Apple-Zulieferer Foxconn : Immer wieder stand der Auftragshersteller Foxconn, der für fast alle großen Unternehmen produziert, aufgrund von Selbstmorden mehrerer Mitarbeiter und extrem schlechten Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen. Wie Digitaltrends meldet, dürfte sich das auch so schnell nicht ändern. Bei einem Treffen mit Managern erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende von Foxconn, dass Hon Hai, der Mutterkonzern, weltweit über eine Million Mitarbeiter hätte. Da Menschen auch Tiere seien, verursache ihm sein Job als Manager von einer Million Tiere Kopfschmerzen, er habe daher auch schon den Direktor des Zoos in Taipeh, Taiwan, nach Tipps gefragt, wie man mit Tieren umgeht.

Ob es sich dabei um einen »Scherz« handelte, der durch die Übersetzung anders klingt als gedacht, ist nicht bekannt, doch laut Digitaltrends sind die Arbeitsbedingungen bei Foxconn alles andere als lustig. In einer Fabrik, die ausschließlich Macbooks, iPhones und iPads für Apple herstellt, schlafen die Mitarbeiter in gerade einmal knapp 13,5 Quadratmeter großen Räumen mit 15 aufeinander gestapelten Betten. Sie atmen beim Reinigen von iPhone-Bildschirmen das nervenschädigende Hexan ein, was bereits durch zitternde Hände bei einigen Mitarbeitern sichtbar sei. Andere Schädigungen wie das Carpal-Tunnel-Syndrom durch sich ständig wiederholende Arbeiten führen wie schwere Verletzungen oder Beschwerden zur Entlassung.

Die Arbeitszeit beträgt 12 Stunden am Tag, sollte Apple jedoch ein neues Produkt vorstellen, sind bis zu 16 Stunden üblich. Während der Autor Mike Daisey die Fabrik besuchte, starb ein Arbeiter nach einer 34-Stunden-Schicht. Rund fünf Prozent der Mitarbeiter, mit denen Daisey sprechen konnte, waren keine Erwachsenen und teilweise sogar nur zwölf Jahre alt. Der Verdienst eines Foxconn-Mitarbeiters liegt übrigens bei rund 250 US-Dollar oder knapp 195 Euro im Monat. Das Anheben des Verdiensts und das Angleichen der Arbeitsbedingungen auf das Niveau der USA würde natürlich die Preise für Apple-Produkte erhöhen als auch die Gewinne von Apple und das Vertrauen der Anleger schmälern, wie Digitaltrends anmerkt.