AMD : Wie CEO Rory Read gegenüber Investoren in einer Telefonkonferenz erklärte, macht AMD momentan rund 85 Prozent seines Umsatzes im Bereich der herkömmlichen PCs, dessen Wachstum in den nächsten Jahren allen Erwartungen nach gering ausfallen dürfte. Daher plant AMD, zwischen 40 und 50 Prozent seiner Produkte in deutlich schneller wachsenden Bereichen anzubieten.

Laut der Führung von AMD gibt es diese Wachstumschancen bei Cloud-Servern, kleinen integrierten Produkten für Kommunikation, Industrie und Gaming sowie ultraleichten und sehr energieeffizienten Geräten. Für nächstes Jahr plant AMD mit »Kaveri« nicht daher nur die nächste Generation der Prozessoren mit stark verbesserten CPU-Kernen und leistungsfähiger Radeon-Grafik für den Sockel FM2, die die brandneuen CPUs wie den A10 5800K ablösen sollen. Mit »Kabini« arbeitet AMD auch an einer energieeffizienten Variante, die gegen Intels Atom-Prozessoren antreten wird und mit »Temash« sollen besonders stromsparende APUs für Tablets und Mobilgeräte angeboten werden.

Alle diese Prozessoren sollen im 28-Nanometer-Verfahren hergestellt werden und über neue, effektive Stromsparmodi verfügen. Außerdem ist für 2013 wie schon länger bekannt auch die Vorstellung einer neuen Grafikchip-Architektur mit dem Codenamen »Sea Islands« geplant. Der Grafikkartenbereich scheint also von der neuen Strategie nicht merkbar beeinflusst zu werden, da dessen Technik auch in den genannten Prozessoren verwendet wird und dort einen klaren Vorteil gegenüber Intel darstellt.