Nvidia Geforce GTX 480

Grafikkarten  |  Datum: 27.03.2010
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Nvidia Geforce GTX 480 im Test

Wie schnell ist die DirectX-11-Grafikkarte wirklich?

In den Benchmarks überholt Nvidias neue High-End-Grafikkarte die Radeon HD 5870. Warum die DirectX-11-Geforce insgesamt dennoch nicht besser ist, verrät unser Test.

Von Daniel Visarius |

Datum: 27.03.2010


Nvidia hat für seine DirectX-11-Generation einen komplett neuen Grafikprozessor entwickelt. Unter anderem deshalb kommt die Nvidia Geforce GTX 480 erst ein gutes halbes Jahr nach der Radeon HD 5870 auf den Markt. Aber jetzt ist es soweit!

Bis vor zwei Monaten sollte Nvidias DirectX-11-Debut als Geforce GTX 380 erscheinen. Kurzfristig entschied sich Nvidia nun doch für die Eröffnung der 400er-Serie. Damit herrscht erstmals seit Jahren wieder Klarheit im Sortiment: Die »400« im Namen bleibt DirectX-11-Hardware vorbehalten. Die »300« tragen lediglich die exklusiv für PC-Hersteller erhältlichen Einsteiger-Grafikkarten wie die Geforce GT 310 mit DirectX 10.1 und die »200« gehört den DirectX-10.0-Platinen wie der Geforce GTX 285.

In diesem Test stellen wir die 480 Euro teure Geforce GTX 480 gegen die Radeon HD 5870 (400 Euro) und das Zwei-Chip-Monster Radeon HD 5970 (650 Euro). Der Benchmark-Parcours besteht aus DirectX-11-Spielen und technisch anspruchsvollen DirectX-10-Titeln. Die kleinere Geforce GTX 470 kostet 350 Euro.

Achtung: Dieser Test wurde auf unser neues Grafikkarten-Wertungssystem umgestellt und ist deshalb nicht ohne Weiteres mit vorhergehenden Tests vergleichbar. Alle wichtigen Tests gleichen wir sukzessive an das neue Wertungssystem an.

Nvidia Geforce GTX 480 : Die Geforce GTX 480 ist Nvidias erste DirectX-11-Grafikkarte. Die Geforce GTX 480 ist Nvidias erste DirectX-11-Grafikkarte.

Der GF100-Grafikprozessor

Bei der Entwicklung des GF100-Grafikprozessors musste Nvidia zwei wesentliche Aspekte in Einklang bringen: Der Chip sollte im professionellen Segment neue Maßstäbe bei der Programmierbarkeit setzen und gleichzeitig in Spielen DirectX 11 unterstützen und Benchmark-Rekorde aufstellen. Dazu wurde der GF100 im Vergleich zum G200b der Geforce GTX 285 völlig umgekrempelt und unter anderem um die für DirectX 11 notwendigen Funktionen erweitert. Das Ergebnis ist der mit Abstand komplexeste PC-Baustein - der GF100 besteht aus über 3 Milliarden Transistoren! Zum Vergleich: AMDs RV870 auf der ATI Radeon HD 5870 hat 2,15 Milliarden, der GT200b rund 1,4 Milliarden und ein Intel Core-i7-Vierkernprozessor lediglich 731 Millionen Schaltwerke.

Nvidia Geforce GTX 480 : Oben und unten liegen die Shader-Prozessoren und in der Mitte des Chips der Cache-Speicher. Oben und unten liegen die Shader-Prozessoren und in der Mitte des Chips der Cache-Speicher. Ungefähr zwei Drittel des zur Verfügung stehenden Platzes beanspruchen die von 240 auf 512 mehr als verdoppelten Shader-Prozessoren. Wie bei Grafikchips üblich, sind diese für die Performance ausschlaggebenden Einheiten in Blöcken organsiert, um die Leistung der verschiedenen Grafikkarten-Varianten einfach und schnell anpassen zu können. Beim GF100 setzen sich die 512 Einheiten aus 16 Blöcken mit je 32 Shadern zusammen. Hier versteckt sich auch ein für die Leistung in kommenden DirectX-11-Spielen möglicherweise entscheidendes Detail: Jeder dieser Blöcke hat eine eigenen Tessalation-Einheit, der komplette Chip also insgesamt 16, die Radeon HD 5870 dagegen nur eine (mehr zur Bedeutung von Tesselation und DirectX 11 im Allgemeinen lesen Sie auf Seite 126). Nvidia begründet diesen Schritt mit der bislang unzureichenden Darstellung von organischen Formen in Computerspielen. In der Tat werden die einzelnen Pixel mittlerweile fast genauso exakt bearbeitet wie im Kino, die darunterliegende Polygonstruktur aber nach wie vor stiefmütterlich behandelt. Während die Pixel-Shader-Performance von der Geforce FX 5800 (2003) bis zur Geforce GTX 285 (2008) um das 150fache gesteigert wurde, verdreifachte sich die Geometrieleistung in dieser Zeit lediglich, so Nvidia. Die Geforce GTX 480 aber liefere nun die achtfache Geometrieleistung der GTX 285, um in kommenden Spielen, die Tesselation intensiv einsetzen, ausreichend Performance auf die Straße zu bringen.

Jeder der 16 Shader-Blöcke hat nicht nur einen eigenen Tesselator, sondern anders als beim GT200b auch vier Textureinheiten. Deren absolute Zahl fällt damit zwar von 80 auf 64. Durch die Platzierung im Shader-Bereich arbeiten diese aber nun mit vollem Chiptakt (im Fall der GTX 480 mit 1.400 statt 700 MHz), was deren Leistung in Kombination mit einigen Detailverbesserungen erheblich steigern soll.

Mit dem GF100 macht Nvidia zudem den längst überfälligen Schritt vom alten GDDR3- zum energieeffizienten GDDR5-Speicher. Bei gleichem Takt schaufelt der doppelt so viele Datenpakete durch die Leitungen wie GDDR3. Im Gegenzug kann Nvidia die Speicher-Anbindung von 512 Bit beim GT200b auf 384 Bit Breite schrumpfen, um Herstellungskosten zu sparen. Effektiv steigt die für die Leistung in hohen Auflösungen und mit aktivierter Kantenglättung wichtige Speicher-Bandbreite dennoch.

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Avatar Seven_121
Seven_121
#1 | 26. Mrz 2010, 23:34
Vor einem halben Jahr wäre das eine tolle Karte gewesen.
Aber wenn man bedenkt das die so einen Wirbel um das Teil gemacht haben...
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Avatar Schubiaktor
Schubiaktor
#2 | 26. Mrz 2010, 23:38
Fällt die Nachrichtensperre nicht erst 0:01 Uhr?
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Avatar polyhedral
polyhedral
#3 | 26. Mrz 2010, 23:44
1.7
woodscrews
whirling noises
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Avatar Fred DM
Fred DM
#4 | 26. Mrz 2010, 23:46
war in etwa so zu erwarten.

dass sie leistungsmässig besser als die 5870 ist, davon war ja auszugehen, schliesslich ist die Radeon bereits ein halbes jahr auf dem markt.

was die GeForce der Radeon z.Z. an leistung noch voraus hat, wird ATI wohl in kürze durch die 5890 wettmachen. nötig ist das in der nahen zukunft nicht, verfügt doch die 5870 bereits über mehr als genug leistung, um aktuelle spiele auf höchsten einstellungen flüssig darzustellen.

den todesstoss gibt der GeForce die hohe temperatur. meine 5870 Vapor-X erreicht dank speziellem kühler unter volllast nie die 70°-marke und bleibt idle immer unter 40°.

NVidia hat jetzt gleichgezogen. doch ATIs nächster streich folgt sogleich...
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Avatar Thoddy398
Thoddy398
#5 | 26. Mrz 2010, 23:47
Ich habe letzte Woche eine vorbestellt... mal schaun was das wird.

Bevor einige wieder auf die Idee kommen und die 5970 oder andere Dualkarten als "besser" zu bezeichnen, was die reine Leistung angeht: Immer dran denken, das die GTX480 eine EinProzessorKarte ist. Und damit ist sie die beste Karte auf dem Markt (wenn sie da mal ankommt :-)).

Übrigens hatte ich eine 5970 und fand die nicht allzulaut. Wenn die GTX480 nun laut Grafik leiser ist als die, dann hab ich damit kein Problem.
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Avatar Neandertaler
Neandertaler
#6 | 26. Mrz 2010, 23:58
Zitat von Thoddy398:
Ich habe letzte Woche eine vorbestellt... mal schaun was das wird.

Bevor einige wieder auf die Idee kommen und die 5970 oder andere Dualkarten als besser zu bezeichnen, was die reine Leistung angeht: Immer dran denken, das die GTX480 eine EinProzessorKarte ist. Und damit ist sie die beste Karte auf dem Markt (wenn sie da mal ankommt :-)).

Übrigens hatte ich eine 5970 und fand die nicht allzulaut. Wenn die GTX480 nun laut Grafik leiser ist als die, dann hab ich damit kein Problem.


Du hast dir ne 5970 gekauft und kaufst dir jetzt noch als Ersatz ne GT480?
Geld muss man haben...
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Avatar Xalviagom
Xalviagom
#7 | 26. Mrz 2010, 23:59
Leistung ist zwar jetzt nicht so der Hit aber hübsch aussehen tut sie ;)
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Avatar kivan
kivan
#8 | 27. Mrz 2010, 00:00
Hmm
Irgendwie erinnert mich das an die alte Voodoo zeit die wurden auch immer größer lauter stromfressender bis 3dfx pleite war....
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Avatar Thranthor
Thranthor
#9 | 27. Mrz 2010, 00:00
Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei der 5870 klar besser, zumal sie auch noch stromsparender ist.

Dummerweise bin ich mit meinem 3D-Monitor und der Nvidia-Brille auf deren Grafikkarten (solange es keinen offenen Standard gibt) angewiesen, aber ich bin schwer enttäuscht.

Nach dem ganzen Trara den Nvidia machte, musste man ja denken die GTX 480 verbläst die 5870 geradezu, davon ist sie mit diesem Leistungvorsprung aber weit entfernt, zumal wie gesagt: 10-20% Mehrleistung sind teuer erkauft (ca. 35% höherer Preis - Man bekommt die 5870 ab 345 Euro).
Dazu die höhere Lautstärke und Strombedarf ...

Bei einem Automobil wäre das egal, da kauft man eben die Marke - die dann auch mehr verlangen darf - bei einer Grafikkarte aber ist mir das PERSÖNLICH (ich rede nicht für Andere :)) zu dumm.

Ich kritisiere niemanden der sich eine GTX 480 kaufen will, aber ich selbst bin schwer enttäuscht von dieser Grafikkarte und werde sie mir bestimmt erst kaufen, wenn es deren Nachfolger gibt.

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Avatar fyffes
fyffes
#10 | 27. Mrz 2010, 00:01
@Toddy398: Erst kritisierst du den Vergleich Dual-Karte zu Single-Karte und um dann direkt deinen eigenen unfairen Vergleich anzustellen (bezgl. Lautstärke). Denn wenn die 480 fast genauso laut ist, wie eine Dual-Karte finde ich das schon etwas bedenklich/ unverschämt. Ebenso wie die hohen Temperaturen. Das kann doch nur zu Lasten der Lebensdauer gehen. Und knappe 15% Leistungsplus zur (halben Jahr alten) Konkurrenz ist imho wirklich das minimalste was man nach solch einem Werbe-Tara abliefern kann. Wenn man die ATi auf die gleichen Temperaturen übertakten würde, hätte Nvidia vllt gar keinen so großen Vorsprung mehr, aber da das Refresh anscheinend eh schon in den Startlöchern steht brauchts das nicht. Die Geforces sind gut, keine Frage, aber ob die kleinen Vorteile (Tesselation) nach langer Wartezeit (immerhin 6! Monate) wirklich gelohnt haben? Ich denke nicht. Imho überwiegen die größeren Nachteile (Lautstärke, Temps) und machen die GTX480 durch die extrem längere Entwicklungszeit zum Flop, in meinen Augen.
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