Für Anwender wird sich in den kommenden Monaten das Spiel wiederholen, das sie schon von VHS/Betamax, beziehungsweise DVD+ und DVD- her kennen: Die Wahl zwischen zwei miteinander konkurrierenden Media-Formaten. Diesmal steigen Blu-ray und HD-DVD in den Ring. Seit Monaten versuchten unter anderem Sony (Blu-ray-Lager) und Toshiba (HD-DVD) hinter den Kulissen, beide Formate in einen gemeinsamen Standard zusammenzuführen, doch die Gespräche sind nun offenbar endgültig gescheitert, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die japanische Zeitung Yomiuri.

Demnach war keine der beiden Seiten zu Zugeständnissen bereit, zudem sei die Zeit knapp geworden, die nach einer Einigung nötig gewesen wäre, um vor der Veröffentlichung der beiden neuen Formate ein einheitliches Produkt an den Start zu bringen.

Für Toshiba hätte laut der Zeitung einen Einigung bis spätestens Ende August erfolgen müssen, dann nämlich beginne die Entwicklung der Software für HD-DVD-Player, die Ende des Jahres erscheinen sollen. Sony hingegen war der Ansicht, dass es bereits mit dem Scheitern der Gespräche im Mai dieses Jahres schwierig geworden sei, noch rechtzeitig eine Einigung zu erzielen.

Dennoch ließen beide Unternehmen verlauten, dass ein einheitliches Format noch immer im Bereich des Möglichen sei. Böse Zungen könnten dazu natürlich behaupten, dass dieses sehr schnell kommt, sobald sowohl Blu-ray- als auch HD-DVD-Produkte aufgrund der Unsicherheit der Verbraucher wie Blei in den Regalen liegen bleiben.
(PCWelt.de / Markus Pilzweger)