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The Amazing Spiderman (3D) (2012)

Von Maggus3 |

Datum: 03.07.2012 | zuletzt geändert: 04.07.2012, 15:05 Uhr


Nur fünf Jahre nach Spiderman 3 kam nun also letzte Woche der neue Spiderman in die deutschen Kinos. Neue Darsteller, neue Story, neuer Gegner sowie neue Freundin. Kann das funktionieren, wenn die "alte Trilogie" noch so gut in unseren Köpfen verankert ist?

Fakten:
Originaltitel: The Amazing Spider-Man
Erscheinungsjahr: 2012
imdb-wertung (Stand 03.07.2012): 7,7
Darsteller: Andrew Garfield, Emma Stone, Rhys Ifans und Martin Sheen

Story:
Die Handlung unterscheidet sich zu Beginn nicht großartig von der, der alten Trilogie. Ist ja auch logisch, weil die Entstehung von Spider-Man kann man nicht großartiger darstellen, als dass er von einer Spinne gebissen wird und daraufhin Teile ihrer DNA übernimmt und zu einer Mischform wird. Soweit so bekannt. Der große Unterschied liegt dieses Mal in seinem Gegner. Warum und vor allem wie, lasse ich hier außen vor, da hieraus der Großteil der Spannung des Filmes besteht.
Interessant ist jedoch, dass für diesen Film Gwen Stacy als Freundin gewählt wurde und damit der Weg der Comic-Serie gegangen wird. Sprich erst Gwen, dann MJ. Damit bewegt sich der Film in diesem Punkt sehr nahe an der Vorlage und hat ein Alleinstellungsmerkmal.
Auch wirkt Spider-Man, insbesondere als Peter Parker (Andrew Garfield) viel verletzlicher und amit menschlicher. Das mag dem Film das Tempo nehmen, sorgt baer dafür, dass wir eher wissen wollen, was mit ihm passiert. Unter Sam Raimi war es uns im ersten Film egal, wie es um Peter steht, da er einfach nur ein glattgeleckter Superheld war, wie es Superman noch heute ist. Dieses Manko wurde damals durch den zweiten Film behoben.
Als Gegner präsentiert sich der Lizzard. Ein Mischwesen aus Mensch und Echse. Dadurch dass die Verschmelzung so genial gelungen ist, ergibt sich jedoch auch ein Problem, es wirkt unnatürlich. Wie kann das sein, denn dann wäre es ja nicht genial. Das Gesicht ist jedoch eine perfekte Verschmelzung beider Arten und führt dazu, dass wir eine Echse grinsen sehen, die einen Menschenähnlichen Mund besitzt. Das wirkt jedoch zum Teil sehr befremdlich. Ist aber wahrscheinlich Geschmackssache.
Dennoch hat die Story einige Handlungslöcher und kämpft zu Weilen mit Logiklöchern. Spider-Man produziert seine Seile nicht wirklich selbst. Er lagert sie in Kapseln und verschießt diese über eine Vorrichtung. Das ergibt zwar mehr Sinn, hat jedoch das Problem, dass die Länge dadurch begrenzt ist. Im Film wird von mehreren Hundert Metern pro Kapsel gesprochen. Gehen wir also von einem Kilometer und zehn Kapseln pro Seite aus, kommen wir auf 20 Kilometer. Dies reicht jedoch niemals für ganz Manhatten.

Die Darsteller:
Schauspielerisch gibt es nichts zu bemängeln. Rhys Ifans spielt grandios einen innerlich zerissen Schurken, der eigentlich nur helfen will. Dies macht die Figur doppelt interessant und Parallen zu Hulk oder Dr Freeze bzw umgekehrt zeigen sich auf.
Andrew Garfield zeigt uns ebenfalls eine verletzliche Figur und keinen echten Superhelden. Zu diesem wird er nur durch seine Taten und nicht durch seine blose Anwesenheit. Dieses Konzept gefällt schon bei Christopher Nolans Batman-Saga und funktioniert auch hier prächtig.
Seine Beziehung zu Gwen Stacy (Emma Stone) wirkt natürlich, weil die beiden im realen Leben sowieso zusammen sind. Das dies im Falle einer Trennung für spätere Filme zum Problem werden könnte, liegt jedoch auf der Hand. Sie selbst spielt auf gehobenem, aber nicht besonderem Niveau. Hier fehlt einfach noch die wirkliche Übung, was Blockbuster anbelangt. Das sollte sich aber im Laufe der Zeit geben.

Die Effekte und der Ton:
Wie ich bereits schrieb, sieht der Lizzard genial aus. Auch das Finale glänzt mit satten Farben und hervorragenden Animationen. Der Sound klingt in Action-Szenen wuchtig und in Gesprächen niemals dumpf. Das gefällt und sollte eigentlich Standart sein.
Der Soundtrack stammt aus der Feder von James Horner. Dies merkt man sehr deutlich, da er stellenweise klingt, wie aus Avatar. Der ist zwar super, jedoch eben schon vorhanden. Daher bietet dieser Soundtrack zwar gute Qualität, jedoch in Erinnerung wird er uns nicht bleiben.
Bleibt also noch die Frage nach dem 3D. Wie nahezu immer gilt: Der Film gewinnt nicht durch 3D. In diesem Falle verliert er sogar, da die 3D Effekte nicht vorhanden sind, man aber dennoch diese bescheuerten, rutschenden Brillen tragen muss.
Falls ihr also in eurem Kino eures Vertrauens die Möglichkeit habt, schaut ihn euch in 2D an.

Fazit:
Der Film ist besser als sein Ruf. Das einzige Problem ist der geringe Abstand zu den älteren drei Filmen. Der Look ist ähnlich und Stroytechnisch kann er Vorlagenbedingt keine eigenen Akzente setzen. Lässt man die alten Filme außen vor, bekommt man eine moderne Superheldenverfilmung, die meiner Meinung nach sogar besser ist, als die Urtrilogie.

http://maggus-desire.de/index.php/naviblog/blogkino/483-the-amazing-spiderman-3d-2012

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Avatar AlienwareGamer1298
AlienwareGamer1298
#1 | 03. Jul 2012, 19:35
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Blup
Blup
#2 | 03. Jul 2012, 22:14
Mir hat er gut gefallen, den Hauptdarsteller fand ich aber eine fehlbesetzung!
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Avatar Maggus3
Maggus3
#3 | 03. Jul 2012, 23:09
Zitat von Blup:
Mir hat er gut gefallen, den Hauptdarsteller fand ich aber eine fehlbesetzung!


Fandest du?
Ich fande gerade, dass er die bessere Wahl zu Tobey McGuire war.
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Avatar Karrash
Karrash
#4 | 04. Jul 2012, 09:31
Bis auf deine Meinung, das der Lizzard toll aussieht, gehe ich mit deinem Bericht durchaus konform.

Habe ihn in 2D geschaut und damit anscheinend nichts falsch gemacht.
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