TheVG

(offline)
Träumer bauen Luftschlösser, Realisten kaufen sie  |  Rote Laterne   arrow Über mich & Kontakt
Kommentare (17)
28 von 37 Leser fanden diesen Blog interessant

Sexismus 2K13

Von TheVG |

Datum: 30.01.2013 | zuletzt geändert: 10.03.2013, 22:44 Uhr


Gestern, ein Server eines beliebigen Multiplayerspiels, zu später Stunde. Jenny (15), begeisterte Onlinezockerin, meldet sich das erste Mal beim neuen Free2Play-Spiel an, das in aller Munde ist. Sie wählt einen eindeutigen Nickname – „JeanyGirly“ soll es sein. Nun ist sie endlich drin im Spiel, macht sich mit der Steuerung vertraut, sucht sich anschließend einen belebten Server mit vielen Spielern. Es ist soweit, sie fängt an zu spielen. Läuft hierhin, läuft dorthin, kämpft mit anderen virtuellen Figuren, hinter denen sich ebenfalls echte Menschen befinden. Meist sind es Männer und Jungs, so viel scheint wegen deren Nicknames klar. Und kaum nehmen diese Notiz von Jenny, wie sie sich ins Geschehen stürzt, beginnt im Chatfenster der Letterstorm. „Hi, JeanyGirly!“ mehrmals, aber auch das, was nur sie selbst sehen kann. Ich will es nicht im Detail ausbreiten, aber soviel: Einzelne User brauchen kaum mehr als zwei Sätze, um ihnen eindeutige Angebote zuzuflüstern. Wie sie denn aussehe, ob sie ´nen Freund habe und ob sie untenrum rasiert wäre...

... Ok, mal schön langsam jetzt.

Erstens: Die Geschichte ist nicht erfunden. Rein von den Begebenheiten ist sie wirklich so passiert.

Zweitens: Es stimmt nicht, dass Jenny Jenny heißt, und sie ist keine 15 Jahre alt. Ich persönlich habe mich als „JeanyGirly“ eingeloggt gehabt.

Drittens: Es war nicht gestern, und es war kein neues Free2Play-Spiel. Es war Counter Strike irgendwann im Jahre 2006.

Es ist einfach nur ein Fallbeispiel, das eine Brücke schlagen soll. Es ist ja nicht von ungefähr, dass ich dieses Thema anspreche, aber die letzten Wochen haben hohe Wellen geschlagen, was das Thema Sexismus angeht. Ob indische Langfinger in überfüllten Bussen, ein selbstbewusster Seniorpolitiker in einer schummrigen Hotellobby oder schlicht eine Berichterstattung hier auf Gamestar – Sexismus gegen Frauen ist momentan in aller Munde (Ups! Da könnten manche jetzt wieder was doppelt deuten...).

Ihr dürft Euch gerne die berechtigte Frage stellen, warum sich TheVG zu so einer Aktion hat hinreißen lassen. Lasst es mich so erklären: Zu der Zeit war das Thema noch nicht so verbreitet, dass man öffentlich darüber gesprochen hätte. Da ich 2006 viel online aktiv war (also nicht nur in Spielen, sondern auch in Communities und Chats), war mir als Naivling die ganze Tragweite schlicht nicht bewusst. Naivling deswegen, weil ich ohne irgendwelche besonderen Absichten chattete und spielte, einfach nur als Aktivität betrachtet. Da kommt man irgendwann ja mal in Gespräche rein, tauscht sich aus, erst oberflächlich, dann auch mal etwas tiefsinniger – eigentlich so, wie es aus idealistischer Sicht sein sollte. Und ja, die ein oder andere nähere Anfreundung kam da auch zustande... hihi! Leider häuften sich dann bei solchen Gesprächen die Aussagen, dass man als Frau einen wirklich schweren Stand hat. Meine Frage nach dem Warum wurde auch entsprechend beantwortet. Wenn eine Frau im Netz unterwegs ist, sind eindeutige Angebote oder sexuell motivierte Aussagen auch nicht weit.

Ok, man kann es hinnehmen und sich objektiv so seine Gedanken drüber machen. Aber da ich grundsätzlich etwas misstrauisch, aber auch neugierig, bin, habe ich mich nach der gefühlt zehnten Aussprache dazu genötigt gefühlt, es selbst zu erleben. Also bin ich bei CS mal mit weiblichem Nick rein, und auch im Chat habe ich einen neuen Account aufgemacht. Es ging mir nicht um Ausspioniererei, sondern um das höchsteigene Erlebnis.

Und es stimmt. Nachdem ich mich gerade mal 10 Minuten eingeloggt hatte, wurde ich nicht nur öffentlich mehrmals angesprochen, sondern auch im Flüstermodus mit genau den Angeboten bombadiert! Den genauen Wortlaut habt Ihr in Abschnitt 1 schon gelesen...

Es ist unerheblich, in welcher virtuellen Welt man unterwegs ist. Dadurch, dass ich als fingiertes weibliches Wesen drinnen war und diese Extremform des Sexismus miterleben musste, hat sich mein Empfinden zu dem Thema stark verändert. Ich habe mich noch nie als Sexist gesehen, habe aber auch nicht erwartet, dass andere männliche User in ihrem wohligen Mantel der Anonymität so schnell ihre Grenzen überschreiten. Wenn du ganz normal Freitag abends in eine Kneipe gehst, wird zwar auch ordentlich angebandelt, aber die Formen eines virtuellen Chats nimmt es doch lange nicht an. Klar, hier auf GS reißen so manche auch mehr die Klappe auf, als es dem geneigt anständigen User recht ist – und hier reden wir nicht mal von Sexismus.

Online ist da eine Sache des Ganzen, sondern auch Offline. Und da pocht immer eine Überschrift an meine Schläfe, die ich einfach nicht leiden kann: „Babes in Spielen“. Ja, richtig, jeder Handwerksbetrieb, der gerne Werbegeschenke an die Wand hängt, hat Kalender mit nackten Fräuleins in der Werkstatt parat. Ist doch nichts dabei, sagt man sich. Es ist auch nichts dabei, sich diese „Babes“ in die persönliche Bildergalerie zu stellen. Hier aber stelle ich mir schon die Frage, wie Frauen allgemein im Spielegewerbe angesehen werden. Bestes Beispiel ist doch eindeutig Lara Croft, die zwar als Hauptcharakter in ihren Spielen eine Sonderrolle genießt, aber auch entsprechend gestaltet wurde. Großer Ausschnitt, dicke Öcken, knapp angezogen, wulstige und einladende Lippen – eigentlich genau das Idealbild für den geneigten Gummipuppenkäufer. Oder, und das ist für mich sehr bezeichnend, das Beispiel von Alyx Vance. Der Entwurf, den Valve anfangs herausbrachte, zeigte sie als athletische, eher „normal“ gebaute junge Frau, die eher durch ihren Mut, Mitgefühl, also durch innere Werte auffiel. Nun ist die Spielerschaft wohl irgendwie visuell geschockt gewesen, und schon musste auch sie einer Schönheitsoperation unterzogen werden. Eine Mod macht aus der zierlichen Frau wieder ein „Babe“. Die Oberweite um das doppelte erweitert, die Lippen mit virtuellem Botox aufgebläht, ganz zu schweigen von der Schere, die man an die Kleidung angesetzt hat, also ist sie jetzt bauchfrei unterwegs.

Ihr seht, dass es schlicht ein Ideal ist, dass sich vor allem männliche Spieler erschaffen. Es soll mir aber niemand erzählen, dass das nur kosmetische Gründe sind, wenn aus Alyx, der Zierlichen, eine Alyx, das Tittenmonster wird. Da fragt man sich unweigerlich, warum dann nicht Barney Calhoun oder sonstwem eine dicke Beule aus der Hose rausguckt. Also ist der Aktionismus in Sachen Figurengestaltung zu 100 % den Männern zuzuschreiben. Aber, und jetzt wird der Spieß mal umgedreht, sind Frauen auch nicht besser. Nein, da hängen keine Kalender mit Männern in nassen Unterhosen an der Wand, und die weiblichen Spieler basteln nicht an NPCs herum, dass sie letztlich im Leoparden-Stringtanga herumstacksen.

Ich habe nichts gegen Emanzipation. Ich finde es gut, dass Frauen sich uns Männern in heutigen Zeiten gleichstellen wollen. Aber, und das wird auch immer deutlicher, versuchen Frauen ihre Gleichstellung durch Denunzierung zu erreichen. Männer hätten immer nur das Eine im Kopf, Männer sind hier scheiße, können dort nix. Wenn dann solche Diskussionen aufkommen, wird schon nicht mehr argumentiert, sondern gemutmaßt bzw. verallgemeinert. Frauen sind da schon subtiler, und da wird eben eher in der Frauenrunde gelästert. Es werden eben keine Adonistypen in die Bildergallerie geladen (kommt auch vor), sondern eher darüber im kleinen Kreis gesprochen. Auch gut, denke ich mir, aber was, wenn sie damit konfrontiert werden? Die Meinungen dazu gehen schlicht in Richtung Selbstrechtfertigung, Frauen machten das so, das wäre normal, usw.

Wenn ich mir das Fernsehen anschaue, ist die Ausrichtung der ausgestrahlten Sendungen für meine Begriffe deutlich für Frauen ausgelegt worden. Egal, ob ich nun irgendwelche Baby-Soaps oder Gilmore Girls sehe, Kochsendungen oder Sat 1-Liebesschnulzen ertragen muss – irgendwie ist doch nichts mehr für Männer dabei, dass ich dann auf DMAX umschalten müsste und wieder in die Kategorie „typisch“ reingedrängt werde. Ganz klar scheint mir hier, dass mit Klischees Quoten erzielt werden können. Männer schauen sich gefährliche Explosionen an, Frauen dagegen Zickenkrieg oder das Märchen der wahren Liebe. Am besten dürfte ihnen ja wohl gefallen, dass man den Mann von heute als den äußerlich männlich-starken Prollkerl hinstellt (inklusive Vollbart), aber innerlich so verweichlicht ist, dass Frau auch mal den Mund aufmachen darf (oder gar muss?)...

Egal, genug gelästert. Ich will eigentlich nur damit sagen, dass mir diese Debatte zwar nicht völlig egal ist, ich finde sie wirklich notwendig, aber sie geht allmählich in eine Richtung, die Männer pauschal als Übeltäter hinstellt. Irgendwo in der Mitte dürfte sich wohl der Punkt befinden, den ich mir wünsche, aber da werden wir wohl nie hinkommen. Wir Männer müssen mal etwas zurückrudern, aber ihr Frauen solltet aufpassen, dass ihr nicht an dieselbe Stelle tretet. Dann haben sich nur die Fronten vertauscht, und der Kram geht wieder von vorne los.

28 von 37 Leser fanden diesen Blog interessant

Beitrag bewerten

War dieser Blog für Sie interessant? Ja Nein

Diesen Artikel:   Kommentieren (17) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
Avatar Maggus3
Maggus3
#1 | 30. Jan 2013, 09:18
Zwei sehr interessante Punkte, die du ansprichst.

Auch mir geht der Weg, den die Emanzipation geht, vollkommen gegen den Strich.

Was ich an ihr aber noch viel mehr hasse, als ihre Methoden, ist ihr Verlangen, nur das Positive zu wollen.

Ein Beispiel (welches, das ist mir klar, schon extrem ist): Die Frau beschwert sich bei einem von drei Frauenbeauftragten (für Männer gibt es wenn überhaupt nur einen) darüber, dass sie Karrieretechnisch nicht weiterkommt.

Da man nicht als Unmensch dastehen will, werden Hebel in Bewegung gesetzt und die Frau bekommt den Job.

Die Emanze will also den geilen Job, aber ganz sicher nicht dafür arbeiten.

Oder anders gesagt: Die Frauen wollten die absolute Gleichstellung, aber den Wehrdienst sollten fröhlich die Männer weiter machen.

Wer a sagt, muss auch b sagen, wird hier leider immer ausgelassen.

Wie gesagt, das gilt nicht pauschal, sondern nur für die Alice-Schwartzer-Verschnitte.



Zu deinem anderen Thema: Ja, so etwas hat mir eine Nachhilfeschülerin auch mal erzählt.

LoL muss hier nicht unbedingt gerade das Paradebeispiel für fairen Umgang mit Frauen sein.

Inzwischen hat sie einen männlichen Nick und alles ist super...
rate (2)  |  rate (2)
Avatar Clawhammer
Clawhammer
#2 | 30. Jan 2013, 10:51
Hm, mir kommt da dieses Youtube Video in den Sinn welches ich gesternt gesehen hatte:

http://www.youtube.com/watch?v=ijYAWHbQNXM

Kenne einen Kollegen der nennt sich bei MMORPG's immer Weiblich. Der wird auch ständig angesprochen und bekommt ständig Dinge geschenkt oder er wird beim Leveln gezogen. Hat auch wohl seine Vorteile :D

Alles Lustmolche im Netz ^^
rate (4)  |  rate (0)
Avatar RedRanger
RedRanger
#3 | 30. Jan 2013, 11:04
Naja da muss man schon ein wenig trennen. Gerade in Spielen wie Counter-Strike wird man wohl eher pubertierende Jungs treffen. Was die von sich geben würde ich nicht unter (Alltags-)Sexismus unterbringen, sondern unter hormongeschwängertes Macho-Gehabe. Da sollten die meisten hoffentlich rauswachsen.

Dann sollte man auch immer noch zwischen Sexismus und Diskriminierung unterscheiden. Die Emanzipation möchte die Frauenrechte stärken, was natürlich sinnvoll ist, gerade solche Dinge wie Gehaltsunterschiede männlich/weiblich gehen mir nicht in den Kopf.

Aber für solche Sachen wie Geschlechterquoten habe ich kein Verständnis. Zum einen ist das geschlechtsgebundene Diskriminierung, zum anderen scheinen viele Frauen nicht zu merken, welchen Bärendienst sie sich selber erweisen.
Scheinbar geht ihnen nicht auf, dass sie nicht wegen ihrer selbst und ihrer Qualifikation genommen werden, sondern nur weil eine Quote es verlangt. Sie entwerten sich dadurch selber.

Die #Aufschrei-Debatte wird in meinen Augen im Moment von einigen Frauen aber nur als Vehikel genutzt, um in den Medien präsent zu sein und ihre eigene Position zu stärken.

Ich als Mann kann nur sagen, wenn eine Frau im Alltag sexistisch behandelt wird, dann soll sie ihre Emanzipation zeigen und dem Mann Kontra geben, der sie so behandelt. Das wäre für mich eine wirkliche Gleichberechtigung, im Gegensatz zum stillen "Erdulden" und dann hinten rum schlecht machen.
rate (2)  |  rate (1)
Avatar TheQuaktt
TheQuaktt
#4 | 30. Jan 2013, 12:13
Noja ich habe eine zeit lang recht aktiv CS:S gezockt, (Gaming Clan) Da waren auch einige Frauen dabei, und wenn die dann mal auf einen Server gekommen sind, dann kam es durchaus schon mal vor, das die relativ eindeutig angemacht wurden, allerdings nur die ersten zwei drei Runden lang, dann haben die selben die vorher meinten den Dicken raushängen lassen zu müssen, angefangen irgendwas von "Du Hackst doch" rumzubrüllen, oder haben gequitet... In meinem momentanen Clan bei BF3 gibts auch zwei Frauen, die werden eigentlich immer extrem respektvoll behandelt auch von Gästen, die zum ersten mal auf unserem TS sind. Dementsprechend sehe ich die Probleme nicht (was nicht bedeutet das es sie nicht gibt).
rate (1)  |  rate (0)
Avatar droogy
droogy
#5 | 30. Jan 2013, 13:06
Zitat von RedRanger:


Dann sollte man auch immer noch zwischen Sexismus und Diskriminierung unterscheiden. Die Emanzipation möchte die Frauenrechte stärken, was natürlich sinnvoll ist, gerade solche Dinge wie Gehaltsunterschiede männlich/weiblich gehen mir nicht in den Kopf.


Nachfrage: 1. Was sind "Frauenrechte"?
2. Haben Sie ein Beispiel für "Gehaltsunterschiede männlich/weiblich"? Ich behaupte, es gibt keine geschlechtsspezifische Diskriminierung in Gehaltsfragen. Diese These gehört seit 30 Jahren zum feministischen AgitProp, ohne daß sie konkret belegt worden wäre.
rate (0)  |  rate (2)
Avatar Bethoniel
Bethoniel
#6 | 30. Jan 2013, 13:38
Wie immer guter Blog.

Ich finde diese ganze Sexismus Debatte die im Augenblick umgeht total Schwachsinnig und vor allem verlogen.

Ich bin auch für Gleichberechtigung, aber dann in allen Dingen. Es kann nicht angehen das Supermutti von der Leyen eine Frauenquote in der Führungsebene fordert, aber auf dem Bau keine verlangt wird. Wenn Frau einen bessere Posten im Beruf will, dann muss sie sich entsprechende Qualifizieren und nicht per Quote reingehoben werden.

Genauso der Schmarn mit dem Sexismus. Wenn Frau nicht angebaggert werden will, dann soll sie das unmissverständlich klar machen. Keine Frau die nen mini trägt der grade so mit mühe und not über den Hintern geht und den Ausschnitt bis unterhalb des Bauchnabels hat kann mir erzählen das sie nicht angeguckt oder angemacht werden will. Wenn eine Frau sich hübsch anziehen will, dann kann sie das auch anders tun, es gibt schließlich genug Wege wie eine Frau gut aussehen kann und bei denen beim durchschnittlichen Dreibeiner nicht sofort das Hirn in die Hose rutscht.

Generell kann ich das alles langsam nicht mehr nachvollziehen. Wer heute in die Disko geht kann sich von den Mädels erstmal den Perso zeigen lassen um sicherzugehen das die nächste anmache kein Freifahrtschein in den Knast ist weil Sie doch noch keine braucht oder ihn noch nicht seit zwei Jahren hat. Müssen wir Männer jetzt auch noch Angst haben eine Frau anzugucken weil sie könnte sich ja Sexuell belästigt fühlen?

Liebe Frauen: Menschen sind Tiere, der Fortpflanzungstrieb ist uns angeboren. Wir Männer sind bei der Wahl des nächsten "Opfers" weniger wählerisch als Frauen, aber wenn wir Männer Gefahr laufen würden nach einem Mal gleich in "Umständen" zu sein, würden wird sicherlich auch nicht versuchen alles zu bespringen was weiblich und nicht bei drei auf dem Baum ist. Die Natur hat uns das aber nun mal so in die Wiege gelegt.
Und noch etwas: Was der Herr Brüderle gesagt hat war _keine_ sexuelle Belästigung. Darf ein alter Mann seinem Sexualtrieb nicht mehr folgen? Warum hat die gute Dame ein Jahr(!) gewartet um das ganze zu veröffentlichen, und dann auch noch ausgerechnet dann wenn Brüderle Spitzenkandidat wird? Warum fühlt diese Journalistin sich sexuell belästigt nur weil Brüderle sie etwas Plump und dümmlich angemacht hat? Warum spielen Frauen ihre Reitze Männern gegenüber ungeniert aus, schreien dann aber wenn Mann dann darauf anspringt. Warum hört Mann in dieser Debatte nie etwas von Sexismus der durch Frauen ausgeht? Wurde Brad Pitt gefragt ob er es peinlich oder unangenehm findet zum Sexiest Man Alive gewählt zu werden? Wieso schreit da niemand "SEXISMUS!!!"? Merkt Ihr Weiber eigentlich noch was? HABEN WIR KEINE ANDEREN ECHTEN PROBLEME IN DIESEM LAND?
rate (3)  |  rate (1)
Avatar Maggus3
Maggus3
#7 | 30. Jan 2013, 13:52
Zitat von Kain2K:
...


So ist es. Es ist nun einmal so, dass Frauen sich bewusst so anziehen, wie sie es eben tun.

Wenn dann ein Mann die frau deswegen anspricht, sollte das nicht als Verbrechen gelten.

Und die Sache mit der Disko: Leider nur all zu wahr...
rate (1)  |  rate (3)
Avatar RedRanger
RedRanger
#8 | 30. Jan 2013, 14:22
Zitat von droogy:

Nachfrage: 1. Was sind "Frauenrechte"?
2. Haben Sie ein Beispiel für "Gehaltsunterschiede männlich/weiblich"? Ich behaupte, es gibt keine geschlechtsspezifische Diskriminierung in Gehaltsfragen. Diese These gehört seit 30 Jahren zum feministischen AgitProp, ohne daß sie konkret belegt worden wäre.


1. Frauenrechte ist in dem Fall wahrscheinlich falsch formuliert. Im Sinn hatte ich die Position und Gleichstellung der Frauen. Wobei da mittlerweile eigentlich kein Aufholbedarf mehr sein sollte. Zumindest bei Menschen unter 35 sehe ich keine typischen Geschlechterrollen mehr.

2. Auf der Seite des Statistischen Bundesamtes gibt es dafür die Gender Pay Gap Statistik. Unbereinigt beträgt der Unterschied 23%, bei der bereinigten Statistik bleiben aber immer noch 8% übrig, die im Durchschnitt eine Frau weniger verdient als ein Mann, bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation.

Ich halte nicht viel von übertriebenem Feminismus und 70/80er Jahre Emanzipations-Drang. In meinen Augen sollten für Männer und Frauen aber immer gleiche Maßstäbe angesetzt werden, was wohl aber immer noch nicht ganz der Fall ist. Es geht nicht darum, dass Frauen sich immer die Rosinen rauspicken und als etwas besonderes behandelt werden sollen.
rate (1)  |  rate (1)
Avatar TheVG
TheVG
#9 | 30. Jan 2013, 14:41
Echt interessante Aussagen hier :)

Ich hab ja glatt noch was vergessen zu erwähnen, bzw. es hätte wohl den Rahmen gesprengt.

Seit wann demonstrieren eigentlich, und darunter nicht wenige Frauen, FÜR Sexismus? Die wollen im Minirock rumlaufen, dass man ihnen in den Ausschnitt schaut, die wollen Rudelbums, am besten sie selbst und 20 Männer drumherum. So viel zum Gegenentwurf und, wie hier schon erwähnt, Selbstentwertung. Ich glaube, das war irgendwie in der Partyszene weit verbreitet, also wundern würde es sowieso nicht. Musik, Tanzen, Drogen, Sex.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar Raet
Raet
#10 | 31. Jan 2013, 08:24
Ewige Zeit her, Abo-Spiel WoW, zweiter Char einer Ingamebekanntschaft welches als verheiratet Frau in der Freizeit das Hobby Ihres Mannes teilte. Nach einen frustrierenden sozialen ingame-Erlebniss erstellte sich sie sich einen neuen Charakter für den Neustart. Nick beinhaltet die Silbe "Girl". "Eindeutige" Flüstermeldungen von Fremden inclusive.
Die Spielfreude hat sie dennoch lange Zeit wiedergewonnen, den Namen nicht ändern lassen und wusste mit diesen lästigen Nebeneffekt umzugehen.
Wenn die Belästigung Ausartet kann es den Tatbestand der Beleidigung erfüllen und zur Anzeige gebracht werden - Medienberichterstattung über Forennutzeridentifikation wegen "Rechtsverdreher"-Verunflimpfung eines Anwalts beachten.

Sexismus an sich ist Zweischneidig; dabei bin ich jedoch eher in der Annahme das derzeit die konservative Prüderie deutlich Gesellschaftsfähiger ist - sofern man die Medien ausklammert.
Bedingt u.a. auch durch den Anstieg der Wertschätzung für Religionsausübung im Alltag/Öffentlichkeit. Es dürfte wohl kaum etwas sexistischeres geben als unangepasste Geschlechtesabhängige Werte- und Verhaltensvorstellungen die in Zeiten fällt wo die Gesetztesanwendung vom Stand und Geschlecht der Beteiligten abhing und der Ruf nach Gleichberechtigung als Terroristischer Akt angesehen wurde.
Diese Einstellung ist in der Minderheit, existiert !Relgionsunabhängig! jedoch stark und laut genug um in den Medien regelmäßig aufzutauchen und (westliche) Politiker zu Meinungsäußerungen zu veranlassen welche religiöse Rechte vor weltlichen stellen.

Kurzes kurioses Beispiel zur Ungleichbehandlung von Männern. Im letzten Jahrzent ist der Antrag gescheitert Exibitionnisten Geschlechterunabhängig zu behandeln. Die Richter sahen keinen Sexismus das dieser bei Männern eine Straftat, bei Frauen jedoch nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt.
rate (0)  |  rate (0)

Steckbrief
TheVG
Punkte:4632
Rang:Pinky Demon
Club:
Level 25
Besucherzahl:2825
Freunde:18
Spielesammlung:21
angemeldet seit:29.10.2011
zuletzt online:18.10.2014 09:40
Blogs des Users
Die letzte Wehmut...
24.02.2014 | für 53 von 56 interessant
E.G.U.S. #4.1 - Skyrim
04.10.2013 | für 5 von 6 interessant
E.G.U.S. #3.1 - FTL - Faster Than Light
27.09.2013 | für 14 von 14 interessant
After Urlaub Status Quo
24.09.2013 | für 5 von 8 interessant
Ear-sinn #1: Meshuggah
19.09.2013 | für 2 von 4 interessant
 
Sie sind hier: GameStar > Community > User > TheVG > Blog 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten