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Microsoft - Windows-Chef Steven Sinofsky verlässt das Unternehmen

Steven Sinofsky, der Leiter des Windows- und Windows Live-Brereiches bei Microsoft verlässt überraschend das Unternehmen.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 13.11.2012 ; 08:16 Uhr


Microsoft : Microsoft befindet sich gerade mitten in der wichtigen Veröffentlichungsphase von Windows 8 und Microsoft Surface und trotzdem verlässt Steven Sinofsky, der Leiter des gesamten Windows-Bereiches, überraschend das Unternehmen. Sinofsky galt lange Zeit sogar als ein möglicher Nachfolger für den in der Kritik stehenden CEO Steve Ballmer.

In einem Brief von Ballmer an die Microsoft-Angestellten heißt es, dass Sinofsky sich entschieden habe, Microsoft zu verlassen. Er sei seit 1989 Angestellter bei Microsoft gewesen und habe viel für das Unternehmen getan, sei es als technischer Berater von Bill Gates, Leiter der Office-Abteilung und Leiter der Bereiche Windows, Windows Live und Surface. Ersetzt wird Sinofsky durch Julie Larson-Green, die schon bei Windows 7 und Windows 8 für Management, Design und Forschung zuständig war und nun auch im Bereich Hardware Verantwortung übernehmen soll.

Der Grund für den Abgang von Sinofsky sind laut The Verge nicht etwa Probleme bei Windows 8 oder Microsoft Surface, sondern persönliche Auseinandersetzungen bei Microsoft. Der Führungsstil von Sinofsky wird als grob und herablassend bezeichnet, während er aggressiv die Kontrolle über Produkte seines Bereiches behielt und anderen Stolpersteine in den Weg legte. Daher sei sein Abgang vielleicht sogar schon länger geplant gewesen und Microsoft habe ihn nur noch bis zur Veröffentlichung von Windows 8 behalten wollen, um seine unbestrittenen Fähigkeiten dabei noch nutzen zu können. Traurig über den Abgang von Steven Sinofsky sei allerdings kaum jemand der leitenden Angestellten.

WinSuperSite hat eine E-Mail von Steven Sinofsky an die Microsoft-Angestellten veröffentlicht, in der er seine Zeit bei Microsoft beschreibt, für die er mehr als nur dankbar sei. Er habe immer dazu geraten, nach einer Veröffentlichung von Produkten innezuhalten, zu reflektieren und nach vorne zu sehen. Das gelte auch für ihn selbst und so habe er sich nach 23 Jahren dazu entschieden, neue Möglichkeiten wahrzunehmen. Die Spekulationen über seine Entscheidung und das Timing bezeichnete er als falsch, es sei eine rein persönliche, private Entscheidung gewesen, die nichts mit den Theorien über ihn, Angebote, Microsoft oder der Unternehmensführung zu tun habe. Da er überzeugt sei, dass man neuen Führungskräften so schnel wie möglich Platz machen müsse, trete sein Abschied auch sofort in Kraft.

Xbox Live
Mit Windows 8 führt Microsoft Games for Windows Live, den alten Spiele-Explorer und Xbox Live zusammen – auch auf dem PC gibt es nun nur noch Xbox Live. Hoffentlich geht damit eine bessere Pflege des Windows-Programms als bisher einher.
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Avatar Paksh1
Paksh1
#1 | 13. Nov 2012, 08:33
Ist dann halt so.
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Avatar kickassez
kickassez
#2 | 13. Nov 2012, 08:37
hoffentlich wird nicht nur der typ, sondern auch games for windows live oder allgemein live abgeschafft.
gibt es irgendjemand der games for windows live nützlich findet? savegame cloud speicherung gibts ja noch immer nicht.
hört microsoft denn gar nicht auf die community?
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Avatar Cabeleira
Cabeleira
#3 | 13. Nov 2012, 08:46
Er ist seit 23 Jahren im Unternehmen und wird dann 2012 entlassen weil er einen unbequemen Charakter hat? Hört sich für mich alles andere als plausibel an...

Ich kann mir durchaus denken, dass sich Sinofsky nicht mehr mit der neuen Windows Version identifizieren kann. Win8 ist der größte Paradigmenwechsel in der Geschichte des Betriebssystems und wenn Sinofsky nicht von der neuen Ausrichtung überzeugt ist, dann ist das berühmte Ende mit Schrecken die beste Lösung für alle.

Für mich ist der Ausstieg bezeichnend und nur eine weitere Kontroverse rund um das neue Windows 8. Ich persönlich denke die werden damit noch gehörig auf die Schnauze fallen.
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Avatar DraKkZz
DraKkZz
#4 | 13. Nov 2012, 08:51
Zitat von Cabeleira:
Er ist seit 23 Jahren im Unternehmen und wird dann 2012 entlassen weil er einen unbequemen Charakter hat? Hört sich für mich alles andere als plausibel an...

Ich kann mir durchaus denken, dass sich Sinofsky nicht mehr mit der neuen Windows Version identifizieren kann. Win8 ist der größte Paradigmenwechsel in der Geschichte des Betriebssystems und wenn Sinofsky nicht von der neuen Ausrichtung überzeugt ist, dann ist das berühmte Ende mit Schrecken die beste Lösung für alle.

Für mich ist der Ausstieg bezeichnend und nur eine weitere Kontroverse rund um das neue Windows 8. Ich persönlich denke die werden damit noch gehörig auf die Schnauze fallen.


/signed
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Avatar Yash
Yash
#5 | 13. Nov 2012, 09:20
Zitat von Cabeleira:
Er ist seit 23 Jahren im Unternehmen und wird dann 2012 entlassen weil er einen unbequemen Charakter hat? Hört sich für mich alles andere als plausibel an...

Ich kann mir durchaus denken, dass sich Sinofsky nicht mehr mit der neuen Windows Version identifizieren kann. Win8 ist der größte Paradigmenwechsel in der Geschichte des Betriebssystems und wenn Sinofsky nicht von der neuen Ausrichtung überzeugt ist, dann ist das berühmte Ende mit Schrecken die beste Lösung für alle.

Für mich ist der Ausstieg bezeichnend und nur eine weitere Kontroverse rund um das neue Windows 8. Ich persönlich denke die werden damit noch gehörig auf die Schnauze fallen.
Du meinst also er hat als Leiter des Windows Bereichs jahrelang (seit Ideen und Entwicklung für Win8) zugeschaut und sich über Win8 geärgert und verlässt es dann nach Veröffentlichung? Wenn er als Windows Chef schon vor Jahren kein Sagen mehr gehabt haben sollte und die Entwicklung eines Systems wie Win8 nicht aufhalten oder zu seinen Vorstellungen hätte anpassen können und dann verlässt er NACH Release das Unternehmen: Das klingt für mich nicht plausibel.
Man kann es auch übertreiben mit Win8-Bashing.
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Cabeleira
#6 | 13. Nov 2012, 09:30
@Yash:

Das ist sogar sehr plausibel. Wäre Sinofsky vor dem Release von Win8 ausgestiegen, dann wäre die Kritik am neuen Betriebssystem noch viel größer gewesen ("Die Ratten verlassen das sinkende Schiff").

Es ist gang und gäbe, dass Großkonzerne wie Microsoft den Zeitpunkt für das Ausscheiden von Führungskräften strategisch wählen.
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Avatar Teralios
Teralios
#7 | 13. Nov 2012, 09:38
Zitat von Cabeleira:
@Yash:

Das ist sogar sehr plausibel. Wäre Sinofsky vor dem Release von Win8 ausgestiegen, dann wäre die Kritik am neuen Betriebssystem noch viel größer gewesen ("Die Ratten verlassen das sinkende Schiff").

Es ist gang und gäbe, dass Großkonzerne wie Microsoft den Zeitpunkt für das Ausscheiden von Führungskräften strategisch wählen.

Nur das Steven Sinofsky sowohl auf Fachmessen, als auch Entwickler-Konferenzen derjenige war, der die Oberfläche am stärksten verteidigt hat und sogar jegliche sachliche Kritik ziemlich unsachlich "widerlegt" hat und teilweise sogar beleidigend gegenüber den Anwesenden war. Ich war ja selbst auf so einer Konferenz.

Er hatte bei MS was Windows angeht, sehr oft das letzte Wort der Entwicklung. Hier mal sein Blog in deutscher Übersetzung: http://blogs.msdn.com/b/b8_de/
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Avatar haep
haep
#8 | 13. Nov 2012, 09:39
Zitat von Cabeleira:
Er ist seit 23 Jahren im Unternehmen und wird dann 2012 entlassen weil er einen unbequemen Charakter hat? Hört sich für mich alles andere als plausibel an...

Ich kann mir durchaus denken, dass sich Sinofsky nicht mehr mit der neuen Windows Version identifizieren kann. Win8 ist der größte Paradigmenwechsel in der Geschichte des Betriebssystems und wenn Sinofsky nicht von der neuen Ausrichtung überzeugt ist, dann ist das berühmte Ende mit Schrecken die beste Lösung für alle.

Für mich ist der Ausstieg bezeichnend und nur eine weitere Kontroverse rund um das neue Windows 8. Ich persönlich denke die werden damit noch gehörig auf die Schnauze fallen.

Falsch, das Design von Windows 8 stammt aus der Feder von Sinofsky höchst persönlich:

http://blogs.msdn.com/b/b8_de/archive/2012 /06/06/die-entwicklung-der-benutzeroberfl-228- che-von-windows-160-8.aspx

(Leerzeichen entfernen! ;) )

Wenn der sich nicht damit identifizieren kann, wer dann?
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Avatar DrProof
DrProof
#9 | 13. Nov 2012, 09:55
Ja er war ein Tyrann.... Steve Jobs auch und trotzdem musste er ( nach erneuter Einstellung ) nie wieder gehen! Erfolgreiche Menschen ( Kapitalistisch ) haben nunmal leider nicht immer jeden zum Freund!
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Avatar Neumi
Neumi
#10 | 13. Nov 2012, 09:59
Ich hab von dem Mann noch nie gehört.
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