skag kill was spectacular..." etwas später "I almost felt sorry for the skag pubs as I levelled up twice from massacring them". Sehr schön. Da merke ich, dass da ein MENSCH sitzt und spielt. Natürlich folgen auch "objektive" Beschreibungen der Spielmechanik, aber lassen wir uns doch nicht täuschen: Es gibt keine Objektivität in Bezug auf Spielspass (oder Musik- oder Filmgeschmack)!
    Natürlich setzt man keinen Sportspielfan an ANNO oder umgekehrt. Aber wenn man seinen Redi kennt, kann man das auch einschätzen. Und mit einem "Mir macht das Spiel keinen / viel Spaß, WEIL..." kann ich mehr anfangen als mit einem ""Das Spiel macht keinen Spaß, weil...".

    Holzhammer-Humor ala PCAction ist auch nicht das was ich meine, wenn ich sage, dass die PCGamer mich zum Lachen bringt. Das geht auch niveauvoller.

    Schlußendlich bleibt aber der Wunsch nach ausgebautem Magazinteil.
     
  15. sorry da stimm ich mit dir garnicht überein, ich liebe die minitests, und noch mehr liebe ich verrisse von schlechten spielen, ich fänd es z.b. sehr gut ne art "müll des monats" zu haben, und den verriss auf einer ganzen seite

    und die Gamestar ist vorrangig auch ein Testmagazin, da gehören möglichst viele (wenn nicht gar alles!) rein, da kann man ruhig bei toptiteln gerne mal ne seite einsparen, oder bei der Hardware, oder im MAgazinteil, mehr als 2-3 seiten wird man da ja nicht brauchen
     
  16. Strokeroll

    Strokeroll
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    Mit einem ironischen geschriebenen "Müll des Monats" Test (dass Ironie auch interessant präsentiert werden kann, sieht man an der Fehlerteufel-Rubrik bei den Leserbriefen)könnte ich mich noch arrangieren, die Idee ist sogar ziemlich gut, aber was die Minitests angeht, sehe ich das eher wie einige der oben genannten Befürworter: den Platz im Heft fände ich in anderen Bereichen besser aufgehoben.

    Was die Toppspiele angeht würde ich bei deren Tests auch ungern Kürzungen sehen, die sind auch immer ein großes Verkaufsargument für die Zeitschrift, gerade wenn Sie exklusiv sind und vor dem Veröffentlichungstermin des Spiels liegen.

    Na ja, im Prinzip gehts ja hier eher um eine Umgliederung der Prioritäten im Heft und den -von mir favorisierten- Ausbau des Magazinteils. Das nicht einfach mehr Seiten gedruckt werden können ist klar, das heißt wenn an einem Ende mehr stehen soll, muss an dem anderen Ende gekürzt werden. Und das was meiner Meinung nach am wenigsten schmerzen würde sind nun mal die "Minitests". Alternativ, sollte tatsächlich die Mehrheit der Leser diese weiterhin im Testteil wünschen, so sollten sie dennoch auch besser präsentiert werden: Das hier trifft es echt gut auf den Punkt:

     
  17. och mal wieder ne 300 seiten gamestar wär doch toll :D

    früher wurd die seitenanzahl dynamisch angepasst heute leider nicht mehr
     
  18. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Kein Problem. Wir gehen einfach zum alten Layout zurück, dann müssen die Redis nichtmal mehr schreiben.

    Früher hat man auch noch dynamisch Anzeigenkunden gefunden...
     
  19. Also wenn das Spiel Mist ist, dann reicht es, wenn im Heft steht "Folgende Tests haben es gerade noch auf unsere Homepage geschafft:" und dann die Liste der Gurken.
    Ich versteh nicht, wies sein kann, dass man sich eben sehr am Mainstream (diesmal nicht schlecht gemeint) orientiert und eben WoW und andere große Spiele bevorzugt bei Vergleichen und Berichterstattung und dann immer wieder so Drecksspiele eine halbe oder viertel Seite bekommen. Da erkennt man schon am Testumfang, dass das nix ernstahftes geworden ist und man kann das dann eh nicht kurz genug schreiben oder lang genug. Finde so eine Länge nicht passend für einen Test.
    Und die Oma die sich die GS durchliest um ihrem Enkel den Flugsimulator zu kaufen, die kann ruhig auch ins Internet gehen, wenn die sich solche Mühen macht.
    Da ist mir echt lieber, die eine Frau findet bei der Gamestar nix und alle anderen haben ne halbe Seite mehr Magazinteil.


    Edit:

    Nebenbei fällt mir noch was ein:

    1.) Toller Thread!

    2.) Das wichtigste sind mir zwar die Test, aber nur heiße 5 Minuten lang, bis ich die Wertungen überflogen, die Meinungen gelesen und die Tests durchgeackert hab.

    Danach kann ich das Heft eigentlich schon in den Mist schmeißen, weil ich das ja dann schon alles weiß (außer ich kram wiedermal den TMNT thread raus um der GS vorzuhalten, welche Fehler sie bis heute nicht ausgemerzt haben :P ).

    ABER Die Gründe, warum ich gewisse Hefte nicht weghau, sind die Rückblicke, besondere Tests, Reportagen, besondere Inhalte, die sich nicht durch die Aktualität wichtig machen.

    Wenn das ganze Heft nur darauf aufbaut so aktuell wie möglich zu sein, dann ist es nach einem Tag nichts mehr Wert.

    Die Gamestar braucht mehr und HAT auch mehr.

    Allein die DVD ist finde ich das Flaggschiff des Heftes, die kann nämlich noch ne miese Ausgabe (Stichwort Sommerloch) mit ihren Inhalten rausreißen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. April 2009
  20. Ein sehr schöner Thread ist das hier, und auch wenn ich gerade keine Zeit für eine ausführliche Antwort habe, weil ich am Packen für die nächste Studiobesuch-Reise bin, so möchte ich mich doch zumindest kurz melden, um allen hier bisher Schreibenden und vor allem Marco vielen Dank für ihre ausgesprochen konstruktive Meinungsäußerung zu sagen.

    Marco rennt bei uns Redakteuren mit seinen Vorschlägen in vieler Hinsicht offene Türen ein; Dinge wie (nur als Beispiel herausgepickt) Sinn und Unsinn von Kurztests werden bei und auch immer wieder stark debattiert. Ich gebe nur zu bedenken, dass Kurztests a) zur Vollständigkeit unserer Datenbank wichtig sind, b) unterhaltsame andere Formate wie das Test-Check-Video befeuern und c) uns Redakteuren durchaus auch Spaß machen, denn Verisse sind seit jeher am nähsten dran an dem "subjektiven Testjournalismus", der hier angesprochen und gewünscht wird.

    GameStar hat sich seit dem Bestehen immer wieder verändert, ohne die Kernwerte aufzugeben, und dieser Prozess wird in Zeiten des Internets eher schneller als langsamer werden. Also mal schauen, was auf uns (und euch) zukommt, aber langweilig wird's sicher nicht.
     
  21. einigen dingen kann ich defintiv zustimmen,wobei ich glaube,dass es für die gamestar garnicht so einfach ist die balance zwischen 'bleibt wie es ist' und 'wir probieren was neues' zu finden,man hat halt schon was zu verlieren,weil auch wenns stetig bergab ging mit der auflage,ist man trotzdem nr.2 nach cbs

    wenn ich aber trotzdem meine persönliche meinung kundtun darf,dann wäre folgendes meine präferenzen :

    1. reportagenteil

    absolut +++ bzgl. der meinungen der anderen,sollte schritt für schritt stärker ausgebaut werden,weil das meisst themen sind,die man sowohl qualitativ als auch quantitativ im netz schlecht findet und wo man einfach punkten kann
    desweiteren fänd ich sowas wien 'topic of the month' sehr gut,für (computer/netz)sachen die vllt jeden angehen,wie z.b. im april die netzsperrendiskussion mit hintergründen
    aus der hall of fame vllt ne retroecke,muss ja net furchtbar gross sein,vllt 2 statt wie bisher nur 1 seite...was war 'in' vor 15 jahren(gott bin ich alt) ^^

    2. technikecke/hardware

    naja ganz ehrlich ihr habt einfach zu wenig platz und wahrscheinlich auch personal für tiefgründige test...fachmagazine wie c't und auch seiten wie computerbase bieten einem oftmals bedeutend ausführlichere infos,könnte man imho stärker stauchen
    dafür fände ich ne kleine 'expertenecke' nett,sowas wie früher,als man die config.sys und autoexec.bat auseinander genommen hat ;) verständliche und gleichzeitig tiefgründige todos sind nämlich auch eher mangelware

    3. news

    tjo im internetzeitalter eher olds :D kurz und knapp isses ok fürn überblick was so im letzen monat so abging,evtl mit hintergrundinfos,weiteren entwicklung bei manchen themen verknüpfen um mit mehrwert aufzuwarten

    4. previews

    sicher auch eine der dinge,wo man sich gut positionieren kann auch ggüber der online konkurrenz aufgrund der kontakte...sollte man nicht vernachlässigen und das augenmerk stärker darauf als auf tests legen

    5. reviews

    für mich persönlich weniger interessant,ob ich nun 10 oder 11 tests lese ändert meine meinung nur unwesentlich,definitiv auch ein bereich wo es viele alternativen gibt...imho eher weniger platz und stärkere verflechtung mit dem eigenen online angebot

    zu den wertungen selber nochmal ein wort :

    ich bin kein freund vom 100er system,weil keiner kann ernsthaft behaupten mir den unterschied zw. 88 und 89% zu erklären
    5er schritten find ich das höchste der gefühle,10er schritte am sinnvollsten

    das additive system um zum spielspass zu kommen find ich auch eher unglücklich

    grafik : sehr gut
    sound : gut
    bedienbarkeit : sehr gut

    pros/cons
    bugs
    weitere infos
    endnote 9/10

    so inner art tät ich mir das vorstellen

    details kann man im fliesstext einarbeiten und dieses system suggeriert keine objektivität,die es im spielebereich nie geben wird...bei ner waschmaschine kann ich 100 pkt abhaken und kann objektiv vllt bewerten beim nem spiel ist sowas nicht möglich

    wie gesagt persönliche meinung,man muss net alles davon mögen ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. April 2009
  22. OldestVisitor gesperrter Benutzer

    OldestVisitor
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    zu den kurztests:

    man kann sie ruhig machen, ich finde sie sogar gut aber nur wenn sie dann mal schön unsachlich und witzig geschrieben sind. so gurken sind doch mal ne optimale gelegenheit sich als redakteur voll auszulassen
     
  23. Bei den Kurztests schlagen, ach, zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits sehe ich es wie der TE, dass man sie weglassen könnte und dadurch die Tests anderer Spiele ausführlicher gestaltet. Früher hatte man neben dem reinen Test noch Seiten mit Zusatzinformationen, ausführliche Beschreibung des Multiplayermodus, Eine Karte mit wichtigen Punkten in der Spielwelt oder sowas. Vermisse ich ehrlich gesagt.
    Andererseits haben auch die "kleinen" Spiele Fans und wollen darüber etwas lesen. Ich habe mir auch schon halbseitige Spiele gekauft und war damit sehr zufrieden. Wenn man nur über die produkte der renomierten Entwickler schreibt fällt vieles unter den Tisch, auch gute Spiele, z.B. NBA 2k9, war glaube ich auch nur ein halbseitiger Test.
     
  24. Strokeroll

    Strokeroll
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    -gelöscht-
    Doppelpost, sorry!
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. April 2009
  25. Strokeroll

    Strokeroll
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    Schön zu hören, dass diese Themen auch in der Redaktion ständig diskutiert werden. Gerade was die Kurztests angeht scheint es echt schwer zu sein einen Konsens zu finden. Die Müll des Monats Idee oder aber ein Kurztest, bei dem der Redakteur bewusst subjektiv seine Erfahrungen mit dem Spiel zu Papier bringt, eventuell mit einem großen "Vorsicht Ironie" Button o.ä. in der Überschrift, wäre sicherlich besser zu lesen, als der x-te Standard-Kurztest.

    Was jedoch die a. / b. /c. Punkte -die Christian aufgeführt hat- angeht, würde ich noch gerne zu den dreien Stellung nehmen:

    zu a. Mir gings weniger darum, dass gar keine Kurztests mehr gemacht werden, sondern vielmehr darum, dass diese statt sie im Heft abzudrucken nur online gestellt werden. Ich ziele wie gesagt vor allem eventuell auf einen größeren Magazinteil oder aber mehr Platz für Tests, bei denen der Redakteur auch mal die Möglichkeit hat, wie es zuvor so schön umschrieben wurde, "es menscheln zu lassen".

    zu b. Das Testcheckvideo (sowohl mit den Kleintest, auch mit den "Gurken" des Monats) kann davon unberührt bleiben, denn das ist immer witzig anzusehen und kostet keinen Platz im Heft.

    zu c. Hmm, daraus könnte ich jetzt auch lesen, dass ich mit der Bitte um etwas mehr Subjektivität in den Tests durchaus einen Redakteurs-Nerv getroffen habe, oder? :D

    Zwei Tendenzen lassen sich anhand der bisherigen Posts auf jeden Fall schonmal feststellen: Der Ausbau des Magazinteils und den Fokus auf den Previewbereich scheinen mehrere Leser zu favorisieren. Von dem Gedanken eines rein subjektiven Tests bin ich inzwischen auch aufgrund der vorigen Meinungen weg, aber der ein oder andere "subjektive Einwurf" innerhalb des Tests würde diese sicherlich interessanter machen. Das Beispiel der PC GAMER von SNEAKER23 erläutert eigentlich genau das was ich meinte:

    btw: Sehe ich das richtig, dass im aktuellen Heft 06/2009 im Vergleich zum vorigen zwei Reportagen mehr drin sind :)
     
  26. Svenc

    Svenc
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    Spiele- Film- und Plattentests sind immer subjektiv, gnadenlos. Das tut auch ein an harten Fakten orientierter Fließtext, weil der Autor Fakten gewichtet, ja gewichten muss. So subjektiv ist das, wie es jede Einzelwertung und jede Einordnung eines Spiels in diese Genrehitlisten ist. Ohne jetzt schon wieder diese Diskussion lostreten zu wollen. Aber das Offensichtliche kann manchmal nicht oft genug wiederholt werden.


    Es sollte sich spätestens in dieser Zeit voller schnelllebiger Reißbrett-Produktionen, Superstars und Müllabfuhrsimulatoren rumgesprochen haben: Es gibt nichts, absolut nichts, das nicht mies genug wäre, dass sich da draußen nicht irgendeine potentielle Zielgruppe fände. Menschen, die ihre gesamte Freizeit opfern, um Fanseiten aus dem Boden zu stampfen,... oder um sich in Foren über "schlechte", weil ihrer Meinung nicht enstsprechenden Rezensionen aufzuregen.

    In jeder halbwegs vernünftig sortierten Redaktion landet ein Spiel, ein Film oder eine Platte bei demjenigen, der damit etwas anfangen kann. Der sich auskennt, der weiß, worüber er schreibt. Der also alle Kriterien erfüllt, um das zu erreichen, was hier im Bestfall mit "Objektivität" gemeint ist. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber hey, Tester sind auch bloß Menschen. Tests sind im Idealfall professionelle, schlüssige, gut und unterhaltsam geschriebene Informationsquellen abseits vom aufgehübschten "Kauf mich!"-PR-Jargon. Mit eingebauter Meinung zwar, aber hey, mehr als Hilfestellung, Unterhaltung und Diskussionsstoff können sie sowieso nicht bieten. Und das ist eigentlich schon eine ganze Menge, wenn gut gemacht.

    Natürlich hat sowas in "Tests" absolut seinen Platz, aber ehrlich: Für eine im Extremfall in Prosa verpackte Auflistung von relevanten "objektiven" Fakten reicht eigentlich auch ein Kurzbesuch auf der Herstellerseite - die empfangen einen in der Regel ohne vorherige Anmeldung, offen haben sie eigentlich immer, und 5€ muss da kein Mensch an der Kasse lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. April 2009
  27. meine Datenbank enthält aktuell 4972 PC Titel dann die Gamestar Datenbank da mithalten :D

    mal im ernst, mir sind test und vorallem auch die kurztests sehr wichtig und genau diese will ich im heft habe, schon Computec grenzt die sehr ein, dann will ich die wenigstens in der Gamestar haben, wenn in den Heften nur die Top und AAA titel stehen brauch ich mir die hefte nicht mehr kaufen, testberichte zu solchen titeln gibts wie sand am meer
     
  28. Musikus

    Musikus
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    Wie meistens: Amen, Bruder.
     
  29. Sternitzky

    Sternitzky
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    Fettes Amen. :hoch:

    Mag zwar sein, daß z.B. ein 1/6-Seiten-Test überhaupt nicht pralle ist, aber wenn man dadurch zumindest die Existenz von Geheimtips abseits großer Publisher mit dickem Werbebudget mitbekommt, dann haben sie ihren Zweck erfüllt. Besonders für Spieler, die in mehreren Genres unterwegs sind und einen guten Marktüberblick haben wollen. Deswegen abonniere=kaufe ich das Heft. Die Redakteure bieten mir eine Dienstleistung, die mir massiv Zeit spart (jeder, der im Internet unterwegs ist, weiß, daß das Internet ein zeitfressendes Monster ist), aufgrund dessen ich bei Bedarf nur zielgerichtet das Internet durchforsten muß. Dafür zahle ich sehr gerne. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. April 2009
  30. AngryAlpaka

    AngryAlpaka
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    +++++++



    Kann der Kritik im allgemeinen zustimmen.

    Dieser Kurztests sollte man wirklich rausnehmen (nicht das ihr mich falsch versteht, auch kleinere Spiele sollten getestet werden, aber angemessen also auf einer Seite), Magazinteil ausbauen, ausführliche (teils von mir aus auch subjektive Tests) fände ich toll. Was mich noch mehr stört sind diese kurzpreviews, die mir nicht mehr sagen als "ja, das Spiel existiert".
    Auserdem könnt ihr die Demos weg lassen, selbst ich mit meinem DSL500 kann eine Demo gut laden, investiert die Megabyte lieber in längere Videos (weil sie sind toll!).
     
  31. gut, dann sag ich es mal so

    keine kurztest -> Ich kaufe keine Gamestar mehr, auf riesen artikel zu HypeAAA titeln kann ich sehr gut verzichten, die find ich auch in jeder ecke im Netz, lieber bei nem Hypetitel ne seite wegsparen als bei den kurztests
     
  32. AngryAlpaka

    AngryAlpaka
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    nudligen Anhängseln berührt
    warum die Kurztests von interessanten Spielen so kurz lassen? :nixblick:

    Aber so erfährt man halt imo echt nicht viel.
     
  33. Ich brauch auch kein Megatestspiel mit noch mehr Seiten, aber wenn auf einem sechstel grundsätzlich ne u.70 Wertung steht, was soll mir da der Text noch groß schönreden?

    Wenn schon nicht ersichtlich ist, wie es zu diesen maximal 70 Punkten kommt, dann will ich wenigstens drüber lesen können, was miche rwartet.

    Auf diesem kleinen Platz geht das selten.
     
  34. Spiritoger gesperrter Benutzer

    Spiritoger
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    Kurztests, auch von Casual Games finde ich sehr wichtig, einfach um zu wissen, das es sie gibt.

    Leider testet auch Gamestar, genau wie Gamepro, die ich aus diesem Grunde nicht mehr kaufe, keine Importspiele. Was bei PC Games allerdings nicht so auffällig ist wie bei den Konsolen.

    So stört mich z.B. das Runes of Magic seit Monaten in der Gamestar gehypt wird, die ganzen anderen kostenlosen Spiele, einige von denen finde ich um Welten besser als RoM, z.B. Rappelz, überhaupt nicht erwähnt werden, und dass, obwohl sie inzwischen auch auf deutsch erhältlich sind.

    Insbesonde habe ich aber schon immer die Indy Games vermisst, ganz besonders z.B. selbstgemachte Adventures. Da gibt es einige Perlen. Hin und wieder wurde mal eines erwähnt, das war's aber auch schon. Hier könnte man so eine Seite machen wie die Patch- oder Budgetecke, wo kurz die Neuerscheinungen vorgestellt werden.
     
  35. Das stimmt nicht. In der aktuellen Ausgabe testen wir zum Beispiel die US-Version von Demigod, obwohl (bzw. weil) die deutsche Fassung noch auf sich warten lässt. Wir testen seit jeher alle Telltale-Spiele (Sam & Max, Wallace & Gromit etc.), obwohl man die englischen Fassungen hierzulande nur als Download bekommt. Bei World of Goo hat uns der hiesige Publisher RTL Interactive nachdrücklich gebeten, mit dem Test einige Monate auf die deutsche Fassung zu warten, aber uns war das Spiel dazu zu wichtig. Also haben wir die Originalfassung getestet. Braid gibt's auch nur als englische Version, Test in der aktuellen Ausgabe. Sins of a Solar Empire war ein weiterer Kandidat. Und so weiter.

    Es kommt aber auch darauf an, was genau du unter "Import-Spielen" verstehst. US-Spiele, die hier nicht erscheinen? Ungeschnittene Fassungen von Spielen, die auch hier erscheinen?

    Unsere Heftpolitik lässt sich relativ einfach zusammenfassen:

    * Wir testen grundsätzlich deutsche Fassungen, wenn es welche gibt. Bei wichtigen Spielen (so wie Demigod) testen wir Originalfassungen, falls uns der Publisher nicht rechtzeitig eine deutsche Version zur Verfügung stellt. Bei weniger wichtigen Spielen warten wir schon mal auf die deutsche Version.

    * Wir nehmen grundsätzlich keine Spiele ins Heft, denen die USK eine Prüfung verweigert hat. Das gilt zum Beispiel für Gears of War oder aktuell für Wolverine. Der Grund: Falls das Spiel im Schnellverfahren indiziert wird, kann ein übereifriger Staatsanwalt potenziell die gesamte Heftauflage vom Kiosk nehmen lassen. Dieses Risiko können wir nicht eingehen. Tests von Spielen ohne USK-Siegel gibt's aber trotzdem, nämlich hier auf GameStar.de.
     
  36. Ah, dazu kann ich auch schnell noch was sagen. Indie-Spiele gibt's mittlerweile wie Sand am Meer, wir können unmöglich alle testen. Das sprengt jeden Rahmen. Unsere Vorgehensweise ist deshalb, nur Indie-Spiele zu testen, die für unsere Leserschaft und Zielgruppe spannend sein könnten. Sozusagen ein "Best of", eine redaktionelle Vorauswahl. Herausragende Indie-Spiele bekommen von uns auch gebührende Aufmerksamkeit, siehe Braid oder World of Goo bzw. Zak McKracken 2 oder Baphomes Fluch 2.5.

    Das Gleiche gilt für Free-to-Play-Spiele wie Runes of Magic.

    Für Vorschläge zu Indie-Tests sind wir dankbar, aber Geschmacksdiskussionen à la "Spiel A ist aber viel besser als Spiel B!" werden wir ignorieren. Nicht böse sein.
     
  37. Evil Herr der Zeitschriften Moderator

    Evil
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    Zeitschriftenkiosk
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    512GB Samsung 960 Pro, 2000GB Samsung 970 Evo Plus, 6000GB WD Blue
    Soundkarte:
    Onboard
    Gehäuse:
    be quiet! Silent Base 800
    Maus und Tastatur:
    Maus: Trust GXT 165
    Tastatur: Corsair K95 RGB Platinum
    Betriebssystem:
    Windows 10 Pro
    Monitor:
    2x Gigabyte M27QA
    Besteht denn keine Möglichkeit, dass man die auf einem "Extrazettel" der 18er-Aboauflage beilegt?
     
  38. hugehand <b style="color: #0404B4">wullewupp kartoffelsupp</b>

    hugehand
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    23. Dezember 2003
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    24.826
    Wurde da (zum start der Ab18-Abos) nicht auchmal gesagt das entsprechende Tests als pdf auf den Ab18-DVDs mitgeliefert werden?
     
  39. Spiritoger gesperrter Benutzer

    Spiritoger
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    @Christian Schmidt
    Danke für die ausführliche Antwort. Ich gebe zu, dass ich in diesem Fall mit Importtests eher Spiele meinte, die niemals nie, aus Jugendschutz, "Qualitäts-" oder sonstigen Gründen in Deutschland Vertrieben werden würden. Darunter fallen bekannte Sachen wie Postal aber auch eher und gerade asiatische Spiele wie Magna Charta (die PC Version hat mit der hier erschienen PS2 Fassung nichts zu tun) und andere "Kleinode" die leider ohne Sprachkenntnisse zugegebenermaßen nicht so wirklich genossen werden können. Aber gerade bei so einem A-Titel wie Magna Charta, quasi ein Final Fantasy X bloss für PC (und zugegeben ein altes Beispiel), wäre ein Bericht wünschenswert, vielleicht interessieren sich dadurch dann auch europäische Publisher dafür.

    Was Indy-Games angeht ist mir klar, dass es Massenhaft Spiele gibt. Aber es stechen immer wieder "Perlen" hervor, die dann vielleicht sogar mal einen richtigen Publisher hier finden und im Laden erscheinen. Das Renderadventure "Agony" z.B. sollte ich ursprünglich schon 2005, wars glaube ich, für "The Inventory" testen, letztes Jahr kam es dann hier in der Schachtel in die Kaufläden und ihr habt es dann ja auch getestet.

    Ich muss auch offen zugeben, dass ihr hin und wieder mal so ein unbekanntes Game testet oder darüber berichtet und ich deswegen darauf aufmerksam wurde. Aber es gibt natürlich jede Menge solcher Spiele, und die sind auch nicht alle Casual und viele Ein-Mann Projekte sind gerade technisch nicht gerade toll, um es höflich auszudrücken, so war mein Vorschlag ja auch, auf einer Sonderseite solche Titel, bzw. die interessantesten kurz vorzustellen, da braucht es nicht mal richtige Kurztests oder ähnliches, Hauptsache die URL steht dabei.
     
  40. Spiritoger gesperrter Benutzer

    Spiritoger
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    Genau dazu möchte ich jetzt aber noch was sagen. Diese F2P MMORPGs sind jetzt ja schon seit einigen Jahren, ich sag mal seit Silkroad und zwangsweise nach erscheinen von WoW, durch das MMORPGs richtig Anhänger fanden, bekannt und beliebt.
    Das ihr jetzt ausgerechnet Runes of Magic so ausführlich testet und gleich dreimal richtig groß darüber berichtet ist schon auffällig. Und um ehrlich zu sein finde ich 79 Prozent, auch wenn es umsonst ist, viel zu hoch, wenn man es genauso wertet wie kostenpflichtige Spiele. Da denke ich, das Archlord nämlich noch um einiges besser ist, und das hat schon vor Jahren bie euch viel weniger Punkte bekommen. Ich denke nicht nur ich, der sich seit Jahren mit MMORPGs beschäftigt und auch viele kostenfreie angespielt hat, findet den RoM-Hype bei Euch schon "merkwürdig", auffällig ist es auf jeden Fall. Denn Titel wie Rappelz, Perfect World sind schlicht besser, andere wie Shaiya und Last Chaos spielen quasi in der gleichen Liga, Shin Megami Tensai oder Metin 2 sind dann etwas schlechter. Kann ja sein, dass RoM als billige WoW-Kopie mehr Spieler anzieht als eigenständige Titel. Aber wenn man die anderen Spiele schlicht totschweigt ist das schon schade. Die massive Präsenz von RoM hingegen dann wie gesagt sehr auffällig. Statt dreimal ausführlich über RoM hätte man dann auch einmal über drei verschiedene F2P Spiele berichten können...
     
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