Apple WWDC : Der neue Mac Pro von Apple ist nur 25 cm hoch, aber deutlich leistungsfähiger als die bisherigen Modelle. Der neue Mac Pro von Apple ist nur 25 cm hoch, aber deutlich leistungsfähiger als die bisherigen Modelle. Die WWDC begann etwas ungewöhnlich mit einer Demonstration einer Software von Anki, mit der es möglich ist, echte Spielzeugautos per iPhone zu steuern. Das Konzept soll auch auf andere Spielzeuge ausgeweitet werden. Danach kündigte Craig Federighi das kommende Mac OS X an. Da man keine passenden Katzennamen mehr finde und deswegen das Betriebssystem nicht verzögern wolle, so der Leiter des Software-Bereiches augenzwinkernd, werde das neue OS X den Beinamen Mavericks tragen.

Das ab Herbst erhältliche Update bietet besser Unterstützung für mehrere Displays, neue Stromsparfunktionen, soll allgemein schneller arbeiten und kommt mit einem verbesserten Finder. Der Apple-Browser Safari mit neuen Features wie einer Sidebar, eine neue Version von Maps, die auch mit anderen Programmen zusammenarbeitet und ein Passwort-Dienst namens iCloud Keychain gehören ebenfalls zu den Neuerungen von Mac OS X Mavericks.

Phil Schiller präsentierte dann neue Versionen des Macbook Air, die dank der Haswell-Prozessoren je nach Modell bis zu 12 Stunden Laufzeit bieten. Als Beleg für die Innovationskraft von Apple führt Schiller dann begeistert ein Produkt vor, an dem Apple noch arbeitet, einen neuen Mac Pro. Das knapp 25 cm hohe Gehäuse in Form eines schwarzen Zylinders – im Web sofort als »iTube« parodiert - beherbergt beeindruckende Hardware wie eine CPU mit zwölf Kernen, vermutlich ein Ivy-Bridge-E, FirePro-Grafikkarten von AMD, besonders schnelle SSDs mit PCI-Express-Anschluss und wird in den USA gefertigt.

Es folgte die Präsentation von iOS 7, das wie erwartet ein flacheres, aufgeräumtes Interface besitzt, dass auch auf pseudo-realistische Texturen verzichtet. Während das anwesende Publikum begeistert auf das neue Aussehen reagierte, gab es auf Twitter viele, wenig schmeichelhafte Reaktionen von Android-Nutzern, denen dieses Design recht bekannt vorkommt. Das neue Feature Control Center für den schnellen Zugriff auf Einstellungen, bewegte Hintergründe oder animiertes Wetter in der entsprechenden App erinnern an die schon seit Jahren in Android vorhandene Gegenstücke. Safari in iOS 7 wurde ebenfalls verbessert und unterstützt mehr Tabs und auch iCloud Keychain. Apps, die der Nutzer häufiger einsetzt, werden nun im Hintergrund beim Herunterladen von Updates bevorzugt.

Weitere neue Features: Airdrop zum Austausch von Dateien zwischen Apple-Geräten in der Nähe, neue Befehle und auch eine männliche Stimme für Siri und eine Fotoverwaltung. iOS 7, das noch viele weitere neue Funktionen besitzt, auf die Apple aber noch nicht genauer einging, soll ebenfalls im Herbst veröffentlicht werden und unterstützt Geräte ab iPhone 4 und iPad 2. Zu den Funktionen, zu denen Apple nur kurz eine Folie präsentierte, gehört auch eine Programmierschnittstelle für die Unterstützung von Gamepads. Dabei macht Apple den Entwicklern von Hard- und Software aber laut Toucharcade auch Vorgaben, beispielsweise sind drucksensitive Tasten vorgeschrieben und die Spiele dürfen nicht nur mit einem Controller spielbar sein. Ob der Kontroller extern angeschlossen wird oder das ganze iPhone oder iPad in sich aufnimmt, bleibt hingegen den Entwicklern überlassen.

Als letzter Punkt wurde iTunes Radio präsentiert, der aus Gerüchten bekannte Streamingdienst für Musik, der in iOS 7 integriert ist, aber auch für Mac und Apple TV angeboten werden soll. Wie üblich startet der Dienst vorerst nur in den USA, soll aber ausgeweitet werden. Als sich CEO Tim Cook dann von den Anwesenden verabschiedete, war klar, dass es kein »one more thing« geben würde. Die Spekulationen um iWatch, iTV, neue iPhones und iPads werden also zumindest bis zum Herbst weitergehen.

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Siri wurde in iOS 7 verbessert und mit besserer Sprachausgabe und einer männlichen Variante versehen.