„Unsere Mütter, unsere Väter“

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von FloX, 19. März 2013.

  1. FloX NiX is FiX

    FloX
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    Nachmittag,
    habe mir gedacht einen Thread zu dem Filmmehrteiler zu erstellen, da er meiner Meinung wirklich gut gemacht wurde, für eine deutsche Produktion. Wer noch nichts darüber gelesen hat, hier eine Kurzbeschreibung:

    Man erkennt unweigerlich Parallelen zu BoB, was Produzent Nico Hofmann auch als Vorbild im Blick hatte. Mich hat der erste Teil positiv überrascht und werde mir im Laufe der Woche auch den Rest anschauen.

    Filme im Gratisstream in der ZDF-Mediathek.

    Was haltet ihr davon? Schon gesehen?
     
  2. Garnichts

    Nichtmal gegen Bezahlung
     
  3. Ulsterman Madden des GSPB

    Ulsterman
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    Ich habe die beiden bisherigen Teile im Fernsehen gesehen, ist ziemlich gut und ziemlich schonungslos.
    Die Geschichten der einzelnen fünf Personen sind zwar nichts wirklich neu, aber sowohl die Erzählweise (wie schon gesagt merkbar von Band of Brothers beeinflusst) als auch die Inszenierung.
    Wenn schon die BILD als Schlagzeile auf der Titelseite "Waren deutsche Soldaten wirklich so grausam?" fragt, dann ist das vermutlich das beste Kompliment, was man der Miniserie machen kann.
    (Zur Beantwortung der BILD-Frage: deutsche Soldaten waren noch grausamer, aber es gibt Dinge, die man im 20:15-Programm einfach nicht zeigt/zeigen darf).
     
  4. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite ist es nicht schlecht gemacht und immerhin steckt auch ein bisschen Kohle drin - auf der anderen Seite können wir anscheinend nur Nazis und DDR, alles andere bekommt kein Geld. Ich wünschte, es würde mal mehr in "moderne" Fiktion investiert anstatt immer wieder die gleichen Themen durchzukauen.
     
  5. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Jup, die Serie ist definitiv sehenswert und an manchen Stellen überraschend schonungslos...dadurch wirkt sie mMn auch eindrücklicher als seine HBO-Pendants, die zwar blutiger ausfallen, aber dafür mehr "Entlastung", etwa durch schöne Momente bieten (man kämpft ja für die gute Sache).

    Einziger (kleiner) Kritikpunkt:

    Ein paar Charaktere "verschwinden" einfach im Verlauf der Staffel, obwohl sie zumindest im ersten Teil recht häufig zu sehen waren...z.B. einige recht markante Soldaten aus der Einheit der Winters.

    Dass Figuren mit viel Screentime in Kriegsfilmen auch gern mal komplett beiläufig abtreten, ist ja normal, aber sie einfach plötzlich nicht mehr anwesend sein zu lassen, halte ich dann doch für einen recht billigen Trick um die Folgen des Krieges zu zeigen. Man stelle sich vor bei SPR hätten plötzlich unkommentiert 2,3 Figuren mit Sprechrolle gefehlt..


    Außerdem muss ich Drake85 zustimmen, dass das Thema langsam wirklich überstrapaziert wurde. Immerhin wird in der Serie die Bedeutung der Schlacht um Kursk deutlich (anders als bei den meisten Filmen dieser Art), aber ich fände es interessanter, mal andere Epochen der deutschen Geschichte verfilmt zu sehen (z.B. Weimarer Republik, Gründung des deutschen Reiches etc.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. März 2013
  6. Liegt am "Bildungsauftrag" der ÖR.
    Welche großartige Thematik zum Verfilmen siehst du denn im Bereich Post-DDR?
     
  7. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Wende (inklusive Folgen), Kosovokonflikt, Afghanistan.

    Aber ja, wirklich große, bedeutende übergeordnete historische Themen zum Verfilmen gibts nach der DDR eigentlich nicht mehr. Aber es gibt wirklich viele (gute) Filme, die sich der Mikro- und Mesoebene widmen.
     
  8. Welchen Bildungsauftrag soll dieser Schwachsinn denn erfüllen?

    Zu den bekanntesten Eigenproduktionen der teamWorx Television & Film gehören unter anderem:

    Der Tunnel (Regie: Roland Suso Richter, 2001)
    Der Tanz mit dem Teufel (Regie: Peter Keglevic, 2001, über die Entführung des Richard Oetker).
    Wolfsburg (Regie und Buch: Christian Petzold).
    Berlin: Sinfonie einer Großstadt (Regie: Thomas Schadt, 2002).
    Stauffenberg (Buch und Regie: Jo Baier, 2003, unter anderem ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Film.[11]).
    Familienkreise (Regie: Stefan Krohmer, Buch: Daniel Nocke, 2003, unter anderem ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis).[12])
    Ein toter Bruder (Regie: Stefan Krohmer, Buch: Daniel Nocke, 2005).
    Dresden (Regie: Roland Suso Richter, 2006).
    Reinhard Mohn −Es müssen mehr Köpfe ans Denken kommen (Regie: Roland Suso Richter, 2006. Film über Reinhard Mohn, unter anderem mit Sebastian Koch und Christoph Waltz).
    Die Flucht (Regie: Kai Wessel, 2007, unter anderem mit Maria Furtwängler).
    Das Wunder von Berlin (Regie: Roland Suso Richter, 2008).
    Mogadischu (Regie: Roland Suso Richter, 2009).
    Vulkan (Regie: Uwe Janson, 2009, unter anderem mit Katja Riemann, Heiner Lauterbach, Yvonne Catterfeld).
    Dutschke (Regie: Stefan Krohmer, Buch: Daniel Nocke, Berlin 2010. Film über Rudi Dutschke)
    Der Mann aus der Pfalz (Regie: Thomas Schadt, 2010, Film über den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl)
    Bis nichts mehr bleibt (Regie: Niki Stein, 2010, unter anderem mit Kai Wiesinger).
    Hindenburg (Regie: Philipp Kadelbach, 2011)
    Grimmsberg (Regie: Martin Busker, 2011)
    Der Fall Jakob von Metzler (Regie: Stephan Wagner, 2012)
    Unsere Mütter, unsere Väter (Regie: Philipp Kadelbach, 2013)
     
  9. elFranzo

    elFranzo
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    AMD Radeon RX 7900 XT
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    Win11
    Der Aufstieg und Fall Helmut Kohls aber das Thema greift man sicher erst auf, wenn selbst seine Ziehtochter unter der Erde liegt.

    Ansonsten wäre die R.A.F. Problematik ganz interessant aber da gibts schon den Film "Der Bader-Meinhof-Komplex" der m.M.n. ganz brauchbar ist.

    edit. zum Thema: Die Reihe klingt ganz interessant aber irgendwie bin ich grade "Kriegs-Nazimüde". Wenn es so gut ist wie alle sagen, wird es in den nächsten Jahren sicherlich wiederholt oder ich schaus mir halt im Web an.
     
  10. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    -> Illustration der Situation junger Menschen in der Spätphase der Nazi-Diktatur

    -> Darstellung der Kriegsgräuel, der Sinnlosigkeit (ganz gut zu sehen am Offizier und der Krankenschwester, die mit vor Stolz geschwellter Brust in den Beruf starten und dann nach und nach völlig desillusioniert werden) und der zunehmenden Verrohung

    -> Darstellung des Unternehmens Zitadelle (in seiner Bedeutung üblicherweise völlig vernachlässigt)

    -> Darstellung der Situation alter und junger Juden, die völlig überrascht waren, dass sie plötzlich als Feinde galten bzw versuchten irgendwie dem Holocaust zu entgehen

    -> Darstellung, wie "normale" Menschen aus Opportunismus oder Selbstschutz zu Rassisten und Mördern wurden (z.B. Charlotte...selber mit einem Juden befreundet, verrät sie doch andere, weil es ihr hilft, in der Hierarchie aufzusteigen)
     
  11. Gibt sicherlich 45min Dokus dazu, eine "Spielfilminszenierung" über 3x90min möchten wohl die wenigsten sehen.
     
  12. Ti1t

    Ti1t
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    Na hoppla hier gibt es ja auch einen Thread dazu. Unsere Mütter, Unsere Väter ist sicherlich besser als Rosamunde Pilcher, aber eben nicht viel besser als diese. Ich versuche mir vorzustellen das Filmmaterial mit der GZSZ Melodie zusammenzuschneiden.


    Lalala ... :D

    Ansonsten ist in diesem Text alles gesagt, was zu sagen ist. Ich hätte mir lieber eine Art Starship Troopers mit ordentlich Tamtam und dem besten der Nazipropaganda gewünscht und hätte die Protagonisten nach Art eines Final Destination nach und nach abnippeln lassen, außer vielleicht einen der mit weggesprengten Beinen zu den glücklichen Überlebenden gehört und zur Strafe FDJ Funktionär wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2013
  13. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Ich würde es ja gerne sehen, aber da ich Ab 12 Content nicht in der Mediathek sehen kann tagsüber muss ich wohl verzichten. :)
     
  14. EricX gesperrter Benutzer

    EricX
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  15. Cokebear rückwärts ... raebekoC

    Cokebear
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    Ist ganz gut gemacht, in Sachen "Deutscher Fernsehfilm" kommt ja jedenfalls soweit quasi nichts ran.

    Mich nervt allerdings die ständige, viel zu aufdringliche Musik um bestimmt Emotionen und Gefühle der Zuschauer zu erwecken, zu kanalisieren.


    Der Plot mit Greta und Viktor interessierst mich im Vergleich nicht die Bohne, die hätten das nur auf die anderen 3 stützen sollen, auch das sie sich an der riesigen Ostfront am selben Ort wiedersehen, naja, das ist mir doch dann schon zu arg gestellt. Auch hätten sie einen anderen Titel wählen sollen.

    Das Kursk überhaupt mal erwähnt wird und sogar noch ein bisschen mehr darauf eingegangen wird ist zumindest mal interessant, kennt man eigentlich nur von sowjetischen/russischen Produktionen, sonst stürzt sich ja immer alles gleich auf Stalingrad als ob es den Rest des Krieges an der Ostfront ja nicht mal gegeben hätte.

    Schauspielerisch finde ich es teilweise sogar ziemlich gut, da gabs schon viel viel schlechteres. Das Drehbuch hat allerdings schon die ein oder andere gravierende Schwäche im Vergleich dazu.

    Ein paar mehr oder weniger historische Ungenauigkeiten übersehe ich jetzt mal. Ein Zuschauer mit dem durchschnittlichen Wissensstand zur Thematik erkennt die ja eh nicht.

    EDIT:
    Das hier irgendwelche Tabus oder sonst was gebrochen werden sehe ich nicht, verstehe auch nicht diesen Medienhype von bestimmten Blättern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2013
  16. Rafzahn[ne]

    Rafzahn[ne]
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    Bisher gut gemacht, allerdings zu Klischeehaft und vorhersehbar. Warum haben eigentlich nur Friedhelm und sein Bruder Zweifel?! :rolleyes: Hatten andere deutsche Soldaten keine Freunde und Familien? Waren sie gezüchtete perverse Killermaschinen aus Hitlers Hand? :rolleyes:
     
  17. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Man sieht doch in der zweiten Folge, dass der ganze Trupp Zweifel hat, sogar dieser komplett linientreue Schneider.

    Als dann der eine Jungspund dazukommt, der eigentlich zur Uni möchte, verliert der auch recht schnell seinen "Glauben".


    Und bei ein paar Soldaten scheint ja auch durch, dass sie eigentlich niemanden haben, außer vllt eine sorgenvolle Mutter. Kinder aus brüchigen Verhältnissen eben, denen der Krieg einen "Lebenssinn" und Perspektiven gegeben hat (einfache Hierarchien, hoffnungsvolle Zukunft).

    Angesichts der Erfolge an der Westfront war die Euphorie ja sogar nachvollziehbar.


    @Cokebear:
    Welche historische Ungenauigkeiten meinst du?
     
  18. Rafzahn[ne]

    Rafzahn[ne]
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    28. Juli 2006
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    Dreiteiler zu Ende geschaut. Was bleibt ist die Frage, warum man Kopfschüsse im Vorabprogramm zeigt und wie Friedhelm zum Schluss durchlöchert wird. Jeder andere Hollywood-Action-Streifen fällt der Schere zum Opfer. Expandables 2 John Rambo. Schon klar: Die Brutalität des Krieges muss halt auf drastische Weise dargestellt werden. Insbesondere die "deutsche Grausamkeit" Da wird schon einmal auf das FSK16 oder FSK18 gepfiffen...
     
  19. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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  20. -=Supernova=- Promille-Killer

    -=Supernova=-
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    Das sind Klischees... .steht aber auch so im Text ;)
     
  21. Taeris Geth

    Taeris
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    Naja, bei aller berechtigten Kritik an der klischeehaften Darstellung im Film... haben die in dem Text hoch gelobten Amerikaner und was-weis-ich-noch-wer schon auch genug Scheiße gebaut. Ohne Holocaust jetzt direkt mit anderen Verbrechen gleichstellen zu wollen. Aber der ksta-Text ist mir einfach auch etwas zu undifferenziert was das angeht.

    Klar, der Film ist sicher etwas überhyped. Aber man muss eben auch mal hervorheben wenn dann mal was halbwegs gutes in D produziert wird. Und ja, dass es wieder 2. WK ist ist halt irgendwie schade - und es gibt sicher auch andere interessante Themen in "unserer" Vergangenheit....aber hey...wenigstens machen wir überhaupt hoch aufgehangene Filme über den Mist den wir gebaut haben.
     
  22. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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  23. Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. März 2013
  24. Sehe ich ähnlich. Wirklich schade, weil ein Film, der wirklich schonungslos die Verbrechen der Wehrmacht und der SS zeigen würde, sicherlich sehr schnell mit "Das ist übertrieben - die waren ja gar nicht alle so!" abgehakt werden würde.
     
  25. Faulpelz II

    Faulpelz II
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  26. Ti1t

    Ti1t
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    Aber die waren doch schon vorher schlecht!:ugly:
     
  27. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Die Wehrmacht wird nicht als sauber dargestellt...es kommt zu Kriegsverbrechen und irgendwann ist es z.B. Friedhelm weitgehend wurst wer stirbt. Auch dass der Hass auf Juden bei vielen eher ein Automatismus zur Profilierung war, wird ganz gut gezeigt.

    Viktor und Friedhelm sind in der Tat anfangs etwas zartfühlend, was aber auch daran liegt, dass sie Bildung haben und Freunde, die aus einem anderen Umfeld kommen (z.B. eben der Jude). Überhaupt sind die Figuren die zögern immer die mit Bildung.


    Realistischer wären sicher Hauptfiguren gewesen, die aus einem rein deutschen, schlecht gebildeten Umfeld stammen würden und wenig Empathie aufbringen könnten. Zur Verdeutlichung der Schäbigkeit hätte man vllt auch noch das ein oder andere Wehrmachtsbordell zeigen können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2013
  28. danmage Mastermind

    danmage
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    Das besondere ist eben der Blickwinkel aus der Sicht des (einen) Soldaten. Ich denke es sind viele authentische Augenzeugenberichte in den Film eingeflossen. Die Soldaten waren ja nicht von Natur aus "Monster", sondern dachten sie würden für eine "gute Sache" kämpfen. Erst viel später, gegen Ende des Krieges haben einige realisiert was für ein sinnloses Morden und abschlachten dieser Krieg (wie viele andere Kriege ) war.
    Diese perverse NS-Ideologie mit dem Herrenmenschentum und mit dem exakt geplanten und auch durchgeführten Völkermord wurde auch durch die Charaktere beleuchtet.
    Im großen und ganzen nicht neues (für mich) außer dass ich nicht wußte dass anfangs die Ukrainer die Deutschen als Befreier angesehen hatten und teilweise mit ihnen kollaboriert hatten.
    Für eine Fernsehproduktion ohne die Millionensummen, die bei Hollywoodblockbustern zum Einsatz kommen, finde ich es eine sehr gelungene und wichtige Produktion.
    Auch sehr wichtig für die jungen und kommenden Generationen, die ansonsten größtenteils nur sehr trockene Geschichtsmaterie zur Verfügung haben.
    Dieser individuelle, menschliche Blickwinkel (die auch Identifikationen mit den Protagonisten zulassen) auf ein dunkles Kapitel unserer Geschichte finde ich sehr entscheidend.
    Es werden menschliche Abgründe aufgezeigt, vor die auch hochentwickelte zivilisatorische Fortschritte nicht schützen können. Und daher auch eine gewisse zeitlose Gültigkeit haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21. März 2013
  29. Im Gegensatz zu "Die Flucht" und "Dresden" ist der Film schon ein ziemlicher Fortschritt.
     
  30. Der Völkermord und der Krieg wurden maßgeblich durch hochgebildete Schichten geplant und in führenden Positionen durchgeführt.

    Komische Ansichten hast du da.
     
  31. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Genauso ging der Widerstand zu großen Teilen von Menschen mit ausgeprägter humanistischer Bildung aus.

    Hitler hatte übrigens keinen Schulabschluss, Göring war Absolvent einer Kadettenschule und selbst Himmler hatte nur Abitur. Die meisten anderen Nazigrößen kamen auch eher aus der militärischen Ecke.

    Bildung schützt zwar nicht unbedingt vor kranken Ansichten, aber die Auseinandersetzung bspw. mit Ethik oder der Literatur der Aufklärung kann schon förderlich sein.

    Es scheint im Film ja auch mehrfach durch, dass Friedhelm viel liest.
     
  32. Schaut man sich die Teilnehmer der Wannsee-Konferenz an so waren das fast alles Akademiker.

    Das gesamte Offizierskorps bestand aus gebildeten Leuten.

    Du zeichnest hier hingegen ein Bild von der sauberen Elite die sich dem judenmordenden Proletariat um den ehemaligen Wiener Straßenpenner Hitler entegegen gestellt hat, widerlich.
     
  33. Ti1t

    Ti1t
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    Ich fänd ja mal gut wenn sie Vaterland remaken würden. So ein paar Fehlerchen hat er ja + zu niedriges Budget.:D
     
  34. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Ach ja, dann zitiere mir bitte die Stellen an denen ich das Bild von "einer sauberen Elite, die sich dem judenmordenden Proletariat entgegen stellte" zeichne.

    Die sogenannten intellektuellen Eliten haben im Dritten Reich gründlichst versagt bzw das System aktiv unterstützt, kein Zweifel. Dass es (zaghaften und erfolglosen) Widerstand gab, kannst du aber genauso wenig anzweifeln.

    Und ursprünglich hatte ich nur darauf hingewiesen, wie Friedhelms Charakter zu interpretieren ist, der ja anfangs gar nicht auf die Kriegsverbrechen klarkommt.

    Im Allgemeinen habe ich das Gefühl dass du ein wenig an Paranoia leidest. Sonst würdest du nicht so emotional reagieren.
     
  35. Allquantor

    Allquantor
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    Aus Deutschland? :confused:
     
  36. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Jup, z.B. die Filme von Andreas Dresen, der sich stark mit den Schicksalen von Wendeverlierern auseinandersetzt.
     
  37. Ti1t

    Ti1t
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    Oder es war ihnen einfach irgendwie egal. Die echten "anständigen" Deutschen waren entweder im KZ oder sind ausgewandert. Alle anderen haben eben mehr oder weniger mitgemacht.
     
  38. Kaiza

    Kaiza
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    Ort:
    Gott verlassen
    Das ist richtig. Die Geschwister Scholl waren beispielsweise sehr hörige Verbrecher.
     
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