ATI : ATIs kommende GPU R600 könnte so manchen Kritiker überraschen. Obgleich der Chip DirectX 10 und das Shader Model 4.0 unterstützen wird, scheinen die Kanadier ein großes Augenmerk auf die Leistung unter DirectX 9.0c zu legen. So soll der Grafikprozessor DX9-Titel mindestens so schnell darstellen können, wie später folgende DX10-Spiele.

Trotz der neuartigen Unified Shader-Architektur soll es keine Leistungseinbußen bei Software geben, die nicht darauf ausgelegt ist. So soll es eine Zwischeninstanz geben, die entscheidet, ob die vorliegende Information in den Bereich "Pixel", "Vertex" oder "Geometrie" gehört und diese in adäquater Geschwindigkeit an eine entsprechende Pipeline weiterleitet. Dieser Prozess soll aber kaum merklich sein. Desweiteren könnten die extrem hohen Taktraten von Chip und Speicher ein großer Vorteil sein, um den G80 von Nvidia zu schlagen. Doch gerade über den G80 ist bislang nur sehr wenig bekannt; Grund dafür könnte die kürzlich veröffentlichte Geforce 7950 GX2 sein, auf die sich die Konzentration zentrieren soll.

Ganz nebenbei erwähnt ATI auch, dass der R600 einen neuartigen Kühler spendiert bekommen soll. Im Vergleich zu den G70-Kühlern von Nvidia konnten die Rotoren auf R580-Chip ziemlich laut werden. Diesen Makel will ATI mit der kommenden GPU-Generation ausmerzen und somit auch Freunde von leisen Systemen glücklich stimmen.