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To the moon - Mit Tränen in den Augen

Von Tsabotavoc |

Datum: 09.05.2013 | zuletzt geändert: 11.05.2013, 16:10 Uhr


Man sollte einen Feiertag ja eigentlich nicht verheult verbringen und wahrscheinlich ist es für einen Fast-Dreißiger auch ziemlich peinlich wegen ein paar Pixel zu heulen...

Aber bei To The Moon ist es mir passiert. Und zwar nicht nur einmal.

An und für sich gehe ich gerne detailliert auf die Stärken und Schwächen eines Spiels ein. In diesem Fall kann ich das nicht.


Denn: To the Moon ist kein Spiel. Für mich ist es ein kleines digitales Kunstwerk. Ich habe mich daher entschieden To the moon nicht zu testen. Ich würde den Wert einer Skulptur oder eines Gemäldes auch nicht in irgendwelchen Prozentwerten angeben und eine Bewertung würde andeuten das man dieses Werk vergleichen kann. Es gibt aber eigentlich nichts Vergleichbares.

Im wesentlichen ist To the moon die Geschichte von zwei Ärzten die einem alten Mann einen letzten Wunsch erfüllen sollen: Sie sollen ihm die Erinnerung eingeben das er zum Mond geflogen ist.

Das Dumme an der Sache ist: Er weiß selbst nicht warum er dorthin fliegen möchte...

Das ist für Eva und Neil, die beiden Ärzte von der Sigmund Corporation nichts Neues und daher beginnt der Spieler in deren Rolle langsam durch die Erinnerungen von Johnny zu reisen um herauszufinden warum er denn eigentlich auf den Mond möchte. Denn: Die Erinnerung klappt nur wenn Johnny das auch wirklich will...

So reist man Stück für Stück immer weiter in die Vergangenheit. Man hat Teil an Jonnys schönsten Momenten und an Erinnerungen die seit langem verschüttet waren und die er selbst verdrängt hat.

Das wird auch sehr schön in Szene gesetzt: Bereiche an die Jonny sich nicht erinnern kann verschwinden im Schwarz. Personen an die Jonny sich nur schemenhaft erinnern kann bleiben wie Geister. Immer wenn wir ein Memento und einen Erinnerungsfetzen finden verändert sich die Szenerie ein wenig...

Was die Story betrifft bleibe ich vage und würde euch bitten in Kommentaren keine Spoiler zu nennen aber dieses Werk - so simpel in seinen Mitteln - hat mich durch Musik und ein paar Texte mehr bewegt als es die meisten Filme jemals könnten.

Als ich kapiert habe was es mit den Origamihasen auf sich hatte habe ich geheult...
Als ich verstand warum River das Schnabeltier überall mit hin nimmt hab ich geheult...
Als ich kapierte warum Jonny auf den Mond wollte habe ich geheult...
Als Eva begann Johnnys Auftrag zu erfüllen habe ich geheult...


Am liebsten hätte ich Johnny geohrfeigt, angebrüllt und angeschrien er solle es doch fertig beschreiben!
Und ganz zum Schluss habe ich geheult als mir klar wurde: Jonny hat nun die ideale Erinnerung aber das ändert nichts an den Origamihasen. Und wer nun gern wissen will was diese verschwurbelten Sätze bedeuten...

To the moon ist nicht nur traurig. Es erzählt eine wunderschöne Geschichte durch die zwei witzige, sympathische Helden führen.

Was einem klar sein muss ist das To The Moon acht Euro kostet. Aber: Alles was es wert ist erlebt zu haben sollte man nicht in simplen Zahlen fassen.

Daher.. Mein kleiner To the moon - Test als Blog-Eintrag ohne Wertung

"Because one day.... I´m going to befriend one of them"

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Avatar redemtion
redemtion
#1 | 09. Mai 2013, 19:05
Guter Blog und Beschreibung deiner Eindrücke zum Spiel.
Ich habe es mir bei einem Dealday auf Steam gekauf, bin aber noch nicht dazu gekommen. Lese nur Gutes über "To the Moon" und bin schon voller Vorfreude!
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Avatar Tsabotavoc
Tsabotavoc
#2 | 09. Mai 2013, 19:12
Zitat von redemtion:
Guter Blog und Beschreibung deiner Eindrücke zum Spiel.
Ich habe es mir bei einem Dealday auf Steam gekauf, bin aber noch nicht dazu gekommen. Lese nur Gutes über "To the Moon" und bin schon voller Vorfreude!


Danke. Ein Tipp: Im Laufe des Spiels wird Johnny ein Buch bekommen von einem Arzt. Johnny wird das Buch ablehnen aber wenn du keine Ahnung hast zu diesem Zeitpunkt um was es in dem Buch geht dann solltest du den Autor googeln.
Das Spiel ist wenn man weiß warum gewisse Dinge so passieren wie sie passieren nochmal so traurig denke ich
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Avatar Sir Hurl
Sir Hurl
#3 | 11. Mai 2013, 13:11
Ich habe zwar keine Tränen vergossen aber die Story war nett.
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