Nintendo Wii U

Konsolen   |   Datum: 15.12.2012
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Nintendo Wii U im Test | Seite 2

Erste Next-Gen-Konsole oder Kinderspielzeug?

Controller mit Display

Wirklich neu an der Wii U ist der Gamepad-Controller, der aufgrund seines 6,2 Zoll (umgerechnet 15,7 cm) großen Displays in der Mitte eher an eine Handheld-Konsole oder ein Tablet erinnert als an ein klassisches Gamepad. Das im 16:9-Format gehaltene Display löst mit 854x480 Pixeln auf, was eine Pixeldichte von 156 ppi (»Pixel per Inch«) ergibt. Apples Retina-Display beim Apple iPhone 5 bringt es mit 326 ppi auf mehr als das Doppelte, das Samsung Galaxy S3 arbeitet immerhin noch 309 ppi. Die Auflösung des Wii-U-Displays reicht im Test aber aus, um auch kleine Details und Schriften zu erkennen.

Nintendo Wii U : Viele Spiele lassen sich komplett auf dem Gamepad-Display spielen, ohne dass Sie den Fernseher oder Monitor dafür benötigen. Viele Spiele lassen sich komplett auf dem Gamepad-Display spielen, ohne dass Sie den Fernseher oder Monitor dafür benötigen.

Das ist wichtig, da viele Spiele wie etwa Assassin‘s Creed 3 nicht nur Zusatzinformationen wie eine Level-Karte auf dem Gamepad-Display einblenden, sondern sich sogar ohne angeschlossenen Fernseher komplett auf dem Controller spielen lassen! Damit der Datenaustausch zwischen Gamepad und Konsole (Steuereingaben zur Konsole, Videodaten zum Controller-Display) möglichst reibungslos funktioniert, besitzt die Wii U dafür eine eigene WLAN-Verbindung im 5-GHz-Band (Standards: 802.11a/n). Zugang zum Internet gewährt dagegen eine drahtlose Netzwerkverbindung im 2,4-GHz-Band (Standards 802.11b/g/n).

Nintendo Wii U : Im Vergleich zu modernen Tablets wirkt der Wii-U-Controller eher wie ein Kinderspielzeug. Im Vergleich zu modernen Tablets wirkt der Wii-U-Controller eher wie ein Kinderspielzeug. Als Protokoll für die Übertragung der Videodaten nutzt die Wii U den Miracast-Standard, der sich wohl als drahtlose Bildübertragungstechnik in Zukunft durchsetzen wird. Miracast wird unter anderem von Android-Geräten unterstützt, und auch Nvidia hat sich für Miracast entschieden. Vorteil von Miracast ist vor allem die geringe Zeitverzögerung (Latenz) bei der Übertragung, sodass sich der Standard auch gut für Spiele eignet.

Das Display im Alltagstest

Die drahtlose Verbindung zwischen Wii U und Gamepad genügt, um das Bild mit 60 fps an das integrierte Display zu senden (da das Spiel selbst auf der Konsole berechnet wird) und funktioniert sehr stabil. Werden mehr als ein Gamepad-Controller mit der Wii U verbunden (in Zukunft sollen es bis zu vier sein, zum Zeitpunkt des Tests gibt es den Tablet-Controller noch nicht einzeln zu kaufen), verringert sich laut Nintendo die Bildwiederholrate.

Bei zwei Gamepads sind es noch 30 fps pro Pad, bei vier praktisch unspielbare 15 fps. Im Test klappt die Kommunikation innerhalb eines Raumes problemlos. Auch im Raum nebenan bleibt die Übertragung in der Regel stabil, zumindest bei nicht allzu dicken Innenwänden. Weiter reicht die WLAN-Verbindung aber nicht und es kommt zu Aussetzern, sodass wir nicht ohne Weiteres in der Küche oder auf dem Klo weiterspielen können.

Als Touchscreen fungiert das Display ebenfalls, allerdings reagiert es auf Druck (»resistiver Touchscreen«) und nicht wie bei Smartphones auf eine durch die Berührung mit dem Finger hervorgerufene Änderung der angelegten Spannung (»kapazitiver Touchscreen«). Für exaktere Eingaben als mit den Fingern möglich oder das Zeichnen von Bildern beziehungsweise Handschrift steckt hinten im Gamepad noch ein kleiner Stift. Die Eingabe per Finger oder Stift funktioniert in der Praxis gut, Gesten mit mehreren Fingern gleichzeitig wie von Smartphones und Tablets gewohnt funktionieren aber nicht. Das wirkt auf uns ziemlich altbacken, zumal kapazitive Touchscreens seit dem ersten iPhone von 2007 Standard sind.

Nintendo Wii U : Das nicht entspiegelte Display reflektiert in hellen Umgebungen störend. Solange nicht direkt Licht darauf fällt, lässt sich das mit einem Erhöhen der Display-Helligkeit aber teilweise auffangen. Das nicht entspiegelte Display reflektiert in hellen Umgebungen störend. Solange nicht direkt Licht darauf fällt, lässt sich das mit einem Erhöhen der Display-Helligkeit aber teilweise auffangen.

In hellen Umgebungen spiegelt das Display spürbar, bei direktem Lichteinfall erkennen wir im Test so gut wie gar nichts mehr. Hellen Umgebungen lässt sich mit einer Erhöhung der Display-Helligkeit aber zum Teil entgegenwirken, allerdings sinkt dadurch die sowieso schon nicht berauschende Akkulaufzeit des Controllers auf bis zu zwei Stunden. Bei mittlerer Helligkeit läuft der Controller dagegen zwischen vier und fünf Stunden, bis er wieder ans Netz muss. Die Blickwinkel des Displays gehen insgesamt in Ordnung. Zum Aufladen nutzen Sie entweder den bei der Wii U Premium mitgelieferten Controller-Ständer oder Sie schließen das separat mitgelieferte Netzteil für den Controller direkt an der Stirnseite des Gamepads an und können während des Ladens weiter spielen, die Bewegungsfreiheit ist dann aber entsprechend eingeschränkt. Ein Laden an USB-Ports funktioniert nicht, da der Anschluss am Gamepad nur mit der Wii U kompatibel ist.

Steuerelemente

Das Gamepad der Wii U verfügt über die klassischen Steuerelemente: Zwei Analog-Sticks, von denen die Daumen trotz der nach oben gewölbten Pilzform dank der griffigen Oberfläche im Gegensatz zum Gamepad der Playstation 3 kaum Abrutschen. Ein digitales Steuerkreuz sowie vier Feuer- und vier Schultertasten, die allesamt digital ausgelegt sind. Analoge Trigger, die vor allem bei Rennspielen dosiertes Beschleunigen und Bremsen erlauben, besitzt das Gamepad nicht – wieder ein Aspekt, den die Konkurrenz schon seit Jahren bietet. Auch die Anordnung der vier Feuertasten links unterhalb statt rechts oberhalb des rechten Analog-Sticks ist gewöhnungsbedürftig, da sie der klassischen Gamepad-Anordnung widerspricht.

Nintendo Wii U : Die klassischen Steuerelemente funktionieren gut, auch wenn die Position der Feuertasten ungewohnt ist.

Stick und Feuertasten
Die klassischen Steuerelemente funktionieren gut, auch wenn die Position der Feuertasten ungewohnt ist.

Eine Rumble-Funktion ist dafür integriert, im Vergleich zu den Pads von Xbox 360 und Playstation 3 fällt diese im Test aber ziemlich schwach aus, was Atmosphäre kostet. Ein Start- und Select- sowie ein Home-Button (Rückkehr zum Menü) und ein Ein-/Aus-Schalter komplettieren den Knöpfe-Reigen. Auch die integrierten Bewegungssensoren lassen sich zur Steuerung von Spielen verwenden, etwa zum Ändern des Sichtwinkels. An der Stirnseite befindet sich außerdem ein kleiner Schieberegler zum Regeln der Lautstärke der ins Pad integrierten Mini-Lautsprecher (oder wahlweise eines angeschlossenen Headsets).

Im Spieletest liegt das Gamepad trotz seiner Größe von rund 26 x 13 cm dank der sich an der Unterseite herauswölbenden Griffwulste angenehm in der Hand, und auch das verhältnismäßig geringe Gewicht von 491 Gramm trägt dazu bei – selbst nach mehreren Stunden war uns das Pad nie unangenehm. Die Analog-Sticks und Feuertasten funktionieren präzise und schalten mit angenehmem Druckpunkt. Und das digitale Steuerkreuz ist dem von Playstation-3- und Xbox-360-Controller hinsichtlich der Präzision sogar überlegen.

Nintendo Wii U : Der separat erhältliche Wii U Pro Controller ohne Display kostet rund 45 Euro und bietet alle gewohnten Bedienelemente in ähnlicher Anordnung wie beim Tablet-Controller. Das digitale Steuerkreuz ist sehr gut gelungen.

Wii U Pro Controller Schwarz
Der separat erhältliche Wii U Pro Controller ohne Display kostet rund 45 Euro und bietet alle gewohnten Bedienelemente in ähnlicher Anordnung wie beim Tablet-Controller. Das digitale Steuerkreuz ist sehr gut gelungen.

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Avatar .Isaac.
.Isaac.
#1 | 15. Dez 2012, 14:18
Wenn das Teil mal (in wahrscheinlich absehbarer Zeit) eine Preisreduzierung bekommt und Titel wie Zelda oder Metroid endlich umgesetzt werden, DANN und das auch nur vllt. überleg ich mir den Kauf. Momentan ist es leider nur ein Witz. Schade, Nintendo...
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Avatar outofcontrol84
outofcontrol84
#2 | 15. Dez 2012, 14:20
Ganz nett, aber doch mehr Spielzeug und die Zielgruppe ist auch unter 18 angesiedelt. ZombieU hätte mich gereizt, besonders in Kombination mit dem GamePad. Aber da ist auch nicht so richtig der Funke übergesprungen. Ich hab die WiiU meiner Nichte zu Weihnachten gekauft und werde am Heiligen Abend ein paar Ruden Super Mario mit ihr zocken, aber ich persönliche fühle mich weder vom Konzept der Konsole, noch von dem derzeitigen Spielerepertoire angesprochen.
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Avatar outofcontrol84
outofcontrol84
#3 | 15. Dez 2012, 14:21
@Isaac

Volle Zustimmung!
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Avatar MMorpg-Fan
MMorpg-Fan
#4 | 15. Dez 2012, 14:37
Ich versteh nicht, warum Nintendo nicht einfach NOCH MEHR und NOCH mehr software aus eigenem Hause rausballert. jedes jahr ein nintendo spiel reicht einfach nicht aus..

getreu dem motto. Ich wäre auch mit nur reinen Nintendo exklusivtiteln zufrieden, wenn es genug davon gäbe.
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Avatar Effigy
Effigy
#5 | 15. Dez 2012, 14:41
Zitat von Black_Shadow:
ich find die wii u toll würde sie wieder kaufen und wer grafik will sollte auf Konsolen verzichten und sich einen gescheiten pc kaufen auch eine ps4 oder x box 720 wird bei markteinführung schon technisch veraltet sein gegen einen pc nintendo macht das richtig 97 Millionen verkaufte wii s bestätigen das nur und da war die grafik würklich grotig ^^


Die Wii hat auch einen großen Mehrwert geboten - eben die Bewegungssteuerung. Bis auf einen Bildschirm im Gamepad (auf den ich gut verzichten kann) erkenne ich bei der Wii U genau 0 Mehrwert. Es sei denn, ich will unbedingt Mario und Link spielen.
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Avatar RangerOfDead
RangerOfDead
#6 | 15. Dez 2012, 14:43
Leider scheint ie neue Wii U aber in Spielen auch seeeeehr penetrant zu sein, wenn ich schon sehe das bei Super Mario U nach JEDEM Level nen Fenster aufpoppt das mich fragt ob ich meinen "Erfolg" im Miiverse posten will, mach ich mir Gedanken. Technisch ist das Ding zwar hinter her, aber das war die Wii ja auch schon und Nintendo will auch gar nicht das Grafikwunder sein.
Ich glaube allerdings immer noch das der Tablet-Controller eher hinderlich sein wird als Hilfreich, wenn z.B. die Karte auf dem Bildschirm im Controller liegt muss ich alle Nase lang prüfen was auf 2 Bildschirmen passiert, auch Tasten auf dem Touchscreen halte ich für weniger Sinnvoll, da man nicht merkt auf welcher Taste der Finger gerade ruht bzw. ob ich schon wieder eins zu weit nach links oder rechts gerutscht bin.
Das Letzte Problem ist eindeutig der Preis, 300€ ist mir echt zu viel, zumal da noch gar nichts dabei ist.
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Avatar BigTroubleInLittleChina
BigTroubleInLittleChina
#7 | 15. Dez 2012, 14:52
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
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Aiphares
#8 | 15. Dez 2012, 14:55
Arkham City 15FPS...nuff said?
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Avatar C3LLoX
C3LLoX
#9 | 15. Dez 2012, 14:55
Was zum .. ?
Als Pluspunkt wird angesehen: "Grafik auf dem Niveau von Playstation 3 und Xbox 360"
Und als Minuspunkt: "3D-Leistung nur auf dem Niveau der mehr als fünf Jahre alten Konkurrenz"

Etwas paradox.
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Avatar xTalantica
xTalantica
#10 | 15. Dez 2012, 14:55
Na so was die Konsole ist billiger als ein PC hat aber trotzdem eine schlechtere Grafik! Frechheit :-)
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