„Unsere Großmütter, unsere Großväter“

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von FloX, 23. März 2013.

  1. FloX NiX is FiX

    FloX
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    Nachmittag,
    angeregt durch den Film „Unsere Mütter, unsere Väter“, den ich übrigens für eine deutsche Produktion sehr gut finde und dem Thread zum Film im Medienforum, möchte ich mal nachfragen was ihr noch von euren Opas und Omas Erfahrungen im Krieg wisst, bzw. was sie euch überhaupt erzählt haben? Ich denke, dass es sicher interessante Geschichten unter den Usern des GSPB, bzw. eurer Großeltern gibt.

    Einer meiner Opas, war wie die Personen im Film um die 20, bei den Gebirgsjägern, 2. Gebirgs-Division und hat in Norwegen und später in Russland gekämpft. Von Norwegen hatte er immer nur Gutes erzählt und auch gesagt, dass er diese Zeit fast genossen habe, da es mehr einem Urlaub glich, als einem Krieg. Seit Norwegen konnte er aber keinen Fisch mehr essen, hatte mehrmals eine Fischvergiftung erlitten.
    Von Russland hat er nicht viel erzählt, er kam aber öfters aufgrund von Verletzungen auf Heimurlaub und hatte auch bis zu seinem unglücklichen Tod vor ein paar Jahren immernoch einen Granatsplitter im Kopf. Nur war er den Sowjets nach dem Krieg überaus dankbar, dass sie den Kreis um Stalingrad früher geschlossen haben als erwartet, seine Einheit sollte als eine der letzten noch in die Stadt vorstoßen. Wenn das gelungen wäre, wäre ich höchstwahrscheinlich heute nicht hier.

    Mein anderer Opa war schon etwas älter, da 1911 geboren, und war bei den Brandenburgern, einer Eliteeinheit und "Vorgänger" des KSK, die vor allem Operationen hinter den feindlichen Linien durchführten. Er hat vom Krieg eigentlich viel positives berichtet und gesagt, dass er auch fast keine "schrecklichen Dinge" erlebt hat, wie andere Soldaten. Auch hat er tonnenweise private Fotos hinterlassen, war scheinbar begeisterter Fotograf und hatte auch die Zeit das zu tun. Auch berichtete er fast schwärmerisch vom roten Meer, wo er u.a. das Schwimmen erlernt hat. Mehr weiß ich von ihm leider nicht, da er schon 3 Monate vor meiner Geburt gestorben ist.

    Meine beiden Omas wurden vom Krieg nicht wirklich getroffen, da sie auf dem Land lebten und beide Bäuerinnen, bzw. Wirtstochter waren.


    Wie schaut es bei euch aus, welche Lebensgeschichten könnt ihr von euren Großeltern erzählen?
     
  2. Serge

    Serge
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  3. Cpt._Allister_Caine der mim 300er Rohr halt..

    Cpt._Allister_Caine
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    opa wurde vor kriegsende eingezogen, der kommandeur der einheit konnte grade noch den rückzug befehlen, er is gegangen, hat seine panzerschreck (hat er immer "ofenrohr" genannt) in nen teich geworfen und sich gefangen nehmen lassen.

    hat immer gern erzählt wie er dann auf nem sherman mitfahren durfte.
    während seiner abwesendheit wurde übrigens ein (absolut idiotisch geparkter) munitionszug von alliierten fliegern in die luft gejagt. hat ihm evtl auch das leben gerettet. er war 16 btw um die zeit.
     
  4. Stanniol

    Stanniol
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    Meinen Opa und meine Oma hat es noch kurz vor Kriegsende in Berlin erwischt. Gekämpft hat mein Opa im 2. WK nicht, auch wenn er meines Wissens in der Armee war. Auf jeden Fall hatte er mehrere Uniformen. Eigentlich war er aber Maler und Schriftsteller (hat sogar ein Buch veröffentlich) und war nur hin und wieder auch politisch aktiv. In welcher Partei weiß ich nicht genau. Meine Oma hat er nie geheiratet und mein Vater hat seine Eltern nie wirklich gekannt, bzw. hat er nach dem Krieg einen anderen Namen angenommen. Viel mehr weiß ich aber leider nicht.
     
  5. garfield4ever

    garfield4ever
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    Du verlinkst auf einen fast 7 Jahre alten Thread:hoch:

    Der Vater meiner Mutter hat nahezu den kompletten Ost-Feldzug mitgemacht. War unter anderem in Stalingrad und hatte das Glück durch eine Verletzung (Beinschuss) noch rechtzeitig ausgeflogen zu werden...Kaum halbwegs gesundet gings wieder gen Osten...Kurz vor Kriegsende wollte er dann abhauen, wurde aber geschnappt und hätte halt erschossen werden müssen...die Kapitulation kam aber (zum Glück) früher...Das ist alles was ich über ihn weiß, er ist leider viel zu früh verstorben und die wenigen Infos hab ich nur von meiner Mutter erhalten. Laut ihr hat er aber nur selten darüber gesprochen.
    Mein Opa väterlicherseits war damals noch zu jung (14 bei Kriegsende), Und als Sudetendeutscher ist er damals mit seiner Mutter und seinem Bruder (sein Vater ist im Krieg gefallen) abgehaun kurz bevor die Russen kamen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2013
  6. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    Eigtl. interessant, u.U. mal Eltern/Oma Fragen obs diesbezüglich nähere Infos gibt.
    Das einzige was ich weiß das ein Großvater Flieger war und an unterschiedlichen Orten. Afrika, Frankreich, Russland,...
    In letzterem wurde er dann auch abgeschossen und war x-Jahre irgendwo in Siberien in verschiedenen Lagern. Aufgrund seiner "Ausbildung" hier in D war er dort wohl eine Art Vorarbeiter für einen Brückenbautrupp. Gibt dazu wohl auch nen Buch, was ein Mitgefangener und später guter Freund, geschrieben hat. Habs aber nicht gelesen
     
  7. honey badger gesperrter Benutzer

    honey badger
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    Opa mütterlicherseits: Marine, U-Boot
    Opa väterlicherseits: Wohl SS, man hört kein Wort davon :ugly:
     
  8. Serge

    Serge
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    Der die Frage des TE beantwortet und in dem einige Geschichten von verschollenen Usern enthalten sind, was ist dein Problem?
     
  9. Partisanen.
    Das ist so nicht korrekt. Das war zwar der ursprüngliche Gedanke hinter dem Regiment Brandenburg, aber seit eigentlich 1942 waren die Brandenburger grossmehrheitlich als Einsatzreserven an der Front tätig und seit 1943 war die, dann zur Division erweiterte, Einheit vorwiegend in Jugoslawien im Kampf gegen Partisanen tätig. Von wo sind die Fotos?
     
  10. Allquantor

    Allquantor
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    Opa mütterlicherweits: Hatte schon im ersten WK gekämpft (in unserer Familie kriegt man spät Kinder :ugly: ), war für den zweiten eigentlich zu alt, hat sich aber freiwillig zur Waffen-SS gemeldet. :uff: Amerikanische Kriegsgefangenschaft, danach Bekehrung zum Katholizismus. Was sich dann in der Namensgebung der weiteren Kinder abgezeichnet hat. Wer von den sieben Kindern vor 1945 geboren wurde, bekam germanische Namen wie "Siegfried" und "Armin", wer später abgenabelt wurde, katholische Namen wie "Peter" :ugly:²

    Opa väterlicherseits war auch in der Partei, aber wohl mehr aus beruflichen Gründen. Ist für den Krieg ausgefallen, weil er als Chemiker kriegswichtige Arbeit geleistet hat (nichts aufregendes, irgendwas mit Farben, glaube ich). Opa väterlicherseits hat sich nach dem Krieg auch normaler entwickelt und nicht so neurotisch wie der andere, den ich gar nicht mehr erlebt habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2013
  11. Opa: Freiwillig zur Luftwaffe gemeldet, da tätig als Mechaniker bei einer Einheit Ju-87, wurde dann später im Zuge der Luftwaffenfelddivision wohl auch Infanteristisch eingesetzt. Laut Erzählungen hatte er nie wirklich viel Feindkontakt, auf einem Foto ist allerdings das "Erdkampfabzeichen der LW" zu erkennen (Verleihungsbedingungen). Das beißt sich. Später ist er in russische Kriegsgefangenschaft geraten und wurde erst '49 freigelassen. Eine Anfrage bei der WASt hat leider keine näheren Erkentnisse zu Tage geföferdert. Habe vor, dieses Jahr nach Moskau zu schreiben.

    Mein Großonkel war bei der Marine auf einem U-Boot eingesetzt. Er lebt noch immer und ist inzwischen über 90. Nehme mir seit Monaten vor, mit ihm zu sprechen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. März 2013
  12. Veltins2

    Veltins2
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    der thread ist SIEBEN JAHRE ALT. die geschichten sind bestimmt nichtmehr aktuell!!
     
  13. das_opa Aushilfs Student

    das_opa
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    IG Farben wäre demnach möglich aber nicht "nichts aufregendes" :hmm:
     
  14. Xizor kann oft nicht so gut mit Bildern

    Xizor
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    Väterlicherseits hab ich keine Ahnung, Opa mütterlicherseits war bei Kriegsende erst 15, Oma noch ein paar Jahre jünger. Er war "nur" Flakhelfer in Flensburg und hat nach dem Krieg einige Jahre in Frankreich gearbeitet.

    Einer seiner Brüder war bei der Marine auf nem Torpedoboot und ein anderer iirc in einer bekannteren SS-Panzerdivision und ist irgendwo Richtung Westfront auf ne Panzerabwehrmine gefahren.
     
  15. Lurtz lost

    Lurtz
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    Schwieriges Thema für mich, da eine differenzierte Auseinandersetzung mit meinen Großeltern darüber nicht möglich ist/war.

    Opa mütterlicherseits: Jugendlicher, nicht aktiv am Krieg beteiligt. Geht dabei schnell an die Decke: "Hitler hat 7 Millionen Juden umgebracht! Dieser Verbrecher!" à la "er ganz allein war das"...
    Oma verdrängt das Thema.

    Opa väterlicherseits: Wehrmachtssoldat an der Ostfront und in Italien, ist vor kurzem verstorben und da habe ich erfahren, dass er sogar das Eiserne Kreuz erhalten hatte, das kam jetzt mit ins Grab. Irgendsoein Fuzzi vom Reservistenverein musste dann noch eine glühende Rede halten wie Opa ein Kloster vor den bösen Alliierten gerettet hat und dafür das Kreuz erhielt. Meine Schwester meinte danach "bisher war mir gar nicht so bewusst, dass Opa ein Nazi war".
    Bei ihm halt ganz deutlich diese für diese Generation so typische Mischung aus latentem Antisemitismus, eingeprügelter Hitler-Verehrung, die noch durchscheint, und gleichzeitig dem Wunsch die eigenen traumatischen Kriegserlebnisse über die "saubere Wehrmacht" irgendwie zu rechtfertigen :(
    Differenziert mit ihm darüber zu sprechen war leider nicht möglich.
    Oma verdrängt das Thema.
     
  16. Santa Claws

    Santa Claws
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    Edit: War Müll.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2013
  17. Vögelchen Baumwolldealer des Vertrauens

    Vögelchen
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    Da dachte ich auch direkt dran.
     
    Rirre gefällt das.
  18. Ein EK ist, wenn's hochkommt, 150 Euro wert. Bestenfalls.
     
  19. Santa Claws

    Santa Claws
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    Ok, hatte da von einem Gutachter andere Preise im Kopf, hab ich mich wohl getäuscht.
     
  20. Lurtz lost

    Lurtz
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    Wie auch immer, gerade da es evtl. was wert sein könnte, ist es gut dass es ins Grab kam, sonst hätten sich die zahlreichen Kinden bestimmt noch darum gezankt :uff:
     
  21. Es gab halt drei Millionen davon. Die weitaus selteneren Ritterkreuze sind natürlich wertvoller.
    Sicher.
     
  22. Garm

    Garm
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    Die Eltern meiner Mutter waren während des Krieges noch Kinder. :ugly:

    Die Mutter meines Vaters war AFAIK beim BDM, weiß dann gar nicht, was die genau gemacht hat und nun ist es leider zu spät, sie zu fragen.

    Den Vater meines Vaters kenne ich gar nicht, dessen Bruder war aber bei der SS. :ugly:
     
  23. Santa Claws

    Santa Claws
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    Genau die meinte ich. Danke.
     
  24. Mein Großvater mütterlicherseits war Russlanddeutscher und hat die Bombardierung und den deutschen Angriff auf Stalingrad auf russischer Seite mitbekommen. Während der Belagerung ist er dessertiert und zu den Deutschen übergelaufen. Von da aus ist er dann ins Rheinland gekommen. Wie das genau abgelaufen ist hat er nie erzählt. Ob er wirklich dessertiert ist oder ob er gefangen genommen wurde, weiß niemand. Außer dem Satz, dass er Stalingrad habe brennen sehen, hat er praktisch nicht erzählt.

    Mein Großvater väterlicherseits war als Ingenieur in Jugoslawien. War er da genau gemacht hat, weiß ich auch nicht genau und ich habe auch nicht das Gefühl, dass mein Vater darüber reden will. Eventuell muss ich da in einer ruhigen Minute nochmal nachfragen.

    Richtig krass wurde mir der Umgang der Generation mit dem Krieg am Bespiel meines Großonkels bewusst. Immer, wenn sich die ganze Familie an Allerheiligen getroffen hat, wurde am Familiengrab uns Kindern von unserer Tante gesagt, dass zwei Tage vor Kriegsende sein Flugzeug abgeschossen worden wäre. Nichts weiter.
    Im Keller habe ich jetzt vor einem halben Jahr eine Kiste von ihm mit alten Zeugnissen, vielen Propagandazeitschriften und einem Mitgliedsbescheid der HJ von 1933 gefunden. Da kommt man schon irgendwie ins grübeln, was das für eine Person gewesen ist.
     
  25. Dead man walking tot, aber glücklich

    Dead man walking
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    Mein Opa mütterlicherseits war freiwillig in der WaffenSS, dort in der Leibstandarte Adolf Hitler und war in Frankreich und Italien. Ist leider vor meiner Geburt gestorben, war aber wohl überzeugter Nazi und hat nach dem Krieg nicht mehr darüber gesprochen. Seinen Dolch hat er aber immer noch behalten.

    Der andere Opa war Offizier in Frankreich. Viel mehr weiß ich auch nicht, habe nur mal ein Bild von ihm und einer Gruppe anderer Offiziere und Nazi-Funktionäre? gesehen, wie sie vor dem Eiffelturm posieren.
     
  26. garglkark ♥ ♥

    garglkark
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    opa mütterlichseits (geb. 1917): flüchtete vor den polen, die russen haben ihm wohl geholfen. war immer spd-fanatiker, über die zeit im krieg hat er glaub ich nie geredet.

    opa väterlichseits (geb. 1902):
    war von 1937-1945 in der NSDAP
    schriftlich bezeugt durch einen pfarrer, dass das nur nominell war, angeblich stand er den nazis ablehnend gegenüber.
    glaubwürdig durch eine gehobene stellung in einer katholischen organisation, weswegen er mehrfach von der GESTAPO verhört und bedroht wurde.
    lt. einreihungsbescheid (entnazifizierung) kategorie IV = nomineller naziunterstützer
    von 1934-1939 in der SA
    im 2. weltkrieg war er leutnant in der luftwaffe (feldheer!?) von 1941-1945
    1944 erhielt er das eiserne kreuz 2. klasse, dort wird er als Fhj-Feldwebel bezeichnet. (stationiert in Eggebek). er wurde anscheinend erst 1944/1945 leutnant.

    uropa väterlichseits (geb. 1876): im 1. weltkrieg war er erst unteroffizier, später feldwebel

    habe leider nie mit meinen großeltern über krieg oder politische dinge reden können, dafür war ich zu jung, als sie starben.
     
  27. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Ich konnte nie mit meinen Opas und Omas über den Krieg reden, da waren alle wie vernagelt.
    Einzig von meinem Opa mütterlicherseits weiß ich, das er in Afrika in Gefangenschaft geraten ist und ich mal seine Granatsplitter im Bein anfassen durfte; war wohl Sanitätsgefreiter.

    Einzig mein Onkel, Bj. 33, redet gern über den Krieg.
    Ich denke einfach, was die Erwachsenen mitmachen mussten war zu schlimm.
    (mein Onkel war ja nun Kind am Ende und hat auch in ner Hütte außerhalb gewohnt)
     
  28. Mein Opa väterlicherseits war während dem Krieg in der (schweizer) Armee, war aber meines Wissens nicht an der Grenze stationiert. Mütterlicherseits weiß ich gar nicht.

    Arg finde ich die Geschichte der Oma meiner Freundin, die im KZ geboren ist.
     
  29. Kugelfisch

    Kugelfisch
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    Meine Großeltern waren zu jung, um als Soldaten am Krieg teilzunehmen. Allerdings nicht zu jung, um lebhafte Erinnerungen zu haben – mein Opa väterlicherseits und meine Oma mütterlicherseits erzählen gelegentlich Fragmente.

    Meine Oma erzählte kürzlich noch von der Vertreibung aus Schlesien, von der langen Zeit im Zug, wo Leichen zwischenzeitlich verstorbener Menschen alle zwei bis drei Tage herausgeworfen worden sind. Von einer polnischen Frau, die (in der Zeit davor) bei ihnen im Haushalt helfen musste und später von russischen Soldaten mutmaßlich vergewaltigt worden ist. Ich weiß auch, dass sie zugeschaut hat, wie Menschen totgeprügelt worden sind. Fragmente, wie gesagt.

    Mein Opa hat bei der Hitlerjugend wohl mal so kräftig auf ein Ohr bekommen, dass er einen Gehörschaden davongetragen hat.
     
  30. Sampras gesperrter Benutzer

    Sampras
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    Ein ganz eigenes Kapitel; die Vertreibung der Deutschen aus den besetzten (zurückeroberten, was-auch-immer) Gebieten.
    Ich habe da schon einige Dokus zu gelesen, hat jemand mal einen Film dazu? (am liebsten ebenfalls eine Doku)
     
  31. Suzi Q. kuschelt mit Mallory

    Suzi Q.
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    Sehr interessante Geschichten hier.

    Ich hab ein Paar Großeltern nie gekannt, und vom anderen weiß ich nur, dass mein Opa sein Leben lang Granatsplitter spazierengetragen hat.
     
  32. Zauberpilz

    Zauberpilz
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    Opa väterlichseits: Mutter katholisch und verheiratet mit einem Juden. Mein Opa ist also 1/2 Jude. Er war glaub ich 5 Jahre alt als der Krieg begann. Er kam ursprünglich aus Böhmen (sudetendeutscher) und versteckte sich den ganzen Krieg über in Bayern auf einen Bauernhof. Sein Vater hats nicht überlebt.

    Oma väterl.: katholische Urrheinländerin. Keine weiteren Infos.

    Opa mütterlichs.: Hat mit 16/17 Jahren eine Polizeiausbildung abgeschlossen. Als er danach mit 17 Jahren eingezogen wurde war es 1940. Er kam aufgrund seiner Ausbildung zur Waffen-SS. Er war dort Funker.
    1940 beim Frankreichfeldzug mitgemacht, danach ein Jahr in Paris gelebt wie Gott in Frankreich. Danach Ostfront. Bei Stalingrad in Gefangenschaft gekommen wurde aber nicht als SS-Soldat enttarnt. Er überlebte nur weil er sich vor dem Blutgruppentattoo drücken konnte. Er konnte aus dem Lager mittels LKW fliehen und ab nach Hause.

    Oma mütterlichs.: Lebte in Breslau. Nach der Zerstörung durch Brandbomben und wegen der Angst vorm Russen nach Westen geflohen.

    PS: Es gab nie gemeinsame Familienfeste.
     
  33. garglkark ♥ ♥

    garglkark
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zwangsarbeiter_nach_1945#Frankreich

    "während andere in der Landwirtschaft und im Bergbau tätig waren"
     
  34. t-6 80plus-zertifiziert

    t-6
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    Ja, kann sein, war meinem Opa mütterlicherseits ebenfalls so. Die Ankunft der kriegsgefangenen Deutschen in F soll aber nicht so rosig abgelaufen sein, die Behandlung durch den Bauern aber deutlich besser.

    Opa mütterlichereits Bj. '23: Zunächst in Pommern stationiert, war wohl auch auf oder an Peenemünde. Danach nach Frankreich verlegt worden. Beim Vorrücken der Alliierten dann gefangengenommen und in französische Kriegsgefangenschaft/Zwangsarbeit gekommen. Ein paar Jahre später nach dem Krieg zurück nach Mecklenburg, wo er heute noch wohnt.
    Gegenüber Hitler kein gutes Wort,; diese Ernüchterung die bei vielen Soldaten ggü. Gröfaz irgendwann eingesetzt hat, halt. Ein gewisser Antisemitismus ist immer noch da, bei meiner mittlerweile verstorbenen Großmutter war der aber noch stärker. Politisch ein gutes Stück rechts der CDU wäre er wohl einzuordnen (Abonent der National-Zeitung und hat auch seine Landser-Heftchen), kann dann aber nicht die "Heuchler" (Neonazis) sehen, die am Volkstrauertag am örtlichen Ehrendenkmal aufmarschieren.

    ...ich muss mal dringend noch das Interview aufzeichnen das ich geplant hab, bevor es irgendwann zu spät ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. März 2013
  35. EricX gesperrter Benutzer

    EricX
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    Mein Uropa ist auf der Bismarck gestorben. Seine Frau war trotzdem überzeugter Nazi, wie glaub ich alle meiner Urgroßeltern. Ein paar sind nach 45 nach Australien abgehauen, würde mal gerne wissen was die hier so getrieben haben.
     
  36. Das war wohl nicht wirklich selten.

    Einer meiner Großonkel gerat irgendwann nach der Landung in der Normandie in Gefangenschaft und wurde dann noch einige Jahre auf einem französischen Bauernhof beschäftigt. Er wurde da wohl so gut behandelt, dass er, als er nach Deutschland zurückkehren konnte, extreme Schuldgefühle hatte. Nicht nur, weil er gut behandelt wurde, sondern auch, weil er einem Land gedient hatte, welches Greueltaten begangen hat. Daraufhin ist er mit nicht mal 25 in die USA ausgewandert.

    Auch interessant: Meine Urgroßmutter wollte 1914 in die USA auswandern, hatte schon Tickets für das Schiff und war bereit zu gehen. An dem Tag, an dem das Schiff gehen sollte ist der Erste Weltkrieg ausgebrochen und sie durfte das Land nicht verlassen. Daraufhin ist sie hiergeblieben und hat wenig später meinen Urgroßvater kennengelernt.
     
  37. Cpt._Allister_Caine der mim 300er Rohr halt..

    Cpt._Allister_Caine
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    wenn ich mir den anderen thread so durchlese, dann war das keine "letzte" ju 52, die den kessel von stalingrad evakuiert hat, sondern wohl eher eine boeing 747. :ugly:
     
  38. N Bekannter hat die Nahkampfspange in Gold bekommen. Die ist selten :ugly:
     
  39. The_Juice

    The_Juice
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    1.405
    Meine sind alle erst so um 1933 geboren, teilweise aus dem heutigen Polen vor den Russen geflohen. Direkte Kriegserlebnisse hat aber niemand von ihnen mitbekommen. Inwiefern meine Urgroßeltern aber involviert waren, weiß ich gar nicht. Könnte man mal nachfragen.
     
  40. Das machen eigentlich Volksbund für Kriegsgräberfürsorge und Reservistenverband, mit Neonazis haben die nicht mal ansatzweise zu tun.
     
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