Richard S.

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Was Neues, bitte!

Von Richard S. |

Datum: 27.07.2013 | zuletzt geändert: 29.07.2013, 13:28 Uhr


Ich, weiß, ich komme recht spät darauf, aber: Kommt es eigentlich nur mir so vor, dass im Großteil der Unterhaltungsindustrie, insbesondere aber im Gaming-Segment seit geraumer Zeit Ideenmangel herrscht?

Ob Handlung, Setting oder Spielmechanik - ich habe seit Jahren kein Spiel mehr gesehen, welches da etwas bahnbrechend Neues gemacht hätte. Damit meine ich nicht unbedingt den überbordenden Fortsetzungswahn; auch kein Einzeltitel (oder erste Titel einer neuen Reihe - Marke - Whatever) scheint sich in den letzten Jahren dazu herab zu lassen, etwas Neues zu machen, man sehe sich einige der erfolgreicheren Titel der letzten Jahre an:

Call of Duty und Co - immer wieder mehr vom Gleichen

Dragon Age - Rollenspiel (wie man es schon lange kennt); Invasion eines alten und verdorbenen Bösen (kennt man noch länger), Fantasy-Setting mit Menschen, Elfen, Zwergen (und ein, zwei kreativeren Zeitgenossen, Qunari zB)

Mass Effect - Rollenspiel-Shooter-Mix (kennt man auch schon); Invasion eines alten und ultimativen Bösen (Deja-vu); Science-Fiction-Setting mit der Menschheit als jungem Volk, dass sich seinen Platz zwischen den übrigen Völkern erkämpft (immerhin sind die übrigen Völker teils kreativ)

GTA IV - überzeichnete Gewalt in Open-World-Game, kennt man alleine schon von den Vorgängern alles

Saint's Row - überzeichnet überzeichnete Gewalt in parodistischer Art, ist wenigstens ein bisschen was anderes

Minecraft - mit genug Legosteinen kann man das Gleiche, ganz ohne Internet, Bugs und sogar mit runden Teilen

<ACHTUNG Indiziertes Spiel> - Fortsetzung von AVP 2, das Spielen der Aliens ist noch das ungewöhnlichste, aber auch nichts Neues mehr

Batman: Arkham Whatever - Auch ne Art Rollenspiel (mit bekannten Elementen), in dem der Joker Ärger macht (in welchem Batman-Spiel nicht) und in Gotham City (kennt man auch, aus Filmen, Comics, etc.); das Neuartigste an den Batman: Arkham - Spielen ist das Freeflow-Kampfsystem... und das macht auch nicht so viel aus.

Um mich nicht falsch zu verstehen: Genannte Spiele sind vielleicht nicht schlecht, teilweise sogar enorm gut - aber eben nichts Neues. Die letzten beiden Spiele, die mich mit dem Neuen gepackt haben, waren Prey (mit Wandlauf, dem Portal-System und den Schwerkraftspielereien) und Fahrenheit (mit der ungewöhnlichen Handlung und der ungewöhnlichen Spielmechanik). Letzteres wurde nicht mit Erfolg überschüttet, Prey dagegen bekommt einen Nachfolger... der ohne Wandlauf und Schwerkraft-Spielereien auskommen soll... welch Freude...

Aber wo bleiben echte Neuheiten? Spiele, die sich durch eine einzigartige Handlung, ungewöhnliche Spielmechaniken und/oder ein neuartiges Setting von anderen abheben? Denn alle Spiele, über die ich dieses Jahr etwas auf GS gelesen habe, sind zwar teilweise gut - aber auch nur mehr von dem Guten, dass wir schon lange kennen.

Und zumindest ich würde mir weniger vom Guten, das man kennt; und mehr vom Neuen, welches auch gut ist, wünschen.

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Avatar Takamisakari
Takamisakari
#1 | 27. Jul 2013, 16:25
Ganz spontan fällt mir da Anno 2070 ein. Es mag vielleicht nur ein untypisches Setting sein (da alle anderen in der Vergangenheit spielten), aber dadurch ergaben sich auch eine Reihe Neuerungen.

Hier zeigt sich aber auch, was es bedeutet, wenn man mal was anderes wagt, denn die Meinungen zu diesem Spiel sind geteilt. Und das ist halt das Risiko, das die Publisher damit eingehen bzw. viele eben nicht eingehen wollen. Der x. Teil einer Serie ist da für viele eine sicherere Investition.

Minecraft aber kann man schon dem Ideenreichtum zuschreiben, wobei es wohl eher nur die Tatsache ist, dass man es einfach mal realisiert hat, was aber nicht schlecht ist, denn viele unserer Träume scheitern bei der Umsetzung an der nötigen Rechenleistung. Nicht um sonst macht man auch die Konsolen dafür verantwortlich, dass der Fortschritt stagniert.
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Avatar TheVG
TheVG
#2 | 27. Jul 2013, 23:22
Schöner Blog, aber auch nichts Neues :D

Viele schreien nach neuen Ideen, aber wozu neue Ideen entwickeln, wenn die alten doch so erfolgreich sind? Wenn das Zeug gekauft wird wie Lebensmittel kurz vor der drohenden Umweltkatastrophe, dann lohnt es auch nicht, nach Innovationen zu schreien.

Ich empfinde das ähnlich wie du, ich sehe auch nicht wirklich viel neues in den Medien. Problem sind aber nicht nur die fehlenden Ideen, sondern die Konsumenten, die jede Kleinigkeit schon als Innovation abfeiern. Wenn ein Held also nicht ganz so lieb ist wie in einem Vergleichstitel, dann ist der plötzlich obercool und fies obendrein, dabei sagt er vielleicht anstatt "Danke" etwas wie "Cool". Voll die Innovation. Ehrlich gesagt denke ich auch, dass Spieler Innovationen einfach scheuen.

Prey war doch das beste Beispiel dafür. Wurde hochgelobt, aber anscheinend zu sperrig, weil man da ja was denken musste (Portal durchschritten - hey wie unlogisch, ein anderer Raum!). Verkaufszahlen? Naja.
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Avatar Cr4sh
Cr4sh
#3 | 28. Jul 2013, 18:24
Ich denke, Innovationen in den Mechaniken werden eher nur noch mit neuen Ein-Ausgabegeräten kommen.

Meiner Meinung nach bist du da ziemlich kritisch, was das gesamte Thema angeht. Wenn du Minecraft Innovationsarmut vorwirfst, dann frage ich mich ehrlich, wo du überhaupt noch Innovation erfährst. Im grunde ist es doch in der Filmbranche, bei (Offline-)Spielen, bei Spielzeug, in der Literatur etc. genau dasselbe. Wirklich Neues kann es eigentlich nur mit einem neuen Medium geben.

Interessant fand ich auch, dass du kein einziges Sportspiel (klar, definitiv keine Innovationsquelle) oder Strategiespiel angesprochen hast - und auch da solltest du vielleicht nicht zuerst auf die großen Titel schauen.

Ansonsten kann ich dir nur ans Herz legen, mal Spec Ops: The Line (wenn es dir um frisches Setting und Handlung geht) oder Antichamber (Mechanik) zu probieren, lohnen sich alle beide. Mirror's Edge ist jedenfalls auch spielenswert und hebt sich, denke ich, von anderen Spielen deutlich ab.
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