Steam Summer Sale : Unser erster Redaktions-Tipp zum Steam Summer Sale Unser erster Redaktions-Tipp zum Steam Summer Sale

Wir probieren jetzt mal ein neues Format aus (ein historischer Augenblick!). Im Rahmen des großen Steam Summer Sales sprechen wir auf GameStar.de täglich eine ganz besondere redaktionelle Empfehlung aus, frei nach dem Motto: »Wenn ein Redakteur ein Spiel wählen müsste, das er den Leuten da draußen ans Herz legen will, welches wäre das?« Dieser Tipp des Tages stammt aus dem ganz persönlichen Spieler-Alltag des Redakteurs, ergänzt unser Video-Format zu den Redaktions-Geheimtipps und soll vor allem eines leisten: Laune auf ein gutes Spiel machen, das gerade extrem günstig zu kriegen ist.

Den Anfang mache ich mit einem Titel, der auf meinem persönlichen Siegertreppchen der drei meistgespielten Steam-Spiele steht - Chivalry: Medieval Warfare. Und bevor jetzt alle wegklicken, weil sie denken »Bäh, Multiplayer« oder »Bäh, alter Käse«: So höret mich denn an! Chivalry schafft nämlich in meinen Augen etwas, das kein anderes Spiel auch nur im Ansatz so gut hinkriegt. Vor allem nicht für 3 Euro.

Chivalry ist gegenwärtig um 85 Prozent reduziert und für weniger als vier Euro zu erwerben. Lohnt sich übrigens auch komplett ohne das Addon Deadliest Warrior, das es aber ebenfalls für einen Euro mehr oben drauf gibt.

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Steam Summer Sale : Der Autor: Dimi ist extrem fasziniert vom Mittelalter, wälzt feierabends auch gern mal spannende Historienbücher und wünscht sich händeringend wieder mehr Spiele in dieser Epoche. Zum Beispiel ein neues Age of Empires.

In dem Punkt stimmt er ausnahmsweise auch mal mit Maurice Weber überein. Oh, und deshalb freut er sich auch wie ein Schnitzel auf For Honor.

Deshalb muss man es spielen

Es gibt so wenige Spiele, die Schwertkampf aus der Ego-Sicht anbieten - und abseits von Dark Messiah of Might & Magic kriegt es auch kaum eines vernünftig hin. Hier brilliert Chivalry auf eine Art und Weise, die zumindest ich persönlich noch nirgendwo sonst erlebt habe. Die packenden Gefechte haben mich und einen meiner besten Kumpels weit über 100 Stunden köstlich unterhalten.

Chivalry: Medieval Warfare

Ich weiß noch, wie es war, ein König zu sein. Die Feinde haben mein Team und mich in den Palast zurückgedrängt, ich wurde vom Match zum Monarchen erwählt und Sieg oder Niederlage hingen an meinem Leben allein. Konkret: Wenn der Feind mich umbringt, verlieren wir alle die Partie. Plötzlich scharen sich meine Gefährten um mich, blocken Pfeile ab, sichern die Flanken und halten mich tapfer am Leben. Im Prinzip, wie ich es aus der Redaktion kenne. Solche Momente gibt's in Chivalry zu hauf.

In den verregneten Wäldern überfalle ich einen feindlichen Transportwagen, spicke die Eskorte mit Pfeilen, während meine Kollegen die Nachzügler mit Speeren auf Distanz hält. Und ab und an geht's auch komplett unorganisiert zu und wir hauen uns alle auf einem Haufen die Rübe vom Kopf. Und ja, das geht tatsächlich.

Der perfekte Ritterspielplatz

Chivalry kommt ohne den ganzen Freischalt-Bumms moderner Multiplayer-Spiele aus und konzentriert sich stattdessen auf klassische Tugenden - heißt: Großartige Matches. Wenn ich als Team Agatha gegen den Mason Order antrete, entstehen brutale, blutige Massenschnetzeleien, die man in meinen Augen einfach erlebt haben muss.

Mein Highlight ist das Waffengefühl: Egal welche Waffe man in der Hand hält - ob Zweihänder, Schild und Schwert, Knüppel, Axt oder Speer -, es fühlt sich klasse an. Die Richtungen der Schläge lenkt man ähnlich intuitiv wie in Jedi Knight 2, das Trefferfeedback fühlt sich satt, brutal und dreckig an. Mit meinen Kollegen im Matsch eine feindliche Festung zu erstürmen, Katapultfeuer auszuweichen und beim ersten Clash vernichtende Treffer auszuteilen - so muss ein selbstgemachtes Historien-Spektakel aussehen.

In puncto Spielerzahl kann Chivalry natürlich nicht mehr mit den Peaks alter Release-Tage mithalten, allerdings gibt's auch jetzt eigentlich keine Probleme, volle Matches zu finden. Klar, die Zahlen sind wie bei Payday 2 rückläufig, da braucht man sich nichts vormachen. Auf der anderen Seite profitiert man von über drei Jahren gepatchter Inhalte. Bei Vollpreis würde ich zwar raten, lieber auf einen sehr wahrscheinlichen Nachfolger zu warten - für den Preis eines Berliner Döners lohnt sich das Multiplayer-Gemetzel aber allemal. Zumindest sehe ich das persönlich so.

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