Richard S.

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Parodiac

Von Richard S. |

Datum: 21.09.2012 | zuletzt geändert: 06.10.2012, 00:24 Uhr


Parodien sind im Idealfall durchdachte, humorige und bissige Liebeserklärungen an große Filme (Außnahmen bestätigen die Regel). Im Gaming-Segment fehlen solche Parodien aber, denn bis auf 'The Book of Unwritten Tales' wäre mir bis jetzt noch nichts Games betreffendes begegnet, welches sich die Bezeichnung 'Parodie' wirklich verdient gehabt hätte (unfreiwillig komisches ala Far Cry - der Film sei außen vor gelassen).

Daher habe ich beschlossen, mich selbst an einer Parodie zu versuchen. Diejenigen, die wirklich ab und zu meinen Blog lesen, könnten sich vielleicht noch erinnern, dass ich zu Beginn des Jahres die ersten drei Kapitel eines halbfertigen Fantasy-Romans hier in Blogformat veröffentlicht habe. Die Parodie an die Games, die ich hier als Art Fortsetzungsroman veröffentlichen werde, ist nicht als wirklicherer Roman gedacht, den ich einem Verlag vorzulegen gedenke. Sondern einfach nur als Unterhaltung der Spielerschaft. Außerdem dient es mir als Übung, um meine grundlegenden Schreibkenntnisse zum Schreiben 'richtiger' Romane zu verbessern.

Ich hoffe, dass die Geschichte über einen Typen namens Parodiac (Peter Aaron Rudolf Othello Daedalus Isaac Ariah Cedricsen) alle Leser unterhält und hoffentlich nicht als blöde verar***e großer Spiele, sondern als durchdachte, humorige und bissige Liebeserklärung an große Spiele verstanden wird.

PARODIAC
(oder: Divine Diviners Divinitys Divination, Killers of Stars and the Age of Dragons)

Prolog
"Das Fernsehen lehrt uns, dass es der Hochmut der Menschen war, der die dunklen Drachen über uns brachte. Die Lehrer des Dorfes Genvard wollten die Geheime Festung an sich reißen, doch sie haben sie... vernichtet. Sie wurden verbannt und durch ihre eigene Dummheit verflucht, was sie dazu brachte, einen grausamen Fluch zu sprechen (wobei bis heut ungeklärt ist, woher ein paar Dorflehrer Flüche kennen sollten).", erklärte der Alte Weise den Kindern des Dorfes, die ihm ihre absolute Aufmerksamkeit schenkten, während sie auf Facebook chatteten.

"Jener gar gräuslich grausame Fluch, der absolut nichts mit Magie zu tun hatte, da es derlei Schweinkram nicht gibt, verwandelte sie in abstruse Monstren, die Drachen. Síe vermochten, zwischen menschlicher und monströser Gestalt hin- und herzuwechseln, und wurden zu den Hütern des Friedens und der Gerechtigkeit in der Gala... auf der Welt." Der Alte Weise machte eine bedeutungsschwangere Pause, den Blick der Reihe nach auf die Kinder richtend, die ihm nach wie vor begeistert lauschten, trotz der Kopfhörer in ihren Ohren, mit denen sie sich den genialen Soundtrack des Nachspannes von Ages Dragon II anhörten, der ohnehin nur aus absoluter Stille bestand, die nur ab und zu von den unterschwelligen Ultraschall-Nachrichten unterbrochen wurde, die vom Zerberus in das G.E.H.T.-Netzwerk eingespeist wurden (Geriatrische Entwicklungsleiter Halten ihre Kunden für Trottel).

"Doch sie verrieten uns", fuhr der Alte Weise aus dem Mittagsland düster fort, "und töteten..." Er wandte sich um und flüsterte in seinen eigenen Schatten: "Was können die getötet haben? Erschaffer, Prophetinnen, Göttliche und dergleichen gabs ja schon zur Genüge!" Und wider erwarten erklang aus dem Schatten eine metallische Stimme: "Hm... vielleicht den großen und gütigen Imperator, der niemals etwas böses getan hätte, trotz seiner Vorliebe für schwarze Mäntel und Abschaffung ganzer Republiken?" Der Alte Weise nickte zufrieden und wandte sich wieder zu den Kindern um, die von seinem Zwiegespräch mit der Schattengestalt nichts mitbekommen zu haben schienen.

"Also, die großen und monströßen Drachen töteten den gütigen und großen Imperator, der nie einer Fliege etwas zuleide getan hätte, und waren von jenem Tage an als gar mörderisch monströße Monstrositäten von Monstren verschrien. Um der aufkeimenden Bedrohung Einhalt zu gebieten, wurde der Orden der Grau-Schwarz gestreiften spektralen Drachenwächtertöter gegründet, bestehend aus Männern und Frauen aller Rassen, Krieger und Magier", der Alte Weise hielt inne und fluchte in sich hinein. Dann wandte er sich wieder dem Schatten zu und erklärte: "Welcher Depp hat meinen Text geschrieben? In dieser Welt gibt es offiziell keine Magie!" "Vorsicht!", knurrte die Stimme in den Schatten. "Du spoilerst! Sag einfach, Krieger und Mieder. Das merkt ohnehin keiner." "Bis auf uns!", erlang eine andere Stimme aus dem Schatten, eine klingende, weibliche Stimme. "Wynne Frey... welch Freude, Euch zu sehen!", flüsterte die Schattenstimme verängstigt. "Krieger und Mieder ist eine sexistische Aussage!", rief Wynne Frey mit ihrer kräftigen Stimme. "Natürlich, natürlich... dann sagen wir eben, 'Krieger und Ni--" "Das ist rassistisch!", brüllte die Stimme von Wynne Frey wieder. "Aber so etwas wollte ich doch gar nicht... na gut... sagen wir eben Krieger und Blutige Schlächter von Massenmördern.", erklärte die Schattenstimme schließlich. Es folgte kein empörter Aufschrei. "Interessant.", murmelte die Schatenstimme nun. "Wenn etwas irgendwie weibliches oder farbiges erwähnt wird, gibt es einen Aufschrei, aber wenn es um Blut und Morde geht, hat keiner was dagegen." "Dürfte ich weiter erzählen?", fragte der Alte Weise geduldig, während er mit dem Fuß stampfte und auf seine Armbanduhr zeigte. Er wandte sich wieder zu den Kindern um, die vor lauter Aufregung und Spannung auf den historischen Vortrag gar nicht mehr aufhören konnten, miteinander zu SMSen.

"Also, Männer und Frauen aller Rassen, Krieger und Blutige Schlächter von Massenmördern, Bettler und Könige... sie opferten alles, um der dunklen Br... Bedrohung durch die Drachen Einhalt zu gebieten, und... siegten." Die Begeisterung der Kinder über diese interessante und lebendig dargebrachte Geschichte brach sich im öffnen sämtlicher Münder, gefolgt von einem spannungserfülltem Gähnen, bahn.

"Dieser Sieg liegt Jahrtausende, wenn nicht Jahrmillionen zurück, und wir - ich meine, sie, stehen weiterhin Wache, beobachtend und auf die Rückkehr der Dunklen Drachen wartend. Doch die, die uns - ich meine, sie - einst Helden nannten, haben vergessen. Nun könnte es bereits zu spät sein, denn ich selbst habe gesehen, was am Horizont lauert." Er machte eine nicht im geringsten gekünstelte Pause, holte tief Luft, sah auf seine Uhr, überprüfte seine E-Mails, und fuhr fort: "Entwickler, steh uns bei." Von dieser spannenden Geschichte derart gefesselt, richteten sich die Kinder langsam auf und zerstreuten sich in verschiedene Richtungen. Eines dieser Kinder hieß Peter Aaron Rudolf Othello Daedalus Isaac Ariah Cedricsen, ein schlichter Name. Sein einzig auffälliges Merkmal neben seiner abgetragenen Kleidung, der besondern Ausstarhlung und der Seesternförmigen narbe auf seiner Stirn war seine heldenhafte Ausstrahlung, die daher rühren konnte, dass er der Einzige im Dorf war, der nicht die selbe Kleidung trug wie ein Dutzend anderer Leute und der auch nicht dasselbe Gesicht wie ein Dutzend anderer hatte. Doch von dem großartigen Schicksal, welches diesem Jungen noch bevorstand, ahnte niemand etwas... bis auf den seltsamen Typen, der diesen Text hier geschrieben hat.

Fortsetzung folgt....

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Avatar Gunterx
Gunterx
#1 | 23. Sep 2012, 18:43
Nice! ^^
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Avatar Takamisakari
Takamisakari
#2 | 24. Sep 2012, 14:58
Zum ersten Absatz:
Vor allem viele Klassiker wurde in diversen Zusammenhängen parodiert (Super Mario (meistens die Musik davon), Donkey Kong (z. B. bei den Simpsons), Tetris (für eine Autowerbung), Pacman, Pong, ...)
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