gamescom - Die Kriegsspielmesse

Dieses Thema im Forum "Spieleforum" wurde erstellt von Jan Shepard, 20. August 2012.

  1. Jan Shepard

    Jan Shepard
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    http://www.heise.de/newsticker/meld...er-Familien-zur-Kriegsspielmesse-1670141.html

    Ist schon recht lustig, einen Bogen von den Notstandgesetzen zur Gamescom zu ziehen, aber ist das dieselbe "faule" Jugend, die gegen Irakkrieg, gegen Afghanistaneinsatz, gegen ACTA, für OWS/Blockupy, gegen G8, gegen WEF, gegen Atomkraft, gegen Stuttgart 21 demonstriert, Slutwalks veranstaltet und gegen Diskriminierung auf die Straße geht?

    Jugendbeschimpfung, schön und gut, hat ja schon seit Platon Tradition, aber eine fehlende Protestkultur kann man der heutigen Gesellschaft und vor allem Jugend nicht vorwerfen - eher dass sich die Politik und Wirtschaft kaum noch davon beeindrucken lässt.
     
  2. Hackt0r3 gesperrter Benutzer

    Hackt0r3
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    Ungeachtet dessen, dass ich es sehr amüsant finde wie man sagt dass es bedeutend mehr "Kriegsspiele" als sonst gibt, man aber nur 4 aufzählen kann von denen 3 immer vor Ort vertreten sind (:ugly:): Was erwarten die? Dass nachdem man die Bundeswehr auf der Gamescom gesehen hat, alle anfangen die Zeit die sie mit Spielen verbringen wollten opfern um gegen die Bundeswehr zu demonstrieren? ololol. :ugly:

    Vor allem wo - denke ich - Niemand etwas gegen die Bundeswehr in per se hat. Lediglich gegen bestimmte Einsätze.

    Wann kommt eigentlich mal wieder so ein interessanter und aufklärender Bericht von RTL? :wahn:
     
  3. Über die Spieler wird gelästert, hauptsache Deutschland liefert 600 Kampfpanzer in den nahen Osten.
     
  4. mirdochegal

    mirdochegal
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    öhhm. Und was will uns der Autor mit dem Artikel sagen? Habe ich trotz mehrmaligem duchlesen nicht verstanden.
     
  5. Hmm, wenn alle Jugendliche durch Militärspiele so von der Bundeswehr begeistert seien, warum hat sie dann trotzdem noch Nachwuchssorgen?
    Wenn sich der Autor darum sorgt, dass Kinder und Jugendliche durch die Spiele militarisch aufwachsen, warum sind dann dennoch so viele gegen den Krieg (und haben früher eher Zivildienst geleistet?!)

    Wundert mich, dass er nicht noch die Gamescom Babes in seinen Artikel mitaufgenommen hat. :ugly:
     
  6. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Was sollen die denn in Bonn? :ugly:

    Zumal es früher [tm] also in den 80ern/90ern deutlich mehr "Kriegsspiele" gab als Heute, nur heute werden sie größer Beworben...

    Die Bundeswehr hat ja auf ihrem Stand auch gezielt Frauen angesprochen, dummerweise kenne ich das Spiel Helikopter Mission von 1994 noch, wo quasi wörtlich drinstand das Frauen bestenfalls zum Sanitätsdienst eignen und somit nix in einer Männer Truppe zu suchen hätten. Auf meine Frage hin wo denn der Meinungsumschwung herkommt, konnte her Oberfeldwebel wasweisich nix sagen. Der kann kannte das Spiel nicht :wahn:

    Ich hab nen Freund dann mal für ne Werbeveranstaltung angemeldet, der ist auf einem Ohr taub, kann Granaten werfen :ugly: Ich sollte ihm ja was von der Gamescom mitbringen, hab ich damit :D

    Äh, naja über den Artikel kann man nicht viel sagen, ausser Peinlich Heise, Peinlich, wollt ihr krampfhaft auf IDG Niveau?

    Welche Babes? Es gab vielleicht 2 Hände voll, aber mehr zum glück(!) nicht...
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. August 2012
  7. Ich fands lustig das die bei der GC diesmal ein Panzerfahrzeug mit dabei hatten. Und dann das Bild dazu (hatte ich irgendwo im Internet gefunden, eventuell sogar aus der Gamestar?), war einfach nur göttlich.
    Aber daran erkennt man ja was aus der heutigen Spielergeneration geworden ist. Einfach nur stupides töten, töten und nochmals töten...
     
  8. Hackt0r3 gesperrter Benutzer

    Hackt0r3
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    Weil Spiele früher natürlich nur Tertiär daraus bestanden, ja ne, is klar. :atomrofl:
    Troll. :fs:
     
  9. Sternitzky

    Sternitzky
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  10. @Hackt0r3
    Ich dachte das sich zumindest die heutige Spielergeneration weiterentwickelt hat. Aber nein, sie hat sich sogar noch zurückentwickelt (der Panzerwagen auf einer "Spielemesse" wo auch Familien mit ihren Kindern sind), zeigt es eindeutig...
     
  11. Hackt0r3 gesperrter Benutzer

    Hackt0r3
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    Primär, Sekundär, tertiär, ist dir bekannt?

    Und inwieweit kann man die tatsache dass ein Panzer auf der Gamescom war, jetzt den gamern zu Schulden? "Wir" haben da kein Mitbestimmungsrecht.
     
  12. Jan Shepard

    Jan Shepard
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    Was ich schade fand, dass bei Mainstreamspielen wie Assassins Creed 3 bis zu 8 Stunden lang angestanden wurde, aber die einzige Ni No Kuni Anspielstation velassen da stand am Bandai Stand. Vielen Menschen fehlt einfach die Neugier und Aufgeschlossenheit gegenüber Sachen die man nicht kennt, das betrifft nicht nur Spieler.

    Hier mal ein Trailer zum Spiel, ist ja relativ unbekannt:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=wf4pcXTjRvg
     
  13. Sternitzky

    Sternitzky
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    Sicher. Mal abgesehen davon, daß es eher ungewöhnlich ist, in einer solchen Konstellation tertiär anstatt sekundär zu verwenden, hat die Großschreibung des Adjektives zusätzlich zur Verwirrung beigetragen.
     
  14. angel

    angel
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    Indirekt schon - denn "wir" sind die Zielgruppe auf die sich Unternehmen anpassen. Alles auf der GC existiert nur, weil die Verantwortlichen glauben, dass "wir" darauf ansprechen.

    Und im Prinzip stimme ich dem Autor bedingt zu: Es spricht schon für sich, dass man es einfach akzeptiert, dass die Bundeswehr die GC als Werbeplattform nutzt und mit ihrem Spielzeug auf Bauernfang geht. Das ist eben schon eine andere Liga, als nur ein billiges Werbespiel zu produzieren. Meiner Meinung nach hat jedenfalls das Militär nichts auf einer Spielemesse zu suchen. Außerdem braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn der Spielebranche (hierzulande) ein gewisses Image anhaftet - daran sollte man auch denken.

    Natürlich kann man noch lange nicht von einem Pro-Militarismus deswegen sprechen, aber die Toleranz scheint schon gewachsen zu sein.


    Einerseits ist hierzulande erst einmal der völlig falsche Kulturkreis. Andererseits bezweifle ich, dass überhaupt ein grundsätzliches Interesse an Comic-Märchen existiert. Ob nun Anime oder westlicher Disney-Stil.
     
  15. Hackt0r3 gesperrter Benutzer

    Hackt0r3
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    Und was ist an Toleranz gegenüber dem Bund nun verkehrt? Schlussendlich kann das Militär auch gute Zwecke erfüllen, daher pauschal ihm gegenüber intolerant in jedweder Art zu sein, halte ich für ziemlich überzogen. Und dass die Leute den Bund auf der GC tolerieren liegt vielleicht auch daran dass die Leute die dort, sind andere Dinge zu tun haben als dagegen zu demonstrieren?
     
  16. Die Doppelmoral verstehe ich jetzt aber nicht so ganz.
    Kriegsspiele spielen "Ja" und die Messestände eher militaristisch halten, aber keine Bundeswehr?!
    Warum nicht? Kann doch Werbung machen wo sie möchte. Genauso gut kann dort das Bundesfamilienministerium einen Stand aufbauen oder die Pharmaindustrie oder sonst wer.
    Kritisch wird es eher, wenn z.B. die Linke gegen die Bundeswehr und Afghanistankrieg ist und dann die Bundeswehr dort auf dem Parteitag einen Stand hat. Oder die Grünen machen einen Parteitag und zu Gast sind die großen Atomkonzerne...

    Aber sonst? Warum sollte die Bundeswehr nicht auf der Gamescom sein?
     
  17. Das unreflektiert als bessere Alternative hin zu stellen disqualifiziert den Autor immerhin schonmal im ersten Absatz.

    Und die Kritik mit dem Bundeswehrstand verstehe ich auch nicht unbedingt. Es ist eine gute Werbeplattform für die Bundeswehr und jeder auch nur annähernd intelligente Mensch weiß, dass das Militär im richtigen Leben anders ist als die Spiele. Zumal sich die BW doch eh hauptsächlich um Leute mit Realschulabschluss/Abi bemüht, da sollte ja wenigstens etwas Hirn vorhanden sein.
     
  18. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Die USK war ja auch da...

    Mal im Ernst, die Messe Köln bzw der Veranstalter ist froh die Hallen überhaupt voll zu bekommen, wenn du die Standmiete bezahlen kannst dann kannst du auch ausstellen was du möchtest (und den Deutschen Gesetzen entspricht)
     
  19. Aiphares

    Aiphares
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    zum glück bestand die messe diesmal auch nicht aus riesigen ständen mit Familienspielen, racing games, Sim City etc... oh wait
     
  20. Ich muss hier mal was loswerden.
    Jahre lang wirft man den Egoshootern vor Gewaltverherlichend zu sein.
    Wir müssen uns Jahre lang rechtfertigen gegen diese Vorurteile und klarstellen dass es uns um andere Faktoren geht. Aber wie unsere Gesellschaft halt so ist scheinheilig bis zum geht nicht mehr versucht die Bundeswehr auf einer Spielemesse Soldaten zu rekrutieren.

    Denkt mal nach!
     
  21. foramentor

    foramentor
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    Hä? :huh:

    Von der Bundeswehr habe ich noch nie Kritik an Egoshootern gehört. Die Bundeswehr wollte nie als heilig erscheinen und kann demnach auch keine Scheinheiligkeit demonstrieren; vielleicht könnte sie höchstens als etwas naiv bezeichnet werden.
    Ausserdem ist "unsere Gesellschaft" ein derart weiter Begriff, dass sich darin immer irgendjemand finden lässt, der gegen irgendwas auf irgendeine Art und Weise stänkert.
     
  22. SonnyD

    SonnyD
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    Bundeswehr besteht ja nicht nur aus schießen, töten peng puff peng, bei Naturkatastrophen innerlands wie Überschwemmungen z.B. werden doch auch Soldaten eingesetzt oder bei sonstige Krisen im Ausland werden Hilfsgüter und Sanitäter vom Bund bereit gestellt wo die betroffenen Länder oftmals total überfordert wären mit dem Krisenmanagement....gibt halt immer 2 Seiten einer Medaille

    Zudem sind die meisten Shooter ohnehin ab 18 freigegeben, richten sich also an das erwachsene Publikum und auch wenn ich grad mal Mitte 20 bin möchte ich nicht unbedingt mehr unter dem Begriff "die Jugend" abgestempelt werden. Aber alle Gamer werden hier ja anscheinend eh als verantwortungslose Teenies dargestellt..
     
  23. Naja, mal wieder ein Artikel der den Gamer bzw. die Branche ansich - hier durch die Zuhilfenahme eines Bundeswehr-Auftritts - in ein zumindest zweifelhaftes Licht (beim passenden Zielpublikum) rückt.

    Ich habe mittlerweile aufgehört, mich darüber großartig aufzuregen. Zum einen, wie man an Petitionen für mehr Gewalt (Borderlands 2) *Kopf-->Tisch*, wirft ein Teil der Spieler selbst mit Steinen auf das nach wie vor recht dünne Glashaus, und zum anderen wird es in einer Gesellschaft, in welcher die Mehrheit der Bürger sich dem Rentenalter nähert, trotz Mainstream, keine breite Unterstützung für das Medium "Videospiele" mehr erwirkt werden.

    Videospiele mögen mittlerweile ihr tatsächliches Nischendasein abgelegt haben, aber die breite Bevölkerung hat davon nach wie vor ein zweifelhaftes bis schlechtes Bild ("Menschjagd", explitiziten COD-Missionen, Petitionen für mehr Gewalt, etc. sein "Dank").

    Und solange die Spieleindustrie an sich wohl auch kein Interesse daran hat, dieses Bild positiver zu gestalten (WO war Portal 2 in den allgeinemen Nachrichten? Wo ist, so schreklich ich es auch finde, Minecraft? Wo ist der Nachfolger von Fahrenheit auf PS3?) sondern nur mit Folter-Schock-Momenten auf kommende Egoshooter aufmerksam machen, wird sich an dieser Sache auch nichts ändern.

    So bleibt dem gemeinen Spieler nichts anderes übrig als

    a) solche Berichte, mal mehr mal weniger fundiert, einfach nicht mehr zu beachten und seinem Hobby nachzugehen - siehe dazu auch UFC, Wrestling, etc.-Fans

    b) gegen unwahre Darstellungen (WoW - das Killerspiel ab 18, etc.) verbal und öffentlich vorzugehen, gleichzeitig aber auch den Herstellern für ihr teilweise ungestühmes Vorpreschen mit "Gore is Money" einen Denkzettel zu verpassen. Boykott, Forenthreads, usw..

    WENN wir Spieler wollen, dass unser Medium breitgefächert akzeptiert wird, dann müssen wir auch etwas dafür tun, dass wir nicht in 50% aller Fälle als vereinsamte, blutrünstige Freizeitkiller angesehen werden.
     
  24. Hackt0r3 gesperrter Benutzer

    Hackt0r3
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    Da hat wohl von der Geschichte hinter der Petition keine Ahnung? ;)

    Es werben bei weitem nicht alle Spiele mit "gore" zudem: Wo ist der Unterschied zur Film-industrie? Dort werben auch diverse Filme nur mit Action und Gewalt.
    Aber warum sollte der Spiele-industrie auch daran gelegen sein?

    Im Endeffekt zeichnet sich gute Kunst dadurch aus, dass es ihr scheißegal ist, was andere von ihr halten. Provokante Filme, provokante Bücher, provokante Spiele, ich seh keinen unterschied.


    Warum sollten wir gegen etwas vorgehen, gegen das wir nichts haben?
    Ich habe rein garnichts gegen Gewalt in Spielen, Filmen, Büchern oder sonstwas. Warum sollte ich es boykottieren? Nur damit mein Hobby von dem (ignoranten & dummen Teil) der Gesellschaft mehr akzeptiert wird? Das wäre indirekte Selbstzensur und keinesfalls unterstützenswert. Wenn Rassisten Schwarz-häutige diskriminieren, dann liegt es nicht an denen sich weiß zu färben (MJ lässt grüßen) um mehr akzeptiert zu werden, sondern nur daran aufzuklären das schwarz sein nichts schlimmes ist.


    ja, aufklären, aber uns nicht selbst zensieren und beschneiden.
    Das Medium Film ist ja auch akzeptiert, obwohl es solche kranken Filme wie guinea Pig oder TGP gibt. Und genau so wie es (unnötig) brutale Filme gibt, gibt es auch unnötig brutale Spiele. Und das müssen wir der Gesellschaft klarmachen. Dass das Medium Spiel vielfältig ist und es dort Schund & Meisterwerke gibt, genau so wie bei allen anderen Medien auch. Aber uns nicht selbst zensieren.

    Aber ganz ehrlich: Im Endeffekt wollen wir doch anderes sein, nerds sein.
    Gaming ist nunmal (zumindest für mich) nicht nur ein simples Hobby, es ist eine Leidenschaft. Und diese Leben wir. Hater wie Fanboy, PC'ler wie Konsolero.
    Wir grenzen ein bisschen selbst aus. Und um ehrlich zu sein: Ich finde das garnicht mal so schlimm. Ich will nicht als "Nerd" akzeptiert sondern bloß nicht dafür gemobbt werden. :ugly:

    Was andere sonst davon denken ist mir recht wurscht. :nixblick:
     
  25. foramentor

    foramentor
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    Danke, Du hast mir aus der Seele gesprochen!
     
  26. Also ich habe von der angeblichen Kriegsspielmesse nichts mitbekommen, oder ich nehme das ganze doch nicht so war wie es die ganzen Medien tun, oder liegt das evtl. daran das wir selber an einem Stand waren, oder es ist einem extrem egal.
     
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