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Kanada schließt Parodie-Webseiten - Zwei Seiten als Ziel, 4.500 Seiten offline

Die beiden Webseiten enviro-canada.ca und ec-gc.ca machten sich in einer Parodie über die »schreckliche« kanadische Umweltpolitik und den Klimagipfel in Kopenhagen lustig.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 03.01.2010 ; 14:57 Uhr


Kanada schließt Parodie-Webseiten : Kanada Kanada Für deutsche Internetnutzer ist dieser Fall interessant, weil beide Webseiten bei dem deutschen Provider Serverloft gehostet wurden. Die kanadische Regierung verlangte von Serverloft, die Seiten zu entfernen und sogar, in Zukunft keinerlei Webseiten auf seinen Servern zuzulassen, die sich mit Umweltschutz beschäftigen.

Die Reaktion von Serverloft: Man nahm einen ganzen Block von IP-Adressen offline und damit mehr als 4.500 weitere Webseiten, die mit den Parodien überhaupt nichts zu tun hatten und das ohne jeglichen Gerichtsbeschluss.

Zwar wurden die anderen Webseiten inzwischen wieder freigeschalten, doch wie die betroffene Seite The Secrets of Vancouver meldet, behauptet Serverloft, man habe den IP-Block wegen Phishing-Seiten vom Netz genommen und könne nicht jeden betroffenen Kunden deswegen benachrichtigen, da man sehr schnell reagieren müsse.

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Avatar Hatschi18
Hatschi18
#1 | 03. Jan 2010, 15:10
Soll man darüber nun lachen, weinen oder sich an den Kopf fassen?! Mir ist zu allem drei zumute.
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RTR494
#2 | 03. Jan 2010, 15:16
Kanada + Umweltpolitik = 0 interesse
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NoProff
#3 | 03. Jan 2010, 15:25
Als Zahlender Kunde hätte ich denen den Vertrag gekündigt, wenn sie mir den Webspace offline genommen hätten.

Aber mein Webspace wäre wohl eh mittlerweile wegen extremer Gewalverherrlichung von deutschen Behörden gesperrt (hab es aber kommen sehn und den Vertrag net verlängert), also eh egal. :ugly:
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NoProff
#4 | 03. Jan 2010, 15:42
Zitat von Zele:
Da weiß man zumindest vorher schon, dass ständig auf alle möglichen Arten in die FreieMeinungsäußerung und die Rechte Dritter eingegriffen wird....

Weis man doch in den so genannten Demokratien auch.

Man darf geldgeilen Schleimscheißern seine Stimme geben damit sie dem Großkapital helfen das Maximum aus der Volkswirtschaft heraus zu pressen. Alles andere ist Nebensache, wenn alle Stricke reißen dürfen die Polizisten eben die Demonstranten grün und blau prügeln bis Ruhe is.
Besonders Aufmüpfige werden in eine Hexenjagt mit einbezogen und vor den Kadi gezerrt bis sie sosehr mit Schmutz beworfen wurden, daß niemand ihnen mehr Gehör schenken will.

Man kann auch ohne geziehlte Tötungen eine Diktatur führen, nennt sich dann eben freier Kapitalismus.
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Avatar Dela
Dela
#5 | 03. Jan 2010, 17:28
Was war so schlimmes an den betroffenen Seiten die sich mit dem "Umweltschutz" beschäftigten? Wie wäre es, wenn man auch die Hintergründe des Geschehens ablichtet wenn man so eine News schreibt? Damit man wenigstens auch weiß WARUM?
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Avatar lamor200
lamor200
#6 | 03. Jan 2010, 17:51
das warum ist doch völlig egal
die sauerei ist doch das ohne gerichtsbeschluss immer wieder seiten vom netz getrennt werden!
Nur weil einem staat das nicht gefällt...
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Avatar kylroy
kylroy
#7 | 03. Jan 2010, 18:25
überrascht einen nur wenn man noch an die real existierende demokratie glaubt...
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Avatar Deiongael
Deiongael
#8 | 03. Jan 2010, 18:44
Zitat von News:

Zwar wurden die anderen Webseiten inzwischen wieder freigeschalten


Freigeschaltet.

@Topic: Komische Sache. Was haben denn die Betreiber der anderen Webseiten dazu gesagt?
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Avatar Baru
Baru
#9 | 03. Jan 2010, 18:48
Zitat von lamor200:
das warum ist doch völlig egal
die sauerei ist doch das ohne gerichtsbeschluss immer wieder seiten vom netz getrennt werden!
Nur weil einem staat das nicht gefällt...


Das Warum ist nicht vollkommen egal. Wenn die Website zum Beispiel mit Hoheitszeichen von Kanada hantiert oder ähnliches. Wenn dies nicht als eindeutige Satire erscheint, muss auch eine Demokratie irgendwie dagegen vorgehen. Es ist letztlich dann nicht anderes, als wenn eine Zeitung auf einmal gefälschte Dokumente mal eben abdruckt.

Ein Gerichtsbeschluss aus Kanada wiederum hätte für einen deutschen Betreiber eh keinerlei Bedeutung, der Anbieter hat sich jedoch in diesem Fall ohne Zögern dazu entschieden, der Bitte der kanadischen Regierung Folge zu leisten, warum auch immer er das genau getan hat.

Ich will nicht sagen, dass der Betreiber richtig gehandelt hat. Wenn 4500 Seiten offline sind (waren), hat der Betreiber erstmal ziemlichen Unsinn gemacht.
Und ich will auch nicht sagen, dass die Regierung mit ihrer Aktion Recht hat. Aber was in den News drinsteht, reicht für keine wirkliche Meinung zu der Situation, dazu ist die News zu ungenau.
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Avatar Pyri
Pyri
#10 | 03. Jan 2010, 21:45
Unfassbar
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