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Medal Of Honor - Lohnt sich die Pause?

Von DerKranz |

Datum: 01.02.2013 | zuletzt geändert: 27.02.2013, 17:10 Uhr


"Medal Of Honor auf Eis gelegt"... als ich gestern von Arbeit kam, war ich wenig über die Nachricht überrascht, denn schließlich war das nur eine Frage der Zeit, wenn EA diese Leine zieht (schwache Verkaufszahlen, negative Kritik und ein 0815 Shooter). Ist das ein eher gutes Zeichen oder eher ein schlechtes?

Fangen wir doch mal an: Die Medal Of Honor Reihe gibt es schon seit 1999 und war ein WW2 Shooter. Ein ziemlich guter und ziemlich anderer Shooter. Realistische Szenarios mit realen Operationen und sogar manchmal echten WW2 Soldaten (z.B in "Underground" die französische Spionin). Ich war sehr begeistert von der Serie und besitze jeden Teil den es für PC gab (und auch die Teile "Frontline" sowie "Underground" für die PS3). Es war der etwas andere Shooter der sich von der Masse abhob. Spulen wir die Zeit doch etwas vor und springen in das Jahr 2007. Bis zu diesem Jahr hin wurden 9 Teile (nur PC Versionen und Konsolenversionen einberechnet) entwickelt und erhielten meistens gute Kritiken (vorallem der Teil "Pacific Assault"). Als dann Airborne in dem Jahr rauskam wurden die Kritiken etwas schlechter, aber waren noch nicht so schlecht wie sie jetzt waren. Ich persönlich finde, dass nach "Pacific Assault" die Serie gelitten hat. "Airborne" hatte zwar super Ideen (Fallschirmsprung, offnes Level etc.), aber die Umsetzung war dann ein Arcardeshooter und genau dafür steht für mich MOH nicht. Ich will nicht gegen irgendeinen SuperNazi kämpfen der mit einem MG auf einmal 5 Mitglieder meiner Truppe nacheinander wegmäht und ich der einzig Überlebende bin. Das fande ich dann schon ziemlich albern (und da bin ich garantiert nicht der Einzige!). Nachdem "Airborne" erschienen ist, sagte man schon, dass man mit dem nächsten Teil anfängt. Er sollte nicht mehr im 2.WK spielen, sondern in unserer Zeit und ab genau diesem Punkt wurde ich misstrauisch: "Wird es eine "Call Of Duty" Kopie, so wie es "Airborne" im Ansatz war?"
Machen wir doch einen weiteren Sprung in das Jahr 2010. Genauer: Den 14. Oktober 2010. An diesem Tag erschien das neue "Medal Of Honor", welches in Afghanistan spielt und auch wieder eine reale Operation enthält. Meine Befürchtungen, dass der Titel ein "CoD" in 2. Form wird, wurde zum Glück nicht 100% erreicht. Es war immernoch genügend "Medal Of Honor" enthalten, es war immernoch authentisch, aber längst nicht mehr sogut wie die Vorgänger. Trotzdem spiele ich auch heute noch den Multiplayer sehr gerne (welcher eigentlich immer unwichtig war in MOH, denn die Serie ist ein Singleplayerspiel!). Zum ersten Mal hat mir in MOH 2010 aber auch was gefehlt, was (zumindest in den PC Versionen) schon immer in MOH enthalten war: Gefühle! Zwar war die Endsequenz sehr emotionsreich, aber das ganze Spiel über hat man eigentlich nur rumgeballert. Mehr nicht. Deswegen freute ich mich auf "Warfighter": Laut Entwickler höhrere Authzenität (juhu!) und eine persönliche Geschichte (die für mich bis dato das Hauptkaufargument war).
Springen wir zum 23. Oktober 2012: Ernüchterung macht sich breit. Ich habe das Spiel mittels VPN schon eher spielen können und war entsetzt. Das was uns hier verkauft wurde, war kein "Medal Of Honor" mehr, sondern viel mehr eine Krankheit. Es hat NICHTS gestimmt, was uns versprochen wurde und genau das ärgerte mich und mein Test zu "Warfighter " fiel dementsprechend aus. Ich hatte öfters mit den Entwicklern getwittert, hatte öfters nachgefragt ob das Spiel realistischer wird als der Vorgänger, ob die persönliche Story wirklich sehr stark mit in das Spiel eingebunden wird. Das Resultat: Glaube keinem Entwickler, welcher unter der Leitung von EA handelt, auch wenn die Mitarbeiter sehr nett sind und ihnen die Community vielleicht etwas bedeutet.

So nachdem ich das jetzt alles geschrieben habe zu der eigentlichen Frage: Lohnt sich die Pause oder eher nicht? Oder wäre es sogar besser das Franchise komplett zuschließen?
Meine Meinung: Ich sehe die Pause als einen richtigen Schritt an. Eine komplette Schließung allerdings würde ich nicht begrüßen. In dem Franchise liegt sehr viel Potential, welches nur ordentlich umgesetzt werden muss. Man sollte sich wieder auf die Stärken von dem ursprünglichen "Medal Of Honor" konzentrieren (Ehre, Gefühle und REALE Operationen). Auch wenn ich den Ami Patriotismus hasse, so gehört er auch irgendwie zu dem Franchise mit dazu.
Ich hoffe und wünsche mir, sollte EA wirklich eine längere Pause einlegen (und nicht wie bei NFS nach der Pausenankündigung ein halbes Jahr später "Shift" veröffentlichen), so habe ich wieder Hoffnung, dass Entwickler an das Franchise gesetzt werden, die nicht unbedingt ein Actionkino entwickeln müssen und das ALTE "Medal Of Honor" lieben, denn ist diese Vorraussetzung erfüllt, so würde der nächste Teil auf jeden Fall ein sehr guter werden. Egal ob er in Afghanistan, dem 2. Weltkrieg, dem Golfkrieg oder sonst wo spielt (außer es spielt vor 1900 dann würde ich das Spiel auch nicht kaufen :P)
Ich persönlich hoffe, dass das Franchise wirklich nicht für immer auf Eis liegt und andere Entwickler die Serie wieder zu ihren alten Stärken zurückbringt. Vielleicht sollte Steven Spielberg wieder mit an Board kommen...

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Golem
#1 | 02. Feb 2013, 00:37
Meiner Meinung nach hätten sie ein WW2 Setting nehmen (alternativ Korea,Vietnam) und dann das Spiel auf Realismus trimmen sollen.

Warum?
Das moderne Setting ist extrem ausgelutscht.
Belohnungsballergames gibt es wie Sand am Meer aber für taktische Teamshooter die auf echten Realismus setzen gibt es einen noch sehr offenen Markt.

Aber leider haben die Publisher keine Eier!
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Black Baron
#2 | 02. Feb 2013, 10:09
Ich muss schon schmunzeln. Der Blogersteller trennt Call of Duty und Medal Of Honor voneinander und spricht von der Befürchtung, dass MoH eine CoD-Kopie werden könnte. Genau anders rum ist's der Fall, CoD war eine MoH-Kopie, von ehemaligen MoH-Entwicklern. Nochdazu sind beide Spielreihen zwar nicht identisch, aber höchst ähnlich, sie teilen sich etliche Spielmechaniken, die auch von beiden populär gemacht wurden (Self-Heal, Wellenangriffe z.B.).

Dann muss ich über Golem's Kommentar schmunzeln, in dem er meint, man hätte auf WW2 setzen müssen, da das moderne Setting schon zu verbraucht wäre... vor gut 5 Jahren jammerten die Leute genau anders herum =).

Der Grund, warum MoH nicht mehr erfolgreich ist, liegt meiner Ansicht nach viel mehr im MP: CoD wird nicht wegen der Solokampgagnen gespielt, sondern wegen des mittlerweile sehr gut polierten und flutschenden Muliplayer-Parts. Dieser ist 80-90% der Fans wichtiger. Wegen der hohen Motivationskurve des CoD-MPs stellt sich für viele zudem keine Frage nach einer Alternative. Und offenkundig taugt der MP von MoH nicht so wie der von CoD oder auch Battlefield.
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TheVG
#3 | 02. Feb 2013, 11:25
Sorry, wenn ich das jetzt so sagen muss, aber deine Ausführungen sind echt die eines MoH-Nerds. Ich will dir nix absprechen, aber das ist mit ein Grund, warum ich persönlich niemals Vorschusslorbeeren verteile bei Spielereihen.

MoH war schlicht zu lange weg vom Fenster, während CoD seinen Siegeszug angetreten war. Dann nach so einer langen Pause die Reihe wieder zum Leben zu erwecken, war wohl die schlechteste Idee, die EA hatte. Nicht weil ich ein EA-Hater bin, sondern weil es wohl jedem aufgefallen ist, dass man irgendwas aus der Versenkung geholt hat zu einem Zeitpunkt, der denkbar ungünstig war. Wenn das die Idee von irgendwelchen Analysten/Strategen gewesen war, dann hätte ich die sofort gefeuert.

EA hat schlicht auf die Eier legende Wollmilchsau gehofft, nur weil da mal ein Erfolgskonzept wie MoH in der Schublade verstaubt war.

Ich will dich jetzt nicht in deiner Persönlichkeit verändern oder so, aber ich kann echt nicht nachvollziehen, dass du dich dann an alles klammerst, was man noch als gut ansehen könnte (z.B. deinen Soundtrack-Blog).
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Avatar Golem
Golem
#4 | 02. Feb 2013, 12:44
Zitat von Black Baron:

Dann muss ich über Golems Kommentar schmunzeln, in dem er meint, man hätte auf WW2 setzen müssen, da das moderne Setting schon zu verbraucht wäre... vor gut 5 Jahren jammerten die Leute genau anders herum =).


Hab ja geschrieben alternativ Korea, Vietnam. Welches Setting ist ja fast egal nur wenn man sich in einem Setting bewegt in dem alle grade unterwegs sind und man einen übermächtigen Gegner (COD) hat ist der Markt logischweiser kleiner.
Selbes gilt für das Spielsystem, es reicht einfach nicht das Spielsystem schlecht zu kopieren und hier und da etwas anders zu machen.

Deshalb ja meine Anmerkung das sie lieber hätten andere Wege gehen sollen und echter Realismus, taktisch teambasierters Spielsystem bietet noch reichlich Platz bzw. ist seit jahren extrem vernachlässigt worden.

Der Arcarde Belohnungs-Baller-Games Markt ist schlichtweg überfüllt, insbesondere mit modernen Setting. Außerdem hat dieser Markt das Problem das er sich langsam zutode reitet mit seiner jährlichen Serienproduktion.
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Avatar DerKranz
DerKranz
#5 | 02. Feb 2013, 19:52
Zitat von Black Baron:
[...] Genau anders rum ists der Fall, CoD war eine MoH-Kopie, von ehemaligen MoH-Entwicklern. Nochdazu sind beide Spielreihen zwar nicht identisch, aber höchst ähnlich, sie teilen sich etliche Spielmechaniken, die auch von beiden populär gemacht wurden (Self-Heal, Wellenangriffe z.B.).

[...]

Vielleicht habe ich mich da schlecht ausgedrückt: Ich fande das sich die Spiele Gameplaymäßig voneinander unterschieden hatten: Pacific Assault z.B mit einer nicht linearen Spielwelt, Befehlsmenü und Medipacks. Ab dem Titel von 2010, hat sich das geändert und MOH spielte sich vom Gameplay her mehr wie CoD.

Zitat von TheVG:
Sorry, wenn ich das jetzt so sagen muss, aber deine Ausführungen sind echt die eines MoH-Nerds. Ich will dir nix absprechen, aber das ist mit ein Grund, warum ich persönlich niemals Vorschusslorbeeren verteile bei Spielereihen. [...]

Finde ich schade, dass es so rüber kam. Wäre ich ein MOH "Nerd" so hätte ich garantiert "Warfighter" nicht so scharf bewertet und hätte bestimmt eine 80+ bekommen (genauso wie alle anderen Teile!). Da ich aber nur ein Normaler Fan bin und ich nicht alles an MOH gut Rede sieht man bestimmt an meinen Tests.
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