GameStar "Key" - Ausblick in die Zukunft?

Dieses Thema im Forum "Fragen an die Redaktion" wurde erstellt von Yeager, 8. Juni 2013.

  1. Yeager

    Yeager
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    Berlin
    F2P ist in aller Munde.
    Mit allen dazu gehörenden Pro und Kontras.
    Auch bei der GameStar, jedoch in anderem Sinne:

    Wenn man sich die allerorts sinkenden Zahlen der verkauften Auflage anschaut, wird einem Angst und Bange.
    GameStar ist z.B. momentan nicht weit entfernt von den Zahlen, bei denen seinerzeit die PowerPlay eingestellt wurde.
    Die goldenen Zeiten sechsstelliger Auflagen (Höhepunkt 2002) sind weit entfernt und werden wohl leider nicht mehr zurückkehren.
    Die gesamte Branche der Printmedien ist davon betroffen.
    Ursache: v.a. kostenlose Internet-Alternativen.
    Auch die "Lesekultur" hat sich gewandelt.
    Kurze, schnelle, zielgerichtete Informationen sind zum Trend geworden.
    Man versucht Fuss zu fassen mit Hybrid-Angeboten, die sich überwiegend an iPad & Co - User richten. Micro-Transactions, wie im F2P-Bereich inklusive.
    Und man läuft Gefahr durch Kosteneinsparungen einstige Alleinstellungsmerkmale zu verlieren.
    Bei der GameStar sind das die Tiefe und Länge der Artikel selbst.
    Jochen Gebauers zum Beispiel, gehören für mich zum positiven Highlight einer jeden Ausgabe und werden von mir als Erstes gelesen.
    Sollte dieser Trend weiter gehen, unterscheidet man sich irgendwann nicht mehr allzu deutlich vom Niveau einer Computer Spiele BILD.
    Nicht umsonst ist "BILD" hier im Namen.
    Momentan ist man gottlob noch weit davon entfernt.

    Was kann man also tun?

    Ich habe genauso wenig eine Patentlösung in petto, wie jeder andere.
    Dafür aber eine Idee.
    Von der ich allerdings überhaupt nicht weiß, in wieweit sie sinnvoll wäre.
    Das Stichwort lautet Kostenreduzierung.
    Gemeint sind die Kosten der DVDs.

    Die Gemüter werden sich hier scheiden.
    Einige hegen und pflegen sie, drucken Cover aus, sortieren sie ein in ihr Regal und schauen sich jeden Inhalt an. Wie in alten Zeiten.
    Andere sind nur an der Vollversion interessiert und machen von selbiger den Kauf abhängig. Alternativ greifen sie zur DVD-losen Version. Oder zur Konkurrenz.
    Oder lassen es in diesem Monat ganz bleiben.

    Was wäre nun, wenn GameStar Folgendes anbieten würde:

    Eine Printausgabe, die KEINE DVD beinhaltet - und DENNOCH die Inhalte einer solchen hat: mit Game-Keys.
    Die sich auf ein gehostetes Angebot beziehen, das man downloaden kann, wenn man möchte und einen solchen Key besitzt.
    Um GameKey-Grabbern das Leben schwerer zu machen könnte man Teile des Keys über verschiedene Seiten der Ausgabe verstreuen, sodass ein "Merken", bzw. Notieren, bzw. Rausreissen nicht möglich oder zumindest sehr erschwert wäre.
    "Freie" Inhalte, wie z.B. Patches, Berichte, Videos könnten entweder auch auf diese Weise zugänglich gemacht werden oder alternativ gratis erreichbar sein.
    Die "Key-Eingabe"-Page könnte mit Werbung versehen sein, im Stil der GS Online, bzw. SPIEGEL Online. Zusätzliche Einnahmen winkten.

    Trotz weiterhin anfallender Lizenzgebühren der Vollversion und Hosting-Kosten könnten die Gesamtkosten damit gesenkt werden.
    Dafür könnten zusätzliche Seiten mit redaktionellem Inhalt gedruckt werden, um das Niveau konstant aufrecht halten zu können.
    Je nach Machbarkeit könnte man anfallende Lizenzgebühren von den tatsächlich so eingelösten Keys abhängig machen, um sie zu senken bzw. den Gewinn zu maximieren.
    Das kann aber auch eine naive Betrachtungsweise sein, da mir die Kostenstruktur natürlich nicht bekannt ist.

    Kooperationen mit Plattformen wie STEAM wären zudem machbar geworden.
    Mit einhergehender Vervielfachung des Angebots.
    Wie viele Male erschien z.B. "Two Worlds" als Vollversion in Magazinen, die Konkurrenz eingerechnet? Vier mal, fünf mal?
    Was ist nun besser, das Umgehen aller DRM-Titel - oder ein sechstes Mal "Two Worlds"? Fast schon eine ideologische Frage, so unbeliebt solche Maßnahmen bei vielen Lesern sind. Mich selbst eingeschlossen. Solche Spiele müssten ja nicht die erste Wahl darstellen. Wären aber eben möglich geworden.

    Die Akzeptanz dessen, nicht nur beim Spieler, sondern auch vom Verlag selbst, hängt natürlich von einigen Faktoren ab, die z.T. Geschäftsgeheimnis-Charakter aufweisen. Inwieweit z.B. die Vollversionen auf den Doppel-DVDs trotz höherer Kosten lediglich eine Lockmittelfunktion ausüben, um deutlich höhere Gewinne einzufahren, ggb. der DVD-losen Version.
    Das kann ich naturgemäß nicht beurteilen.
    Dass ein Aufschrei bei DVD-Liebhabern erfolgt, ist ebenfalls vorher zu sehen.

    Aber es ist ja auch nur eine Idee, von der ich, wie gesagt, nicht weiß, ob eine gute oder nicht.

    Fakt ist, die Branche ändert sich.
    Trotz angekündigter Maßnahmen wie des Speed-Limits seitens der Telekom wird die Infrastrukturnutzung des Internets zunehmend bedeutender werden.
    Alternativen weiterhin gesucht werden.
    Stellt sich also die Frage, ob das eine solche wäre.

    Wie seht ihr (Redakteure und Spieler) dies?

    PS: So oder so.
    Ich fände es unendlich schade, wenn die GS das Schicksal der PP teilen würde.
    Von allen Game-Magazinen mag ich sie am meisten, was keine Schleimerei ist.
    Daher solche Ideen :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Juni 2013
  2. Maxl

    Maxl
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    Viel, viel zu schade wäre das. Ich kenne kein anderes Magazin mit einer so tollen Nähe zu den Redakteuren, die einem mittlerweile alle ans Herz gewachsen sind. Zur mittelfristigen "Rettung" der GS (welche spätestens langfristig nötig sein wird; ich könnte mir vorstellen, 2025 keine DVDs mehr in Magazinen zu finden) ist der "Plan" schon ganz gut. Aber das sind zu viele Variabeln, zu viele Anführungszeichen.
    Hoffentlich wirkt das jetzt nicht zu extrem, aber in den nächsten fünf Jahren wäre es für mich nicht undenkbar, das gedruckte Magazin ganz weg zu lassen. Es gibt *kein* Inhalt mehr, welcher exklusiv im Heft stünde, die Premiumangebote auf der Webseite decken alles, und das sehr günstig. Hier könnte man den Premiumpreis eher erhöhen, als mit der gedruckten Variante unterzugehen. Zwischen 5-10€ im Monat wäre sicher machbar, die User würden nach und nach vielleicht eher dazu greifen. Lesen tu ich jetzt sowieso schon genug an Büchern und so, neben dem Onlineangebot jetzt noch eine Zeitschrift in die Hände zu nehmen, wäre doch unnötig.

    Unabhängig davon; das Medium der Printausgabe als Special-Interst-Zeitschrift im Bereich der Computerspiele wird nicht mehr lange halten. Die GameStar sollte sich ganz schnell einen ganz guten Plan einfallen lassen. Der Verlust der Redaktion, der Tests und der allgemeinen Qualität darf einfach nicht im Netz vorhanden sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2013
  3. Husky666 Mit Schleife

    Husky666
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    Steam kooperiert nicht mit Zeitschriften. Und Gamesload? Gamesload ist purer schrott...

    Ganz davon ab, was soll so eine "Datenträgerlose Keyausgabe" kosten? 6.80? 5,50? 3,50? 1,99? Wie sollen die Hostingkosten bezahlt werden? Traffic? Die Daten müssten 24h am Tag zugänglich sein müssen. Irgendwann wird man auf BD Umsteigen. In Zeiten wo die Telekom mit Drosselung kommt ist das überhaupt nicht mehr möglich. Eine Gamestar BD Laden und das Traffickontingent ist voll, tolle idee...

    Ganz davon ab verkauft sich soweit ich weiss die XL Ausgabe am Besten, das Pressen der DVD macht nun echt nur Cent Beträge aus, da ist Hosting von Daten teuer.

    Und natürlich ist die Vollversion auf Datenträger ein Lockmittel. Womit will man bitte sonst die Laufkundschaft locken. Mittlerweile haben Katzen und Hundemagazine auch Vollversionen, Futter :ugly:

    Und die Downloadseite auch noch mit Werbung vollballern? Ganz große Idee das machen die Käufer 1x mit und danach nie wieder...

    Fazit: Blödsinnige Idee³

    Edit: 10€ für Gamestar Premium? Da müsste dann aber erstmal das News Niveau um 2000% steigen, ergo Wieselsberger und Linken erstmal weg! Im aktuellen Status ist Gamestar Online keinen Cent wert... Da würd ich eher noch Geld für einen Werbeblocker bezahlen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2013
  4. Maxl

    Maxl
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    Ungefähr so habe ich mir das auch gedacht. Man müsste umfassende Änderungen vollführen, vor allem an der Qualität. Etwas an der Qualität "ändern" gestaltet sich aber immer sehr schwammisch, da hat dann natürlich jeder andere Meinungen. Abseits davon verstehe ich momentan sowieso nicht, warum michael (trier) da nicht durchgreift. Inhaltlich ist die News-Abteilung von der Heftredaktion ja sowieso nicht sehr weit entfernt, wenn ich da was nicht falsch verstanden habe. Da könnte man schonmal was den einen oder anderen Newsschreiber angeht "aufräumen"
     
  5. schokino

    schokino
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    Schöner langer Beitrag über das Thema. Die Idee ist diskussionswert, finde ich. Die wiederauferstandene PowerPlay bietet genau so ein System, wobei die DVD sogar immer noch dabei ist. Auf der DVD ist ein Code abgedruckt, mit dem man sich den ganzen Inhalt auch online verfügbar machen kann. Man bekomt sogar noch die PDF des jeweiligen Heftes dazu. Allerdings habe ich das noch nicht ausprobiert.
     
  6. McStruggle

    McStruggle
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    Ihr redet hier auch über Menschen, die mitlesen und fühlen. Davon zu sprechen, Newsschreiber "aufzuräumen", ist ekelhaft.

    Ansonsten teile ich eure Meinungen weitgehend. Die Branche muss ein Mittel finden, sich zu retten. Das Printmagazin wird es über kurz oder lang nicht mehr geben.
     
  7. Yeager

    Yeager
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    Ich wurde offenbar missverstanden.
    Hier einige Richtigstellungen:

    1. Es geht mir nicht, um die Auflösung des Print-Mediums.

    Ich glaube nicht, dass es jemals dazu kommen wird.
    Das Buch als Medium wurde schon 1000x totgesagt.
    Es wird immer Leute (wie mich) geben, die sehr gerne Papier in den Händen halten und blättern wollen.
    Da ist auch ein iPad keine Alternative für mich.

    2. Es geht mir nicht darum Leute zu entlassen.

    Ganz im Gegenteil.
    Die Idee war, letztlich mehr Geld einzufahren (Gewinn) und damit sogar noch weitere Redakteure einzustellen, bzw. den vorhandenen Umfang mindestens beizubehalten, evtl. sogar noch zu erweitern.

    3. Plattformen, WIE Steam.

    Ich meinte generell damit, dass man mehr Möglichkeiten hätte.
    Es ging mir nicht um eine spezifische.

    4. Es geht um Gewinn.

    Nicht um die Druckkosten im DVD-Bereich. Klar, dass diese minimal sind in der Massenproduktion.
    Gewinn ungleich Einnahmen ungleich Kosten!

    5. Werbung wie SPIEGEL Online:

    Ich meinte natürlich nicht Fenster, die einem ins Auge springen, sondern die mittlerweile übliche (und nicht wirklich störende) Werbung "drum herum" (Inhalt: zentriert bei 800x600 oder 1024x768, Werbung ausserhalb)
     
  8. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    Ich verstehe immer noch nicht, welchen Vorteil jetzt diese Sache mit den Download-Keys bringen soll.

    Die hören Kosten der Gamestar+DVD/XL resultiert aus den Inhalten (Videos und Vollversionen), nicht aus dem Medium an sich. Eine Print-Gamestar + Download-Keys würde also nicht günstiger, sondern gleich teuer wie eine Ausgabe mit Datenträger.
     
  9. Yeager

    Yeager
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    Einen Key KANN man einlösen, MUSS man aber nicht.
    Dadurch würde sich gezielt zeigen lassen, ob und was erfolgreich ist/war.
    Nicht erst im Nachhinein mit der Folge, dass der das Risiko tragende Einzelhandel beim nächsten Mal weniger Exemplare bestellen würde.

    Man könnte die Lizenzkosten davon abhängig machen, wie viele Keys eingelöst wurden.
    Somit bliebe u.U. ein höherer Gewinn übrig. Für GameStar. Für Redakteure. Fürs Niveau für den Leser.
    Dennoch wären die Kosten für den Leser nicht dieselben, denn es ist nicht gesagt, dass der Preis erhalten bliebe.

    Man könnte sogar damit mehr Vielfalt/Wahlmöglichkeiten schaffen:
    1 Key, aber 3 verschiedene Online-Vollversionen.
    Nur eine davon kann eingelöst werden, der einzelne Leser entscheidet darüber, welche.
    -> mehr verkaufte Print-Exemplare, da 3 Chancen, statt 1, 3 Geschmäcker statt 1

    Ausserdem würden sich einige der Inhalte verlagern, reduzieren oder ganz verschwinden.
    Jedenfalls als Kauf-Argument.
    Beispiel Patches:
    Sind schon zum Zeitpunkt der Drucklegung nicht selten veraltet.
    Wer wirklich so einen braucht, holt ihn sich zeitnah aus dem Netz.
    Für mich erfüllen sie bei den DVDs nur Füllstoff-Charakter, sind also relativ sinnfrei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2013
  10. Rand al'Thor The Dragon Reborn Moderator

    Rand al'Thor
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    2x KTC M27P6 Mini-LED 4K
    So funktioniert das nicht. Du zahlst für das komplette Kontingent, nicht die Zahl, die letztendlich auch genutzt wird.

    Da wäre es erheblich sinnvoller, einen Versuchsballon mit der Gamestar Kombo "Magazin + Premium" zu starten

    Es gibt immer noch viele Gegenden in Deutschland ohne Breitband-Anschlüsse und mit der angekündigten Drosselung von Internetanschlüssen, werden Magazin-Datenträger in Zukunft eher wieder wichtiger werden...
     
  11. Yeager

    Yeager
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    Berlin
    Gesamtkontingent-Nutzung:
    Kann ich nicht beurteilen.
    Auch nicht, inwieweit es änderbar wäre (Stichwort: Games-On-Demand).
    Da bleibt mir nichts anderes, als das hin zu nehmen.

    Unerschlossene Gegenden:
    Ebenfalls nicht möglich für mich zu beurteilen.
    Auch nicht, von wie vielen Lesern man hier spricht.
    Und auch nicht, ob diese in ihrem "Tante-Emma-Laden" dann auch wirklich bereits jetzt schon die Doppel-DVD-XL-Version erhalten können.

    Drosselung in der Zukunft:
    Spekulativ.
    Ich persönlich denke nicht, dass die Telekom damit durchkommt, respektive dass durch den Reselling-Aspekt dieser Umstand auf Konkurrenten ausgeweitet wird.
    Zu viel wäre davon nachhaltig negativ betroffen, zu viele Existenzen auf dem Spiel.
    Der Umstand des "Brandbriefes" seitens der (von mir nicht gerade bevorzugten) Partei FDP an den Vorstand zeigt, dass es politische Ausmaße angenommen hat. Bereits jetzt schon.
    Falls das aber doch eintritt, gebe ich dir völlig Recht.

    Versuchsballon Magazin und Premium:
    Mhmmmmm....
    Mitgliedschaften sind immer so eine Sache:
    Sie sind nichts für jedermann. Man muss sich registrieren, man muss evtl. Geld online bezahlen, man wird den (negativen) Eindruck früherer BuchClubs (Bertelsmann lässt grüssen) nicht wirklich los.
    Viele Leute wollen nur 1x Geld zahlen, am Kiosk - und dann ist gut.
    Das hier ist nicht die USA, was man auch an der Akzeptanz der Kreditkartengeschäfte hier zu lande sieht, nämlich Tendenz niedrig und fallend.
    Ob das wirklich was für jedermann wäre, hinreichend Interessenten fände:
    Ich weiss nicht.
     
  12. badtaste21

    badtaste21
    Registriert seit:
    20. August 2011
    Beiträge:
    18.919
    Game pre-/reviews: Kann mittlerweile jeder größere youtuber machen (und letzteres theoretisch jeder).

    Printmedien: Gibt es zu viele, Alleinstellungemerkmale beziehen sich größtenteils auf die DVD Inhalte und da findet man eben auch nicht immer so viel dafür.

    Onlinegeschäft: Tja, Werbung ist dort eben das traditionelle Geschäft, aber man darf es eben nicht übertreiben. Aber genau das wird auf Gamestar gemacht. Außerdem bringen selbst Online Zeitungen wie zeit, welt, spiegel usw. oftmals gar nichtmal schlechte Beiträge zu PC Spielen. Auch die schlafen nicht (jedenfalls nicht alle).

    Onlineabonnements wie "Premium": Problematisch, denn wenn erstmal jede Seite das macht werden sich auch wieder viele Leute entscheiden müssen und es besteht immer die Gefahr das mandamit die Community (ähnlich den free2play Spielen) in zwei Lager spaltet. Die eine dort die bezahlen und nach denen man den content richtet, die anderen da, um die man sich nicht kümmert weil sie dank Adblocker keine oder kaum Einnahmen generieren und somit nicht oder kaum marktrelevant sind.

    Wie kann man dem entgegenwirken ?

    online indem man faire Werbung schaltet. Dann muss man das aber auch kommunizieren und nicht nach 2 Wochen sagen es schaltet sowieso keiner den Adblocker aus, wir müssen den verbliebenen Leuten ohne Blocker weiterhin nervige Werbung um die Ohren hauen. Das geht nicht.

    Online Hefte. Günstiger als im Laden, dafür mit demselben Inhalt und hochauflösend. Darf natürlich nur so viel günstiger sein das es in etwa der Ersparnis der Heftdrucke und DVD Pressungen entspricht.

    Egal was es zu berichten gibt -> Seid schnell, seid die Ersten, schaut das ihr Exklusiven content bringt der nicht wie in den News immer nur Spekulationen basiert die man aufgrund anderer Seiten im Web anstellt. Auch wenn das m.E. sogar dazu gehört.

    Grundsätzlicher:

    Qualität über Quantität. Sich von anderen abheben, einzigartig sein, Exklusivberichte-/material, Kooperationen (das wird schon gemacht; u.a. mit billiger.de) mit externen Unternehmen die nützliche Dienste anbieten, mehr content ! - damit meine ich nicht unbedingt nur Quantität, sondern sich auch mal stärker in Teilbereiche des Gamings, wie bspw. Indiespiele, free2play Games, Entwicklungen in der Spielebranche (Kopierschutz, Accountbindung, Probleme bei Release) wagen.

    Das können z.B. Contrabeiträge zu den frontal 21 und spiegel tv Produktionen sein, die Gaming anders darstellen, nämlich aus Sicht der Gamer, aber so wie es auch wirklich ist. Darunter kann man gerne auch mal kritisch berichten (bspw. Spielesucht) - wenn man es eben glaubwürdig und vor allem sachlich rüberbringt.

    Es gäbe so viel zu machen, aber bei der Gamestar macht man größtenteils das was man bisher schon gemacht hat: Abo, pre-/reviews , Technikchecks, Hardwaretests und Klickfänger News. Und seit einiger Zeit High5tv, was m.E. ziemlich nachgelassen hat zum Sommer hin. Trotzdem ein zumindest etwas mutiges und durchaus gutes Format. Hat größtenteils aber nicht die Klasse einer serverdown show, weil es dann doch eher ein lifestyle Magazin ist und eher weniger mit Gaming zu tun hat. Ich wünsche dem Format auf jeden Fall Erfolg, schaue es ja auch regelmäßig. Letztendlich käme der Erfolg aber - ich fürchte es fast - sollte GS irgendwann nicht mehr oben mitschwimmen wohl eher nicht der Gamestar zugute, weil es dann doch eher den Eindruck eines zu eigenständigen Formats macht.

    Nach wie vor ist ein großes Problem der Gamestar die Kommunikation mit den Nutzern. Ab und zu mal ein Beitrag im Forum oder in den Kommentaren ist eben nicht das was ich unter Kommunikation mit der Community verstehe. Es wäre vielmehr angebracht sich mal Gedanken darüber zu machen wer eig diese Community ist, was will die Mehrheit, dazu muss man eben auch mal ausprobieren und Risiken eingehen, die sich aber nichtmal unbedingt in einem finanziellen Rahmen bewegen.

    ---

    Ich glaube übrigens kaum das man durch das Einsparen von DVDs viel gewinnen kann. Außerdem müsste man die Hefte dann in den Läden wegschließen, sonst müsste man ja nur die Seiten mit den Gamecodes aufschlagen und hätte das Game ohne zu kaufen. Ich hatte schonmal ein Heft mit gestohlener CD und wenn selbst das unbemerkt möglich ist dann das mit den gamecodes erst recht.

    Abgesehen davon sind das nicht die Probleme der Printmedien und auch nicht die von Gamestar.

    Ich meine das man langfristig ein Konzept braucht das mehr als nur "mehr vom gleichen" bedeutet. Möglichkeiten gibt es genug, man muss sie nur nutzen, ggf. testen und umsetzen und auch mal was wagen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Juni 2013
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