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Wo sind nur all die Dogfight-Spiele hin?

Von Bolsch |

Datum: 13.11.2012 | zuletzt geändert: 04.09.2013, 11:24 Uhr


Ich muss sagen, dass es mir bei den Bildern, der Ankündigung und dem Artikel zu Star Citizen richtig unter den Fingern gebrannt hat. Doch was hat gebrannt und wieso?

Nun, das ist recht einfach: Ich habe einst, als ich meine Karriere als Viedospielfan begann, damals in grauer Vorzeit, ein SNES besessen. Damals hatte ich nicht viele Spiele dafür, vielleicht so vier oder fünf, aber eines hatte ich: WING COMMANDER!
Ich kann schon nicht mehr genau sagen, wie Häufig ich unter meinem Wing-Commander Standardrufzeichen "Blizzard*" die bösen, bösen Fellknäuel aus de Galaxie vertrieben habe. Ich habe dieses grauenhaft überestzte Stück Steinzeitgrafik geliebt, so sehr, dass ich mir, sobald ich einen Leistungsfähigeren Rechner hatte, auch die restlichen Teile organisierte- Durch bettelei bei Freunden, oder als Disketten/CD-Versionen in dem Gebrauchtwarenladen meiens Vertrauens/e-Bay. Ich bin immer noch der Meinung, dass Teil 3 die stimmigste Atmosphäre hatte, wenngleich die Steuerung mich damals, als siebtklässler, leicht überforderte.
Alelrdings blieb ich nicht nur dieser Serie treu: Ich kaufte mir Freespace, Freespace 2, das durch seinen latenten Rassismus unterhaltsame "Star Lancer" das mir vor allem duch sein ungewöhnliches "kalter Krieg im Weltraum Szenario" und mit abscheulichem Akzent sprechende Figuren in Erinnerung blieb. Oh und natürlich dadurch, dass das "beste Schiff" den Namen "Patriot" trug.
Die X-Saga hab ich auch hier noch im Original herumliegen, die mich besonders durch ihre Freiheit begeistern konnte. Man konnte als Händler herumreisen und ausknobeln wo man irgendwelche Ersatzteile besser verkaufen könnte, oder auf welchem Asteroiden man seine eben gekaufte Mine aussetzen soll- Oder man kauft sich einfach eine Polizeilizenz und nietet für Geld böse Alienmonsterviecher in Raumschlachten um. Ein wahrer Genuss!
Und dann erschien Freelancer, was mich seinerzeit einfach nur umhauen konnte. Nicht nur das die Grafik(für damalige Verhältnisse, damit meine ich aber die Verhältnisse meines popeligen 1GHz Rechners mit miserablen Grafikchip) unglaublich gut aussah, die Steuerung ging einfach von der Hand und erlaubte viele Spielereien. Letztendlich aber war auch hier wieder enorme Freiheit gegeben, selbst nach Abschluss der Hauptstory. Ich weiß noch wie ich nach dem Ende der Geschichte ewig herum flog, weil ich unbedingt der Held des Rheinlandes werden wollte und wie ich mit dem Taschenrechner neben dem Computer da saß um meinen Profit zu berechnen den diese Tour oder dieser Auftrag einbringen würde. Klar, heutzzutage ist sowohl das Spieldesign als auch die Grafik altbacken und schrecklich unkomfortabel, aber mir sind solche Details egal, ebenso wie die eher... plätschernde Geschichte ohne irgendwelche Twists. Okay, die freien Liberty Welten werden von bösen Deutschen angegriffen, hinter denen allerdings Aliens stehen, aber wen kümmert das schon? Immerhin umrkeisen böse Deutsche ja schon seit Jahrzehnten den Planeten mit iOhone-Betriebenen, fleigenden Utnertassen, also nix Neues.

Um so mehr brannte mir utner den Fingernägeln mal wieder ein solches Spiel zu spielen. Ich habe meinen uralten Spielstand immer noch und kram ihn dann und wann zusammen mit der CD raus um zu sehen, ob ich wirklich mit einer Tour zwischen Neu-Berlin und Neu-Tokio in einem Vollgerümpelten Transporter der Marke Buckelwal tatsächlich einen reinen Profit von ca 230.000 Credits einfahren kann- Nur um jedes Mal wieder fest zu stellen, dass ich mich verrechnet habe und es mehr ist. Und von meinem ganzen Geld kaufe ich mir dann doch nur wieder die Walküre, fliege durc den Raum und schau Mal so welche Fraktionen ich noch durch Aufträge hoch leveln könnte- Und selbst wenn ich keine Finde, motiviert michd as riesige All und vor allem die Abwechslungsreichen Systeme einfach nur hindurch zu fliegen und Fiesewichte zu jagen(etwa den vermalledeiten Bundschuh-Bund** oder die BAuernallianz die mir so manche Ladung abnehmen wollte).

Doch im Mittelpunkt dieser Exkursionen in die Kolonien von Freelancer steht nur eine Frage: Warum hat es nie einen zweiten Teil gegeben? Oder wenigstens einen Klon? Oder auch nur ein ähnliches Spiel? Vor allem warum Microsoft ein derart großartiges Spiel einfach so Stiefmütterlich versauern hat lassen, will mir nicht in den Kopf(aber es gibt zum Glück Community Patches und auch noch Fans).

Es erschien zwar jüngst auch die Wing Commander Saga, welche an und für sich nicht schlecht ist und auch mir viel Spaß gebracht hat, aber diese kann sich kaum mit der offenen Welt von Freelancer messen. Wenngleich es kein schlechtes Spiel ist und durch die Tatsache, dass es gratis zu haben ist, auch zu einer Pflichtanschaffung für alle Fans von Weltraumschlachten wird, die, wie ich, so lange hungern mussten.

Und in diese Daseinskrise schlägt Chris Roberts, unbesungener Held meiner KIndheit, mit den Bildern und der Ankündigung zu Star Citizen.
Endlich.
Endlich!
ENDLICH wieder Dogfights im offenen Weltraum!
Aber nicht nur das, sondern eine Welt die eine Strigente Geschichte webt, der man aber auch den Rücken kehren kann um einfach nur so durch die Galaxie zu fliegen und Dinge zu verkaufen. Und das alles in eienr Grafik, die auf den Bildern schon unglaublich gut aussieht und fast dafür sorgt, dass ich mein GameStar-Heft durchsabbere. Dazu sind da noch die Versprechungen die der gute Herr Roberts macht unglaublich Vielversprechend: Eine Online-Community die mit dauerhafter Nahrung versorgt wird, die völlige Freiheit zu tun und zu lassen was man will, neu nachgelieferte Inhalte für Lau, was beileibe in der Zeit von goldenen-Pferderüstungs-DLC's und Frechheiten wie dem Anchorage-DLC für Fallout 3, leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist- All das könnte Star Citizen zu einem der großartigsten Spiele machen, die, nicht nur auf diesem Gebiet sodnern meiner Meinung nach überhaupt, gemacht wurden. Und das in einer Gesellschaft wo die Spieleindustrie immer mehr zur Service-Wüste wird. Wo Spieler sich schon freuen können, wenn der Support innerhalb von 2 Stunden auf eine Mail reagiert und wo teilweise halbfertige Titel zum Vollpreis verkauft werden und dann erst durch DLC's (natürlich ebenfalls für Geld) mit den Inhalten versorgt werden, die sie schon von ANfang an hätten beinhalten müssen.

Doch es bleibt bei aller Vorfreude ein großes ABER übrig: Chris Roberts verspricht schon sehr viel für künftige Star Citizens. Ich habe mich seinerzeit auch auf C&C 2 gefreut und wrude herb enttäuscht, ebenso auch bei The Old Republic. Entwickler versprechen das blaue vom Himmel um Kunden zu gewinnen, deshalb versuche ich meine Vorfreude zu drosseln, auch wenn ich mich dem Crowdfunding für Star Citizen angeschlossen habe.
Womit wir gleich beim zweiten Aber wären: Noch fehlt für die Verwirklichung des Plans Geld, und zwar viel Geld.

Es wäre so Schade, wenn ein großartiges Spiel wie Freelancer keinen (inoffiziellen) Nachfolger bekommen würde. Oder wenn dieser so verkorkst wäre wie JA: Back in Action(Jagged Alliance 2) oder Dungeons(Dungeon Keeper 2).

Und solange ich mir darüber Gedanken mache, installier ich erneut Freelancer...

*Jegliche Ähnlichkeit mit einem berühmten Entwicklerstudio ist rein Zufällig. Hey, ich war etwa 11 oder 12 als ich auf die Idee für den Namen gekommen bin...
**Der Bundschuh- Ärgert deutsche Machteliten seit 1493!

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Cr4sh
#1 | 14. Nov 2012, 11:46
Ich finde es etwas merkwürdig, dass du über Dogfight-Spiele schreibst, aber dann 'nur' die Sparte der Weltraumspiele abdeckst. Es gab auch richtig viele gute 'irdische' Spiele, in denen es quasi zu echten Dogfights kam, allen voran IL-2, nach wie vor ungestürzter Meister der Flugsims für mich. Das Problem ist allerdings auch da, dass es so gut wie keine Neuentwicklungen mehr gibt. Das neueste, von dem ich weiß und das man ernsthaft spielen könnten, ist Battle over Britain, nur ist das wohl immer noch sehr hardwarehungrig.

Ansonsten sehr guter Blog, ich würde mich über weitere freuen.
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Bolsch
#2 | 16. Nov 2012, 06:25
Dazu:

Ich muss sagen, dass ich mit dem Prinzip der Dogfight-Spiele eher die Weltraumvariante assoziiere. Die irdischen Flugsimulatoren reizen mich eigentlich gar nicht.
Aber im Prinzip hast du Recht und ich verstehe ja deinen Standpunkt, auch wenn ich kein wirklicher Fan von "realistischen" Flugsimulatoren bin. Im Allgemeinen wird die Sparte recht Stiefmüttelich behandelt. Ich glaube es rentiert sich heutzutage irgendwie auch nicht mehr, da eher auf effektvolle Kurzweil gesetzt wird und Leute, die eifnach nur Mal eben 2-3 Stunden fliegen wollen eher eine Randerscheinung, gemmesen am Großteil der Spielekonsumenten, ist. Zumal diese Spiele oftmals etwas einarbeitungszeit benötigen und das wiederum von mangelnder Geduld untergraben wird.

Allerdings gibts doch noch als "realistisches" Szenario noch die Hawx-Reihe an der Tom Clancy mitgearbeitet hat. Soweit ich weiß hat sie in puncto der Dogfights recht gute Kritiken bekommen. Das Szenario selbst ist alelrdings leicht Futuristisch.
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Cr4sh
#3 | 16. Nov 2012, 09:33
Allgemein stimme ich dir zu, allerdings ist Hawx so ziemlich das Gegenteil von realistisch. Es muss ja nicht immer eine Hardcoresimulation sein, aber das Spiel sollte schon halbwegs den Gesetzen der Physik folgen und etwas Anspruch neben all den tollen Explosionen bieten. Zumindest ist das mein Standpunkt, und da nehmen sich auch Weltraumsimulationen für mich nichts. Warum kann man nicht mal die Anziehungskraft eines Planeten oder einer Sonne spüren, warum kreisen Orbitalplattformen nicht um den Heimatplaneten?
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Bolsch
#4 | 17. Nov 2012, 13:42
Nun ja, die letzten (guten) Weltraumsimulatoren sind vor den Möglichkeiten eienr Half-Life 2 Physik-Engine entstanden. Alelrdings ist es z.B. in Freelancer so, dass Orbitalstationen Tatsächlich in der Umlaufbahn zu einem Planeten liegen, auch wenn diese sich nicht wirklich bewegen. Allerdings gibt es keine Möglichkeit die Sonne eines Systems zu erreichen(Habs schon probiert), was ich auf die begrenzte Rechnerleistung jener Zeiten schiebe.

Physikalisch betrachtet sollte aber in einer Weltraumsimulation kein "echtes" Fluggefühl aufkommen, da es im Vakuum nicht zu gravitationsbedingten Erscheinungen, wie etwa Fliehkraft, kommen kann. Das man nicht von Gravitationsfeldern z.B. großer Planetoiden, beeinflusst wird ist hingegen unrealistisch, aber wer köntne schon ein relistisches Weltraum-Mensch-Gegen-Alien-Dogfightspiel erstellen? Das würde ja auch bedeuten, dass man überhaupt eine reale Vergleichsmöglichkeit hätte. Ergo ist es zu unserer Zeit etwas, auf das man sich einlassen muss und wo man gewissen mangel an Realismus auch nicht verhindern kann.

Was Hawx angeht hab ich mich nie mehr damit beschäftigt, als dass ich die Tests gelesen habe. Leicht futuristische Kampfjets, dafür kann ich mich nicht mehr oder weniger begeistern als 2. Weltkriegsszenarien.
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