AMD bestätigt Restrukturierung : AMD hat seine Geschäftszahlen für das 3. Quartal bekanntgegeben. Schon in Vorfeld hatte das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 10 Prozent im Vergleich zum 2. Quartal angekündigt, der nun auch bestätigt wurde. Im Vergleich zum 3. Quartal 2011 sank der Umsatz sogar um 25 Prozent auf nun noch 1,27 Milliarden US-Dollar.

Damit hat AMD einen Nettoverlust von 157 Millionen US-Dollar eingefahren, während vor einem Jahr noch ein Gewinn von 97 Millionen US-Dollar erzielt werden konnte. Bei den Prozessoren musste AMD einen operativen Verlust von 114 Millionen US-Dollar hinnehmen, während der Grafikbereich zwar auch rund 14 Prozent weniger Umsatz erzielte, aber dennoch einen operativen Gewinn von 18 Millionen US-Dollar erreichte, 13 Millionen weniger als im 2. Quartal.

Noch in diesem Quartal will AMD im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen Standorte zusammenlegen und mit rund 1.650 Mitarbeitern 15 Prozent der Belegschaft entlassen, um so bis Ende 2013 210 Millionen US-Dollar einzusparen.

AMD Am486 (1974)
Der AM9080 kam 1974 auf den Markt und war ein nicht lizensierter Klon von Intels 8080-Prozessor, einer 8-Bit-CPU die mit sagenhaften 2 MHz Taktfrequenz arbeitete und als erster universell einsetzbarer Mikroprozessor gilt. Erst 1982 bekam AMD die offizielle Lizenz von Intel, da IBM den Intel 8080 im IBM-PC verwenden wollte und IBMs Firmenpolitik mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Chips vorschrieb. Unter dem gleichen Lizenzabkommen entstand auch AMDs folgender Am286-Prozessor, eine Kopie von Intels 80286-CPU. (Bild: Konstantin Lanzet, GNU FDL)