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Spielspaß ist überbewertet...

Von Cd-Labs: Radon Project |

Datum: 08.06.2013 | zuletzt geändert: 05.01.2014, 11:02 Uhr


und andere unfreundliche Wahrheiten…

Was ist das hier?
Nun Ja, eigentlich ist das hier nichts weiter als eine Sammlung von Ideen, die zu wenig für einen „echten“ Blog hergeben, aber zu groß/ unpassend für einen simplen Kommentar sind.
Manche Dinge sind mir einfach aufgrund der aktuellen Ereignisse in den Sinn gekommen, andere hatte ich hingegen schon länger geplant.
Von daher springe ich auch wild von Spielen zu Hardware und wieder zurück zu den Spielen ;) (die kleinen Zwischenthemen mal ausgelassen)



Problemkind Techdemos

Der allererste Schnipsel ist auf Basis der neuen Konsolen-Vorstellungen entstanden. Natürlich gab es da neben den Exklusivtiteln auch einige Tech-Demos, die man so schon vom PC her kennt:
Gerade das hat aber wieder alte Wunden von mir geöffnet:
Die Hersteller dieser Präsentationen, SquareEnix, EpicGames und ähnliche betonen immer, dass diese Demos nicht auf irgendwelcher hochgezüchteten Hardware, sondern auf Mainstream-Plattformen laufen würden. Geradezu gebetsmühlenartig nutzen sie dies sogar als zentralen Bestandteil ihres Werbens für ihre neuen Engines:
Die Frage, die sich jedem nun stellen sollte, ist aber natürlich:
Wenn das Zeug doch angeblich beinahe überall laufen soll, wieso stellen die dann bitte die Demos nicht zum Download bereit, wie es Nvidia und AMD seit jeher machen?
Klar, manche gab es auch mal von solchen Herstellern zum Download:
Trotzdem reicht das nicht: EpicGames könnte mir auch sagen, dass ihre Samariter-Demo auf einer Intel HD 4000 laufen würde: Bis zu einem Beweis, also einer Version, die jeder User selber testen kann, ist das doch alles eigentlich nur Schall und Rauch!
Einziges Argument wäre noch, dass die lieben Engine-Entwickler diese nicht vor Release eines ersten Spieles mit ihrer Engine rausgeben wollen. Aber auch das ist keine Begründung, warum die UE 3.5-Demo nicht frei verfügbar ist!


Microsoft auf Irrwegen

Nein, ihr müsst euch hier keine Kritik an Windows VIII anhören:
Mir geht es um ein ganz anderes Problem: Microsoft besaß einst ein Label, das sehr erfolgreich Spiele herausgegeben hat: Microsoft Game Studios.
Doch dass das schon unter der ersten XBOX sowie später unter „Games 4 Windows Live“ leiden musste und damit sozusagen von Microsoft selbst zerstört wurde ist ja hinreichend bekannt.
Damit haben sie es tatsächlich geschafft dem PC einige der besten Marken zu rauben.
Aber keine eigenen PC-Spiele zu bringen reicht Microsoft anscheinend nicht mehr.
Da sie momentan die Videospiellizenz für Cyberpunk halten, konnten sie Harebrained Schemes dazu zwingen, keine DRM-freie Version von Cyberpunk Returns anbieten zu dürfen:
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Microsoft zwingt sie noch nicht einmal zu einem „GfWl“-Release, sondern dazu, dass sie keine DRM-freie Version rausbringen dürfen!
Wie hirnrissig ist denn das bitte? Was läuft da schief? Eigener Profit ist ihnen egal, sondern sie scheinen nur die Kunden ärgern zu wollen!
Wo sie doch selber noch so viel zu erledigen hätten, wie FreeLancer, Rise of Nations und die Age-Serie als digitalen Download anzubieten!
Einfach nur unverständlich und vor allen Dingen: Dreist!

http://www.kickstarter.com/projects/1613260297/shadowrun-returns/posts/453037

Die Lüge als Firmengrundstein

EA ist schon länger keine gute Firma:
Selbst in den noch guten frühen 2000ern wurden Studios wie Origin Systems geschlossen und andere zur Produktion sinnloser Online-Ableger oder den Verzicht auf eine Marke (Lands of Lore von Westwood) gezwungen.
EA hat aber damals nichts offensichtlich Falsches von sich gegeben, sondern „nur“ falsch gehandelt.
Mit gleich mehreren aktuellen Themen hat sich das aber drastisch geändert:
Zunächst wäre da einmal Sim City 5:
Angefangen hatte es dort mit dem Versprechen von Maxis, dass der EU-Start reibungslos verlaufen würde. Dass dieses Versprechen nicht eingehalten werden konnte, war zwar zu dem Zeitpunkt schon klar, trotzdem war das halt eben nicht mehr als ein uneingehaltenes Versprechen wie man es so häufig vorgesetzt bekommt.
Schon durchaus krimineller war die nächste Aussage, dass die dauerhafte Onlineverbindung zur Performanceverbesserung auf Mittelklasse-systemen genutzt werde:
Denn das spätere Offline-Hack zeigte, dass dies eine pure Lüge war, die real nicht vorhandene technische Fähigkeiten versprach.
Doch EA setzte noch einen drauf und ließ durch Peter Moore verkünden, dass die Leute, die den Onlinezwang als DRM ansehen würden, die ganze Sache falsch sehen würden.
An Dreistigkeit kaum noch zu übertreffen dachte man sich in dem Moment schon beinahe:
Doch EA konnte tatsächlich noch einen draufsetzten:
Nachdem ein WiiU-Deal geplatzt war, verkündete EA, dass sie keine Frostbite II-Spiele auf die Konsole bringen würden, da sie zu schwach dafür wäre:
Wohlgemerkt die momentan stärkste Konsole, die Konsole, auf der die CryEngine III und selbst die ruinöse Criterion-Engine ohne Probleme läuft…

Nach all diesen Vorkommnissen frage ich mich:
Kann eine Firma nicht dafür verklagt werden regelmäßig technisch falsche Aussagen zu machen?
Mittlerweile hat es EA so auf die Spitze getrieben, das dagegen mal wirklich rechtlich vorgegangen werden sollte!


Spielspaß ist überbewertet

Irgendwann musste ich ja mal diese provokante Überschrift rechtfertigen und nun ist es so weit:
Natürlich ist der persönliche Spielspaß, in welcher Form auch immer, das wichtigste beim Zocken.
Nun stellt sich hier natürlich schnell die Frage: Kann man das verallgemeinern? Kann man seine persönliche Erfahrung de-personalisieren und eine allgemeingültige Spielspaßwertung einführen?
Wie kann man überhaupt Spielspaß bewerten?
Die Gamestar gibt darauf eine recht klare Antwort:
Mit Hilfe eines genreabhängigen 10-Kategorien-Wertungssystems. So wird zum Beispiel wird ein Shooter nach den sechs allgemeinen Kategorien „Grafik“, „Sound“, „Balance“, „Bedienung“ „Atmosphäre“ und „Umfang“ bewertet und zusätzlich noch nach den genrespezifischen, namentlich „Leveldesign“, „K.I.“, „Waffen und Extras“ sowie der „Handlung“ bewertet.
Doc reicht das, um Spielspaß zu bewerten? Ohne Probleme könnte man sich den perfekten Shooter, ein Call of Biocrysisfield vorstellen, der dank ausgezeichneter Technik, Balancing (Anspruch!), Spielfluss und Leveldesign brilliert und dazu eine nette Geschichte erzählt. Solch ein Spiel würde nach GS-Wertungssystem verdiente 100 Punkte bekommen und als „Meilenstein“ sowie „Pflichtkauf“ angepriesen werden.
Das würde aber nichts daran ändern, dass mein persönlicher Spielspaß sicher nicht höher wäre als bei diversen 80er-Titeln, die ich durchgespielt habe. Ganz einfach, weil ich Shooter-Gameplay nicht mag.
Wie kann das nun mit dem Spielspaßbewertungs-Anspruch diverser Magazine kombiniert werden?
Die einfache Antwort: Gar nicht.

Denn die eigene Wertung als Spielspaßwertung anzupreisen ist einfach nur eingebildet und ignorant.
Wer sich das GS-Bewertungssystem als Beispiel mal genauer anschaut, dem wird auch schnell auffallen, dass es in Wahrheit kaum etwas mit Spielspaß zu tun hat:
Die Kategorien sind solche, die das handwerkliche Können der Entwickler bewerten.
Besonders deutlich wird das natürlich bei Leveldesign, Grafik, Umfang, Handlung, Balance und der Bedienung weniger eindeutig hingegen bei der Atmosphäre.
Und eine solche handwerkliche Bewertung ist auch richtig so! Denn wie schon gesagt, Spielspaß lässt sich nicht bewerten, wie gut das Konzept eines Spiels umgesetzt wurde, das natürlich.
Und auch nur eine solche Wertung hilft den Lesern eines Testes wirklich weiter:
Wen interessiert es schon, ob jemand jetzt ganz privat WarZ mochte, es geht nur darum, dass das Spiel qualitativ miserabel ist.
Ob einem aber ein solch miserabel designtes Spiel nicht trotzdem Spaß machen könnte, das ist das Risiko, dass jeder selbst eingehen muss.

Was sollte die Gamestar also ändern:
In erster Linie wäre es gut, wenn GS den Begriff Spielspaßwertung entfernen würde, da er (wie dargestellt) nicht der Realität entspricht und dazu noch die Redakteure teilweise in unrealistische Teilwertungen treibt, nur damit die Endwertung einer Spielspaßnote ÄHNLICHER wird. Genauso solle die Benutzung von „Pflichtkauf“ und ähnlichen Formulierungen in Zukunft vermieden werden.
Als zusätzlichen Teil der Tests wäre hingegen ein „für wen interessant“-Kasten angebracht, der Empfehlungen gibt, wem das Spiel Spaß machen könnte; ganz abgesehen von der Handwerkswertung.

Und als letztes wäre da natürlich dann auch der Wunsch mehr objektiver in den Bereichen Grafik und Sound zu arbeiten und nicht, wie es jetzt schon häufiger passiert ist, Wertungen zu verteilen, die an die sonstigen Teilwertungen angepasst wurden…
Oder, dass Infos verschwiegen werden: Ach, das Spiel hat keinerlei echtes AA?
Naja, müssen wir ja nicht sagen. Schlechte Texturen? Egal, das Spiel braucht eine gute Wertung!
Um auch noch Indie-Titeln gerecht zu werden würde ich noch (wie immer) vorschlagen, Grafik & Sound durch Technik und Stil zu ersetzten, aber das wisst ihr ja bereits…


Klein und verloren…

Ein altes AMD-Problem:
Die eigene Hardware kann so gut sein wie sie auch immer sein kann, trotzdem wird sie sich dank schlafender Partner nicht verkaufen. So geschehen bei Trinity, dessen Verkäufe deutlich unter den schlechten Notebooks und verspätetem Desktop-Board-Angebot litten.
Doch nun gibt es etwas Neues: Kabini, der in bisherigen Benchmarks deutlich mit der Atom und Celeron-Konkurrenz aufräumte.
Doch nun gibt es ein neues Problem: Die Board-Hersteller haben anscheinend gar keine Lust auf Kabini:
http://www.computerbase.de/news/2013-06/amd-kabini-zur-computex-auf-mini-itx-wenn-ueberhaupt/
In meinen Augen sind wir damit wieder im Pentium-IV-Zeitalter angekommen, wo geheime Marktabsprachen AMD aus dem OEM-Geschäft aus dem Geschäft drängen sollten! Mit dem kleinen Unterschied, dass AMD damals in jedem Bereich überlegen war, während AMD heute auf jeden Nischenmarkt angewiesen sind, den sie kriegen können.
In meinen Augen eindeutige Marktmanipulation, von welcher Seite auch immer.

Die Kino-Geschichte

Eine kurze Geschichte:
Neulich mal wieder das Kino für eine Vorstellung, genauer gesagt Iron Man III besucht.
War auch ein wirklich netter Film; nur hat mich etwas am Anfang arg gestört:
Dort gab es mal wieder einen~1-minütigen Screen, der davon sprach, dass Filmmittschnitte der Filmebranche jährlich einen Schaden von 450 Milliarden Dollar zufügen würde. (bin mir nicht sicher, ob es wirklich 450 Milliarden waren…)
Was mich daran störte:
1. Diese extrem populistische „Schadens“-Darstellung. Wir haben keinerlei Informationen, wie diese Summe zustande gekommen sein soll. Wird für jedes Mal, wenn der Film online angeschaut wird, ein Schaden in Höhe des Kino-Preises angenommen? Was ist, wenn eine Person den Film zwanzig Mal anguckt? Dann hätte man einen Kinopreis x20 als „Schaden“, obwohl der logischerweise nie höher als der der DVD-Version werden kann.
Was ist mit Leuten, die danach den Film dennoch kaufen?
Diese haben gar keinen Schaden verursacht, würden aber trotzdem eingerechnet!
Und was ist mit denen, die ansonsten eh bis FreeTV gewartet hätten?
Auch das wäre kein Schaden gewesen!

2. Der Tonfall:
Wieso zur Hölle sollte ich mir im Kino eine Art Anklage durchlesen müssen, die mich, der hier gerade Eintritt GEZAHLT hat, schon wie einen Verbrecher behandeln will?!
Ich würde gerne hören „Danke, dass sie sich entschieden haben, diesen Film in einem unserer Kinos anzuschauen“. Genauso wenig, wie ich ständig diese gefühlt stundenlangen Screens bei DVDs/BluRay s angucken möchte:
Meine Güte, FREUT EUCH ÜBER MEIN GELD!
(es gibt tatsächlich manche DVDs, bei denen sich der Hersteller für den Kauf bedankt. So gehört sich das!)
3. Die fehlende Logik:
Die Filmindustrie lebt, und zwar sehr, sehr gut. Nicht schlechter als vor 30 Jahren, wo es keine im Internet veröffentlichten Kopien der Filme gab…



Über mich:
DRM-Gegner, der von einem leichten Amerika-Hass geprägt ist und unlogisches Verhalten verabscheut.
Hardwaretechnisch mit einem IvyBridge-Kepler-Notebook unterwechs, mag Spieletechnisch hauptsächlich RPGs und Taktikspiele.
Bekennender SuperSampling-Fan.


Wie immer kommt hier jetzt noch schnell mein obligatorischer "Was hat euch gefallen/ was soll ich das nächste Mal anders machen-Part"
Oder besteht zu irgendeinem Abschnitt noch Diskussionsbedarf?
Schreibt es in die Kommentare, ihr könnt euch drauf verlassen:
Ich werde sie lesen ;)

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RD.REVELATION
#1 | 08. Jun 2013, 21:54
W...T...F... und so ein Brett am Abend. ;-)

Ich habe mir den kleinen Teil, der die Überschrift genauer bespricht mal herausgelesen:

"Das würde aber nichts daran ändern, dass mein persönlicher Spielspaß sicher nicht höher wäre als bei diversen 80er-Titeln, die ich durchgespielt habe. Ganz einfach, weil ich Shooter-Gameplay nicht mag."

Diese Aussage stellt dann ganz brutal die seit Jahrzehnten verwendete Floskel "für Genre-Interessierte" auf den Kopf. Denn da müsste dann im Grunde jedes Spiel im Bereich 50-60% liegen.

Und genau in diesem kurzen Abschnitt liegt, meines Erachtens, auch der eigentliche Punkt.

Deswegen müsste man aber nicht das durchaus stimmige Wertungssystem der GS über den Haufen werfen. Denn die Wertungen "für die fachliche Arbeit/das Handwerkskönnen der Entwickler" können bestehen bleiben.

Sie müssten dann (was du ebenso thematisiert hast) nicht mehr "künstlich" angepasst werden, damit die Gesamtwertung passt.

Als Gesamtwertung könnte man dann 3 Stück angeben:

1: Wertung für diejenigen, die das Genre mögen (FANBOY-Wertung)
2: Wertung für diejenigen, die das Genre nicht mögen (HATER-Wertung)
3: Wertung für diejenigen, die das Genre nicht über/unter ein anderes stellen (JACK-OF-ALL-TRADES-Wertung)

Wenn also die rein handwerkliche Bewertung zu 80% führt, dann addiert der Fanboy noch 10% drauf, der JoaT zieht 10% ab, der Hater zieht 20% ab.

...hätte dir gerne einen "grünen" gegeben, leider funzt das nicht... Von daher: *GRÜNER DAUMEN*
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Teiko
#2 | 08. Jun 2013, 23:06
Hast Dir wirklich Mühe gegeben, vielen Dank dafür!

Ich finde das meiste zwar sehr überspitzt formuliert, das ändert aber nichts daran, dass viel Wahrheit in Deinen Ausführungen liegt.

-> MS/EA: Hier brauchen wir nichts mehr diskutieren, beide Firmen haben im Gaming-Bereich so viele Böcke geschossen, dass wir den Rest des Jahres damit beschäftigt wären, alle aufzuzählen. Schande über Euch!

-> Gamestar-Wertungen: Mir sind die Wertungen im Schnitt alle viel zu hoch. Wenn die Masse der Spiele hier sich in den 80ern einsortiert, passt der Wertungsrahmen nicht mehr. Und an der Stelle interessieren auch die Gründe wenig.

Ich halte es da lieber mit den Wertungen von anno dazumal:
>90: ein Muss für jeden, egal ob Genrefan oder nicht
80-90: exzellentes Spiel, jeder Genrefan muss es haben, für nicht-Genrefans auf alle Fälle einen Versuch wert
70-80: gutes Spiel, bestens geeignet für Genrefans, weniger für andere
60-70: mittelgutes Spiel, kann einem Genrefan aber durchaus Spaß machen, empfiehlt sich durchaus als Budget-Game
usw.

Entscheidend ist für den Spielspaß die Wertung von ein, zwei oder drei Testern. Die aktuelle "Spielspaß"-Wertung kann gerne so bleiben, sollte aber als "Qualitätswertung" oder so in den Wertungskasten eingehen. Spielspaß ist und bleibt subjektiv und kann auch mal deutlich vom handwerklichen abweichen.

Das jetzige Gamestar-System sorgt jedenfalls dafür, dass ich Spiele unter 80 nur noch mit der heißen Nadel anfasse und Spiele über 90 trotzdem erst mal hinterfrage, ob die Games wirklich meine 40 Euro wert sind.
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Yeager
#3 | 08. Jun 2013, 23:12
Schliesse mich RD.REVELATION an.
Grüner Daumen funzt nicht.

Ansonsten:
Harter Tobac, dein Blog :)

Die Kernfrage ist so alt, wie das Medium selbst.
Es gibt im Internet sogar wissenschaftliche Arbeiten darüber - und den Begriff des "New Game Journalism".
Der, vereinfacht ausgedrückt, beschreibt, wie das Spiel beim Spielen auf den Spieler wirkte.
Bewusst subjektiv und fokusfrei auf den von dir kritisch beleuchteten Umstand des handwerklichen Könnens.

Solche Formen enden bekanntlich nicht mit prozentualen Werten oder boolschen "JA/NEIN" bei der Spielspaß-Frage. Man muss sie in ihrer Gesamtheit sehen und auf sich selbst übertragen.
Stets mit der Frage im Hinterkopf: würde ich das auch so sehen? Würde ich das auch so empfinden?

Die GameStar versucht dem Ganzen bereits Rechnung zu tragen. In Form der Motivationskurve in Kombination mit dem Wert der Spieldauer.

Das sind für mich die ausschlaggebenden Kriterien.
Ein Spiel wie Mass Effect 3 ist sicher handwerklich solide gemacht.
Ob es Spaß macht?
Tja. Beim ersten Durchspielen tut es das. Bis zum Ende, vom selbigen abgesehen, wie man bekanntlich weiss.
Hat es jedoch einen Wiederspielwert?
Eher nicht.

Würde ich solche Kriterien ad absolutum erheben, dann wüsste ich, welches Spiel eine fast 100er-Wertung von mir erhielte: Total War Medieval 2 Kingdoms. Aber nur mit/durch zahlreiche Mods.
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Cd-Labs: Radon Project
#4 | 09. Jun 2013, 00:54
Vielen Dank ersteinmal für eure zahlreichen Antworten!

@RD.REVELATION:
1. Macht mir nichts aus, dass du dich erst einmal mit dem Titelthema beschäftigt hast ;) Besonders Abends hat man ja ab und zu dann doch nicht genügend Zeit für ein ganzes "Brett".
"Diese Aussage stellt dann ganz brutal die seit Jahrzehnten verwendete Floskel "für Genre-Interessierte" auf den Kopf."
So war das auch gemeint ;)

@Teiko:
-Überspitzt---ja, das kann man so sagen ;)
-Den generellen Anstieg der Durchschnittswertung von "ernstgemeinten"(also kein Erotica Island...) Spielen sehe ich auch äußerst negativ:
Irgendwann ist man halt bei 100% angekommen und dann zeigt sich die Absurdität...
-"Das jetzige Gamestar-System sorgt jedenfalls dafür, dass ich Spiele unter 80 nur noch mit der heißen Nadel anfasse und Spiele über 90 trotzdem erst mal hinterfrage, ob die Games wirklich meine 40 Euro wert sind."
Insgesamt hab ich wohl die Schwäche zu wenig schlechte Spiele gespielt zu haben.
Tatsächlich ignoriere ich die meisten 90er, da sie erst gar nicht in meine Genres fallen und orientier mich eher im 70/80er-Bereich.
Das von GS niedrigstbewereteste Spiel, dass ich in letzter Zeit gespielt habe war übrigens Omerta, mit dem ich auch sehr, sehr viel Spaß hatte, obwohl es handwerklich echt nicht mehr als befriedigend war.

Ist auch einer der Auslöser für den Hauptabschnitt ;)

@Yeager:
-die große Frage ist ja eigentlich:
Was will ich, wenn ich einen Test lese?
Will ich die persönliche Erfahrung, die Analyse, wie das Spiel wirkt oder das handwerkliche Können.
Auf jeden Fall will ich nicht eines davon unter dem Namen des anderen und da sind wir uns ja auch anscheinend alle drei einig.

Wie das perfekte Wertungsystem aussieht kann ich natürlich nicht sagen. Denn allein scon meine Vorschläge hier haben beachtliche Schwächen:
Um auf mein Lieblingsgenre sprechen zu kommen:
Ein RPG ohne jede Athmosphäre, aber ansonsten vollkommener handwerklicher Perfektion wäre nämlich nicht nur für den pers. Spielspaß schlecht, sondern auch handwerklich mieß, da der wohlmöglich zentralste Aspekt des Genres nicht erreicht wurde!

Nach meinem vorgeschlagenen System würde das Spiel trotzdem immerhin 90 Punkte bekommen, wo es doch eher 30 verdient hätte...
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Cd-Labs: Radon Project
#5 | 09. Jun 2013, 01:01
Falls jemand von euch Lust auf noch mehr Input hat
Einer meiner größten Kritikpunkte:
Jedes, wirklich jedes Spiel bekommt für die gleichen Kategorien vollkommen unterschiedliche Kriterien:
Alpha Protocol:

+gelungene Modelle
+abwechslungsreiche Schauplätze
-teils schwache Texturen
-alberne Animation
-Klongegner
6/10

in meinen Augen gehört dahin:
+gelungene Modelle mit hohem Polygoncount
+abwechslungsreiche Schauplätze
+Texturen mit sehr guten Tiefenwerten
+State-of-the-Art-Gesichter
+sehr gute (statische) Beleuchtung
+viele Zierobjekte
+genügsame Hardwareanforderungen
oteilweise zerstörung vorhanden
-Tiefenschärfe technisch schlecht und tendentiell zu stark eingesetzt
-kein Anti-Aliasing
-Texturauflösung stark wechselhaft & generell eher niedrig
-übermäßiges LOD
-Texturstreaming
6/10

Faster Than Light

+stimmige Pixelgrafik mit viel 8bit-Charme
+übersichtlich gestaltet
-wenig Detailliebe und Abwechslung
-mäßiges Art Design

3/10

+2D-Grafik
+performant
-geringe optische Abwechslung trotz stark differierenden Inhalt
-Effekte spärlich eingesetzt
-nur eine Auflösung verfügbar (1280x720)
-kein pre-AA
3/10
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Avatar Takamisakari
Takamisakari
#6 | 09. Jun 2013, 04:43
bzgl. EA und Lügen:
Man kann sie nicht für Stuss belangen. Doch Lügen bieten die Möglichkeit zur Aufklärung, eben dass sie lügen, denn so würde nicht der Großteil der Spieler einfach alles glauben. Aber da Magazine und Co. auch weiterhin zu Vorab-Präsentationen etc. eingeladen werden möchten, halten sie sich natürlich mit Äußerungen zurück. So werden dann die Spieler von den Magazinen verarscht. Die Insider wissen zwar bescheid, haben allerdings das Minderheitenproblem, welches es gar nicht erst geben würde, wenn nicht ständig die Wahrheit unter den Teppich gekehrt werden würde. Man merkt daran einmal mehr, dass Geld die Welt regiert. Ich würde mir wirklich mal ein Magazin wünschen, das öffentlich alles und jeden, der es "verdient" hat, an den Pranger stellt. Das KGN (krawall.de) geht zwar ein wenig in die Richtung, ist aber noch weit vom Optimum entfernt.

bzgl. "Spielspaßwertung":
Der Begriff ist gar nicht so falsch, denn die Tests sind doch recht häufig sehr von subjektiven Einschätzungen beeinflusst (wobei das Wort "Test" seiner Bedeutung nicht mehr gerecht wird). Auch werden die Spiele oftmals von Mainstream- bzw. genrefremden Spielern (Redakteuren) getestet (was mir als Racer doch immer wieder auffällt). Über das Wertungssystem ansich will ich nicht viele Worte verlieren. Der statische Aufbau ist völliger Blödsinn. Wenn in einem Rennspiel die Fahrphysik totaler Mist ist, dann interessiert auch die Grafik nicht mehr. Ich schaue da lieber auf die negativen Aspekte eines Spiels, denn sie verraten, wie sehr sich der Entwickler überhaupt Mühe gegeben hat. Das daraus resultierende Fazit: Die meisten Spiele sind pure FAIL-Compilations. Wenn man sich als Spieler ständig über ein Spiel aufregen bzw. fehlende/fehlerhafte Features bedauern muss, dann bleibt am Ende nicht mehr viel Spaß übrig. Ein Spiel muss deswegen nicht unbedingt schlecht sein, doch die FAILS sollten in die "Strafakte" des Entwicklers (bzw. Publishers) eingehen, die entsprechend meiner Pranger-Vorstellung für jeden ersichtlich wäre. Statt eine Kolumne zu lesen, wäre so ein Leistungsprofil (mit WINS und FAILS) eines Entwicklers/Publishers auch sehr interessant. Aber ich träume anscheinend zu viel.

bzgl. Kino-Geschichte:
Mir geht es bei DVDs auch mächtig auf den Sack, diese Warnhinsweise (natürlich in unzähligen Sprachen) ansehen zu müssen. Reicht es denn nicht aus, sowas auf die Verpackung zu schreiben? Analog dazu würde im Kino ein Schild genügen. Warum wir das ertragen müssen hat den einfachen Grund, dass die Menschheit immer mehr verdummt. Es ist längst nicht mehr alles so selbstverständlich, wie es sein sollte. Man wird im Alltag ständig damit belästigt.
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TheVG
#7 | 09. Jun 2013, 07:07
Uff, viel zu lesen, aber richtig schöner und kritischer Blog von dir ;) Daumen gibt´s natürlich in sattem Sommergrün.

Leider kann ich nicht viel mit Hardwarenews und ihren Folgen anfangen, aber ja: Die Zeiten von AMD als ausgebooteter Nischenanbieter klingelt mir noch in den Ohren. Grundsätzlich finde ich diese Exklusivitätsabsprachen auch sehr bedenklich, von wegen "besonders gut spielbar mit nVidia-Karten" bzw. "The way it´s meant to be played" usw... AMD hat sich da ja nur eingereiht gehabt, als dann solche Sauereien wie "Saboteur" nur mit nVidia-Karten spielbar waren. Lustigerweise konnte ich es damals sogar mit einer X1300 spielen, aber danach nicht mehr, als ne neue Radeon her musste. Das eigentliche Problem ist dabei einfach, sich zu solchen Maßnahmen niederzulassen.

Zu GS und Spielspaß:

Spielspaß wurde und wird niemals alle ansprechen können, genauso wie einfach alles auf der Welt. Ich sehe in dem Punkt eher das Problem, wie dann im Nachhinein mit umgegangen wird. Wenn ich nicht in Designerklamotten rumlaufen will, dann kann ich das gerne tun, werde dann eben nur als "billig" hingestellt. Bei Spielen ist das zum Glück nicht ganz so eindeutig, CoD zum Beispiel verkauft sich ja prima, hat aber genügend Kritik einstecken müssen. Warum dann GS einen Toptest herausbringt und man dann später in anderen Berichten das Spiel als Negativbeispiel ständig anbringt, wirft Fragen auf, die an der Integrität des Magazins zweifeln lassen. Man muss ihnen aber zugute halten, dass die Wertungen auf Genreliebhaber zugeschnitten sind. Wer wie du Shooter nicht mag, der wird sich auch von den Wertungskästen nicht beeinflussen lassen.

Das einzige. was mich wirklich an den WERTUNGEN stört, ist die individuelle Auslegung. Ich hab bei "Night of the rabbit" Stiere geglotzt, als da als Fazit eine geradezu negativ beladene Einschätzung stand und daneben die Wertung von 71 prangte. Ich dachte bis dahin, 71 wäre ein Achtungserfolg, den man auch entsprechend positiv mit entsprechendem Tonfall kommentieren könnte.
Daszu noch ne kleine Anekdote: Ich war mal mit anderen Usern hier an einer eigenen Seite beteiligt und durfte "Machinarium" testen. Ich gab dem Spiel eine 70 und dachte, das wäre positiv bemessen eine angemessene Wertung. Kurz darauf meldete sich in persona Daedalic-Chef Fichtelmann auf unserer Seite zu Wort und kritisierte meine Wertung, weil "der Metascore aber bei 80 liegt". Nuff said?

Und überhaupt: An was bemisst man solche Wertungen immer? Bloß weil Crysis oder BF 3 allgemein die Grafik auf ein neues Niveau gehoben haben, muss jetzt jedes Spiel so aussehen? Mir kommt es als mal so vor, als ob im Technikbereich das Wettrüsten von neuen Methoden (im Spielerbereich äquivalent das PC-Aufrüsten) zum Wesentlichen gemacht wird, und nicht der Langzeiteffekt, der durch Spielspaß und genretypischem Charme entstehen kann.
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Avatar TheVG
TheVG
#8 | 09. Jun 2013, 07:07
Zum Kino noch was:

Das ist ein Punkt, den ich ebenfalls wie du nicht verstehe. Einerseits meckert die Industrie herum, dass ihnen durch die Streams Geld verloren ginge, aber werden ständig die Produktionskosten erhöht bzw. wird auch ordentlich investiert. Da ich als Autor in dem Feld tätig bin, kann ich das sogar recht gut mitverfolgen. "Iron Man 3" ist da ein gutes Beispiel für. Der Film hat weltweit die Milliarde geknackt und somit schon locker 6-7 mal die Produktionskosten wieder raus. Ja, die Branche lebt. Und selbst wenn ein Film "nur" 50 Millionen gekostet hat, dann sind die Flops in der Anzahl noch überschaubar, und sei es durch den Verkauf von DVDs wieder einigermaßen eingespielt. Da kritisiert man nur in Zahlen das, was hätte möglich sein können, und nicht die Tatsache, dass ein waschechter Raubkopierer und Umsonst-Schauer den Kinoeintritt oder evtl. noch den DVD-Preis geprellt hat. Mittlerweile werden ja Gewinneinbußen als Maßstab genommen und nicht tatsächlicher Verlust von Geld bzgl. der Produktionskosten.

Schlusswort zu deinem Blog:

Besser konntest du den nicht schreiben ;) Danke dafür, und auch, dass man sich mal über so manches etwas ausschweifiger auslassen kann. Könnten gerne mehr sein, aber das ist so wie mit Meilenstein-Spielen: Auf die wartet man ja auch länger ;)
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Cd-Labs: Radon Project
#9 | 09. Jun 2013, 10:36
Zitat von Takamisakari:
bzgl. EA und Lügen:
Man kann sie nicht für Stuss belangen. Doch Lügen bieten die Möglichkeit zur Aufklärung, eben dass sie lügen, denn so würde nicht der Großteil der Spieler einfach alles glauben. Aber da Magazine und Co. auch weiterhin zu Vorab-Präsentationen etc. eingeladen werden möchten, halten sie sich natürlich mit Äußerungen zurück. So werden dann die Spieler von den Magazinen verarscht. Die Insider wissen zwar bescheid, haben allerdings das Minderheitenproblem, welches es gar nicht erst geben würde, wenn nicht ständig die Wahrheit unter den Teppich gekehrt werden würde. Man merkt daran einmal mehr, dass Geld die Welt regiert. Ich würde mir wirklich mal ein Magazin wünschen, das öffentlich alles und jeden, der es "verdient" hat, an den Pranger stellt. Das KGN (krawall.de) geht zwar ein wenig in die Richtung, ist aber noch weit vom Optimum entfernt.

bzgl. "Spielspaßwertung":
Der Begriff ist gar nicht so falsch, denn die Tests sind doch recht häufig sehr von subjektiven Einschätzungen beeinflusst (wobei das Wort "Test" seiner Bedeutung nicht mehr gerecht wird). Auch werden die Spiele oftmals von Mainstream- bzw. genrefremden Spielern (Redakteuren) getestet (was mir als Racer doch immer wieder auffällt). Über das Wertungssystem ansich will ich nicht viele Worte verlieren. Der statische Aufbau ist völliger Blödsinn. Wenn in einem Rennspiel die Fahrphysik totaler Mist ist, dann interessiert auch die Grafik nicht mehr. Ich schaue da lieber auf die negativen Aspekte eines Spiels, denn sie verraten, wie sehr sich der Entwickler überhaupt Mühe gegeben hat. Das daraus resultierende Fazit: Die meisten Spiele sind pure FAIL-Compilations. Wenn man sich als Spieler ständig über ein Spiel aufregen bzw. fehlende/fehlerhafte Features bedauern muss, dann bleibt am Ende nicht mehr viel Spaß übrig. Ein Spiel muss deswegen nicht unbedingt schlecht sein, doch die FAILS sollten in die "Strafakte" des Entwicklers (bzw. Publishers) eingehen, die entsprechend meiner Pranger-Vorstellung für jeden ersichtlich wäre. Statt eine Kolumne zu lesen, wäre so ein Leistungsprofil (mit WINS und FAILS) eines Entwicklers/Publishers auch sehr interessant. Aber ich träume anscheinend zu viel.

bzgl. Kino-Geschichte:
Mir geht es bei DVDs auch mächtig auf den Sack, diese Warnhinsweise (natürlich in unzähligen Sprachen) ansehen zu müssen. Reicht es denn nicht aus, sowas auf die Verpackung zu schreiben? Analog dazu würde im Kino ein Schild genügen. Warum wir das ertragen müssen hat den einfachen Grund, dass die Menschheit immer mehr verdummt. Es ist längst nicht mehr alles so selbstverständlich, wie es sein sollte. Man wird im Alltag ständig damit belästigt.

bzgl. EA:
Da stellt sich aber die Frage, wo der Unterschied zwischen der Behauptung >Die Server sind zur Leistungssteigerung dar< und >Das Spiel läuft auch auf einer GMA 950< wäre.
Für letztere Aussage könnte man sie nämlich eindeutig für irreführende Werbung verklagen!

bzgl. "Fail-System":
Das wäre wirklich etwas tolles:
Auch mich interessiert ja im Grunde nur Konzeptumsetzung:
Wenn dann im Fail-Kasten von Oblivion "aus Bauteilen zufällig zusammengewürfelte Welt", "Attributs-und Levelsystem ohne jeglichen logischen Ansatz" sowie "miserable Dialoge" gestanden hätten, dann ätte ich gewusst, dass es mich über 50% der Spielzeit lang hauptsächlich nerven würde ;)

bzgl. Verdummung:
Das darf man wirklich nicht missachten, wobei man natürlich auch darauf achten muss, dass die Verdummung auf vielen, vielen unterschiedlichen Faktoren basiert...
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Cd-Labs: Radon Project
#10 | 09. Jun 2013, 11:36
Zitat von TheVG:
Uff, viel zu lesen, aber richtig schöner und kritischer Blog von dir ;) Daumen gibt´s natürlich in sattem Sommergrün.

Leider kann ich nicht viel mit Hardwarenews und ihren Folgen anfangen, aber ja: Die Zeiten von AMD als ausgebooteter Nischenanbieter klingelt mir noch in den Ohren. Grundsätzlich finde ich diese Exklusivitätsabsprachen auch sehr bedenklich, von wegen "besonders gut spielbar mit nVidia-Karten" bzw. "The way it´s meant to be played" usw... AMD hat sich da ja nur eingereiht gehabt, als dann solche Sauereien wie "Saboteur" nur mit nVidia-Karten spielbar waren. Lustigerweise konnte ich es damals sogar mit einer X1300 spielen, aber danach nicht mehr, als ne neue Radeon her musste. Das eigentliche Problem ist dabei einfach, sich zu solchen Maßnahmen niederzulassen.

Zu GS und Spielspaß:

Spielspaß wurde und wird niemals alle ansprechen können, genauso wie einfach alles auf der Welt. Ich sehe in dem Punkt eher das Problem, wie dann im Nachhinein mit umgegangen wird. Wenn ich nicht in Designerklamotten rumlaufen will, dann kann ich das gerne tun, werde dann eben nur als "billig" hingestellt. Bei Spielen ist das zum Glück nicht ganz so eindeutig, CoD zum Beispiel verkauft sich ja prima, hat aber genügend Kritik einstecken müssen. Warum dann GS einen Toptest herausbringt und man dann später in anderen Berichten das Spiel als Negativbeispiel ständig anbringt, wirft Fragen auf, die an der Integrität des Magazins zweifeln lassen. Man muss ihnen aber zugute halten, dass die Wertungen auf Genreliebhaber zugeschnitten sind. Wer wie du Shooter nicht mag, der wird sich auch von den Wertungskästen nicht beeinflussen lassen.

Das einzige. was mich wirklich an den WERTUNGEN stört, ist die individuelle Auslegung. Ich hab bei "Night of the rabbit" Stiere geglotzt, als da als Fazit eine geradezu negativ beladene Einschätzung stand und daneben die Wertung von 71 prangte. Ich dachte bis dahin, 71 wäre ein Achtungserfolg, den man auch entsprechend positiv mit entsprechendem Tonfall kommentieren könnte.
Daszu noch ne kleine Anekdote: Ich war mal mit anderen Usern hier an einer eigenen Seite beteiligt und durfte "Machinarium" testen. Ich gab dem Spiel eine 70 und dachte, das wäre positiv bemessen eine angemessene Wertung. Kurz darauf meldete sich in persona Daedalic-Chef Fichtelmann auf unserer Seite zu Wort und kritisierte meine Wertung, weil "der Metascore aber bei 80 liegt". Nuff said?

Und überhaupt: An was bemisst man solche Wertungen immer? Bloß weil Crysis oder BF 3 allgemein die Grafik auf ein neues Niveau gehoben haben, muss jetzt jedes Spiel so aussehen? Mir kommt es als mal so vor, als ob im Technikbereich das Wettrüsten von neuen Methoden (im Spielerbereich äquivalent das PC-Aufrüsten) zum Wesentlichen gemacht wird, und nicht der Langzeiteffekt, der durch Spielspaß und genretypischem Charme entstehen kann.

Deinen part mit Machinarium finde ich äußerst erschreckend, auch wenn mir mittlerweile bewusst ist, wie viel EInfluss Metacritic tatsächlich hat (erinnert mich an New Vegas---keinen Bonus für Obsidian wegen einem Punkt zu wenig...)
Zum Grafik-Abschnitt:
Das ist der Grund, weshalb ich auch sage, dass das bestaussehenste Spiel 2011 z.B. NICHT Crysis II war:
Ein Spiel braucht nicht nur Grafik/ Technik, sondern diese muss in das gesamte Spiel sinnvoll eingebunden werden!
Es geht für mich bei Technik in RPGs z.B. immer nur um Weltdarstellung:
Gothic I hatte so etwas schon 2001 sehr gut vorgeführt, danch mussten wir zehn Jahre warten, bis mit Witcher II wieder ein Spiel mit einem solchen Hammerschlag aufgetreten ist! Grafik braucht nicht jedes Spiel bis zum überborden zu haben:
Aber featuresets:
Nebel, große Höhenunterschiede, Sonnenauf- und Untergänge, Regen, wehende Objekte (das ist toll bei der Cry-Engine) und ähnliches ist mir wichtiger als rein technische Perfektion mit drölftausend Polygonen!
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