Im Gegensatz zu den meisten anderen Headsets auf dem Markt besitzt das Coolermaster CM Storm Sirus vier Lautsprecher pro Ohrhörer, ein größeres 40-Millimeter-Modell für den Bass und drei 30-mm-Modelle für die höheren Frequenzen. Damit stellt sich Coolermaster gegen den Trend, denn seit einigen Jahren bringen die meisten Headset-Hersteller nur noch Stereo-Modelle auf den Markt und setzen auf Surround-Simulationen, um einen räumlichen Klangeindruck zu erzeugen. Beim CM Storm Sirus ensteht der räumliche Klangeindruck stattdessen primär durch die Positionierung der Lautsprecher im Ohrhörer, anstatt durch psychoakustische Tricks wie bei den gängigen Raumklangsimulationen von Creative, Dolby & Co., wie sie etwa das Creative Soundblaster Tactic 3D Sigma, das Corsair HS1 oder das Plantronics Gamecom 777 einsetzen.

Neben dem Headset, das zwei Paar unterschiedliche Ohrpolster mitbringt, liegt auch eine Tischfernbedienung bei, an der Sie etwa den Pegel der einzelnen Kanäle regeln oder das Mikrofon stummschalten. Außerdem beinhaltet diese einen USB-Soundchip (Cmedia), der die 5.1-Klangausgabe übernimmt und außerdem einen grafischen Equalizer sowie ein paar Spielereien wie etwa eine Stimmveränderung beherrscht. Auf Wunsch schließen Sie das CM Storm Sirus aber auch per 3,5-mm-Klinke an eine gängige (5.1-)Soundkarte an.

Coolermaster CM Storm Sirus : Entgegen dem Trend bietet Coolermaster mit dem CM Storm Sirus ein 5.1-Headset an – die meisten Hersteller setzen mittlerweile auf Stereo-Headsets mit Raumklangsimulation. Entgegen dem Trend bietet Coolermaster mit dem CM Storm Sirus ein 5.1-Headset an – die meisten Hersteller setzen mittlerweile auf Stereo-Headsets mit Raumklangsimulation.

Klang-Test

Im Test überzeugt uns die räumliche Klangdarbietung des CM Storm Sirus: In Bad Company 2 etwa orten wir vorüberfliegende Hubschrauber mit hoher Präzision und relativ zuverlässig. Auch überraschend hinter Ihnen auftauchende Gegner nehmen Sie meist frühzeitig wahr und sind dadurch gewarnt. Im Vergleich zur Raumklangsimulation einer Soundblaster X-Fi oder von USB-Chips mit Dolby Headphone kann das CM Storm Sirus mithalten und wirkt durch die Verteilung des Klangs auf mehrere Lautsprecher teils sogar etwas räumlicher.

Präziser orten lassen sich Geräusche aber nicht und die Klangkulisse wirkt insgesamt weniger homogen als bei besseren (aber immer noch günstigeren) Stereo-Headsets. Die Wiedergabe über mehrere kleinere Lautsprecher pro Ohrhörer hat bauartbedingt klangliche Nachteile gegenüber Stereo-Headsets, die nur einen, dafür meist größeren Lautsprecher pro Ohr besitzen. So wirken speziell die Höhen auf dem CM Storm Sirus zu scharf und blechern, was in Spielen weniger, bei Musik aber erheblich stört: Der Bass wummert meist relativ unpräzise, während die Höhen weit darüber liegen und zu scharf und schneidend wirken. Der wenig homogene Eindruck wird durch die arg zurückhaltenden und kraftlosen Mitten verstärkt. Auch das Schrauben am integrierten Equalizer hilft da nicht wirklich, da die kleinen Lautsprecher wohl keine ausgewogenere und dynamischere Musikwiedergabe erlauben.

Ergonomie und Verarbeitung

Die sehr solide Verarbeitung und die stabilen Materialien überzeugen uns mehr als der Klang. Vor allem die Tischfernbedienung macht im Test einen absolut hochwertigen Eindruck, außerdem stellen Sie damit bequem die Lautstärke für jeden Kanal (vorne, hinten, center, bass, gesamt) separat ein. Warum der mittige Drehregler allerdings beim nach rechts Drehen den Pegel des jeweiligen Kanals senkt und beim nach links Drehen anhebt, bleibt uns ein Rätsel – schließlich regelt die ganze Welt genau anders herum.

Coolermaster CM Storm Sirus : Die Tischfernbedienung wirkt sehr hochwertig, allerdings wirds beim nach links drehen lauter und umgekehrt leiser – das Sirus stellt sich hier eindeutig gegen den weltweiten Trend. Die Tischfernbedienung wirkt sehr hochwertig, allerdings wirds beim nach links drehen lauter und umgekehrt leiser – das Sirus stellt sich hier eindeutig gegen den weltweiten Trend.

Der Tragekomfort geht trotz des durch die vielen Lautsprecher und die massiven Materialien bedingten hohen Gewichts von satten 405 Gramm in Ordnung. Trotzdem wird die Nackenmuskulatur im Test vor allem bei langem Spielen ohne Pause aber stärker als bei anderen Headsets belastet. Einen Pluspunkt stellen die einfach auszutauschenden Ohrpolster dar. Ein Paar aus Kunstleder, das Außengeräusche besser dämpft, dafür aber schneller zu schwitzenden Ohren führt sowie ein Satz aus Kunstfaser, der bessere Belüftung aber weniger Dämmung bietet, liegt bei.