Rassismus ohne Rassen

Dieses Thema im Forum "Smalltalk" wurde erstellt von Gelöschter User, 6. Juni 2013.

  1. Grundsätzlich geht es mir um folgendes: Seid ihr der Meinung, dass der Begriff Rassismus inzwischen losgelöst vom eigentlichen Kontext der Rasse verwendet werden kann?

    Speziell geht es mir dabei um Religionen (z.B. Juden und Muslime), sowie soziale Gruppen (z.B. Sozialhilfeempfänger).

    Grundsätzliche Stichwörter wären hier Rassismus ohne Rassen und z.B. Nützlichkeitsrassimus (wer der Gesellschaft keine Vorteile bringt ist weniger wert).

    Glaubt ihr diese Begriffe sind zulässig oder sollten sie besser durch andere (z.B. Islamophobie oder Klassismus) ersetzt werden? Denkt ihr das Wort Rassismus wird in erster Linie verwendet um zu schocken? Ist das zulässig oder schwächt eine inflationäre Verwendung des Wortes die eigentliche Bedeutung ab?

    Konkret frage ich, weil sich im englischen das Wort "racism" scheinbar noch deutlich stärker auf "Rasse" bezieht als bei uns - Wortneuschöpfungen wie Nützlichkeitsrassimus sind dort kaum zu finden.

    Edit: Das Oxford Dictionary kennt Rassismus scheinbar nur auf "Rassen" basierend.

    Auch der Duden bezieht sich auf biologische Merkmale.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Juni 2013
  2. rbue

    rbue
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    Es scheint mir eher, daß racism in den USA losgelöst vom biologischen Begriff Rasse verwendet wird. Ich habe es z.B. schon in Verwendung gehört im Bezug auf klischeehaft dargestellte Deutsche in Filmen.

    .
     
  3. etc.usw.

    etc.usw.
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    Das Problem ist, dass es kaum andere starke Begriffe dafür gibt. Es gibt ja eine Gemeinsamkeit bei der Benachteiligung oder Verfolgung von sozial Schwachen, Homosexuellen, Schwarzen, [...], aber es gibt kaum geläufige Begriffe, die das fassen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass man allgemein bekannte Begriffe erweitert.
     
  4. Anlass war ein Artikel über folgende Tat - leider finde ich ihn nicht mehr. Der Anschlag wurde darin als "racially motivated" beschrieben - was zur Folge hatte, dass die gesamte Kommentarspalte feststellte, dass ein Anschlag auf Muslime ja nicht "racially motivated" sein könne, schließlich sei eine Religion keine Rasse.

    Dass die Tatsache, dass es Somalis waren, wohl auch nicht ganz unwichtig war, soll hier im Thread keine Rolle spielen, sollte aber wohl der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
     
  5. Kapitalismus ist nicht ohne Kapital denkbar. Kolonialismus braucht Kolonien. Idealismus Ideale. Narzissmus setzt eine narzisstische Persönlichkeit voraus. Autismus eine autistische. Von Islamismus kann man nur im Zusammenhang mit dem Islam sprechen. Antisemitismus erfordert eine antisemitische Einstellung.

    Ich denke, das sind genug Beispiele zur Beantwortung der Frage.
     
  6. Zauberpilz

    Zauberpilz
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    Rasse ist aber ein willkürlicher Begriff.
     
  7. etc.usw.

    etc.usw.
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    Das war so wundervoll absehbar :D

    Der Nihilismus braucht demnach das Nichts, den Darwinismus kann es nach dem Tod Darwins ja gar nicht mehr geben, der Eudämonismus braucht das (Lebens)glück, ein Gallizismus hat jedenfalls nur am Rande mit der französischen Sprache zu tun, und Zynismus muss wohl mit Hundehaltung zu tun haben.
     
  8. rbue

    rbue
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    Das es sich um Somalis handelte, ist definitiv nicht Grund des Angriffs?

    Was auch immer. Das kommt mir so vor wie die seitenlangen Diskussionen, daß eine Raubkopie keine Raubkopie sein, weil ja niemand mit Waffengewalt zur Herstellung einer solchen genötigt werde. Semantik. Reines Gewäsch, das den Sachverhalt verschleiert.


    Der Begriff 'hate crime' aus der Überschrift des Artikels ist jedenfalls ein gute Beschreibung.

    .
     
  9. Auch das war absehbar. Da hättest du dir aber wirklich mehr Mühe geben können. Natürlich braucht der Nihilismus das Nichts, denn er erkennt ja nichts an. Darwinismus basiert auf den Arbeiten von Darwin. Eudämonismus befasst sich mit dem Lebensglück, gut erkannt. Gallizismus hat immer mit der französischen Sprache zu tun. Und zum Zynismus kannst du hier deine Kenntnisse aufbessern.
     
  10. Rasse ist seinem Ursprung nach ein rein biologischer Begriff, der sich demnach mit der Natürlichkeit der Dinge befasst, sprich: so wie die Menschen/Menschengruppen ihrer Natur nach beschaffen sind. Rassismus zielt dann darauf ab, solche Menschen/Gruppen aufgrund ihrer natürlichen Merkmale Eigenschaften zuzuschreiben.
     
  11. Ufert das jetzt ständig zu einem Dauergetrolle aus?
     
  12. etc.usw.

    etc.usw.
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    Nehmen wir doch mal den Zynismus:
    Es tut mir wirklich leid, dass ich es bin, der es dir sagen muss, aber: Worte erfahren Bedeutungsänderungen. Sorry, Bro.
     
  13. etc.usw.

    etc.usw.
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    Gerade die Biologie macht solche Unterscheidungen in Bezug auf den Menschen aber heute nicht mehr.
     
  14. Marvin manisch-depressiv

    Marvin
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    Ja. Der klassische Rassismus, also die Abneigung gegenüber anderen Menschenrassen (ein ebenfalls mittlerweile nicht mehr benutzter Begriff) läuft heute eher unter dem Stichwort Xenophobismus.
     
  15. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Natürlich hat sich der Horizont des Begriffes Rassismus in der Alltagssprache schon erweitert. Wer das nicht gemerkt hat, hat wohl die letzten Jahre unter einem Stein gelebt.
     
  16. Jede Begriffsgeschichte hat einen Anfang. Und den gilt es zu beachten.

    Natürlich tun sie das. Aber um es mit deinem Weltbild zu sagen: diese Bedeutungsveränderungen sind sozial konstruiert, entkoppeln sich also von dem ursprünglich Gemeinten. Die Frage ist zudem, wie man diese Bedeutungsveränderungen bewerten muss. Und wenn sich zeigt, dass ein Begriff in neuerer Verwendung so gar nichts mehr mit dem zu tun hat, was man ursprünglich darunter verstand, dann ist eine Erneuerung des ursprünglichen Begriffsinhaltes, also eine Richtigstellung erfordert, da sonst jeder beliebigen Begriffsverwendung Tür und Tor geöffnet ist. Da wir aber alle in Begriffen denken, ist es wichtig, diese in ihrer korrekten Form zu verwenden. So ist ja auch z.B. "sozial" kein normativer ("gerecht", "gut"), sondern ein rein beschreibender, wertneutraler Begriff, aus dem sich demzufolge keinerlei politische Gestaltungsempfehlungen ableiten lassen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Juni 2013
  17. etc.usw.

    etc.usw.
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    Oh, bei erstaunlich vielen Begriffen (etwa denen, die du gerade benutzt hast) ist dieser Anfang überhaupt nicht bestimmt. Funktioniert trotzdem. Wie nur!?

    Sowas Unsinniges würde ich nie sagen. Die "ursprüngliche Bedeutung", was immer das auch ist, ist ja auch bereits sozial konstruiert.

    Eine Richtigstellung? Also so etwas wie "Raider heißt jetzt Twix"? Na, das ist doch aber kein Problem.

    Achtung, Richtigstellung:
    Ab sofort kann sich der Begriff Rassismus auch auf Situationen, Verhaltensweisen [...] beziehen, in denen im Sinne der klassischen Rassetheorien keine Rassen involviert sind.
     
  18. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Wer legt denn bitte fest, was korrekt ist? Begriffsbedeutungen werden sozial konstituiert. Immer, ohne Ausnahme. Wenn der Adressat das versteht, was ich ihm mitteilen wollte, dann ist der gewählte Begriff nicht falsch. Und wenn im Kontext von Angriffen auf Muslime von "rassistischer Motivation" die Rede ist, dann weiß jeder, wie das gemeint ist.
     
  19. etc.usw.

    etc.usw.
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    Das versuche ich ihm schon länger beizubiegen, bisher ohne Erfolg.
     
  20. Wo rassistische Denkweisen weitgehend unverändert als Anerkennung angeblicher grundsätzlicher kultureller Unvereinbarkeiten, Ethnopluralismus oder sonstiger Schmonz wieder salonfähig gemacht werden sollen, finde ich es schon angemessen, das Kind beim Namen Rassismus zu nennen. :nixblick:
     
  21. Wenn es also dank sozialer Konstruktion gelänge, den Leuten beizubringen, dass "Tag" jetzt "Nacht" heißt, dann ist das ja aus dieser Sichtweise unproblematisch.
     
  22. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Wenn sich diese Art der Verwendung der Begriffe durchsetzt: Ja.
     
  23. etc.usw.

    etc.usw.
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    Es ist unproblematisch. Self-conscious etwa im Englischen genau so einen Bedeutungswandel hinter sich, afaik. Von selbstbewusst zu ~gehemmt.
     
  24. Zauberpilz

    Zauberpilz
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    Die Biologie hat die Rassentheorie widerlegt. Es gibt keine eindeutigen Unterschiede in der DNS innerhalb unserer Spezies. Genauso kann man das auch nicht anhand der Hautfarbe festlegen. Die Übergänge sind fließend und wenn du irgendwo einen Marker setzt wo du Unterschiede definierst, dann ist diese Marke willkürlich.
     
  25. etc.usw.

    etc.usw.
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    Insbesondere ist die Schwankungsbreite innerhalb einer 'ethnischen' Gruppe typischerweise größer als die zwischen den Gruppen
     
  26. Du könntest dir demnach eine Welt vorstellen, in der:

    - die Sonne als Schneeflocke bezeichnet wird
    - Diktatur und Demokratie dasselbe meinen
    - man von Stille spricht, wenn man Musik hört
    - blau grün ist, rot weiß, kariert gestrichelt

    Ich hoffe, ich werde nie in deiner Welt leben.
     
  27. Ich habe mich da vlt. etwas undeutlich ausgedrückt:

    Die meisten Kommentare vertraten die Meinung, dass es keine rassistische Tat sein könnte, schließlich sei der Islam eine Religion.

    Sie sind aber nicht auf die Idee gekommen, dass die Opfer zwar Muslime waren, aber eben auch Somalis und das dementsprechend "Rasse" trotzdem eine Rolle gespielt haben könnte (schließlich hat man keine weißen Muslime attackiert). Aber da das mit dem eigentlichen Threadthema nichts zu tun hat (sondern nur die Ignoranz der Kommentatoren aufzeigt) habe ich versucht es nur Rande zu erwähnen - mich aber wohl etwas ungenau ausgedrückt.
     
  28. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Sind deine Beiträge als Plädoyer gegen den Sprachwandel zu verstehen? Sollen wir also wie die ersten Menschen sprechen?
     
  29. etc.usw.

    etc.usw.
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    Das ist wirklich herzerweichend naiv :D

    Natürlich kann man sich so eine Welt vorstellen, und wärst du in ihr aufgewachsen, würde dein Posting vielleicht so aussehen;


    Du verwechselst (wie schon einige Male) die Worte mit den Begriffen.
     
  30. Sind deine Beiträge als Plädoyer dafür zu verstehen, dass man Begriffe beliebig ändern kann, so lange man nur genügend Leute davon überzeugt? Ist es also ein Plädoyer dafür, dass man es beispielsweise für richtig zu halten hat, wenn etwa in ein paar Jahren diktatorische Systeme als demokratisch bezeichnet werden würden, weil die Leute der Meinung sind, dies hätte seine Richtigkeit?
     
  31. rbue

    rbue
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    OK. Danke.

    .
     
  32. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Mein Standpunkt ist klar: Ein Ausdruck ist tauglich, wenn der Adressat das versteht, was ich ihm mitteilen wollte. Wie sieht es mit deinem Standpunkt aus? Meine Frage war durchaus ernst gemeint. Du sperrst dich ja vehement gegen den Sprachwandel. Welche Sprache ist also die richtige Sprache, die nicht mehr verändert werden darf?
     
  33. Also beantwortest du die oben gestellte Frage offensichtlich folgendermaßen:

    Wenn in Zukunft allgemeiner Konsens bestünde, dass Diktaturen als demokratisch bezeichnet werden, die Menschen den Begriff der Diktatur also so verstehen, dann ist diese Begriffsverwendung in Ordnung.

    Jedenfalls sollten Begriffe nicht jeder beliebigen Umdefinition ausgesetzt werden, weil dadurch die Gefahr besteht, dass das, was heute aus guten Gründen für falsch gehalten wird, morgen für richtig gehalten wird. Siehe obiges Beispiel.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6. Juni 2013
  34. SeeUngeheuer

    SeeUngeheuer
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    Und welche Formen des Sprachwandels sind nun legitim? Wo ziehst du da die Grenze?
     
  35. Ein eher geringfügiges Problem habe ich z.B. mit völlig neuen Begriffen, so lange diese aufgrund ihrer Neuartigkeit eben noch inhalts- und bedeutungslos sind und insofern sie nicht aus bereits bestehenden Begriffen zusammengesetzt sind oder bestehender Begriffe entlehnt werden, welche dadurch ihrer eigentlichen Bedeutung beraubt werden. "Internet" wäre hier ein Beispiel für einen neuen Begriff, der fern der geschilderten Problematik ist.
     
  36. Allquantor

    Allquantor
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    Kann man nicht einfach von Rassismus-ähnlichen Einstellungen sprechen?
     
  37. etc.usw.

    etc.usw.
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    Du verwechselst Worte und Begriffe. Wie ich gerade schon sagte.
    In dem Beispiel sind diktatorische Systeme nicht demokratisch geworden. Du hast die Leute nur davon überzeugt, dass sie die WORTE "diktatorisch" und "demokratisch" jetzt anders verwenden sollen. Die Bedeutung der Worte hat sich verändert, nicht aber die inhaltlichen Zuschreibungen. Z.B. trifft auf eine Demokratie* nach der Sprachreform genausowenig das Attribut menschenrechtskonform zu wie auf Diktatur vor der Sprachreform.

    Und nochmals: du hast antiquiertes Bild von Semantik.
     
  38. etc.usw.

    etc.usw.
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    Oh man :D
    Einfaches Beispiel:
    Ich sage "Diktaturen sind doof."
    Du überzeugst mich jetzt, dass ich das Wort "Diktatur" und das Wort "Demokratie" z.B. genau vertauscht verwenden soll.
    Dann ist der Satz "Diktaturen sind doof." jetzt falsch, der Satz "Demokratien sind doof" aber wahr.
    Du verwechselst da was.
     
  39. Du möchtest Sprachregelung von Sprachbewusstsein trennen. Das geht aber nicht. Die Leute haben eine klare Vorstellung von dem, was Demokratie ist und dem, was Diktatur ist. Wenn du diese Begriffe austauschst, dann tauscht du auch das Bewusstsein über diese Begriffe aus, veränderst also das Wesen/die Wirklichkeit der Begriffe selbst, weil die Leute dann die schlechte Diktatur für etwas Gutes halten (denn sie ist ja jetzt demokratisch, also gut). Du kannst dadurch eine Diktatur etablieren, weil sie für gut gehalten wird, denn sie ist ja jetzt eine Demokratie. Dein semantischer Kniff ändert also nichts an der durch Begriffe erzeugten Realität.
     
  40. etc.usw.

    etc.usw.
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    Es wäre etwas einfacher, wenn du dich präziser ausdrücken würdest. Du möchtest gar nicht über Bedeutungen iA reden, sondern über Konnotationen. Und da hast du jetzt 1984 etwas zu ernst genommen. In dem imaginierten Szenario hat sich eine Gesellschaft dazu entschieden, diese Worte zu vertauschen. In einer solchen Gesellschaft wäre ein Großteil der Menschen dann für die Abschaffung des demokratischen Regimes in Ungarn, aber für die Beibehaltung der Diktatur in Deutschland. Damit Konnotationen dabei eine Rolle spielen, oder damit Sich wie bei 1984 ein echter Bedeutungswechsel vollzieht, musst du viel,viel mehr in das Szenario reinstecken.
    Natürlich läuft ein Großteil politischer Diskurse über das Nutzen solcher Konnotationen. Das ist aber weit, weit weg von deinen Vorstellungen von Semantik.
    Edit Begriffe erzeugen Realität? Daduq? Berkeley, anyone?
     
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