Raptor Gaming H3

Headsets   |   Datum: 20.09.2011
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Raptor Gaming H3 im Test

solides Headset mit »Enemy Location Mode«

Mit dem Raptor Gaming H3 haben wir ein Stereo-Headset im Test, bei dem Sie die Lautstärke für jedes Ohr individuell einstellen können – was das bringen soll, wurde uns im Test aber nicht klar.

Von Florian Klein |

Datum: 20.09.2011


Das Raptor Gaming H3 ist ein klassisches Stereo-Headset mit 3,5-mm-Klinkenanschlüssen für Klang und Mikrofon, wie Sie es an jeder gängigen (Onboard-)Soundkarte anstöpseln können. Die Kabellänge von 2,0 Metern reicht dabei für das Spielen am PC problemlos aus (eine ebenfalls 2,0 Meter messende Verlängerung liegt zudem noch bei). An der Strippe sitzt eine Kabelfernbedienung, mit der Sie die Lautstärke und die Mikrofonstummschaltung regeln. Außerdem können Sie das kleine Kästchen mit Hilfe einer Metallklammer an Ihrem T-Shirt befestigen, um sie bequemer zu erreichen.

Raptor Gaming H3 : Die an den beiden Ohrhörern untergebrachten Drehknöpfe regeln die Lautstärke separat für jedes Ohr. Wir meinen: eine reichlich sinnlose Funktion. Die an den beiden Ohrhörern untergebrachten Drehknöpfe regeln die Lautstärke separat für jedes Ohr. Wir meinen: eine reichlich sinnlose Funktion.

Was das Raptor Gaming H3 allerdings von allen uns bekannten PC-Headsets unterscheidet, sind die beiden Drehregler, die an linker und rechter Ohrmuschel sitzen. Während mittlerweile einige Headsets wie etwa das Sennheiser PC 360 oder das Logitech G35 die Lautstärkeregelung und andere Bedienelemente direkt am Ohrhörer unterbringen, um Ihnen das lästige Suchen nach der Kabelfernbedienung zu ersparen, dienen die Regler am H3 dazu, die Lautstärke separat für jeden Ohrhörer einzustellen.

Raptor Gaming nennt das Feature werbetauglich »Enemy Location Mode«. Angeblich sollen sich damit Gegner schneller und besser lokalisieren lassen – der technische Hintergrund ist uns allerdings ein Rätsel. Zunächst erreichen Sie denselben Effekt auch mit dem Balance-Regler in der Windows-Systemsteuerung. Zum anderen sollten Sie nur abweichende Lautstärkeeinstellungen für jedes Ohr wählen, wenn Sie auf einem schlechter hören -- das erscheint uns auch der einzig sinnvolle Einsatzzweck der getrennten Regler zu sein (selbst das wäre mit einem Kontrollelement aber einfacher gelöst). Denn Gegner hören Sie mit dem »Enemy Location Mode« nur auf einen Ohr besser als auf dem anderen. Und bestimmt später als mit gleichmäßiger Lautstärke für beide Ohren. Nicht mal bequemer ist das »Gaming-Feature«, da Sie stets an beide Ohrhörer greifen müssen und mit der Kabelfernbedienung beim Regeln der Lautstärke schneller sind.

Klang-Test

Im Klangtest mit Battlefield: Bad Company 2 macht das Raptor Gaming H3 seine Sache ordentlich. Auch heftige Gefechte mit vielen Klangquellen löst es präzise auf und verschluckt keine Geräusche. Der Bass dröhnt und verzerrt nicht, reicht allerdings auch nicht sonderlich tief hinab, so dass den Panzermotoren wahrer Tiefgang fehlt und Explosionen zwar krachen aber nicht donnern. Ebenso fehlt komplexen Klangkulissen die Dynamik und der Raum, was in Kombination mit einer merklichen Schwäche im Mittenbereich das gesamte Klangbild etwas gepresst wirken lässt.

Das fällt besonders bei Musik auf, wo das Raptor Gaming H3 die Bässe zwar trocken und relativ präzise wiedergibt, dabei allerdings deutlich in den Mittenbereich vorstößt und diesen im Gegenzug kaum Raum lässt. So ergibt sich ein gepresstes Klangbild mit Bässen ohne wirklichen Tiefgang, deutlich schwächelndem Mittenbereich und leicht scharfen Höhen. Zum Musikhören eignet sich das Raptor Gaming H3 also nur bedingt, vor allem wenn Sie Wert auf ein ausgewogenes Klangbild legen, sollten Sie etwas mehr investieren als die etwa 45 Euro für das H3.

Die Sprachverständlichkeit ist dagegen gut und wir hatten keine Probleme unsere Mitspieler zu verstehen. Das Mikrofon filtert Nebengeräusche zufriedenstellend heraus und überträgt Ihre Stimme klar, allerdings auch etwas dumpf.

Ergonomie und Verarbeitung

Raptor Gaming H3 : Die Lautstärke regeln Sie bequemer an der Kabelfernbedienung als separat für jedes Ohr. Die Lautstärke regeln Sie bequemer an der Kabelfernbedienung als separat für jedes Ohr. Zunächst trägt sich das nur 260 Gramm leichte Raptor Gaming H3 recht angenehm. Allerdings sind die Ohrmuscheln zwar gut gepolstert, das Kunstleder liegt aber mit spürbarem Druck um die Ohren herum auf. Größere Lauscher passen zudem nicht ganz in die Muscheln, da diese einen verhältnismäßig geringen Durchmesser haben. Ebenso spüren wir den Kopfbügel merklich aufliegen, obwohl er an und für sich ausreichend gepolstert ist. Trotz der geschlossenen Bauform, die Außengeräusche merklich dämpft, hält sich die Wärmeentwicklung aber in Grenzen. Und nach einer guten halben Stunde des Tragens bemerkten wir auch die anfänglich leicht drückenden Stellen an Kopfbügel und Ohrmuscheln nicht mehr, so dass wir dem H3 eine gute Ergonomie bescheinigen. Allerdings sollten Sie das H3 aufgrund der beschriebenen Eigenheiten vor einem eventuellen Kauf nach Möglichkeit anprobieren.

Die Verarbeitung ist trotz des verhältnismäßig geringen Gewichts insgesamt solide und das Plastik macht einen stabilen wenn auch nicht hochwertigen Eindruck. Der Mikrofonarm scheint ausreichend flexible und stabil, um auch höhere Abstürze zu überstehen und das Kabel ist genügend dick ummantelt. Nur die winzige Kabelfernbedienung wirkt nicht sonderlich stabil, verrichtet ihre Aufgabe aber problemlos.

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Avatar Frei.Wild
Frei.Wild
#1 | 20. Sep 2011, 13:00
Ich musste ja erst mal schmunzeln als ich mir den Absatz mit dem "Enemy-Location-Mode" durchgelesen habe.
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Avatar HONK!
HONK!
#2 | 20. Sep 2011, 13:07
Als Nächstes kommt die Maus mit Target-Location-Mode... Ach, in der Werbung gibt's so viele tolle Jobs. Sinnlose-Bezeichnung-Erfinder ist aber schon etwas ganz besonders Geiles ;-)
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Avatar savage
savage
#3 | 20. Sep 2011, 13:09
Ich schätze, dass das mit dem Location Mode so gemeint sein könnte:
Man hockt irgendwo rum, dann wird man beschossen, kann aber nicht genau feststellen, woher. Jetzt dreht man einmal rechts leise und hört kein Feuer mehr. Dann dreht man links leise und das Feuergeräusch bleibt.

Resultat: Feuer kommt von rechts.
Fazit: Immer noch ein sinnloses Feature :)
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Avatar Frei.Wild
Frei.Wild
#4 | 20. Sep 2011, 13:15
Zitat von savage:
Ich schätze, dass das mit dem Location Mode so gemeint sein könnte:
Man hockt irgendwo rum, dann wird man beschossen, kann aber nicht genau feststellen, woher. Jetzt dreht man einmal rechts leise und hört kein Feuer mehr. Dann dreht man links leise und das Feuergeräusch bleibt.


Dachte ich eigentlich auch, aber wenn im echten Leben jemand links neben dir Geräusche macht und du hältst dir das linke Ohr zu hörst du das Geräusch ja trotzdem noch mit rechts...nur ein Stück leiser.^^
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Avatar Solospike
Solospike
#5 | 20. Sep 2011, 13:22
Zitat von savage:
Ich schätze, dass das mit dem Location Mode so gemeint sein könnte:
Man hockt irgendwo rum, dann wird man beschossen, kann aber nicht genau feststellen, woher. Jetzt dreht man einmal rechts leise und hört kein Feuer mehr. Dann dreht man links leise und das Feuergeräusch bleibt.

Resultat: Feuer kommt von rechts.
Fazit: Immer noch ein sinnloses Feature :)


und bis man das getan hat, wurde man schon 5x gemessert^^
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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#6 | 20. Sep 2011, 13:25
Ich finde die Lautstärke seperat für jedes Ohr einzustellen sehr praktisch. Zwar nicht für mich selbst, aber für Menschen die auf einem Ohr aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so gut hören können.

Was natürlich nicht für den "eigentlichen Zweck" gedacht war, der ist aber ohnehin ein Witz.
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Avatar Coolstyle
Coolstyle
#7 | 20. Sep 2011, 14:12
"Enemy Location Mode" ? KRASS, ist gekauft..
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#8 | 20. Sep 2011, 16:18
Zitat von HONK!:
Als Nächstes kommt die Maus mit Target-Location-Mode


Das nennt man dann umgangssprachlich Aim-Bot xD
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Avatar 1aSchnitzel
1aSchnitzel
#9 | 20. Sep 2011, 16:48
Aber dennoch ein klasse Marketing Schlagwort. Ob es funktioniert oder nicht ist nebensächlich, es wird sich dennoch positiv in den Verkaufszahlen niederschlagen.
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Avatar Schnick
Schnick
#10 | 20. Sep 2011, 19:25
Da hat sich die Marketing Abteilung von Raptor-Gaming aber wierder was schönes ausgedacht, schade des es leider bei der Unwissenheit vieler Leute funktionieren wird.

Wer sich dafür interessiert wieso 5.1/7.1 oder einfach nur Sourround-Kopfhörer Schwachsinn sind:
http://gaming.beyerdynamic.de/index.php?id =spot-on-technology&type=2

Einmal einen hochwertigen HiFi-Kopfhörer aufgesetzt und ihr wollt nichts anderes mehr=).
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