Neuer Scorsese Film: The Wolf of Wall Street mit DiCaprio

Dieses Thema im Forum "Medienforum" wurde erstellt von Timo94, 17. Juni 2013.

  1. Timo94

    Timo94
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    Der neue Film von Martin Scorsese mit Leonardo DiCaprio: The Wolf of Wall Street kommt am 12.12. diesen Jahres in die Kinos.

    Es geht um die wahre Geschichte des Jordan Belfort, der in den 90er Jahren für 20 Monate ins Gefängnis musste, als er sich weigerte, an einer gigantischen Betrugsaffäre an der Wall Street mitzumachen, bei der auch die Mafia ihre Finger im Spiel hatte.

    Der Trailer sieht schon sehr vielversprechend aus:

    http://www.youtube.com/watch?v=B3b70zCsY2A
     
  2. Lurtz lost

    Lurtz
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    Gibt es in Leonardo's Generation gar keine Schauspieler mehr, die es mit ihm aufnehmen können?
     
  3. Ich hätte ja was ernsthafteres erwartet, aber trotzdem Pflichtfilm.
     
  4. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Außer Matt Damon gibts wohl aktuell keinen der so oft in Hauptrollen kommt.

    Ich finds aber auch ein bisschen auffällig, dass diCaprio in letzter Zeit eigentlich immer die gleichen Rollen spielt (entweder den neureichen Schnösel -> Catch me if you can, der große Gatsby, Django, Aviator oder den psychisch angeknacksten Cop/Söldner -> Blood Diamon, Departed, Inception, Shutter Island, Body of lies). J.Edgar war die einzige große Ausnahme in den letzten Jahren.

    Und Scorcese versteht es einfach wie kein anderer Gangsterepen zu drehen, von daher eigentlich ein Pflichttermin.

    Schade, dass der Mann auch schon 70 ist. Der könnte meinetwegen noch 100 Jahre Filme machen.
     
  5. Yersinia.Pestis gesperrter Benutzer

    Yersinia.Pestis
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    Ich glaube viele wollen in der heutigen Zeit einfach keine Risiken mehr eingehen.

    "Is DiCaprio frei?"

    "Jo"

    "Jo"

    DiCaprio: "Jo!"

    = +1.5 Milliarden :D :ugly:
     
  6. El Hosho

    El Hosho
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  7. Parz1val Grenzgänger

    Parz1val
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    di Caprio spielt so lange überall mit, bis sich die Academy endlich erbarmt und ihn den Oscar überreicht. :teach:


    Vom Talent her gibts ja genug jüngere Schauspieler, aber keiner liefert mehr Starpower und mediale Aufmerksamkeit als eben di Caprio.
     
  8. El Hosho

    El Hosho
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    Mittlerweile dürften ihn ja einige gesehen haben, gibt auch schon einige Rezensionen im Angeschaut-Thread. Ich kopiere meine mal 1:1 aus:

    Nicht Scorseses bester Film, aber empfehlenswert.
     
  9. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Seh ich auch so.

    Noch einmal wird Scorcese diese Geschichte aber nicht erzählen. Die Parallelen zu Casino und Goodfellas waren schon überdeutlich.
     
  10. El Hosho

    El Hosho
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    Müsste den Film nochmal sehen, aber ich finde ja auch, dass Casino Scorseses bester Film ist. Danach oder gleichauf Shutter Island.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Januar 2014
  11. Faulpelz II

    Faulpelz II
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    Casino hat halt den stärkeren Hauptdarsteller und ist ne ganze Spur härter (und Pesci bekommt wesentlich mehr Screentime).

    Atmosphärisch fand ich aber Goodfellas besser, u.a. weil mich Sharon Stones Charaker schrecklich genervt hat.
     
  12. Otscho

    Otscho
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    Ich war gestern drin und finde ihn ehrlich gesagt nicht besonders.
    Der Film ist im Grunde eine Aneinanderreihung von Szenen, die einen erstmal aufgrund der "Derbheit" umhauen oder erheitern, aber inhaltlich bleibt im Grunde nicht viel übrig. Alle 5 Minuten rennt 'ne nackte Frau durchs Bild, wird 'ne Line Koks gezogen oder Sprüche darüber geklopft, wie geil man doch ist.
    Das mag zwar der Realität entsprechen, aber spannend ist was anderes.
    Für mich kam viel zu kurz, was Belfort genau im Detail gemacht hat, ebenso die FBI-Arbeit. Das was echten Inhalt ausmacht wird im Grunde nur beiläufig abgefrühstückt damit genug Zeit bleibt, das nächste Bunny durch die Kissen zu scheuchen.
    Eigentlich spricht mich die Thematik sehr an, ich investiere seit 15 Jahren an der Börse und beschäftige mich jede Woche >10h damit. Als Film gefällt mir Wall Street z.B. auch sehr gut. Aber Wolf of Wall Street ist mir einfach zu viel Klamauk um nichts.
    Schauspielerisch ist der Film natürlich grandios, allen voran Leo. Das reist es etwas raus und darum bekommt er von mir 6/10.
     
  13. Parz1val Grenzgänger

    Parz1val
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    Scheint wohl wie Margin Call zu sein: Börsensetting, Darstellung des Milleus, die Finanzmarktprozesse bleiben aber oberflächlich. :hmm:
     
  14. take_O

    take_O
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    Fand ihn sehr unterhaltsam, hat mir gut gefallen.
    Sehe den Film aber fast schon mehr als Komödie, und als solche funktioniert er auch.
     
  15. El Hosho

    El Hosho
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    Man sollte wirklich nicht in Kino gehen, weil man eine korrekte Darstellung des Brokerberufs erwartet. Es ist einfach eine überzeichnete Charakterstudie eines Arschlochs, der hauptberuflich Leute über den Tisch zieht. Als Komödie funktioniert der Film ganz gut.
     
  16. Otscho

    Otscho
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    Nürnberg
    Das macht der Film sicherlich sehr gut. Ich hab aber ein Problem damit, mir 3h Charakterstudie anzusehen, wenn dabei im Grunde nichts passiert.
     
  17. Tricker

    Tricker
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    Der Film ist aber viel eher Biographie als Charakterstudie, da DiCaprio schließlich eine tatsächlich Persönlichkeit und sein Leben spielt. Das Leben und die Darstellung des echten Jordan Belfort wird hier wohl ziemlich wahrheitsgemäß getroffen, samt der ganzen skurrilen Personen und Szenen.

    Der echte Jordan Belfort hat übrigens nen Cameo-Auftritt. Er kündigt DiCaprio ganz am Ende als Verkaufstrainer an...also er kündigt sich quasi selbst an :D

    Edit: Der Film ist keine Charakterstudie, sondern viel mehr eine Studie der Menschheit, und wie diese auf Geld reagiert und in wie weit Geld mit Macht gleichzusetzen ist. Die drei Stunden Laufzeit sind gut genutzt worden und gerechtfertigt. Mein Meinung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Januar 2014
  18. Tach. Nach kurzem Googeln hab ich nix gefunden. Ich glaube die aller letzte Szene und dort die letzte Einstellung soll uns irgendetwas sagen, aber ich glaube ich habe nicht ganz verstanden, was.

    Leo bittet einem nach dem anderen, dass er ihm den Stift verkauft, jeder macht es auf die gleiche Art und Weise und verkackt. So geht es weiter und die Kamera fährt über die Köpfe bis sie anhält und man starr auf einen Teil des Publikums schaut. Alle schauen blöd und warten, dass etwas besonderes passiert. Mir kam das so vor als würde dem Kino Publikum ein Spiegel vorgehalten werden. Irre ich mich da? :ugly:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. Januar 2014
  19. Tricker

    Tricker
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    Ich habe nach dem Film auch über diese Szene nachgegrübelt und würde sie so deuten: Den ganzen Film über sieht man diese kranken und durchgeknallten Typen, besonders heiße Frauen und Geschehnisse, welche wir Zuschauer in diesen Extremen wohl nicht erleben werden. Wir sehen zwar während des Films, was viel Geld, viele Frauen und viele Drogen mit Menschen anstellen können, aber doch wirken die meisten Darsteller, auch die ganzen Broker-Statisten, wie Charaktere, welche unserem persönlichen Leben doch recht fern sind.

    Die letzte Szene schlägt unmissverständlich die Brücke zu uns "Normalos". Dort sitzen sie im Publikum, die ganz normalen Verkäufer, welche einfach nur dieses Seminar oder Fortbildung besuchen weil sie einfach nur mehr verkaufen wollen. Und dann wird Jordan Belfort angekündigt. Er wird unmissverständlich als größtes Arschloch aller Zeiten vorgestellt und auch dem Publikum dürfte aus Medienberichten das Ausmaß seiner Exzesse, seine Gier und sein asoziales Verhalten bekannt sein. Auch, dass er im Gefängnis saß und betrogen hat.

    Und doch zeigt uns die letzte Kameraeinstellung, wie diese normalen Bürger ohne zu blinzeln zu ihm auf blicken und sich großes von ihm erhoffen, als wäre er der Messias. Warum? Weil er reich wurde und ist!! Es zeigt uns, welch ein Faszination und Macht Geld auf uns ausüben kann und wie gerade ein solch angekündigtes Arschloch trotzdem die Gier in uns weckt und wir darüber vergessen können, von WEM wir diese Predigt denn gerade hören. Diese letzte Szene zeigt, dass in JEDEM Menschen diese Gier steckt und wir das Potential haben, dieser Gier zu verfallen - überspitzt gesagt: Einen Pakt mit dem Teufel (Jordan Belfort) einzugehen.

    Ich fand dieses Ende daher sehr gut und stark! Es ist eben die Brücke dieses etwas irreal wirkenden Films, zu unserer Welt.
     
  20. Gute Interpretation, danke :hoch:
     
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