Sorgenkind Xbox : Während die Hardware-Verkäufe bei Xbox 360 und Xbox One weiter zurückgehen, hofft Microsoft wohl auf die Xbox One S und die Xbox Scorpio. Während die Hardware-Verkäufe bei Xbox 360 und Xbox One weiter zurückgehen, hofft Microsoft wohl auf die Xbox One S und die Xbox Scorpio.

Zum Thema Xbox One ab 269,90 € bei Amazon.de Positive Nachrichten für Anleger: Microsoft konnte im zum 30. Juni 2016 abgelaufenen vierten Quartal seines Geschäftsjahres einen Gewinn von 3,122 Milliarden US-Dollar erzielen.

Im zum Vergleich herangezogenen Vorjahreszeitraum schrieb der Windows-Konzern noch rote Zahlen (3,2 Milliarden US-Dollar). Damals hatte Microsoft jedoch auch 7,6 Milliarden US-Dollar wegen der Übernahme des Handy-Herstellers Nokia abgeschrieben und angekündigt, weltweit 7.800 Mitarbeiter zu entlassen.

Der operative Gewinn lag diesmal bei 3,08 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war es noch ein Verlust in Höhe von 2,053 Milliarden US-Dollar.

Die Microsoft-Aktie legte in der Folge der Veröffentlichung des Finanzberichts zunächst um 3,5 Prozent zu. Zwar kein Vergleich zum sprunghaften Anstieg der Nintendo-Aktie nach dem Erfolg von Pokémon Go, für Microsoft aber dennoch gute Nachrichten.

Xbox-Sparte bleibt durchwachsen

Nicht ganz so positiv fällt der Bericht für die Xbox-Sparte aus: Die Gaming-Einnahmen sanken für Microsoft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 152 Millionen US-Dollar oder neun Prozent. Die Hardware-Verkäufe brachen sogar um satte 33 Prozent ein. Grund dafür sind weniger Konsolen-Verkäufe und zuletzt gesenkte Verkaufspreise. Aus dem Konsolengeschäft aussteigen möchte Microsoft aber dennoch nicht.

Etwas aufgefangen wurde der Negativtrend durch um vier Prozent gestiegene Einnahmen mit Xbox Live. Grundlage des Umsatzwachstums sind hier wohl voluminösere Transaktionen und dadurch höhere Umsätze pro Transaktion.

Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer bei Xbox Live ist um 33 Prozent auf jetzt 49 Millionen angestiegen. Im Vergleich zum dritten Quartal des Microsoft-Geschäftsjahres ist das ein Zuwachs von drei Millionen Nutzern - innerhalb von drei Monaten.

Insgesamt kommt das PC-Geschäft von Microsoft, unter das auch die Xbox-Sparte fällt, auf einen Erlös von 8,9 Milliarden US-Dollar. Im Vergleichszeitraum waren es noch 9,2 Milliarden US-Dollar. Dabei stiegen die Umsätze mit Surface-Tablets und Windows-Verkaufsversionen sogar noch an.

Konkrete Verkaufszahlen für die Xbox One und die Xbox 360 nennt Microsoft übrigens bereits seit geraumer Zeit nicht mehr.

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Aufwind bescheren könnte den Xbox-Verkaufszahlen die anstehende Markteinführung der Slim-Variante Xbox One S. Für 2017 steht zudem die Veröffentlichung der leistungsstärkeren 4K-Konsole Xbox One Scorpio an.

Gegensätze: Cloud-Geschäft und Smartphones

Das Cloud-Geschäft befindet sich weiter im Wachstum. Die Erlöse im Geschäft mit Suchmaschinenanzeigen sind zudem um 16 Prozent gestiegen - als Grund führt Microsoft die steigende Nutzung des neuen Betriebssystems Windows 10 an.

Die Smartphone-Abteilung legt hingegen einen unvergleichlichen Sinkflug hin: Das weitgehend aufgegebene Geschäftsfeld verzeichnet einen Einbruch von 71 Prozent.

Surface 3 - Herstellerbild