Nintendo Wii U

Konsolen   |   Datum: 15.12.2012

Nintendo Wii - Sony und Microsoft lehnten WiiMote-Idee ab.

Der Patentbesitzer hinter der Technik, die die Wii so erfolgreich machte, sagt, dass Sony und Microsoft keinerlei Interesse an der Bewegungssteuerung gehabt hätten.

Von Daniel Feith |

Datum: 19.11.2012 ; 13:38 Uhr


Nintendo Wii : Erfolgskonsole Wii: Sony und Microsoft erkannten das Potential der Technik nicht. Erfolgskonsole Wii: Sony und Microsoft erkannten das Potential der Technik nicht. Die am meisten verkaufte Konsole der letzten Jahre war Nintendos Wii. Der Grund: die innovative Bewegungssteuerung, die eine echte Neuheit war und sich - neben dem vergleichsweise günstigen Preis - ideal als Verkaufsargument für die Wii eignete. Die Manager bei Sony und Microsoft erkannten das ungeheure Potential der Steuerung per Bewegung aber nicht.

Dies berichtet Tom Quinn, dem das Patent für die Steuerungsmethode gehört, in einem Artikel bei CVG. Quinn sagt, er habe die Technik bei Sony und Microsoft vorgestellt und sei dabei nur auf taube Ohren gestoßen. Erst beim dritten Versuch - Nintendo - habe der Pitch geklappt.:

Zwar habe Microsofts Chef Steve Ballmer die Technik gefallen, aber »das Meeting [bei Microsoft] lief schlimm. Die Einstellung, die mir entgegengebracht wurde, war folgendermaßen: Wenn [Microsoft] Bewegungserkennung wollte, würden sie es selbst und besser machen. Sie waren einfach nur unfreundlich.«

Microsoft hat mit Kinect seine eigene Bewegungserkennungstechnik auf den Markt gebracht. Die Technik erzielte bislang zwar respektable Verkaufsergebnisse, wartet aber immer noch auf ihre Killer-Applikation.

Bei Sony lief das Meeting ähnlich. Quinn beschreibt die Reaktion von Ken Kutaragi, dem ehemaligen Sony-Entertainment-Chef:

»Kutaragi kommt rein, stellt sich vor, setzt sich hin und - kein Witz - schließt die Augen, in dem Moment, als ich meine Präsentation beginne. Er hat sie bis zum Ende des Pitches nicht mehr geöffnet. (...) Es war merkwürdig, sehr merkwürdig. Ich habe ihn dennoch um Feedback gebeten und er sagte: 'Können Sie das für 50 Cent bauen?' Ich lachte und verneinte, also ging ich wieder mit leeren Händen nach Hause.«

Sony zog Jahre nach der Wii mit einer Kopie der WiiMote nach, dem PlayStation Move Controller. Auch dieser wartet nach wie vor auf seine Killer-App.

Die neue Nintendo-Konsole Wii U setzt auf einen berührungsempfindlichen Touchscreen-Controller und wird seit einigen Tagen in den USA verkauft. In Europa erscheint das Gerät am 30. November. Hier haben wir die wichtigsten Infos zum Verkaufsstart der Wii U zusammengefasst.

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Avatar DarK1992
DarK1992
#1 | 19. Nov 2012, 13:49
Wow was für unglaublich eibgebildete "Chefs" das ist ja heftig - aber Hauptsache man baut es dann trotzdem nach :D
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Avatar IronsteffL
IronsteffL
#2 | 19. Nov 2012, 13:51
Die Schilderung spiegelt ziemlich deutlich das Auftreten Microsofts und Sonys in der Öffentlichkeit wider. Neue Ideen? Lieber nicht, kosten nur Geld und sind riskant. Aber kaum erschnüffelt man die grünen Scheinchen, ist es auf einmal eine tolle Idee. Auch, wenn ich zumindest in absehbarer Zukunft keine Wii U kaufen werde, wünsche ich Nintendo viel Erfolg damit.
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Avatar Exterminatus
Exterminatus
#3 | 19. Nov 2012, 13:56
Ist doch totaler Müll braucht kein mensch verpiss dich mit deinem Neumodischen dreck.

Kurz darauf

baut das mal nach die machen damit doch kohle

und genau so ists doch in den spielen auch neue ideen? wiso der alte müll verkauft sich doch noch nur kein risiko.

aber auch gut das es von nintendo gekauft wurde wäre es apple gewesen hätten sie doch sofort nen patent auf das komplette system die idee die optik die funktion und sonstwas gelegt ^^
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Avatar Zantos
Zantos
#4 | 19. Nov 2012, 13:59
nunja sony ist ja dann nachgezogen mit move nur nicht mit dem erfolg wie nintendo es hatte
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Avatar IamRight
IamRight
#5 | 19. Nov 2012, 14:02
Das ist zweifelsfrei eine lustige Geschichte, aber Erwähnung sollte auch finden, dass Nintendo diesen Schritt aus purer Verzweiflung gegangen ist. Ihre Konsole war der PS3 und der XBox360 um Lichtjahre hinterher. Die Entscheidung zugunsten von WiiMote fiel, weil man eine frische Idee brauchte, um die völlig veraltete Technik in Szene zu setzen, ohne viele Jahre und Geld in eine Neuentwicklung zu stecken.

So kann es manchmal kommen. Ist aber keine Seltenheit in der Computergeschichte. Man erinnere sich an Apples Maus - ja den Personal Computer an sich!
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Avatar Malsi
Malsi
#6 | 19. Nov 2012, 14:05
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar servana
servana
#7 | 19. Nov 2012, 14:12
Sie haben erstmal abgewartet wie sich das ganze entwickelt und bauen es jetzt in die neuen Konsolen ein. Eigendlich gar nicht mal so blöd, weil sie ihr eigenes Risiko minimiert haben.
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Avatar Saiya
Saiya
#8 | 19. Nov 2012, 14:22
Tja wer wagt, gewinnt :)
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Avatar mrunivil
mrunivil
#9 | 19. Nov 2012, 14:24
Leider ist das häufig so. Damals haben die Leute auch über die Erfindung des Automobils gelacht ;-)
Innovationen werden leider IMMER mit der ersten Frage "Wie viel kostet das?" in Grund und Boden argumentiert.
Deshalb dreht sich die Branche auch jahrelang im Kreis.

Schade eigentlich
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Avatar No1-Obaruler
No1-Obaruler
#10 | 19. Nov 2012, 14:26
Zitat von DarK1992:
Wow was für unglaublich eibgebildete "Chefs" das ist ja heftig - aber Hauptsache man baut es dann trotzdem nach :D
Hey! Sogar die Maus wurde ursprünglich als Schnappsidee von grossen Firmenlenkern abgelehnt: "We can't sell our customers a product that is called ... a mouse". xD


Da erfordert es dann die Brillianz von Leuten die wirklich Ahnung von der Materie haben, Jobs und Gates erkannten das Potential und haben die Maus samt entsprechender Grafischer Benutzeroberfläche von Xerox "geklaut". ;)
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