Trojaner „stuxnet“ Der digitale Erstschlag ist erfolgt

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Checkdacom, 23. September 2010.

  1. Trojaner „stuxnet“

    Der digitale Erstschlag ist erfolgt
    Fieberhaft arbeiten die besten Sicherheitsexperten der Welt an der Analyse eines völlig neuartigen Computervirus. Jetzt legen erste Indizien einen erstaunlichen Verdacht nahe: Offenbar hat die digitale Waffe das iranische Atomprogramm sabotiert.

    Von Frank Rieger

    22. September 2010

    Auf den ersten Blick sah das kleine Programm aus wie Hunderte anderer Varianten von Schadsoftware, die jedes Jahr entdeckt werden, weil sie sich wie eine Seuche von Computer zu Computer verbreiten. Einzig verwunderlich war, dass es, um sich zu verbreiten, einen Fehler in Microsofts Betriebssystem ausnutzte, den zuvor noch niemand bemerkt hatte. In der Sprache der Branche nennt man so etwas einen „Zero Day Exploit“, einen Angriff, der besonders schlagkräftig ist, weil er seit null Tagen - also noch gar nicht - bekannt ist. Angreifbare Schwachstellen, die schon länger bekannt sind, werden meist vom Hersteller mit einem Software-Update behoben. Solange das noch nicht geschehen ist, können Antivirus-Programme, die täglich aktualisiert werden, Schadsoftware wie diesen Trojaner möglicherweise erkennen oder sogar am Einsatz hindern.

    Bei Trojanern handelt es sich um kleine Programme, die verdeckt die Kontrolle über einen Computer übernehmen können, so wie die antiken Krieger aus dem Holzpferd die Stadt Troja listig von innen eroberten. Durch das Netz verbreiten sich täglich Dutzende neue Varianten von Trojanern, meist geschrieben und benutzt von Kriminellen, die so versuchen, an Konto-Zugangsdaten oder Passwörter für Online-Spiele zu gelangen. Üblicherweise verwenden sie dafür durchaus erfolgreich ältere Sicherheitslücken.

    Das anfangs „LNK“ genannte Problemprogramm wäre normalerweise bald in Vergessenheit geraten, die Durchschlagskraft des Angriffes, der für die Verbreitung dieses spezifischen Trojaners genutzt wurde, jedoch war aufsehenerregend. Sie zeigte sich, wenn ein Nutzer einen infizierten USB-Stick in einen Computer steckte, auch wenn dieser mit den bisher üblichen, vom Hersteller verordneten Sicherheitsmaßnahmen gegen einen Angriff über die USB-Schnittstelle geschützt wurde. Es genügt, den USB-Stick einfach nur einzustecken, und die Schadsoftware wird auf dem Computer - ganz ohne Zutun des Benutzers - heimlich installiert. Und das nicht nur, wie sonst bei Trojanern vielfach üblich, auf einer bestimmten Windows-Version. LNK funktionierte einfach überall, vom uralten Windows 2000 bis zu den allerneuesten, als relativ sicher angesehenen Versionen Windows Vista Plus und Windows 7.
    Seltene Ballung von Angriffsmethoden

    Üblicherweise sind Schwachstellen, aus denen man so zuverlässig funktionierende Angriffe konstruieren kann, sehr selten zu finden und werden daher in der entsprechenden Szene für einige hunderttausend Dollar gehandelt. Die Käufer sind zum einen Computer-Sicherheitsberater, die Hersteller der betroffenen Software, aber auch Geheimdienste und Regierungsstellen. Wenn man versuchen wollte, ein Äquivalent in der Welt der physischen Waffen zu finden, wäre LNK eine Haubitze, angewendet in einer Situation, für die auch eine Pistole ausreichen würde. Dass jemand ein derart wertvolles Werkzeug nicht verkauft, sondern für möglicherweise kriminelle Zwecke verwendet, ist äußerst ungewöhnlich, da etwa das Ausspähen von Kontoinformationen auch mit weitaus weniger großkalibrigen Mitteln zu erreichen wäre.

    Die Neugier der Experten war geweckt. Bei der Analyse ergab sich ein Bild, ähnlich einer russischen Matroschka. Einmal über den USB-Stick auf den Computer gebracht, wird eine zweite Ebene im Programmcode des Trojaners aktiv, der ein kleines unauffälliges Programm tief in den Innereien des Betriebssystems installiert. Dazu wurde ein zweiter „Zero Day Exploit“ verwendet. Immer, wenn die Experten eine Schicht der digitalen Matroschka entfernten, trat eine weitere, gut gegen ihre Analysemethoden geschützte Schicht des Programmcodes zutage. Die Analysen sind auch nach wochenlanger Arbeit noch nicht vollständig abgeschlossen.

    Bisher förderte die Untersuchung vier großkalibrige „Zero Day Exploits“ zutage. Zusätzlich dazu wurden zwei gestohlene digitale Unterschriften verwendet. Diese Signaturen dienen in modernen Betriebssystemen wie etwa Windows 7 dazu, dass zum Beispiel ein Hersteller von Graphikkarten die für seine Produkte nötige Software unterschreiben und damit bestätigen kann, dass sie echt und unschädlich sind. Das Betriebssystem prüft diese Unterschriften, um zu verhindern, dass sich Schadsoftware im sensiblen Inneren des Systems installieren kann. Die Schadsoftware, inzwischen „stuxnet“ getauft, kam gleich mit zwei verschiedenen dieser Signaturen daher, gestohlen bei zwei taiwanischen Hardware-Herstellern. Das Betriebssystem hielt das stuxnet-Programm für unschädlich - es wies ja die richtige Unterschrift auf - und ließ es gewähren.

    Diese Ballung und Qualität von Angriffsmethoden in einer einzigen Schadsoftware hatte es bis dahin nicht gegeben. Richtig nervös wurden die Experten und kurz danach diverse Regierungen, als klar wurde, wozu all dieser Aufwand getrieben wurde.
    Hobby-Hacker ausgeschlossen

    Die innerste Matroschka, die bisher analysiert wurde, enthält ein Programm zur gezielten Manipulation von Industrieanlagen. Großtechnische Anlagen werden heutzutage vollständig von Computern gesteuert. Industrielle Prozesse in Raffinerien, Chemie- oder Kraftwerken werden durch Computer so austariert, dass ihre Temperaturen, Drücke und Zusammensetzungen im kontrollierten, ungefährlichen Bereich gehalten werden. Software überwacht die Temperatur einer chemischen Reaktion und entsprechend auch Kühlung und Zufluss neuer Grundstoffe. Fehler und Manipulationen können zu ernsten Katastrophen führen. Die Herzen dieser Industrie-Computersteuerungen basieren häufig auf dem von Siemens entwickelten S-7-System. Es besteht aus vielen einzelnen Computer-Bausteinen, sogenannten speicherprogrammierbaren Steuerungen, kurz SPS. Sie überwachen jeweils eine Handvoll Messfühler - etwa elektronische Thermometer - und steuern Ventile, Motordrehzahlen oder den Durchsatz von Kühlwasserpumpen. stuxnet dient also einem einzigen Ziel: der verdeckten Installation einer Manipulationssoftware in einer Industrieanlage. Zwar gab es seit einigen Jahren Vorträge auf Sicherheitskonferenzen, in denen die Auswirkungen von Manipulationen dieser Industriesteuerungen - auch SCADA für „Supervisory Control and Data Acquisition“ genannt - diskutiert wurden, aber in der freien Wildbahn wurden solche Angriffe bisher nicht beobachtet.

    Nun kamen die spannenden Fragen: Gegen welche Anlagen richtet sich der Angriff? Wer steckt dahinter? Wo ist das eigentliche Ziel? Der Programmcode von stuxnet gibt einige spärliche Hinweise.

    Jede Industriesteuerung ist hochgradig individuell. Sie wird vom Erbauer aus Hunderten vernetzten Einzelkomponenten zusammengestellt, entsprechend den Anforderungen der konkreten Anlage. Industriesteuerungen haben standardisierte grafische Oberflächen, die dann in der Leitwarte den Zustand der einzelnen Prozesse visualisieren und für den Bediener Möglichkeiten zum Eingriff in das Geschehen bieten. Die Software für diese Visualisierung der Parameter und die zentralisierte Programmierung der einzelnen kleinen SPS-Steuercomputer heißt bei Siemens WinCC und läuft unter Windows. stuxnet sucht nun von einmal infizierten Computern aus gezielt nach den WinCC-Installationen im gesamten Netz. Über diese gelingt dem Schadprogramm dann der Sprung auf die eigentlichen SPS-Steuercomputer der Anlage. stuxnet könnte - hier ist die Analyse noch nicht abgeschlossen - auch die Visualisierung der Anlagenparameter manipulieren. Das würde dazu führen, dass die gezielten Veränderungen an den Einstellungen der Anlage für den Bediener gar nicht sichtbar werden. Er hätte keine Chance mitzubekommen, dass etwas schiefläuft, bevor es zu spät ist. Üblicherweise sind nur noch wenige „echte“ Messgeräte in Großanlagen installiert, die eine manuelle Überprüfung von Temperaturen oder Drehzahlen bieten. Die einzige Möglichkeit, alles im Blick zu behalten, sind die computerisierten Anzeigen. Und die wären im Falle der angegriffenen Anlage unter der Kontrolle der Schadsoftware.

    Der extreme Aufwand, der von den Autoren von stuxnet getrieben wurde, schließt Hobbyhacker oder lumpige Cyber-Kriminelle aus. Die Entwicklung sowie der Ankauf der notwendigen Angriffskomponenten in dieser Qualität und Zuverlässigkeit verursachen Kosten im siebenstelligen Euro-Bereich. Auf vielen Ebenen stellt stuxnet sicher, dass die Verbreitung absolut zuverlässig und unbemerkt vor sich geht. Am Ziel angekommen, also auf einer passenden Siemens-Industrieanlage, stellen umfangreiche Überprüfungen sicher, dass wirklich nur die spezifische Anlage, auf die stuxnet zielt, manipuliert wird. Auf allen anderen Anlagen passiert - trotz heimlichen Festsetzens des Trojaners - nichts. Die Angreifer verfügten also über hochpräzise Informationen zum Aufbau der Anlage und der darin verwendeten Software. Ohne exakte Kenntnisse der Konstruktionsdetails und der Art des Zusammenwirkens der einzelnen S-7-Komponenten wäre ein Angriff dieser Präzision unmöglich. Angesichts dieses Aufwandes bleiben als Autoren nur Nationalstaaten übrig, die über entsprechende Ressourcen verfügen, um eine derart hochgezüchtete Cyber-Waffe zu entwickeln und zu testen - und zwar, bis sie nahezu nebenwirkungsfrei ist. „Cyber-Kriege“ können aufgrund des nötigen langfristigen Entwicklungsaufwandes für die digitalen Angriffswerkzeuge de facto nur von Entitäten in der Größenordnung von Staaten geführt werden.
    Eine faszinierende Kette von Indizien

    Wer also könnte diese Präzisionswaffe entwickelt, wer sie eingesetzt haben? Mit letzter Sicherheit weiß das nur der Auftraggeber. Es ist eine Kerneigenschaft von Computer-Netzwerkangriffen, dass die Identifikation des Urhebers eines kompetenten Angriffes fast unmöglich ist. Letztlich gestaltet sich die Suche anhand der technischen Indizien als das Tasten durch ein großes Spiegellabyrinth, in dem es keine verlässlichen Bilder gibt. Ähnlichkeiten im Programmierstil, in der Art des Aufbaus der Software können manchmal Anhaltspunkte bieten, so, wie man einen bestimmte Graffiti-Sprayer finden könnte, indem man nach Sprühereien sucht, die einen verwandten Stil aufweisen. Doch das ist immer eine unscharfe Methode, die auf dem Bauchgefühl der beteiligten Experten beruht, die aus langer Erfahrung und Kenntnis darüber, wer über die Talente für so einen Angriff verfügen könnte, unscharfe Schlüsse ziehen.

    Auch bei der Suche nach dem möglichen Ziel des Angriffs ist man auf kleine Hinweise, zeitliche Korrelationen und Gerüchte angewiesen. Aus Gesprächen mit Insidern aus verschiedenen europäischen Ländern ergibt sich aber eine Indizienkette. Sechzig Prozent der Infektionen mit stuxnet wurden in Iran verzeichnet. Der Trojaner war so programmiert, dass er eigentlich im Januar 2009 aufhören sollte, sich weiter zu verbreiten. Offenbar durch Computer, auf denen das Datum nicht korrekt gesetzt ist - ein durchaus häufiges Vorgehen, um das Auslaufen von zeitgebundenen Software-Lizenzen zu umgehen -, verbreitete er sich trotzdem immer weiter, bis er schließlich entdeckt wurde.

    Ausgehend von Anfang 2009 als Aktionsdatum, ergibt sich eine faszinierende Kette von Indizien. Mitte Juli 2009 publizierte Wikileaks eine kryptische Notiz mit dem Hinweis eines Informanten aus Iran auf einen nuklearen Unfall in Natanz, der sich kurz zuvor ereignet haben soll. In Natanz wird ein Großteil des iranischen Urans mit Hilfe von Zentrifugen angereichert. Die BBC meldete zur gleichen Zeit, dass der Leiter der iranischen Atombehörde, Gholam Reza Aghazadeh, zurückgetreten sei. Schon damals gab es Spekulationen über ein Einwirken im Rahmen des klandestinen Antiproliferationsprogrammes, das westliche Geheimdienste seit Jahren gegen den Iran betreiben. Die Dienste versuchen durch allerlei Methoden, das iranische Atomprogramm zu behindern und zu verzögern. Statistiken, die aus Daten der Internationalen Atomenergiebehörde erstellt wurden, legen nahe, dass nach dem Frühjahr 2009 die Zahl der tatsächlich betriebenen Anreicherungszentrifugen in Iran deutlich abgenommen hat, trotz Installation von immer mehr Zentrifugen. Ereignisse im Frühjahr 2009 haben die Kapazität des iranischen Anreicherungsprogrammes offenbar nachhaltig beschränkt. War stuxnet womöglich der Auslöser?

    Anreicherungszentrifugen sind komplexe Präzisionsmaschinen, die eine sehr genaue Steuerung von Vakuum, Drehzahl und Gasfluss erfordern. Tausende Zentrifugen müssen in Serie geschaltet werden, um am Ende die nötige Anreicherung des spaltbaren Atommaterials zu erreichen. Ohne entsprechende Computersteuerung ist eine solche Anlage effektiv nicht zu betreiben. Die Analyse von stuxnet weist nun ein faszinierendes Detail auf: Ein Teil der Schadsoftware, die in die Steuerungsprozesse eingreift, scheint darauf ausgelegt, sich auf viele einzelne Steuercomputer in einem Netz zu verbreiten und die Schadensroutinen zeitlich zu synchronisieren. Der logische Weg zur Steuerung von vielen tausend Anreicherungszentrifugen ist es, jede mit einem kleinen separaten Steuercomputer zu versehen, der seine aktuellen Parameter über das Netz an die zentrale Überwachungseinheit meldet und von dort Kommandos empfängt. Das, was den Experten bisher über die Struktur der eigentlichen Schadenskomponente in stuxnet - der innersten Matroschka - bekannt ist, würde perfekt dazu passen.
    Mit den üblichen Mitteln ist eine Verteidigung nicht möglich

    Dass Iran gern Siemens-Industriesteueranlagen verwendet, ist aus verschiedenen Vorfällen bekannt, bei denen Exporte abgefangen wurden, die an Firmen gehen sollten, die dem iranischen Nuklearkomplex zugeordnet werden. Dass die Manipulation solcher Steueranlagen zu katastrophaler Sabotage genutzt werden kann, wurde spätestens im März 2007 klar, als ein Team am Idaho National Laboratory in den Vereinigten Staaten mit Hilfe eines Computerangriffes einen Kraftwerks-Stromgenerator im eigenen Labor gezielt zerstörte. Ein Video dieses Versuchs wurde im September des gleichen Jahres publik und löste eine kleine Welle von Panik angesichts der Verwundbarkeit der Infrastrukturen im Westen aus. Möglicherweise liegt hier auch die Keimzelle der Idee, das iranische Anreicherungsprogramm per Computerangriff zu sabotieren.

    Bleibt die Frage, wie die Angreifer in den Besitz der notwendigen Detailkenntnisse, inklusive Zugang zur Software der angegriffenen Anlage, kamen. Ohne perfekte Informationen über das Ziel wäre die aus der Analyse von stuxnet ersichtliche Schadensfunktion nicht realisierbar. Denkbar wäre, dass einer der diversen iranischen Überläufer, die in den letzten Jahren in den Westen kamen, die notwendigen Daten mitbrachte. Denkbar ist auch, dass die Informationen von Agenten vor Ort erlangt wurden. Der ungewöhnliche, aber spezifisch für stuxnet gewählte Verbreitungsweg legt nahe, dass für den Angreifer zumindest die Möglichkeit bestand, einen USB-Stick irgendwo im Umfeld der Zielanlage in einen Computer stecken zu lassen. Möglicherweise war der Informant auch in der Lage, die Blaupausen und Konfigurationsinformationen zu besorgen.

    stuxnet wird wohl als erste offensichtlich von einem Nationalstaat eingesetzte Cyberwaffe in die Geschichte eingehen. Einer der Gesprächspartner beschrieb Qualität und Aufwand der Erstellung des Trojaners mit den Worten: „So etwas bauen große Staaten zusammen, wenn die Alternative bei einem Misserfolg wäre, einen Krieg anzufangen.“ Mit den üblichen Mitteln der IT-Sicherheit ist eine Verteidigung gegen derartige Angriffsmethoden nicht möglich. Es lässt sich wohl kaum ausschließen, dass kritische Systeme nicht einmal mit einem potentiell infizierten USB-Stick - zum Beispiel mit einem Software-Update des Herstellers - in Berührung kommen. Die von den deutschen Energieversorgern dieser Tage vorgebrachten Beteuerungen, ihre Atomkraftwerke könnten auf keinen Fall durch einen Angriff in der Art von stuxnet manipuliert und mit möglicherweise katastrophalen Folgen konfrontiert werden, erscheinen angesichts der Qualität und Durchschlagskraft dieses Trojaners wie das Pfeifen im Walde. Die Kriterien zur Beurteilung der Sicherheit von Atomanlagen können sich zukünftig jedenfalls nicht mehr nur auf die Dicke von Betonhüllen und Tests der Elektrik beschränken.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------
    Quelle: http://www.faz.net/s/RubCEB3712D41B...2FBDEE07AF579E893C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Fragt sich nur, wer das Ding programmiert hat, Potenzial scheint es ja zu haben :D
     
  2. qsc

    qsc
    Warum lässt man so sensible Anlagen auch von Standardsystemen steuern?
     
  3. Andere Systeme sind auch nicht unhackbar. Die hätten auch nen alten Amiga geknackt wenn sie es müssten.
     
  4. qsc

    qsc
    Natürlich nicht, aber gleich Windows? (soll kein MS Bash sein, aber Windows Betriebssysteme sind nunmal seit Jahren die von Hackern am besten erforschten Platformen).

    Und warum braucht ein Steuercomputer einen USB Zugang? Für eine Datenübertragung gäbs doch bestimmt auch die Möglichkeit einer Spezialschnittstelle die nicht ganz so offen und kritisch wie USB ist.

    Natürlich sind das alles auch nicht unknackbare Methoden, aber man kann es ja wenigstens versuchen ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. September 2010
  5. Slup

    Slup
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    Hab bereits nen anderen artikel dazu gelesen.
    Ich denke mal das System wäre total egal gewesen, die Jungs die dort am Werk waren hatten genug Wissen, Informationen, wahrscheinlich sogar jemand vor ort und die Resourcen um jedes System zu knacken.
     
  6. humpfi Mag Lasagne,hasst Montage

    humpfi
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    Weil diese Standardsysteme was den Betrieb angeht eben schon hinreichend ausfallsicher und geprüft sind. Wäre kompletter Schwachsinn, für jede Installation neue Software zu entwickeln.

    @TE: Es gibt im Internet so dolle Dinger, nennen sich Links. Schonmal von gehört? ;)

    @Topic: Jupp, interessantes Stück Software und endlich mal wieder 'ne schöne Spionagegeschichte.
     
  7. Faszinierend, das. Aber auch beängstigend.
     
  8. Lurtz lost

    Lurtz
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  9. Thandor

    Thandor
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    Kann sein, kann auch nicht sein. Man weiß es nicht. Solche Geschichten liest man auch in Büchern über Spionage immer wieder, aber überprüfen kann man sie nur selten.

    WENN die USA eine laufende Atomanlage tatsächlich erfolgreich mit einem Virus infiziert haben sollten, kann man nur hoffen, dass sie auch unter Kontrolle hatten, was sie da taten. Ansonsten wäre es einfach nur fahrlässig.
     
  10. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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  11. sie hatten, wenn dann, urananreicherungsanlagen unter kontrolle
     
  12. kullerhamPster [me] Nager

    kullerhamPster [me]
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    Na ja, das Ding sollte ja anscheinend die Anlage(n) lahmlegen, in denen das Uran gewonnen bzw. angereichert wird.
    Ich vermute mal, dass man einfach kein angereichertes Uran rausbekommt, wenn der Prozess gestört wird und nicht etwa die Anlage in die Luft fliegt.
     
  13. Sagt ja auch keiner was anderes.
     
  14. Doylez

    Doylez
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    Da gibt es dann auf einmal einen "Unfall" bei diesem Atomkraftwerk, und auf einmal hat sich das Problem Iran von selbst gelöst :ugly:
     
  15. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Nuclear power plants don't work that way... :ugly:
     
  16. Akuma From Helli Moderator

    Akuma
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    Die können ja schlecht für jedes AKW oder sonstige anlagen eine extra Software entickeln, dann würden ja manche erst 10 Jahre später laufen als sie könnten :ugly:

    Mit Russischer Hilfe ist alles möglich.... :wahn:

    ansonsten fällt mir dazu nur ein "Hack the Planet!" :teach::ugly:
     
  17. kylroy HartKernSpieler

    kylroy
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    mir aus... ☣
    in dem fall hätte es den angriff vermutlich nur verkompliziert, aber wie ein professor von mir immer sagte: wer windows für ein kritisches system benutzt ist selber schuld! :yes:
     
  18. danmage Mastermind

    danmage
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    Wenn die Kühlanlage komplett ausfällt kann es in einem funktionierenden Kernkraftwerk zu einer Kernschmelze kommen. Und der Iran hat kürzlich eines mit russischer Hilfe erhalten... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,713014,00.html
     
  19. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Na und? In Tschernobyl hat das gerade mal zu einer 30km-Sperrzone gereicht. :ugly:
     
  20. Doylez

    Doylez
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    4.683
    Klar doch, ein falscher Knopfdruck und das ganze Ding fliegt in die Luft. Das hab ich bei meinem jahrelangen Studium der Simpsons gelernt. :teach:
     
  21. Akuma From Helli Moderator

    Akuma
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    Die haben sich vielleicht verbessert, jetzt sind es vielleicht 60km. :ugly:
     
  22. Zu viel Text. Kann das mal jemand zusammenfassen?
     
  23. kullerhamPster [me] Nager

    kullerhamPster [me]
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    Wurm, der so gut und so speziell ist, dass der Verdacht nahe liegt, dass er nicht von irgendwelchen (Klein)kriminellen zusammengehackt wurde, um Rechner zu kompromittieren, sondern dass ein Land bzw. ein Geheimdienst dahinter stecken muss, der damit einen "Cyber-Angriff" auf ein anderes Land durchgeführt hat.
    Einige Indizien sprechen wohl dafür, dass der Wurm dazu dienen sollte, das iranische Atomprogramm bzw. die Urananreicherung zu stören und ihm dies sogar gelungen sein könnte.

    EDIT: Das muss nicht unbedingt alles in dem Artikel oben stehen, habe in den letzten Tagen auf verschiedenen Seiten was über Stuxnet gelesen.
     
  24. danmage Mastermind

    danmage
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    Star Wars Collectors Edition
    Das liest sich so spannend wie ein Krimiroman (für Nerds). Aber wenn Du kein Nerd bist was suchst du überhaupt hier?...

    ...Raus! :motz:
     
  25. pfui

    pfui
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    11.716
    Was sucht das Wort da? Meines Wissens ergibt das da irgendwie keinen Sinn. :ugly:

    €: Okay, das ergibt anscheinend doch Sinn. Wusste nicht, dass es "technische Kompromittierung" gibt. Wieder was gelernt. :hmm:
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2010
  26. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    44.115
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    Yotta University
    lohnt sich auch nicht für jede spezielle Anlage ein eigenes BS zu entwickeln.

    Geldautomaten laufen z.B. auch meistens auf Windows
     
  27. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
    Registriert seit:
    21. Oktober 2002
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    44.115
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    Yotta University
    gerade bei RTL im Nacht Journal :lol:


    Entwicklungskosten von mind. 1 Mio Euro hat der Virus :ugly: Ich glaube die verwechseln wenn überhaupt Schwarzmarktwert mit Entwicklungskosten - weil wirklich "groß" wird das kaum sein - eher das "wie" er programmiert wurde, ist ja das besondere


    btw. "Der Krieg der Computer hat begonnen" (Atompilz im Hintergrund) :atomrofl:
    Naja - jetzt weiss dank RTL wenigstens jeder Bescheid was so ein Virus macht :hoch:


    edit: bei dieser Berichterstattung wundert es mich auch nicht mehr, dass die Leute alle denken bei Street View wird deren Wohnzimmer live fotografiert :user:
     
  28. danmage Mastermind

    danmage
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    Das stimmt. Die nutzen teilweise auch schwarzkopierte Versionen von Windows, wie ich in meinem letzten Urlaub feststellen konnte. Kein Fake!

    http://img826.imageshack.us/i/p1000923.jpg/

    :D
     
  29. Naja, wenn man vier solcher Lücken "kauft" kann schon einiges zusammenkommen.

    Aber ja... RTL :ugly:
     
  30. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    ich schätze RTL hat sich diese Summe einfach aus den Fingern gesaugt :ugly:

    so in etwa: http://www.youtube.com/watch?v=730rBqjO72U

    Was ich vermuten würde ist, dass der Wurm / Virus auch nicht von einer oder zwei Personen programmiert wurde - sondern (sofern das mit dem Geheimdienst stimmt) das Ding irgendwie Modulweise entwickelt wurde. Also niemand der Entwickler (bis auf vielleicht einen) hat überhaupt gewusst, woran er arbeitet - und somit vermutlich auch nur nen normales Programmierergehalt bekommen :ugly:
     
  31. kylroy HartKernSpieler

    kylroy
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    mir aus... ☣
    profis benutzen einfach ein UNIX-derivat.
     
  32. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    in wiefern steht das zu dem was ich geschrieben habe? :huh::ugly:
     
  33. humpfi Mag Lasagne,hasst Montage

    humpfi
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    Wenn man Frank Rieger glauben darf (und das tue ich), dann ist eine siebenstellige Summe durchaus realistisch. Dazu muss man sich nur mal anschauen, wie teuer schwerwiegende 0day-Exploits für Windows sind - gleich vier davon gibt's nicht für ein paar hundert Euro.
    Dazu kommt, dass man sich irgendwie Zugang zum Zielsystem verschaffen musste, um allein schon zu wissen, wie das Ding entwickelt werden muss (ein Hinweis darauf ist u.a. die auf Parallelität vieler Systeme ausgerichtete Struktur von stuxnet), das ist alles nichts, was man so eben aus dem Ärmel schüttelt, wenn man nicht gerade einen potenten Geldgeber im Rücken hat.

    Ich denke, wenn einer das einigermaßen einschätzen kann, dann sind das in der Tat die Leute vom CCC und die werden sich nicht irgendwelche Geschichten aus den Fingern saugen. Wobei man natürlich immer wieder betonen muss, dass das alles nur Indizien sind und noch niemand einen wirklichen Beweis hat. Schlüssig klingt das für mich aber allemal.
     
  34. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    ok - wenn die die gekauft haben und nicht selbst gefunden haben... kommt wohl auch drauf an, wielange die daran "gearbeitet" haben...

    wobei ich mich frage in wiefern ein geheimdienst exploits kaufen würde - ich meine, dann zahlt er wiederum jemanden geld - der die lücke ebenfalls kannte. Somit würde dann derjenige, von den er das abgekauft hat, ja dann wissen, wofür er es gekauft hat, und wer der käufer war. oder irre ich mich?
     
  35. Ja. Du kannst dir also nicht vorstellen, das so ein Kauf anonym abläuft? Erst recht wenn Geheimdienste beteiligt gewesen sein sollte, gibt es da sicher einige Möglichkeiten sowas abzuwickeln.

    Desweiteren wurden auch 2 digitale Signaturen von taiwanischen Hardwareherstellern benutzt, um den Trojaner unbemerkt unterzubringen. Eventuell wurden diese auch gekauft, was ebenfalls zu den "Entwicklungskosten" zählen würde.
     
  36. Wieso muss ich spontan an Skynet denken? Na dann, gute Nacht!
     
  37. Keksus

    Keksus
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    Wir sind sicher. Hooray! :banana::ugly:

    Wo bleiben eigentlich die Skynet Kommentare? :ugly: Oder haben die daran gedacht: http://xkcd.com/534/ ? :ugly:

    €: Oh, da ist er ja. Danke DeSoya. :) :ugly:
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2010
  38. MrBlonde nur echt mit der Mumu

    MrBlonde
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    ok - wobei mir das irgendwie fast zu james bond mässig anhört, als das es wahr ist :ugly: Aber sicher könnte das auch anonym passiert sein - keine ahnung. Oder vielleicht nichtmal per internet sondern über mittelsmänner die mit nem Koffer voll Geld nen USB Stick gekauft haben :cool: (mein ich ernst)

    vielleicht war es sogar eher so, als über das internet - die spuren die man real hinterlässt sind zum teil ja noch übersichtlicher, als wenn man im netz anonym was kaufen würde :ugly:

    ok - wenn man alles zusammenrechnet kommt man wohl doch auf ne große summe. Nichts destotrotz war der RTL trotzdem fürn popo :yes::ugly:
     
  39. Ty! Irgendwie so

    Ty!
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    :yes: und morgen kommt dann der Firesale der wahlweise von John McClane oder Cobra11 verhindert wird:fs:
     
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