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Warum Call of Duty?

Von teomas |

Datum: 17.11.2012 | zuletzt geändert: 21.11.2012, 00:27 Uhr


Die neuste Umfrage in Gamestar lautet: "Was halten Sie vom Flame-War »Call of Duty gegen Battlefield«? " Ich beantwortete die Frage mit "ich finde solche Diskussionen lächerlich". Und doch finde ich eben solche oft sehr interessant, weil ich die Meinungen und die Geschmäcker anderer Spieler gerne in diesem Fall verstehen würde.

Vor kurzem erschien das neue schon heiß erwartete Call of Duty Black Ops 2. Und wieder kann ich mit dem Spiel einfach nichts anfangen.

Also mir muss jetzt echt mal jemand erklären, warum alle so heiß auf dieses Spiel bzw. die CoD-Serie sind und was daran so gut sein soll..

Gerade am Multiplayer. Ich hab selber CoD oft genug bei Freunden gespielt und auch Black Ops II hab ich gestern paar Stunden gezockt bis es mir einfach zu langweilig wurde und ich nur noch zuschaute..

Ich kann an dem Spiel einfach nichts finden. Einfach rumlaufen, Gegner suchen und abknallen wie in zig anderen Shootern auch. Und dass bei ner relativ veralteten Grafik und immer den selben Maps.. Vor allem denk ich mir: Ist das den CoD Veteranen die schon seit Modern Warfare 2 oder länger dabei sind nicht schon viel zu langweilig?? Hat sich ja kaum was verändert, außer einige Änderungen an Killserien etc.

Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein Flamer, Troll oder wie man das sonst nennen soll. Das heißt ich hab prinzipiell nichts gegen CoD und akzeptiere den anderen Geschmack anderer Leute. Ich versteh es nur nicht warum Tausende so verrückt nach dieser Serie sind, wo doch schon Shooter ganz anderer Dimensionen draußen sind.
Musterbeispiel nehme ich jetzt einfach mal wieder Battlefield 3.
Grafisch ist Bf3 der Cod Serie sehr weit voraus. Dazu kommt eine Zerstörungs-Engine mit spektakulären Effekten. Mit Addons besitzt Bf3 glaube ich auch mehrere Maps, wovon jede mindestens 3 mal so groß ist wie eine Cod Map. Dazu kommen zig verschiedene Fahrzeuge und Gagdets. Wem ein solcher Fahrzeugkampf nicht zuspricht ist doch mit Battlefield 3 im Teamdeathmatch oder Close Quarters ebenso bedient.
Mal abgesehen von Battlefield 3 gibt es noch einige andere Shooter die vor allem technisch CoD mindestens ebenbürtig sind.

Also noch mal zurück zu meiner Frage: Was macht Black Ops II bzw. die CoD Serie so besonders? Kann es sein, dass diese Serie ein einziger Hype ist, dem die Jugend blind hinterherläuft?


PS: Ich will hier KEINEN "Flame-War" hervorrufen, sonder ausschließlich eine sachliche Diskussion mit nachvollziehbaren Argumenten!

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Vulture_Culture
#1 | 17. Nov 2012, 13:47
Teil 1

Hallo teomas,

Wie in meinem letzten Blog zu lesen ist bin ich Call of Duty spieler der ersten Stunde.

Im Folgenden möchte ich meine persönliche Sicht bezüglich des Themas formulieren.

Als Ältester von fünf Kindern bin ich quasi in den Multiplayer hineingeboren worden, es macht einfach viel mehr Spaß seine Reaktionsfähigkeit oder sein taktisches Geschick mit anderen Mitspielern zu vergleichen.
Als Call of Duty 4 angekündigt wurde freute ich mich vorallem auf den Mehrspielermodus, da zu diesem Zeitpunkt in meinem Umfeld noch viele LAN-Parties ausgetragen wurden.
Als das Spiel dann erschien war der Mehrspielermodus einfach klasse: Eigene Klassen individualisieren und die Kartenvielfalt machten das Spiel neben Warcraft 3 zu einem must play auf jeder LAN Party.

Auch der Nachfolger World at War war durch das "originale" Weltkriegsszenario interessant, wurde jedoch nicht mehr so ausgiebig gespielt wie noch Modern Warfare.

Multiplayer wurde in der Zwischenzeit fast schon zur Regel als zur Ausnahme bei Spielen. Die meisten Multiplayermodi waren jedoch eher mittelmäßig, also blieb man bei alt bekanntem.

Modern Warfare 2 versprach mehr waffen, mehr Abschussserien, mehr Individualisieren, also all das, was den ersten Modern Warfare Teil so super gemacht hatten. Wie schon in meinem Blog zu lesen ist, verdarb damals das Matchmaking mir den Spielspaß, etwas was Black Ops dann wieder besser machte und somit sich auf meinem persönlichen Platz 1 der Call of Duty Serie platziert.

Ich denke, dass viele CoD Spieler einfach nur keine Lust haben von dem Spielstil, den Call of Duty ihnen bietet abzuweichen. Warum auch? Wenn einmal ein Spielstil gefunden wurde, der einem zu 100% zuspricht, warum dann wechseln?

Vergleichen kann man das so ein bisschen mit World of Warcraft spielern: Natürlich gibt es andere, vielleicht sogar (technisch) bessere MMORPGs, aber warum zu diesen wechseln wenn man schon sein Lieblingsspiel gefunden hat?
Dass du Black Ops II langweilig findest kann ich im höchsten Maße nachvollziehen, allerdings muss ich sagen, dass das schnelle Gameplay und der Levelaufstieg schon ihren Reiz haben.
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Vulture_Culture
#2 | 17. Nov 2012, 13:48
Teil 2
Kommen wir nun zum Vergleich mit Battlefield 3.

Ich selbst habe Battlefield 2 sehr lang gespielt, vorallem die verschiedenen Mods haben das Spiel für mich immer wieder interessant werden lassen. Battlefield 2142 habe ich dann jedoch noch etwas länger gespielt, das hat auch wirklich Spaß gemacht.
Aufgrund des Origin Zwangs habe ich nur die Beta von Battlefield 3 gespielt, welche mir jedoch auch sehr viel Spaß (und auch Frust) gebracht hat. Nun ich denke das ist bei jedem Shooter so, wenn der Gegner mal eine halbe sekunde früher abdrückt.

Wie dem auch sei: Battlefield 3 und die Call of Duty Serie von Modern Warfare 2 aufwärts haben in meinen Augen nur drei Dinge gemeinsam:

1) beide sind Shooter
2) beide bieten Klassenindividualisierung
3) beide sind in einem (halbwegs) modernen Setting angesiedelt.

Trotzdem unterscheiden sich beide Spiele im Kern gravierend voneinander: Während Call of Duty auf schnelle, reaktionsabhängige Action ausgelegt ist, setzt Battlefield vor allem auf Teamspiel und Taktik. Natürlich spielt bei Battlefield 3 auch die Reaktionszeit eine Rolle, ist jedoch eingebettet in ein Teamspiel, was man bei Call of Duty nur selten findet.

Du sprichst an, dass es in Battlefield 3 auch (Team)Deatchmatch gibt. Das ist natürlich richtig und dort spielt die Reaktionszeit eine größere Rolle als in anderen Spielmodi. Trotzdem gibt es einen gravierenden Unterscheid zu Call of Duty: Das Waffenhandling, die Bewegungsabfolgen und Möglichkeiten mit der Spielwelt zu interagieren sind fundermental anders.
Ich glaube nicht, dass es möglich ist bei Battlefield 3 mit einer Maschinenpistole aus 100 Metern Entfernung aus der Hüfte präzise zu treffen.
Das geht in Call of Duty jedoch ohne Probleme.
Mein Vater regt sich zum Beispiel imme rauf, wenn wir ihn über die halbe Karte mit einer salve aus unseren Pistolen erledigen.

Nein, Call of Duty ist nicht realistisch. Das ist es nicht, das war es nie, und das wird es auch nie sein.

Trotzdem bietet es ein Spielerlebnis, was von keinem anderen Shooter auf dem Markt imitiert wird. Und das ist gut so, denn a) reicht ein "casual Shooter" im Stil von Call of Duty und es gibt anderen Marken die Chance sich zu etablieren.
Natürlich macht Activision ordentlich Werbung für das Spiel und lockt somit auch neue, unerfahrene Spieler an, die das Spiel mehr in Richtung mainstream ziehen.

Das ist übringes auch einer der Gründe, warum ich Call of Duty nicht mehr so intensiv spiele wie zuvor.

Um deine Frage also abschließend zu beantworten: Jein, Call of Duty hat einen eigenen Stil, der anscheinend gerne gespielt wird. Andererseits zieht es durch seine popularität viele neue Spieler an und wird damit mehr zu einem Mainstreamphänomen. Und wir alle wissen, dass der Mainstream nicht unbedingt die Krönung des Geschmacks ist.

So long,
Vulture_Culture

PS: Die Antwort auf diesen Blog ist länger als der Blog selbst *schäm*
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Avatar TheVG
TheVG
#3 | 17. Nov 2012, 22:59
Aaaaalso, mal langsam jetzt :)

Ich will mal versuchen, meine Ansicht der Dinge auszudrücken, warum CoD so toll sein soll.

Man muss auch mal die Vergangenheit einrechnen, als CoD neben MoH noch als vielversprechendes, packendes Kriegsspielszenario galt. Da haben wir die ersten zwei (oder drei, wenn man Konsolenbesitzer ist) Teile verschlungen, die waren richtig gut. Mit dem ersten Modern Warfare hat Infinity Ward noch im SP den Vogel abgeschossen, danach ging es nur noch um den MP-Teil. Der SP hatte immer mehr abgenommen, außer dass ich persönlich noch Black Ops ganz gut fand, auch mit dem Zombiemodus. Aber spätestens seit MW 2 ist alles nur noch Effekthascherei und kaum Inhalt.

Daher frage ich mich echt, warum man noch was auf CoD gibt. Einfach nur wegen des Namens oder weil man hofft, die alten Feelings wieder zu kriegen?
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Avatar Vercetti III
Vercetti III
#4 | 18. Nov 2012, 15:00
Zitat von TheVG:
Der SP hatte immer mehr abgenommen (...). Aber spätestens seit MW 2 ist alles nur noch Effekthascherei und kaum Inhalt.


Ich bin eigentlich der selben Meinung, nur mit einem Unterschied. Ich finde, dass Black Ops 2 jetzt wieder einen guten SP bietet. Ich hab BO2 zwar selbst noch nicht gespielt, jedoch gefällt mir das, was ich bisher gesehen hab. Vor allem, weil es seine Geschichte besser erzählt und auch richtige Film-Sequenzen hat. Und außerdem gefällt mir dieser Wechsel von Vergangenheit und Zukunft.

Nur mit dem Multiplayer kann ich immernoch nichts anfangen...
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TheVG
#5 | 19. Nov 2012, 13:29
Zitat von Vercetti III:


Ich bin eigentlich der selben Meinung, nur mit einem Unterschied. Ich finde, dass Black Ops 2 jetzt wieder einen guten SP bietet. Ich hab BO2 zwar selbst noch nicht gespielt, jedoch gefällt mir das, was ich bisher gesehen hab. Vor allem, weil es seine Geschichte besser erzählt und auch richtige Film-Sequenzen hat. Und außerdem gefällt mir dieser Wechsel von Vergangenheit und Zukunft.

Nur mit dem Multiplayer kann ich immernoch nichts anfangen...


Kann ich schlecht beurteilen, und spielen muss ich es jetzt auch nicht unbedingt. Klingt zwar vielversprechend, aber ich warte darauf, dass sich jemand erbarmt, es mir auszuleihen oder so. Weil Geld ausgeben habe ich mir bei CoD längst abgewöhnt, das hab ich lieber in Dishonored investiert.
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S1ckn3sZ
#6 | 21. Nov 2012, 00:32
Erst mal Respekt, weil du dem Thema CoD mit einer sachlichen Diskussion begegnen möchtest. Warum spielen so viele Cod? Zwar wird BF3 immer mit Cod verglichen, aber der Spielstil ist doch ein anderer. Und im Bereich "Einzelkämpfer" ist CoD auch im zigsten Aufguss wohl noch gut. Hier zu erklären was die Faszination aus macht, kann ich auch nicht, da sie mich nicht erfasst hat. Bitte melde sich ein Psychologe!^^
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