So,
hier also nun der Monitorkaufberatungsthread, der aufgrund der sich häufenden Threads à la "Welchen Bildschirm soll ich mir kaufen?" oder "Wie schnell sollte ein TFT schalten?" langsam, aber sicher nötig wurde.
Hier erst einmal
die deutsche Seite für TFTs:
www.prad.de
Dort gibt es alles vom Lexikon über ein Forum mit Kaufberatung bis hin zu eigenen Tests sowie (im Forum) User-Tests.
Kauftips und Empfehlungen einfach im Thread erfragen oder die jeweils letzten Beiträge durchforsten, oftmals ergeben sich dort bereits erste Geräteempfehlungen.
Verschiedenes zum TFT:
Wie stark unterscheiden sich die einzelnen Bildformate und Monitorgrößen?
Das kann
hier anhand eines Vergleichsbildes betrachtet werden. Außerdem können
hier die Maße der Monitorseiten berechnet werden, wenn die Diagonale und das Seitenverhältnis bekannt ist. (Dank an Haggis)
Was hat es mit der nativen Auflösung und der sog. "Interpolation" auf sich?
Während ein Röhrenmonitor theoretisch jede erdenkliche Auflösung mit voller Bildschärfe darstellen kann, ist ein TFT für höchste Bildqualität auf seine native Auflösung angewiesen. In dieser entspricht ein physisch am TFT vorhandener Pixel genau einem von der Grafikkarte angelieferten Pixel, ergo ergibt sich ein absolut scharfes Bild. Höhere Auflösungen als die native sind technisch bedingt nicht möglich, bei niedrigeren kommt die genannte Interpolation ins Spiel. Nun muß der Monitor erheblich weniger von der Grafikkarte angelieferte Pixel auf die gleiche vorhandene Anzahl Pixel verteilen. Dies verursacht prinzipbedingt einen Schärfeverlust, der jedoch bei einer guten Interpolation erst mehrere Stufen unterhalb der nativen Auflösung wirklich auffällt. Ein bis zwei Stufen tiefer ist das Bild jedoch noch sehr gut, speziell in Spielen fällt das interpolierte Bild meist nicht auf - sofern die Interpolation des Geräts gut ist.
Ein Seitenaspekt der Interpolation ist das sog. "wählbare Interpolationsverhalten": Monitore, die dieses unterstützen, lassen das Auswählen der Interpolationsmethode per OSD zu, sodaß der Nutzer selbst entscheiden kann, wie z.B. eine 5:4-Auflösung auf seinem 16:10-Widescreen-TFT dargestellt werden soll: verzerrt oder mit Balken am Rand. Damit ist man in jedem Falle vom Grafiktreiber unabhängig, der dies auch übernehmen könnte, was jedoch v.a. bei ATI-Treibern nicht immer funktioniert.
Können Pixelfehler später auftreten?
Ja, die Chance ist jedoch relativ gering.
Vorteile gegenüber eines TFTs gegenüber einem CRT:
+ optimale Geometrie
+ keine Linearitätsprobleme
+ unempfindlich gegen äußere magnetische Einflüsse
+ niedriger Energieverbrauch
+ geringe bis keine Wärmeentwicklung
+ geringe Beeinflussung des Raumklimas
+ geringer Ressourcenbedarf
+ nahezu keine Alterung/Abnutzung/Reduzierung der Lebensdauer
+ (Nutzungszeit bis zu 50.000 Betriebsstunden)
+ platzsparend durch geringe Bautiefe
+ mit 3 bis 8 kg sehr leicht
+ nur sehr geringe elektromagnetische Emissionen
+ keine Konvergenzabweichungen
+ absolut scharf
+ flimmerfrei
+ keine leistungsabhängige Veränderung der Bildgröße (Pumpen)
+ leicht zu transportieren
Wie hoch sollte die Reaktionszeit beim Spielen höchstens sein?
Nicht mehr als etwa 15ms.
Mit welcher Hz-Zahl soll ich meinen TFT-Monitor betreiben?
Standardmäßig mit 60hz.
Technisches:
Welches Panel?
TN-Panel sind kostengünstig und bieten eine schnelle Bildaufbauzeit. Diese Panels sind gut für Spieler geeignet. Ein großer Nachteil ist allerdings die geringere Blickwinkelstabilität und die schlechtere Graustufendarstellung.
Die MVA- und PVA-Panel bieten einen ausgezeichneten Blickwinkel und sehr gute Kontrastwerte. PVA ist eine Weiterentwicklung der MVA-Technologie durch Samsung. Diese Panels sind für Office und Bildbearbeitung sehr gut geeignet und werden meist in TFT-Monitoren in etwas höheren Preisklassen eingesetzt. Mittlerweile wurde seitens Samsung das S-PVA-Panel entwickelt, welches dem MVA technisch gleich ist, nur daß die LCD-Zellen in mehr Teilbereiche unterteilt werden und mehr Elektroden nutzt, was für einen besseren Sichtbereich in verschiedenen Blickpositionen sorgt.
Die IPS-Panels haben ebenfalls einen ausgezeichneten Blickwinkel. Sie bieten aber geringere Kontrastwerte als die MVA/PVA Panels. IPS-Panels haben sich im Alltagseinsatz als ausgesprochen spieletauglich erwiesen, auch wenn die tatsächlichen Werte zur Bildaufbauzeit teilweise höher sind als bei den MVA-/PVA-Panels. Für Bildbearbeitung und Officeanwendungen sind die IPS-Panels ebenfalls sehr gut geignet. Wer also einen Monitor sucht, der für EBV u.ä. besser geeignet ist als ein TN-Panel und mit diesem auch spielen möchte, sollte sich an Modellen mit IPS-Paneltechnologie orientieren.
DVI-D/HDMI oder D- Sub? Was ist besser?
Wenn die Möglichkeit besteht, d.h. ein DVI-Anschluss an der Grafikkarte vorhanden ist, sollte man grundsätzlich DVI verwenden, da dieser die Bildqualität verbessert.
Was bedeutet DVI und welche Unterschiede zwischen den einzelnen "Arten" gibt es?
DVI ist die Kurzform für "Digital Video Interface". Hierbei unterscheidet man zwischen drei Varianten: DVI-D (digital), DVI-A (analog) & DVI-I (integrated). DVI-A ist nicht wirklich relevant, da es kaum verbreitet ist und, wie der D-Sub nur analoge Signale liefert. DVI-D dagegen liefert nur digitale Signale, welche die Bildqualität im Vergleich zum normalen VGA-Anschluss verbessern. DVI-I liefert analoge und digitale Signale so dass man mit einem Adapter auch einen Monitor bzw. TFT mit VGA-Anschluss mit Bilddaten versorgen kann. An einen DVI-I kann man natürlich einen DVI-D Kabel samt Monitor bzw. TFT mit DVI-D anschliessen.
Was bedeutet Candela?
Ein Candela ist die Lichtstärke (Lichtstromdichte) einer Strahlungsquelle, die monochromatische Strahlung der Frequenz 540 · 1012 Hertz, entsprechend einer Wellenlänge λ von 555 nm, mit einer Leistung von 1/683 Watt pro Steradiant (Raumeinheitswinkel) aussendet. Wie bei allen photometrischen Größen bestimmt die Hellempfindlichkeitskurve V(λ) die physiologische Abhängigkeit von der Wellenlänge. Für die gewählte Wellenlänge gilt: V(555nm) = 1.
Die Helligkeit eines Flächenstrahlers gibt die Leuchtdichte an, gemessen in cd/m².
Reinigung:
Da die Displayoberfläche nur aus relativ weichem Kunststoff besteht und zudem speziell beschichtet ist, sollte sie niemals mit spitzen Gegenständen in Kontakt kommen oder mit Druck gereinigt werden, da das Panel sonst beschädigt werden kann. Desweiteren sollte zur Reinigung ein trockenes oder nur leicht feuchtes Brillenputztuch, ein Swiffertuch oder auch ein (Microfaser-)Tuch verwendet werden; näheres steht zumeist auch im Handbuch des Monitors.
Wenn es um ein Gerät mit Glasscheibe geht, so sind diese Tips nichtig, da die Scheibe nicht anders als ein normales Fenster zu reinigen ist bzw. gereinigt werden kann.
Fehlerklassen:
Fehlerklasse 1
0 Fehler Typ 1(ständig leuchtender Pixel)
0 Fehler Typ 2(ständig schwarzer Pixel)
0 Fehler Typ 3(defekter Suppixel, entweder ständig leuchtend(rot, grün, blau) oder ständig schwarz)
Fehlerklasse 2
2 Fehler Typ 1(ständig leuchtender Pixel)
2 Fehler Typ 2(ständig schwarzer Pixel)
5 Fehler Typ 3(defekter Suppixel, entweder ständig leuchtend(rot, grün, blau) oder ständig schwarz)
Fehlerklasse 3
5 Fehler Typ 1(ständig leuchtender Pixel)
15 Fehler Typ 2(ständig schwarzer Pixel)
50 Fehler Typ 3(defekter Suppixel, entweder ständig leuchtend(rot, grün, blau) oder ständig schwarz)
Fehlerklasse 4
50 Fehler Typ 1(ständig leuchtender Pixel)
150 Fehler Typ 2(ständig schwarzer Pixel)
500 Fehler Typ 3(defekter Suppixel, entweder ständig leuchtend (rot, grün, blau) oder ständig schwarz)
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Für Anregungen und Kritik. bin ich natürlich offen
Wie man merken dürfte, basiert dieser Thread eigentlich auf einem ausschließlich TFT-orientierten Thread, deshalb überwiegt dieser auch, was Beratung & Co. angeht...