Corsair Raptor M45 : Der optische Sensor der M45 erreicht maximal 5.000 dpi. Über die beiden Tasten unter dem Mausrad können Sie die dpi-Zahl auch während des Spielens ändern. Der optische Sensor der M45 erreicht maximal 5.000 dpi. Über die beiden Tasten unter dem Mausrad können Sie die dpi-Zahl auch während des Spielens ändern.

Vor der Übernahme durch Corsair im Jahr 2012 war Raptor Gaming vor allem für günstige Spieler-Hardware bekannt. Diesen Ruf will Corsair mit der »Raptor«-Reihe weiter am Leben erhalten, zu der auch die Corsair M45 im Test gehört. Sie ist das Maus-Flaggschiff der Reihe und will trotz des vergleichsweise günstigen Preises von etwa 45 Euro sowohl mit hoher Präzision als auch guter Ausstattung glänzen.

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Präzision

Corsair verwendet bei der Raptor M45 den Pixart-PMW3310-Sensor, der auch in anderen Mäusen wie der Steelseries Rival zum Einsatz kommt. In der Rival erreicht der Sensor mit maximal 6.500 dpi zwar 1.500 dpi mehr als in der M45, das ist in der Praxis allerdings vernachlässigbar, weil wohl die wenigesten mit einer so hohen Mausempfindlichkeit spielen. Die Präzision des Sensors ist genau wie bei der Rival extrem hoch, auch schnelle Mausbewegungen werden von der Raptor M45 stets genau und zuverlässig umgesetzt.

Alle sieben Tasten der Corsair Raptor M45 haben einen knackigen Druckpunkt, die Erreichbarkeit stimmt mit einer Ausnahme ebenfalls. Wie bei vielen anderen Mäusen auch ist die untere der beiden Tasten hinter dem Mausrad nur mit leichten Verrenkungen zu betätigen. Wenn Sie die Tasten zum schnellen Wechseln der dpi-Zahl bei Spielen nutzen wollen, kann das durchaus ein störender Nachteil sein. Andere Lösungen wie etwa im Falle der Logitech G402, wo diese Tasten im äußeren, vorderen Breich der linken Maustaste untergebracht sind, gefallen uns besser.

Corsair Raptor M45 : Bedingt durch die Position der anpassbaren Gewichte wird der Schwerpunkt der Maus bei ungleichmäßiger Beladung nach vorne oder hinten verschoben. Bedingt durch die Position der anpassbaren Gewichte wird der Schwerpunkt der Maus bei ungleichmäßiger Beladung nach vorne oder hinten verschoben.

Technik

Bei der verbauten Hardware hat Corsair nicht gespart. Die Omron-Schalter unter den Maustasten haben eine voraussichtliche Lebensdauer von 10 Millionen Klicks und halten damit zumindest auf dem Papier etwa doppelt so lange wie viele Konkurrenzprodukte. Die Genauigkeit des Pixart-PMW3310-Sensors auf der Unterseite können Sie in 50er-Schritten von 50 bis zu 5.000 dpi einstellen, dadurch sollte sich für jeden Spieler die passende Sensitivität finden lassen. Genau wie bei der Steelseries Rival hat aber auch der Sensor der M45 Probleme, mit manchen Glasunterlagen Bewegungen korrekt umzusetzen. Bei den gängigeren Stoff- und Plastikunterlagen ist das nicht der Fall.

Corsair Raptor M45 : Mit aktiviertem »Mausführungsassintenten« fällt es leicht, perfekte Geraden zu zeichnen. Mit aktiviertem »Mausführungsassintenten« fällt es leicht, perfekte Geraden zu zeichnen. In der Treibersoftware können Sie den Sensor noch weiter an Ihre Bedürfnisse anpassen und etwa die Empfindlichkeit der X- und Y-Achse unabhängig voneinander einstellen. Auch die »Lift-Off-Distance« (»LOD«) lässt sich hier festlegen, also die Entfernung zwischen Maus und Untergrund, ab der der Sensor keine Bewegungen mehr an den PC sendet. Gerade wenn Sie mit niedrigeren dpi-Einstellungen spielen und die Maus dementsprechend viel bewegen, sollten sie hier die Option »Minimal Höhe« wählen, um ein Verwackeln des Cursors beim Umsetzen der Maus zu verhindern.

Wenn Sie im Treiber den »Mausführungsassistent« deaktivieren, gibt die Corsair Raptor M45 alle Befehle direkt und ohne spürbare Verzögerungen oder Veränderungen an den Computer weiter. Aktivieren Sie dagegeb die Linienbegradigung, greift die M45 aktiv in die Linienführung der Maus ein, um Bewegungen zu begradigen. Das klappt in der Praxis ziemlich gut und kann beim Arbeiten mit Grafikprogrammen Vorteile bringen, wenn es aber in Spielen auf pixelgenaues Aiming ankommt, sollten sie die Funktion lieber deaktivieren.

Verarbeitung

Die Corsair Raptor M45 teilt sich ihre Gehäuseform zwar mit der teureren Corsair Vengeance M65, allerdings ist die Basis bei der M45 nicht aus Aluminium, sondern aus einfachem Kunststoff. Trotzdem macht die M45 mit ihrem hochwertigen Aluminium- Mausrad und dem textilummantelten Kabel insgesamt einen wertigen Eindruck. Wie bei vielen anderen Corsair-Produkten ist der USB-Stecker selbst rot gefärbt, wodurch Sie ihn leicht unter den Mainboard-Anschlüssen identifizieren können.

Die Raptor M45 ist fast identisch geformt wie die etwas teurere M65, allerdings besteht die Basis der M45 nicht aus Aluminium und die Sniper-Taste auf der linken Seite fehlt.