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Just Married: Fanboy & Hater

Von RD.SQUIRREL |

Datum: 28.12.2012 | zuletzt geändert: 10.01.2013, 05:40 Uhr


Die Ehe: Sie ist, wenn man es aus der Hoffnung der diversen existierenden Kirchengemeinden sieht, das Manifest überhaupt. Sie ist, nimmt man sie denn wahrlich ernst quasi "unkündbar"... bis dass der Tod euch scheidet eben.

Die gleichgestellte Partnerschaft: Sie wäre, wenn man es aus der Hoffnung der diversen existierenden Kirchengemeinden sieht, etwas, was am "besten" garnicht das Licht der (bürokratischen) Welt erblickt hätte. Mann heiratet Mann, Frau ehelicht Frau. Im Sinne der Fortpflanzung und dem Existenzerhalt der menschlichen Rasse ein absolutes Unding, nicht wahr?

Aber es kommt eben letztlich immer auf den Standpunkt und die Sichtweise an - ebenso wie das Umfeld.
So ein Umfeld bietet sich uns auch hier im Gamestar.de-Forum. Und in eben diesem virtuellen Raum gibt es eine... ich nenne es mal "User-Konstellation", die offensichtlich weder die Gleichstellung noch ein Manifest wie die Ehe nötig hat.

Manchmal sind es nur zwei, die es "mit einander zu tun haben". Manchmal sind es ganze Gruppen, die dieser "Gemeinschaft" fröhnen.

Darf ich vorstellen:

FANBOY & HATER

Der eine, der eine bestimmte Sache in den 77. Himmel lobt und selbst kleinste Kritikspritzer sofort von seiner rosaroten Brille wischt. Größere Kritikflecken werden umgehend mit einem Portion "Du hast doch keine Ahnung"-Gel zunächst gebunden und dann in den Abfluss gespült.

Der andere, der eben diese bestimmte Sache, am liebsten von den Augen eines Fanboys, in allerkleinste Einzelteile zerpflückt und anschließend die frisch geputzte rosarote Brille mit dem "Springerstiefel of Hate" (+2 auf Zerstampfen) in den Staub tritt.
Ein kleines Stückchen der Brille hebt er danach auf und überreicht es dem Fanboy mit einem süffisanten Grinsen.

Nun möchte man meinen, dass sich nach solch einem Zwischenfall diese beiden Individuen den Rest ihres Lebens aus dem Weg gehen werden.
Doch bereits im nächsten Thread zu einem anderen Thema gehen sie sich erneut verbal an die Gurgel... dieses Mal allerdings mit vertauschten Rollen.

Was ist es also, dass diese beiden so eng miteinander verbindet, dass sie förmlich nicht mehr von einander lassen können?
In meiner Grunschulzeit hieß es dann immer: "Ja, ja. Was sich liebt, das neckt sich!"

Hier zücken dann aber die beiden Streithanseln & Greteln reflexartig das "Du hast doch keine Ahnung"-Gel und seifen den ungefragten Dritten ordentlich damit ein.
Ähnlich ist es hier im Forum.
Versucht man als neutraler Dritter das "Flame"-Gespräch mit ein paar schlichtenden Worten zu entschärfen, wird man schnell mal das Ziel von beiden.

"Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!" wäre da wohl die korrekte Schlussfolgerung.

Aber auch das stimmt nicht wirklich, denn, lässt man sie fröhlich fanboyen und haten, dann bekommt man schon den Eindruck, einem langjährigen Pärchen beim allwöchentlichen Ehestreit beizuwohnen.

Oft wissen die beiden "Kontrahenten" bereits so viel von einander, den jeweiligen Vorlieben und Abneigungen, dass sie bereits gezielt in der Lage sind, mit einer klitzekleinen Anmerkung, welche zum Teil nur das Gegenüber wahrnimmt, eben jenes zum Explodieren zu bringen.

Von daher sollte man sich vielleicht mal darüber Gedanken machen, ob sich nicht auch hier die Gegensätze anziehen. Kennst du den oder diejenige, mit dem/der du gerade eben den tollsten Flamewar über "Diablo 3 vs. Torchlight 2" hattest?

Wer weiß, vielleicht wird ja was draus. ;-)

Denn im Gegensatz zu den anfangs genannten Ehen oder gleichgestellten Partnerschaften, scheinen "Fanboy-Hater"-Beziehungen wesentlich länger zu halten.

Ich für meinen Teil kann das bestätigen.
Hier mal die Auflistungen an absoluten "Fanboy - Hater"-Dingen zwischen meiner Frau und mir:

- Videospiele vs. Lesen
- Superhelden-Filme vs. Dramen
- Frühaufsteher vs. Spät-ins-Bett-Geher
- Wurst/Käse vs. Süßfrühstücker
- Politisch mitte/links vs. tief schwarz CSU
- Techno/Reaggie vs. Filmmusik
- Kino vs. Tanzen
- Kunstpflanzen vs. Haustiere mit Haaren

Das einzige, wo wir uns im Großen und ganzen einig sind, ist die Erziehung unseres Sohnes. Ansonsten sind wir, bei nahezu allen Vorlieben oder Themen, jeweils auf der unterschiedlichen Seite - eben Fanboy & Hater... und das seit über 5 Jahren.


Bevor jetzt die erste Frage kommt: "Und was willst du uns damit sagen?!"

Naja, so sehr man sich oftmals über das unverständige Gegenüber aufregt, eben diese Auseinandersetzungen geben dem Forum doch auch den Treibstoff. Klar, manchmal hat der eine das "falsche getankt" und wird ausfallend, aber da gibt es ja dann auch genug "ungebetene Dritte" die wieder für Ordnung sorgen. ;-)

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Avatar Deathreaktor
Deathreaktor
#1 | 28. Dez 2012, 19:57
Schöner Blog!!!
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#2 | 29. Dez 2012, 10:38
Ein sehr scöner Blog, der auch richtig gut in mein bisheriges Bild von dir passt!
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Avatar Sir Hurl
Sir Hurl
#3 | 29. Dez 2012, 13:13
DU HAST DOCH KEINE AHNUNG!!! Nein..war nur Spaß. ;-)

Der Hauptgrund bei solchen Auseinandersetzungen muss nicht unbedingt die innige platonische Liebe beider Seiten sein. Meistens besteht der Antrieb darin unerkannt Halbwahrheiten zu verbreiten... sei es positive oder negative. Würde man sich gegenüber stehen, wäre die Wahl der Wörter etwas feinfühliger und man hätte sich genauer über das Thema informiert. Schließlich blickt man seinem Gesprächspartner in die Augen und da geht sicher den Meisten der Arsch auf Grundeis.
Dazu kommt noch die fehlende Fähigkeit richtig zu diskutieren. Und da der Großteil es wohl vom Elternhaus nicht beigebracht bekommen haben, dass man sich durchaus höflich Benehmen kann. Wir werden also mit Sicherheit weiterhin viele Diskussionen erleben, bei denen wir nur mit dem Kopf schütteln können.
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RD.SQUIRREL
#4 | 29. Dez 2012, 19:05
Ich nehme mich da übrigens ganz klar nicht von diesen beiden Positionen aus. Wobei ich zugeben muss, dass ich lieber etwas "fanboye".

@ Sir Hurl: womit wir bei der Anonymität des Internets wären ;-) ... aber ganz ehrlich: Gerade in politischen Kreisen (klein wie groß) wird auch dem direkten Gegenüber die nächstbeste Halbwahrheit quer vor die Nase gedrückt. Diskussionskultur sucht man teilweise auch im RL vergebens.

Andererseits wiederum, mir geht es zumindest so, gibt es Themen, die einen einfach dazu reizen, einen kurzen Kommentar abzugeben ohne großartig darüber diskutieren zu wollen. ;-)
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Avatar Tsabotavoc
Tsabotavoc
#5 | 30. Dez 2012, 21:47
Brachte mich zum schmunzeln ;)
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Avatar TheVG
TheVG
#6 | 31. Dez 2012, 06:41
Ich finde deine Ausführungen wirklich spaßig :)

Kann man auch gut nachvollziehen, warum du diesen Blog hier anstrengen musst. Ich selbst kann da nur raten, sich schnell wieder zurückzuziehen, wenn diese Kommentare wieder Überhand nehmen.

Leider sind im Internet diese Extremos für meine Begriffe genau so anzusehen, als müsste man sich sagen "Schau, genau so verhält sich jemand, dem keine Grenzen gesetzt werden". Es gilt das Gesetz des Dschungels, und das passt mir persönlich auch nicht so wirklich.
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Avatar RD.SQUIRREL
RD.SQUIRREL
#7 | 31. Dez 2012, 11:14
Zitat von TheVG:
Ich finde deine Ausführungen wirklich spaßig :)

Kann man auch gut nachvollziehen, warum du diesen Blog hier anstrengen musst. Ich selbst kann da nur raten, sich schnell wieder zurückzuziehen, wenn diese Kommentare wieder Überhand nehmen.

Leider sind im Internet diese Extremos für meine Begriffe genau so anzusehen, als müsste man sich sagen "Schau, genau so verhält sich jemand, dem keine Grenzen gesetzt werden". Es gilt das Gesetz des Dschungels, und das passt mir persönlich auch nicht so wirklich.


Einerseits richtig, aber andererseits: Reizt es nicht manchmal auch - natürlich in einem gewissen verbalen Rahmen - diese "Freiheit" zu nutzen?

Es ist eben ein verdammt schmaler Grat zwischen Sticheln und Beleidigen - das dürfte das Problem sein.
Worin der eine sich beleidigt fühlt, gehört das in anderen Kreisen zum "normalen" Sprachgebrauch "unter Freunden".

Was ich nur wichtig finde: Wenn man merkt, man hat ein Gegenüber wirklich beleidigt, sollte es einem nicht am Anstand fehlen, sich zu entschuldigen... selbst wann man es persönlich anders sieht. (Das Wort zum Montag)
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