Intel : "Übertakten kann gefährlich sein und führt zum Verlust der Garantie!" - so oder ähnlich bekommt man es in den meisten Fällen von den Herstellern von Prozessoren zu hören. Soweit auch richtig. Dass aber so mancher Bastler die Warnung in den Wind schlägt, um noch ein paar Megahertz aus der CPU herauszukitzeln ist ebenso keine Seltenheit mehr. Wie es aussieht ist Intel nun selbst auf den Geschmack gekommen: Gavin Stanley und sein Team, Spezialisten für Wärmeentwicklung bei Intel, bauen fieberhaft an einer eigenen Wasserkühlung, um aus dem Pentium Extreme das letzte herauszuholen.

Das erklärte Ziel lautet: Leicht installierbare, zuverlässige und effiziente Kühlungmethode entwickeln. Das erste Ergebnis davon: Der Prototyp des Advanced Liquid Cooling Systems. Bestehend aus einem Kupferblock, der auf der CPU sitzt, einem 120mm Lüfter und Metalrohren, durch die das Wasser fließt soll das Kühlsystem einen Pentium Extreme Edition mit 3,8 GHz problemlos auf 5,01 GHz bekommen. Dabei werden sowohl RAM als auch der FSB übertaktet. Die Temperatur der CPU soll dabei stetig auf 62°C gelegen haben; absolut in Ordnung für ein High-End-System.

Schon in einigen Wochen sollen die ersten Testexemplare für den ATX und BTX-Formfaktor Intel verlassen. Einige Zeit später kann dann auch der Hobby-Übertakter für rund 50 Euro zugreifen, sofern alles klappt. Wie es bei der Garantie aussieht, steht jedoch noch nicht fest.