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SuperMUC - Weltschnellster Rechner für Bayern?

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften in München hat bei IBM einen neuen Supercomputer mit dem Namen SuperMUC in Auftrag gegeben, der mit 14.000 Prozessoren ausgestattet sein soll.

Von Andrea Maurer |

Datum: 14.12.2010; 15:15 Uhr


SuperMUC : Für die enorme Leistung von 3,0 Petaflops des Supercomputers sorgen satte 14.000 Xeon-Hochleistungs-Prozessoren von Intel sowie ein 320 Terrabyte großer Arbeitsspeicher. Ein Xeon-Prozessor wird vorraussichtlich über acht Prozessorkerne verfügen, wodurch der SuperMUC also ingesamt 112.000 einzelne Prozessorkerne besitzen dürfte. 3,0 Petaflops, das sind 3.000 Teraflops und 3.000.000 Gigaflops. Die Einheit Flops gibt an wie viele Gleitkommazahl-Operationen (Additionen oder Multiplikationen) ein Prozessor oder ein gesamtes Server-System in der Sekunde maximal durchführen kann. Bei Rechensystemen gibt man die Leistung für gewöhnlich in der Einheit Flops an, da die sogenannten »Supercomputer« fast ausschließlich reine Rechenaufgaben durchführen (im Bereich der Forschung beispielsweise) und im Gegensatz zu Desktop-Rechnern meist nicht für Spiele oder Multimedia verwendet werden.

Im Desktopbereich bräuchte man umgerechnet fast 60.000 Rechner mit Intel Core i7-965 oder sogar rund 120.000 Computer mit dem mittelklassigen Intel Core i5-650, um auf dieselbe Prozessorleistung zu kommen. Die hohe Leistung schlägt sich aber auch im Stromverbrauch nieder: Geht man von beispielsweise von einem sechskernigen Intel Xeon X5680 aus, der unter Volllast um die 130 Watt verbraucht, beliefe sich die Leistungsaufnahme des SuperMUCs auf stolze 1,8 Millionen Watt. Wobei das lediglich der Stromverbrauch der Prozessoren ist, die Leistungsaufnahme anderer Komponenten wie Mainboard, Festplatte oder Arbeitsspeicher sind in diesem Wert noch nicht inbegriffen.

SuperMUC : Ein solch gewaltiger Supercomputer will ebenfalls ordentlich gekühlt sein. IBM wird dabei vermutlich zum »Aquasar«-System greifen. Im Grunde nichts anderes als eine riesige Wasserkühlung. Neu ist allerdings, dass das durch die Prozessorabwärme erhitzte Wasser nicht einfach nur abkühlt, sondern stattdessen anderweitig genutzt werden soll, etwa zum Heizen von Gebäuden. Somit wäre der SuperMUC nicht nur schnell, sondern auch umweltfreundlicher als viele seiner Zeitgenossen.

Wie viel der neue Supercomputer kosten wird, ist noch nicht ganz klar, vorsichtigen Schätzungen zufolge dürften sich die Gesamtkosten auf rund 135 Millionen belaufen.

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Avatar redemtion
redemtion
#1 | 14. Dez 2010, 16:40
Krass! Mal sehen, was die mit der Rechnerleistung alles anstellen.
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Avatar FaustinderFresse
FaustinderFresse
#2 | 14. Dez 2010, 17:34
To Do-List:
-Auf SuperMUC Tetris spielen :D :D
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#3 | 14. Dez 2010, 17:38
Ganz ohne GPUs? Hätte ich jetzt nicht gerechnet und 21 Millionen finde ich ehrlich gesagt sogar relativ wenig, die scheinen ja weniger als nen 980 zu kosten und sind trotzdem schneller.
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Avatar BudFan
BudFan
#4 | 14. Dez 2010, 17:59
Die wärmen die Gebäude mit der Prozessorwärme! Naja, desto mehr die Berechnen müssen, desto wärme wird es. Aber was berechnen die den mit diesem Super-PC eigentlich?
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Avatar Killererpel
Killererpel
#5 | 14. Dez 2010, 18:18
@BudFan mit so einer Rechenleistung kann man z.B. das Wetter berechnen oder wird zur Krebsforschung eingesetzt es gibt massig sachen die man in der Forschung berechnen kann.
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Avatar the.joshka
the.joshka
#6 | 14. Dez 2010, 18:22
Hut ab, nicht schlecht. Fehlen nur noch knapp 10 HD 5870 und man kann Gothic 3 fast ruckelfrei spielen - vorausgesetzt man hat die ganzen Patches installiert.
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Avatar Nox2010
Nox2010
#7 | 14. Dez 2010, 18:28
Zitat von Killererpel:
@BudFan mit so einer Rechenleistung kann man z.B. das Wetter berechnen oder wird zur Krebsforschung eingesetzt es gibt massig sachen die man in der Forschung berechnen kann.


Die Angabe mit dem Wetter ist nicht unbedingt falsch, aber auch nicht ganz richtig. Es wird zu bezweifeln sein, ob dieser Rechner für Klimamodelle benutzt wird. Dafür wäre eher der Deutsche Wetterdienst oder der Geoinformationsdienst der Bundeswehr verantwortlich. Am Ehesten werden wohl medizinische Probleme berechnet oder solche "banalen" Dinge wie die Kollision zweier Galaxien, wie unlängst mit dem aktuellen Rechner. Das läuft dann auf fluiddynamische Modelle hinaus.

Was der Artikel leider auch nicht sagt, ist die Tatsache, dass bereits mit dem aktuellen Rechner die Heizung der angeschlossenen Gebäude unterstützt wird.

Hier gibts noch ein paar Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/SuperMUC
Außerdem bekommt man dann auch die Info, wer den Rechner betreibt und wo er aufgebaut wird, nämlich am Leibniz-Rechenzentrum.
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#8 | 14. Dez 2010, 18:45
So etwas nach Bayern stellen ist auch eine Verschwendung.
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Avatar matt.berger
matt.berger
#9 | 14. Dez 2010, 18:52
Zitat von mauerbluemchen:
So etwas nach Bayern stellen ist auch eine Verschwendung.


Wieso? Darf man in Bayern nicht forschen ?
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Avatar low ping
low ping
#10 | 14. Dez 2010, 18:55
Zitat von FaustinderFresse:
To Do-List:
-Auf SuperMUC Tetris spielen :D :D

Füge hinzu: Und eine Mega Lan-Party :D
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