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Wenn der PC streikt

Von Freies Radikal |

Datum: 25.10.2011 | zuletzt geändert: 22.11.2011, 15:18 Uhr


Wenn der PC streikt ist es oft nur ein Mangel an richtiger Pflege
Reinige alle Luftkühler und befreie sie von Staub. Mit Teppichboden im Raum min. alle viertel Jahr, ohne min. alle halbe Jahr. Trenne dazu den Rechner vom Stromnetz und baue wenn nötig die Grafikkarte aus um sie besser reinigen zu können. Der Staub verhindert das ausreichend Kühlung zur verfügung steht. Dies ist dann oft die Ursache für Abstürze nach einer gewissen Laufzeit. Wenn du Zugriff auf Pressluft hast ist das die einfachste art deinen Rechner sauber zu halten. Dazu nur die Lüfter blockieren damit die Lager nicht beschädigt werden und dann sorgfältig alles ausblasen. Das dies am besten nicht in geschlossenen Rämen gemacht wird sollte klar sein.

Ordnung ist das halbe Leben
Systempflege heisst auch Festplatten (keine SSD's) regelmässig zu defragmentieren. Lohnt sich besonders nach de-/installationen. Mit Ccleaner von Pirifrom lässt sich die Festplatte sauber halten und mit Auslogics Disk Defrag hat man dann eine schöne Übersicht und kann u.a. SSD's vom defragmentieren in den Einstellungen ausschliessen.

Wenn es weiter Probleme gibt
Bei Stabilitätsproblemen jegliches Overcklocking zunächst rückgangig machen. Einige Hardware verliert nicht nur die Garantie, sondern wird auch sehr instabil bei hoher Belastung. Das kann zum einen an mangelnder Spromversorgung liegen, das andere Bereiche überhitzen die nich augenscheinlich direkt in Zusammenhang stehen oder das Bauteil einfach nicht genug Strom und Kühlung hat. Je nach Übertaktung reichen normale Luftkühler oft nicht aus um für ausreichend Kühlung zu sorgen und selbst Wasser- und Stickstoff gekühlte Systeme lassen sich nicht unbegrenzt übertakten. Bei Wassergekühlten System ist der Bereich für das Übertakten zwar größer, aber der Bereich in dem erste Fehler auftreten bis zum Totalversagen dafür umso kleiner. Ohne entsprechende Testprogramme sollte sich niemand am Übertakten probieren da sonst nicht klar ist wo die Grenzen für einen stabilen Betrieb sind.

Neue Technik = neue Probleme
In einigen Fällen reicht die Spannungsversorgung auf dem Mainboard nicht aus oder die dafür zuständigen Bauteile werden zu heiss, wenn alle 4-6 CPU Cores und 6 GB RAM auf vollast arbeiten. Bisher kann ich hier nur Highend Mainboards von ASUS und Gigabyte empfehlen, wenn man das ganze noch übertakten will. Ein zusätzlicher Lüfter für die Spannungsregler auf dem Mainboard ist aber in jeden fall ratsam. Ganz besonders wenn der CPU Kühler nicht auch einen Luftstrom über die Spannungsregler blässt. Gänzlich ungekühlte Spannungsregler sind bei heutigen System nicht sicher und oft die Ursache für Abstürze. Gleiches gilt im übrigen auch für die sog. Southbridge. Also ein zusäzlicher, leiser und ggf. langsam drehender Lüfter sollte sowohl für die Spannungsregler als auch der Southbrige einen kleinen Hauch spendieren. Die Umluft in einem geschlossenen Gehäuse reicht meistens nicht aus, selbst wenn überdimensionale passive Kühler zum Einsatz kommen kann es zu wenig kühlung geben. Nur stürtzt das System eben erst später ab da die Temperatur langsamer ansteigt.

Das Netzteil hab ich seit Jahren und funktioniert immer
Netzteile können altern, d.h. das nach einiger Zeit die Spannnungen nicht mehr im Normalbereich sind. Eine genaue Angabe des Zeitpunktes ist leider nicht möglich da dies durch Temperatur, Benutzungsgrad und Qualität der Elektrolytkondensatoren bestimmt wird. Markenhersteller sind aber i.d.R. haltbarer. Ohne Messgerät ist das nur schwer auszumachen, in manchen Fällen benötigt man auch ein Oszilloskop. Wer soetwas nicht hat und alle anderen Faktoren ausschliessen kann, sollte probeweise mal ein anderes Netzteil einbauen um immer noch auftretende Störungen weiter eingrenzen zu können.

Was tun wenn alles nichts hilft.
Nun in diesem Fall kann ein Defekt eines teuren Artikels nicht mehr ganz ausgeschlossen werden. Nvidia hat z.B. Bei einigen Serien probleme mit unterschiedlichen Temperaturkoeffizenten auf der GPU's gehabt und diese Fehler können erst nach längerer Laufzeit zu Problemen führen, müssen sie aber nicht. Auch Hardwarefehler können die Ursache für instabiles verhalten sein. Per Ausschlussverfahren lässt sich das am einfachsten herausfinden. Dazu sollte man vielleicht zu einem Kumpel gehen der entsprechende Hardware zum probeweise Tauschen hat oder seinen lokalen Computerdealer seines Vertrauens um hilfe bitten. Dabei wird dann jedes Teil einmal gegen ein anderes ausgetauscht und dann das System auf Stabilität hin getestet. Wenn die gleichen Marken zum Einsatz kommen (Ausser Netzteil und Laufwerke) erspart man sich natürlich ein Neuaufsetzen das Systems.

Der König ist tot, es lebe der König!
Verwende Windows 7 64-bit. Windows XP ist tot, ist über 10 Jahre alt und wird seit über einem Jahr nicht mehr von Microsoft supportet. D.h. es gibt auch keine aktuellen Updates mehr. Sicherheitsupdates alleine reichen nicht! Installiere immer alle Updates die Microsoft anbietet und empfohlen werden. Bei den optionalen Angeboten können Zusätzliche Programme wie "Windows Live, Messenger, Zune, etc." ausgelassen werden. Hier entscheidet der persönliche geschmack welches Programm dir mehr liegt. Erweiterung der Sprache auch nur installieren, wenn sie benötigt werden. Mit rechtsklick kann man nicht gewollte Updates auch ausblenden um die Übersicht zu erhöhen. Diese kann man aber auch wieder einblenden falls man sich mal vertan haben sollte.

RAM wird immer billiger
irgendwann musst du ihn doch kaufen. Verwende mehr als 4 GB RAM. Heutige Programme und das Betriebssystem werden es dir danken. Meine empfehlung min. 6 GB. Schalte dann das Auslagern und das Indexing komplett ab. Wenn du eine SSD hast solltest du im Interesse der Haltbarkeit dies und weiteres ohnehin tun. Siehe dazu auch meinen Blog zu SSD einrichten unter Windows 7.

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Avatar jojo1234
jojo1234
#1 | 25. Okt 2011, 20:33
nein, xp lebt!!!
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Avatar Firewind
Firewind
#2 | 27. Okt 2011, 15:14
Zitat von jojo1234:
nein, xp lebt!!!


Von wegen! XP liegt in den letzten Zügen. Windows 7 ist ein hervorragendes BS.

Übrigens guter Blog. Ccleaner und DiskDefrag verwende ich auch :)
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