AMD : Halbleiter-Produzent AMD zeigt mit dem neu vorgestellten Geode-Layout, dass die Größe wohl doch irgendwie entscheidend sein kann. So sollen mit dem Formfaktor Mini-PCs in Größe einer Brotzeitbox realisierbar sein.

Wenn man jedoch ein wenig auf die technischen Spezifikationen eingeht, wird schnell klar, dass es sich hier nicht um einen Mini-PC im konventionellen Sinn handeln kann; dafür sind die eingebauten Gerätschaften einfach zu langsam. Der Geode GX 466 @ 0.9W Prozessor benötigt zwar sehr wenig Leistung, taktet aber auch nur mit 333 MHz; für Spieler weitaus zu wenig. Desweiteren soll eine 10 GB große Festplatte auf 3,5-Zoll Basis und eine VGA-Einheit, die Auflösungen von bis zu 1600x1200 zulässt, verbaut sein. An letzteres können CRT und TFT-Bildschirme angeschlossen werden, nähere Details zur Grafikeinheit sind aber noch nicht bekannt.

Eine integrierte Ethernetkarte (10 und 100 MBit/s) soll den Rechner ans Internet und ins interne Netzwerk verbinden können; Peripheriegeräte können via USB 2.0-Anschlüssen verbunden werden. Bei der Betriebssystemwahl wird Windows CE, XPe und Linux unterstützt.

Fasst man nun alle diese Eigenschaften zusammen bleibt unterm Strich ein besserer PDA übrig; ohne integriertes Display versteht sich. Zum Schreiben, Internet surfen und Musik hören wird es das Gerät tun; bei rechenintensiven Prozessen wie aktuelle 3D-Spiele oder gar 3D-Rendering wird ein Geode-PC schlapp machen. So wird man diese sehr stromsparenden Geräte (6 Watt Verbrauch bei Belastung) möglicherweise in Büros oder bei genügsamen Kunden finden. Für den ambitionierten Spieler wird eine angeblich rund 300 US-Dollar teure Brotzeitbox jedoch kaum die erste Wahl sein.