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Gedanken zur Demokratie

Von Tsabotavoc |

Datum: 15.06.2013 | zuletzt geändert: 19.06.2013, 02:13 Uhr


Die Demokratie wurde ja bekanntlich von den alten Griechen erfunden und bedeutet das die Herrschaft vom Volk ausgeht.

In Griechenland durfte zu Anfang nur eine gesellschaftliche Elite tatsächlich über die Geschicke entscheiden. Das hat zwar funktioniert aber der breiten Masse nicht gefallen.

Da Griechenland damals in Form von Stadtstaaten organisiert (oder halt unorganisiert) war kam es dann irgendwann dazu das wirklich das komplette Volk wählen durfte. Das hat dann nicht mehr so gut funktioniert da das Volk ungebildet war und sich leicht von Demagogen in die eine oder andere Richtung lenken ließ..

Kommt euch das bekannt vor?

In Österreich wird bei uns momentan mehr direkte Demokratie gefordert. Letztenendes wird gefordert das eine Person die mit Müh und Not die Registrierkassa im Supermarkt bedienen kann Entscheidungen mitbeeinflussen darf an denen Kapazitäten scheitern können.

Sollten wir wirklich direkte Demokratie auf breiter Basis bekommen können wir das Land gleich gut Bankrott erklären. An Populisten mangelts uns nämlich nicht.

Ich bin ein Fan der Demokratie. Ich glaube nur nicht an ihren Erfolg.

Erstens leben wir gar nicht mehr in einer Demokratie sondern in einer milden Form der Diktatur. Unsere Politiker haben nämlich ohnehin keine Entscheidungsgewalt sondern die Konzern und Banken.

Zweitens erfordert eine Demokratie ein gebildetes Volk. Denn nur ein gebildetes Volk ist in der Lage kompetent über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten die sich unserem Land eröffnen zu entscheiden. Wir haben aber kein gebildetes Volk.

Nur um es simpel zu machen: Jeder zweite Hauptschüler in Wien erreicht die gesteckten Bildungsziele nicht. Betriebe die Lehrlinge aufnehmen klagen darüber das ein hoher Prozentsatz der Auszubildenden Probleme mit den Grundrechenarten, dem Lesen und dem Schreiben haben. (Wer das nicht glaubt sollte sich hier mal ein paar Lesertests reinziehen - dann seid ihr auch überzeugt davon)

Um es in Zahlen zu fassen kann in Österreich jeder Dritte 15-Jährige nicht vernünftig lesen. Das heißt entweder liest er mit dem Tempo eines Volksschülers oder er ist nicht in der Lage sinnerfassend zu lesen.

Solange wir also unser Bildungsproblem nicht in den Griff kriegen wird sich bei uns auch nichts zum Besseren ändern. Hat sich von euch schon mal wer gefragt: "Wer hat diese Vollidioten eigentlich in die Regierung gewählt?" - dann geht mal in die nächste U-Bahn.

Und dann fordert bitte nochmal die direkte Demokratie.

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TheVG
#1 | 16. Jun 2013, 07:35
Ihr Ösis und wir Krauts haben dasselbe Problem. Wir wollen alle mehr direkte Demokratie, weil wir bemerkt haben, dass von oben vieles nicht so läuft, wie das mal gut geklappt hatte.

Ich will jetzt nicht wieder sagen, früher wäre alles besser gewesen, aber früher war es funktionabler. Rein gesellschaftlich haben wir uns früher wirklich gefühlt, als ob da was richtig läuft. Nun hat sich alles überworfen, und schon sind die Probleme extrem gewachsen. Heute gibt es kaum noch dieser Zusammenhalt, den ich von früher kannte, heute wird viel mehr gefordert statt gefördert. Mal ganz zu schweigen vom Einfluss der Medien (wir Spieler können da ein Liedchen von singen).
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Cr4sh
#2 | 16. Jun 2013, 10:03
Na ja, ich denke, das Konzept der direkten Demokratie könnte schon funktionieren, wenn man gewisse Dinge voraussetzt, z.B. die Teilnahme an einer Debatte zum Thema, zu dem abgestimmt werden soll, oder ein kurzer Test über die verschiedenen Positionen vor Stimmabgabe, sodass der Wähler zeigt, dass er sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und um die Tragweite dessen weiß, wofür oder -gegen er da gerade stimmt.
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slihs
#3 | 16. Jun 2013, 10:22
Bin stellenweise anderer Meinung.

Als erstes halte ich diese Verschwörungstheorien die Legislative und Exekutive ist nur mehr Konzernen unterworfen für absoluten Blödsinn. Wenn es wirklich so wäre gäbe es zb, die Co2-Zertifikate nicht. Regierungen und Parlamente machen noch immer unabhängig die Gesetze.

Zum Thema direkte Demokratie:
Ja es gibt viel Populismus, aber ich würde serwohl sagen das direkte Demokratie ein notwendiger Schritt ist um der Verdrossenheit etwas entgegenzusetzen.

Der populistische Missbrauch von Volksbegehren und daraus resultierenden Volksabstimmungen lässt sich durch 2 Maßnahmen verhindern.

1. Entsprechend hohe Grenzen an Unterstützen als Grenze zum Wandel zwischen Begehren und Abstimmung. Angedacht werden ja 10 % der Wahlberechtigten. Das verhindert das kleine Gruppen dieses Instrument missbrauchen können.

2. Bevor ein Begehren überhaupt gestartet werden kann muss es vom Verfassungsgerichtshof und der Volksanwaltschaft geprüft werden damit es weder gegen die Verfassung noch die Grundgrechte verstößt und auch nicht mit der UN-Menschenrechtskonvention und den Europäischen Menschenrechten in Konflikt kommt.

Genauso wie es notwendig ist das Persönlichkeitswahlrecht zu stärken um 10 % des Nationalrates mit parteilosen Bürgern zu besetzten.
Direkte Demokratie kann funktionieren und wird auch funktionieren. Vor allem ist sie aber ein notwendiges Mittel in diesen schweren politischen und gesellschaftlichen Zeiten.
Ja die Bildungspolitik ist ein Problem. Vor allem ist sie ein Problem weil das liebe rote Ministerium und die Frau Ministerin Schmied seit Jahren das Niveau senkt und den Leistungsgedanken aus der Schule endgültig verbannen will. Kurze zeit darauf jammert dann die ganze Nation wieder wieso man bei den PISA-Tests miserabel abgeschnitten hat.

Ein Blick nach Finnland reicht um zu wissen wieso unser System bei hohem Input einen bescheidenen Output produziert.

Fehlende Frühförderung, speziell im sprachlichen Bereich
Kein Verantwortungs- und Leistungsdenken mehr
Herabsenken der Mindeststandards
Beseitigung der Schwächen anstatt Förderung der Stärken
Sozialstaatliche Gleichmacherei anstatt Individualität.
Zu wenig Autonomie der Schulen.
Zu lasche pädagogische Kriterien im Lehramtstudium.
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Avatar slihs
slihs
#4 | 16. Jun 2013, 10:31
Zitat von TheVG:
Rein gesellschaftlich haben wir uns früher wirklich gefühlt, als ob da was richtig läuft. Nun hat sich alles überworfen, und schon sind die Probleme extrem gewachsen. Heute gibt es kaum noch dieser Zusammenhalt, den ich von früher kannte, heute wird viel mehr gefordert statt gefördert.


Da möchte ich wehement wiedersprechen. Diesen Zusammenhalt gibt es serwohl, in Österreich arbeiten 46 % der Bevölkerung ab 15 Jahren (3,3 Millionen Menschen!!!!) ehrenamtlich, sei es bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz, in der Regionalpolitik, Betreuungseinrichtungen, Altersheimen, ....
Diese 3,3 Millionen Menschen leisten wöchentlich 15 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit für den Menschen und mit den Menschen.
Wenn ich zu den ehrenamtlichen noch die Personen in Vereinen aber nicht im Ehrenamt hinzurechne sind ma bei ca. 75 % der Bevölkerung.

Das diese Gesellschaft durchaus zusammenhält, hat man auch bei der Hochwasserkatastrophe gesehen. In Oberösterreich beschwerten(!) sich die koordinierten Organisationen sie hätten viel zu viele freiwillige Helfer für die zu verrichtende Arbeit. Auch ich war als freiwilliger Helfer im Katastropheneinsatz und kann sagen, da haben Menschen aller Altersschichten mitgeholfen. Aber aus der persönlichen Beobachtung heraus mehrheitlich jungen Menschen unter 20 Jahren.

Diese Gesellschaft ist nicht dermaßen schlecht wie sie gerne dargestellt wird.
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Avatar Takamisakari
Takamisakari
#5 | 16. Jun 2013, 14:05
Wenn jeder Depp wählen kann (was ja derzeit der Fall ist), dann fehlt der Sachverstand. Wie Cr4sh bereits erwähnte, bedarf es gewisse Voraussetzungen, um "die Spreu vom Weizen zu trennen". Das ist auch einer der Gründe, warum die Wahlbeteiligung so gering ist, denn wer sich politisch gar nicht engagiert bzw. dafür interessiert, der geht auch nicht wählen. Hier kommen wir zum nächsten Schwachpunkt, und zwar den Parteien. Als Wähler hat man hier nur die Wahl des geringeren Übels, denn man kann nur ein ganzes Paket wählen. Wer sich nicht entscheiden kann bzw. will, der geht ebenfalls nicht wählen. Parteien sollen angeblich die Interessen der Wähler vertreten, doch dann müsste es Millionen von Parteien geben. Kommen wir nun zum Regierungs-Stab. Hier gibt es - nüchtern betrachtet - eine Person an der Spitze, was wohl eher an eine Diktatur erinnert. Dass irgendjemand das Sagen haben muss, ist ja schon richtig, aber warum nicht ein Gremium? Es braucht immer jemanden, der auf den anderen aufpasst, um Fehlern und Korruption vorzubeugen. Schaut man auf die letzten Jahre bis heute, dann war es immer eine Person, die ein ganzes Land in Ungnade fallen ließ.

Das Wählen ansich ist übrigens kaum aussagekräftig. Viel wichtiger sind die Argumente, die innerhalb eines Themas dafür bzw. dagegen sprechen. Hat die Mehrheit kein stichhaltiges Argument, dann kann es nicht zu Fehlentscheidungen kommen.

Da anfangs von Bildung die Rede war, möchte ich einfach mal dazu anregen, an die eigene Schulzeit (zurück) zu denken und diese einzuschätzen.
Lesen, Schreiben und Rechnen sind das A und O, was auch im Laufe des Lebens immer wieder Anwendung findet bzw. Voraussetzung ist. Alle anderen Fächer sind für das Allgemeinwissen gut, sollten aber nicht unnötig vertieft werden. Und talent-/körperabhängige Dinge haben schon gar nicht einer Bewertung zu unterliegen (z. B. Singen/Malen/Sport). Man wurde als Schüler mit viel "Müll gefüttert", das sich mit dem relevanten Wissen den Platz teilen musste. Auf der Strecke geblieben ist zudem Nützliches, wie z. B. die Haushaltslehre.
Was ich auch heute noch für unverständlich halte, ist der Umgang der Schüler untereinander. Es gibt so viele Ar***lochkinder, die viel zu viele Freiheiten haben, weil die Aufsicht innerhalb der Schule stark vernachlässigt wird (mein Vorschlag: Arbeitslose einsetzen, die für ihr Hartz IV auch mal was tun können). Und da wundern sich die Politiker noch, warum Gewalt an Schulen im großen Stil stattfindet. Das Lernen wird dadurch stark beeinträchtigt.
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CSK_Wicked
#6 | 16. Jun 2013, 15:34
Teil 1 - Mehr direkte Demokratie?

Ich melde mich hier nur selten zu Wort, doch dieses Thema hat mein Interesse geweckt.
Mit Hinblick auf die kommenden Bundestagswahlen in Deutschland habe ich mir aktuell nämlich öfter die Frage gestellt: "Wen soll (oder besser gesagt "wen kann") ich denn heutzutage bitte ruhigen Gewissens Wählen?"

Dank unserer "gewählten Volksvertreter", welche es in den letzten Jahren hervorragend verstanden haben unseren funktionierenden Arbeitsmarkt durch "Mini-Jobs", "befristete Verträge" und "Leiharbeit" (für mich eher: Lohnsklaverei) systematisch zu Gunsten großer Unternehmen zu zerstören, bin ich selbst (trotz Abitur und abgeschlossener Ausbildung) bereits seit Jahren "nur Leiharbeiter" (befristet). Auch versuche mich weiterzubilden und neue Aufgabengebiete zu übernehmen änderten daran überhaupt nichts.
Dadurch ist es mir "vergönnt" die Benachteiligungen gegenüber den "Alteingesessenen" (festangestellten Mitarbeitern) aus erster Hand zu erfahren. Erfolgsbeteiligung, für mich Fehlanzeige. Betriebliche Altersvorsorge, nicht für mich. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, nicht in diesem Leben ...
Die Liste ließe sich noch fortsetzen aber das ist nicht worauf ich hinaus will ...

Stattdessen beklagt sich die Industrie über "Fachkräftemangel" und will deshalb ausländische Fachkräfte locken. Und "unsere Politik" ebnet den Weg. Schulabschlüsse von "sonst wo" sollen dafür anerkannt werden. Auf die Idee, in die eigene Jugend zu investieren (insbesondere vor dem Hintergrund des bevorstehenden demografischen Wandels) kommt man nicht. Stattdessen werden junge Menschen lieber entweder ausgebeutet (Leiharbeit, befristete Verträge) oder in der Arbeitslosigkeit verrotten gelassen. Unsere Gewerkschaften schauen größtenteils wortlos zu oder haben das Problem noch nicht einmal erkannt. Auf die Idee hier Zukunftsperspektiven zu schaffen, kommen die "feinen Damen und Herren" nicht.
In Berlin hat man besseres damit zu tun unsere Steuergelder im Ausland zu verjubeln. Wichtiger ist es ja, "Banken zu retten" und an der seit langem absehbaren Totgeburt einer nicht funktionierenden Währungsunion festzuhalten, anstatt es Staaten die die Stabilitätskriterien nicht erfüllen unter Auflagen zu ermöglichen zu nationalen Währungen zurückzukehren. Leid und Arbeitslosigkeit für die breite Masse der Bevölkerung können so auch als "Exportartikel" ins Ausland weitergetragen werden. Globalisierung um jeden Preis!
Doch dort reicht es den Menschen langsam, genauso wie teils auch hierzulande. Protest ist jedoch von den "gottgegeben" höchstpersönlich "unerwünscht". Alles soll man "schlucken". Bloß nichts hinterfragen und sich schon gar nicht engagieren. Polizeigewalt ist legitim und wird von Medien hierzulande fast totgeschwiegen oder heruntergespielt (siehe Blockupy-Demo vom 1. Juni in Frankfurt).

Doch was erwartet man von einer Politik, die in Syrien die Terroristen und Söldner der "freien syrische Armee" unterstützt und sich nicht für ein weiterbestehen des bisherigen Waffenembargos ausspricht. Man unterstützt indirekt Terroristen deren Ziel es ist einen Gottesstaat zu errichten. Terroristen die (mehrfach belegbar) selbst Massaker an der Zivilbevölkerung verüben, um sie der syrischen Armee anzulasten. Man macht sich nicht die Hände schmutzig. Das Leid das man dadurch in der Zivilbevölkerung schürt (welche unter beiden Kriegsparteien zu leiden hat), ist egal, solange Waffenfirmen Gewinne einfahren. Aber unsere Medien manipulieren unsere Meinung so zu recht, wie es gerade am besten passt.
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CSK_Wicked
#7 | 16. Jun 2013, 15:35
Teil 2 - Mehr direkte Demokratie?

Nur um den Eindruck zu relativieren: Gegen Waffen habe ich prinzipiell nichts, solange sie in den "richtigen (verantwortungsvollen) Händen" bleiben. Schließlich bin ich selbst Sportschütze und besitze selbst (legal!) großkalibrige Waffen. Doch auch hier stehen ja einige Parteien auf dem Standpunkt, dass wir Zustände wie vor ca. 80 Jahren herstellen und das "gemeine Volk" entwaffnen "müssen". Meines Erachtens nach ein Zeichen eines Überwachungsstaates, der sich aufgrund des Blödsinns, den man so treibt vor den eigenen Bürgern fürchtet. Nebenbei bemerkt halte ich diese Überlegung sowieso für vollkommen blödsinnig, wenn man bedenkt, dass grob geschätzt etwa zwei drittel aller Waffen in Deutschland illegal im Umlauf sind und der Anteil von Verbrechen, welche mit legalen Waffen begangen werden, weit unter 1% liegt.

Aber zurück zum Thema Außenpolitik: In Syrien unterstützen wir also Terroristen und Söldner, doch gleichzeitig werden EU-Beitrittsverhandlungen mit einem Machthaber in der Türkei geführt, der die Exekutive als Machtinstrument Missbraucht um friedliche Demonstranten brutal niederzuknüppeln. Menschen die für mehr Freiheit und Demokratie auf die Straße gehen und gegen eine Islamisierung und "Rückwendung" demonstrieren.
Was kommt aus Deutschland dazu? Der "böse, böse" Zeigefinger der Rechtschaffenheit. Das war's. Keine Unterstützung. Kein Druck. Man zeigt Missbilligung, aber duldet es.

Das alles sind nur einige Beispiele dafür, warum ich den Politikunmut vieler gut verstehen kann.
Wenn sich Parteien zur Wahl stellen und Slogans von Leiharbeitsfirmen für ihren Wahlkampf "klauen"...
Wenn Integrationspolitik bedeutet, dass sich die "einheimischen" zunehmend an die "zugewanderten" anpassen müssen...
(PS.: Ich bin kein Nazi! Aber ich finde die Forderung der Einführung von "islamischem Religionsunterricht" ist ein Witz. Als Atheist befürworte ich die Abschaffung von jeder Form des Religionsunterrichtes und stattdessen die Einführung eines "Allgemeinen Ethikunterrichtes für ALLE", in dem diskriminierungsfrei u. a. auch die verschiedenen Religionen vorgestellt werden können. Meines Erachtens nach könnte man dadurch Toleranz schaffen und Vorurteile abbauen.)
Wenn eine völlig überstürzte Energiewende, ohne Konzept, um jeden Preis "durchgeboxt" wird. Ohne Rücksicht auf Arbeitsplätze. Ohne etwas gegen unzureichende Netzkapazitäten zu unternehmen. Ohne die dadurch explodierenden Kosten für private Haushalte dank EEG-Umlage zu bedenken. Ohne die möglicherweise verheerenden Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu berücksichtigen...
...nunja, dann kann ich Politikverdrossenheit vieler verstehen.

Doch was hat das mit mehr "direkter Demokratie" zu tun? Nun, mit Hinblick auf die kommende Bundestagswahl bin ich deshalb zu folgenden Schlüssen gelangt:
1) Mit der Politik die hier im Lande gemacht wird, bin ich sehr, SEHR unzufrieden!
2) Keine der Parteien, die zur Wahl stehen, vertritt meine Interessen soweit, dass ich Sie unterstützen kann! Beziehungsweise, jede Partei trifft irgendein "K.O. Kriterium", das sie für mich absolut unwählbar macht und extreme (egal ob rechts oder links) sind überhaupt nicht mein Fall.
3) "Direkte Demokratie" haben wir hier nicht und ist auch nicht in Sicht. Nicht in einem Staat in dem ich zunehmend beobachten kann, dass sich die gewählten Volksvertreter vom Volk das sie vertreten sollen abwenden. Nicht in einem Staat, indem Volksvertreter Ihre eigenen Interessen vor die Ihrer Wähler stellen. Nicht in einem Staat, indem mit Hilfe von großen Medienkonzernen bestimmte Bevölkerungsschichten gezielt von Bildung fern gehalten, desinformiert und manipuliert werden (nicht umsonst hat sich der Begriff "Hartz-IV-TV" etabliert).
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Avatar CSK_Wicked
CSK_Wicked
#8 | 16. Jun 2013, 15:36
Teil 3 - Mehr direkte Demokratie?

Doch, was bedeutet das nun genau?
Nicht wählen gehen?
NEIN!
Demokratie ist hart erkämpft und wichtig! Einen Denkzettel kann man den agierenden der Parteien somit nur erteilen, indem man "Ein großes Kreuz" macht ("ungültig wählt").

Denn was zeigt das?
Ganz einfach es sagt:
1) Ich gehe wählen!
2) Ich beteilige mich am demokratischen Prozess!
3) Ihr vertretet nicht meine Interessen!
4) Denkt noch mal über eure Programme und Ziele nach und versucht es dann noch mal!

Im Übrigen wächst die Zahl der "ungültig Wähler" in den letzten Jahren stetig und die Berichterstattung dazu nimmt genauso stetig ab. Ich bin gespannt, wann erstmals aufgrund zu geringer Wahlbeteiligung und "zu vieler ungültiger" ein zweites Mal gewählt werden muss ... und vielleicht ein drittes mal... und vielleicht ein viertes ...
Ich hoffe es dauert nicht mehr lange, damit man endlich auch in Berlin begreift, dass sich die Bürger nicht mehr belügen, betrügen und verarschen lassen wollen.
Aber bis dahin viel Spaß mit dem nächsten Pattex-Präsidenten oder der nächsten Steuergeldverschwendung durch irgendein "Drohnenprojekt"...

PS: Sorry, für den riesen Text ;-)
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Avatar Cr4sh
Cr4sh
#9 | 17. Jun 2013, 06:45
@CSK_Wicked: Es gibt einiges in deinem Text, dem ich zustimmen kann, einiges, das ich nicht so sehe, das ist aber gar nicht so wichtig. Deine Entscheidung, ungültig zu wählen, finde ich angesichts deiner Lage gut. Ich frage mich nur, was für "extreme" Parteien du kennst und bei dir wählbar sind, außer der NPD natürlich.
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Avatar TheVG
TheVG
#10 | 17. Jun 2013, 07:36
Zitat von slihs:

...


Dass wir beide politisch kaum Schnittmengen haben, hab ich schon beim letzten Mal verstanden ;) Aber zu deinem Kommentar noch was zu sagen: Bist du wirklich so naiv zu glauben, dass Statistiken etwas über menschliches Verhalten ausdrücken? Wie willst du messen, wenn bei Feuerwehr, Sportverein oder sonstigen ehrenamtlichen Ämtern/Vereinen (nicht nur bei denen btw.) eine Gruppe nicht so funktioniert wie vorgesehen? Warum beschweren sich denn so viele heutzutage darüber, dass man auf der Arbeit nur noch funktionieren und die Klappe halten soll? Ehrenamtliche Bereitschaft nimmt zwar zu, aber das ist schlicht zu plakativ. Da sagt keiner was, dass Ehrenamtliche, Minijobber oder Freiwillige gerne als billige Alternative missbraucht werden oder sie gleich gestrichen werden - entschieden von genau den Gesellschaftsgruppen, die du so vehement vertrittst.

Wer will denn auch ein Ehrenamt besetzen, wenn er sich als Mensch zweiter Klasse fühlt? Wer Ehre geben will, muss sie auch erstmal empfangen haben. Da kann man solche Statistiken gerne mal als Augenwischerei bezeichnen.

Aber mal beim Thema geblieben.

Du willst ja augenscheinlich in die Politik gehen. Da ist es mir schon verständlich, dass du noch Ideale vertrittst und behauptest, dass es nicht sein kann, wenn jemand eine "Verschwörungstheorie" in den Raum wirft. Es lässt sich ganz einfach nachweisen, dass es keine Theorie ist, sondern harte Realität. Es ist mittlerweile so, dass man als Mitarbeiter ins Abseits gedrängt wird, wenn man - egal wie - an der Hauswand eines Firmengefüge kratzt. Sprich: Wer unvorhergesehen Vorschläge macht geschweige denn gleich etwas kritisiert, gilt als nicht tragbar, sprich: wer eigenständig denken kann, aber nicht die Position bekleidet, gilt als unmündig (wird selbst innerhalb von Parteien so betrieben - wehe es vertritt mal jemand eine eigene Meinung).

Und das ist eine neue Form der Erpressung. Standardsätze wie "Wenn es dir nicht passt, such dir doch was anderes" kriegt man dann zu hören. Um nicht zu sehr auszuschweifen: Erpressung ist auch gegenüber der Politik an der Tagesordnung. Größere Firmen verlangen bessere Konditionen. Lohnnebenkosten senken, Steuervergünstigungen, am besten noch Subventionen bei Neuprojekten. Lass dann mal einen Politiker "Nein" sagen, was denkst du, was dann passiert? Da hat der Herr oder die Frau Politiker(in) noch nicht mal den Satz zu Ende gesprochen, schon wird damit gedroht, ins Ausland zu gehen. Verschwörung über Machtmissbrauch? Mitnichten.

Man kann es auch "Ängste schüren und ausnutzen" nennen. Und wer in Angst leben muss, denkt eher an sich als an andere. Daher ist Politikverdrossenheit hoch im Kurs. Die tun nämlich nichts, weil sie selbst Angst haben, dass alles ins Ausland auswandert. Da stellt man unweigerlich Vergleiche an früher zu heute, und das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
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