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Omega DLC - Mass Effect 3

Von Dreamwalker |

Datum: 29.11.2012 | zuletzt geändert: 08.12.2012, 19:54 Uhr


Bioware hat sich in Sachen DLCs eine hohe Messlatte gelegt seit Mass Effect 2. Der Shadow Broker DLC wird in vielen DLC Tests als Referenz genommen und auch die erste Erweiterung von Mass Effect 3 (Leviatan) war auf einem hohen Niveau. Aufgrund dessen waren die Erwartungen an die Omega Erweiterung nicht gerade klein.

Die Ausgangslage ist klar. Schon als das Spiel erschien, konnte man beim Gespräch mit Aria im Purgatory Club förmlich riechen, dass hier noch etwas nachgereicht werden soll. Nun wird man nach dem Runterladen des DLCs brieflich gebeten sich mit Aria in einem neuen Bereich der Citadell zu treffen. Nach dieser 5-minütigen Einführung, in der die Gespräche praktisch von selbst ablaufen und man schon fast verwundert ist, wenn man auswählen darf, was Shepard sagt (das zieht sich so weiter), triff man sich mit Arias Flotte und los gehts nach Omega und der Rückeroberung der Station. Damit ist im Prinzip die ganze Story zusammengefasst. Für das Lösen dieser Aufgabe darf man keine Begleiter aus der Mass Effect 3 Crew mitnehmen. An eure Seite gesellen sich Aria und im späteren Verlauf noch eine Turianerin. Warum man nun genau Aria bei der Rückeroberung hilft wenn doch da draussen ein Reaperkrieg tobt? Ganz einfach: Es gibt zusätzliche Unterstützung beim Kampf gegen die Reaper. Als Spieler könnt ihr nun sagen, dass ihr nur wegen ein paar Punkten mehr bei den militärischen Kräfte absolut kein Interesse daran habt. Bei einer Invasion kann es aber nie schaden noch mehr eigene Truppen zu haben.

Die Angriffe der beiden neuen Begleiter, welche man nach Abschluss der DLC übrigens nicht in der Crew aufnehmen kann, sind mächtiger als die meisten anderen im Spiel vorhandenen. Bioware nimmt dies als Grund, uns mit noch mehr Gegner als üblich zu bombadieren. Wirklich schwieriger wird es deswegen nicht, es zieht sich nur jedes Feuergefecht etwas länger hin. Zwei dieser mächtigen Angriffe lassen sich nach dem Beenden der DLC für Shepard freischalten.

Bioware sprach von dem grössten DLC bisher und das liessen sie auch die Spieler spüren, indem man nicht wie üblich 800 Bioware Punkte bezahlen muss, sondern gleich 1200 (12-15 Euro je nach Händler). Bei den DLCs für 800 Punkte gab es etwa 3 Stunden Inhalt. Dann müsste man bei 1200 Punkten etwa um die 5 Stunden erhalten. Genau das wirft ein schiefes Licht auf die Erweiterung. Ich fühle mich um mindestens 400 Punkte betrogen denn die Rückeroberung von Omega dauert nicht einmal drei Stunden. Dabei sind alle Nebenaufgaben mit einbezogen und auch die Umgebung wurde teilweise immer mal wieder genossen. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad kann man die 3 Stunden wohl knapp ausfüllen, was der Anzahl an Gegnern zu verdanken ist. Genau diese 400 Punkte zu viel lasten der Omega Erweiterung schwer an. Selbst wenn das Niveau von Shadowbroker erreicht werden würde, wäre es der Schatten dieser zu vielen Punkte, die in keinster Weise für den Spieler zu rechtfertigen sind.

Es fühlt sich auch irgendwie an, als werde dem Spieler nicht der ganze DLC gezeigt. Von den neuen Reapereinheiten kriegt man nur sehr wenige zu sehen und auch wenn es für die eigentliche Geschichte rund um Mass Effect absolut unwichtig ist, hätte man doch gerne mehr erfahren über Aria, die Turianerin und den General von Cerberus. Auch frühere Charaktere von Omega die man in Mass Effect 2 getroffen hat, werden entweder nur ganz am Rande angeschnitten oder leider erst gar nicht erwähnt. Grosse Spannung kann nicht aufgebaut werden und die Schockmomente sind weit von dem entfernt, was zum Beispiel Overlord zu bieten hatte. Dies wohl auch, weil man die Charakter nie richtig ins Herz schliessen kann oder der Bösewicht einem keinen Grund gibt ihn richtig zu hassen. Auch die Entscheidungen von Shepard sind irgendwie belanglos. Warum sollte ich die Bürger von Omega rette, wo es sich doch bei den meisten um Verbrecher handelt? Warum sprengt man Omega nicht einfach in die Luft und den ganzen Verbrecherabschaum mit?

Positives
- Schön gestaltete Levels
- Die zwei neuen Fähigkeiten sind mächtig und machen Spass

Negatives
- Zu teuer
- Mit drei Stunden Spielzeit viel zu kurz
- Unbedeutend was die eigentliche Handlung von Mass Effect 3 betrifft
- Die Gegnerwellen wollen teilweise nicht enden
- Weder Story noch Charaktere mögen richtig zu motivieren

Fazit: Wäre Omega als Nebenaufgabe bereits in Mass Effect 3 vorhanden gewesen, hätte man wohl von einer schönen Nebenquest geredet wenn nicht von der schönsten Mission. Der Nebengeschmack des hohen Preises, der geringen Spieldauer und der Handlung ohne wirkliche Höhepunkte wiegt aber viel zu schwer. Alles in allem nicht gerade der beste DLC von Bioware aber auch nicht der Schlechteste. Knapp Gut. Nicht mehr, nicht weniger.

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Gra
#1 | 29. Nov 2012, 11:10
Tja guter Blog aber in einigen Punkten muss ich Widersprechen.
Aria wächst einem am Schluss stark ans Herz.
Von allen Bewohnern Omegas verliert sie am meissten, nämlich ihre Liebe, auch wenn sie es nicht zugibt.
Der verzweifelte Angriff auf den Cerberus-General zeigte wie gebrochen sie war.
Am Schluss hat sie sich verändert, sie ist nicht mehr das Eiskalte Luder das nur an sich und ihre Macht denkt sondern schon fasst eine Asari-Matriarchin die Gnade zeigen kann und auch an das grosse ganze denkt.

Omega besteht nur aus Verbrechern? Nein, schon in Mass Effect 2 zeigte sich das hier viele Hoffnungslose gestrandet sind.

Die Adjudanten sind, gebe dir recht, alleine und bei genügend Platz ungefährlich. In einem grossen Rudel das einem auf engen Raum Angreifft knackig.
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heisback
#2 | 29. Nov 2012, 11:14
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Gra
#3 | 29. Nov 2012, 11:38
Zitat von heisback:
Hört sich noch schlechter als Leviathan an, wenig überraschend für mich. Mass Effect 3 ist einfach ein kompletter Fail.

DREI STUNDEN SPIELZEIT FÜR 15 EURO! das ist schon ein dickes Ding!

Ob das neue Mass Effect wieder alles in Ordnung bringt? Das glauben auch nur die Hardcore-Fanboys

Ein Mass Effect 4 mit Shepard steht hoffentlich ausser frage.
Diese Geschichte ist, enttäuschend, abgeschlossen.
Eine Geschichte wie die Reaper entstanden sind wäre interressanter.
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Dreamwalker
#4 | 29. Nov 2012, 11:56
Zitat von Gra:

Aria wächst einem am Schluss stark ans Herz.
Von allen Bewohnern Omegas verliert sie am meissten, nämlich ihre Liebe, auch wenn sie es nicht zugibt.
Der verzweifelte Angriff auf den Cerberus-General zeigte wie gebrochen sie war.


Vielleicht war es auch einfach meine Hoffnung, dass ich mit Aria eine kleine Psychopatin kriege, die das tut was sie will und zwar in der Abgeklärten Art, wie sie alles tut. Aber schon beim Anflug auf Omega ist von dieser Abgebrühtheit irgendwie nichts mehr zu sehen.
Aria: "Wir rammen die Station"
Shepard: "Nein das ist Wahnsinn"
Aria: "Ok alle in die Rettungskapseln"

Allerdings seh ich auch deinen Punkt ein. Der "Test" von mir ist natürlich nur meine Meinung und ich muss zugeben, dass mir der zu hohe Preis wirklich schwer aufschlägt und ich mich zurück halten musste beim schreiben einer noch deutlicheren Meinung, die dann aber wirklich rein gar nichts objektives gehabt hätte.

Zitat von heisback:
Ob das neue Mass Effect wieder alles in Ordnung bringt? Das glauben auch nur die Hardcore-Fanboys


Ich gehöre eigentlich auch zu der Fraktion und nur weil die Spieler keine Fantasie an den Tag legen und sich ihr eigenes Ende vorstellen können, (dabei sagt man den Gamern doch immer viel Fantasie nach) ist die Mass Effect Reihe noch lange keine schlechte Serie.
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Gra
#5 | 29. Nov 2012, 12:55
Zitat von Dreamwalker:


Ich gehöre eigentlich auch zu der Fraktion und nur weil die Spieler keine Fantasie an den Tag legen und sich ihr eigenes Ende vorstellen können, (dabei sagt man den Gamern doch immer viel Fantasie nach) ist die Mass Effect Reihe noch lange keine schlechte Serie.

Ich stelle mir auch mein eigenes Ende vor.
Aber auch über die Motivation der Reaper habe ich eigene vorstellungen.
Habe auch Ideen für ME4 aber selbst wenn ich die BioWare diese Ideen sende würde nichts draus.
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amesigo
#6 | 01. Dez 2012, 15:50
Ob dies der letzte DLC für ME3 war?

Vielleicht will EA nochmal ein bisschen melken, bevor Mass Effect für ein paar Jahre in der Versenkung verschwindet. (Bis Mass Effect 4...)
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Avatar Gra
Gra
#7 | 03. Dez 2012, 13:38
Zitat von amesigo:
Ob dies der letzte DLC für ME3 war?

Vielleicht will EA nochmal ein bisschen melken, bevor Mass Effect für ein paar Jahre in der Versenkung verschwindet. (Bis Mass Effect 4...)

Schwer zu sagen, ich finde Mass Effect 3 sollte mit der Indok-Theorie abgeschlossen werden, nicht mit einem 20CHF-DLC sondern mit einem Kostenlosen Addon mit 20h Spielzeit.
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Dreamwalker
#8 | 04. Dez 2012, 15:53
Zitat von Gra:

Schwer zu sagen, ich finde Mass Effect 3 sollte mit der Indok-Theorie abgeschlossen werden, nicht mit einem 20CHF-DLC sondern mit einem Kostenlosen Addon mit 20h Spielzeit.


Wer würde sich nicht für jedes Spiel ein kostenloses Addon mit 20 Stunden Spielzeit wünschen. ;)

Laut diversen Quellen kommt sicher noch ein DLC der zusätzliche Gebiete auf der Citadel freischaltet. Der DLC soll auch Citadel heissen. Wie viel davon wahr ist, weiss ich allerdings nicht.
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