»Scotty« : Scotty: Modifizierte 3D-Drucker »beamen« Gegenstände. Scotty: Modifizierte 3D-Drucker »beamen« Gegenstände.

Teleportation oder »Beamen« ist allen Star-Trek-Fans ein Begriff.Auch die Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts sind anscheinend Fans, da sie ihr System zum »Teleportieren physischer Objekte« liebevoll »Scotty« getauft haben und damit auf den Chefingenieur Montgomery Scott aus der Film- und Fernsehserie anspielen. »Scotty« besteht aus modifizierten 3D-Druckern, von denen einer ein Objekt Schicht für Schicht abfräst und dabei genau per Kamera einscannt. Damit werden auch innere Strukturen von Gegenständen erfasst, die ein 3D-Scan von außen nicht erkennen kann.

Die gesammelten Informationen werden dann über eine verschlüsselte Verbindung zu einem anderen 3D-Drucker übertragen und dort im umgekehrten Verfahren wieder Schicht für Schicht eine Kopie des Originals erstellt und das Objekt damit »teleportiert«. Das Team aus sechs Wissenschaftlern betont dabei, dass sich dieses System von anderen Kombinationen aus 3D-Scannern und Druckern unterscheidet, da das »nicht lebendige« Original während des Prozesses zerstört wird. Damit sei sichergestellt, dass das der zu übertragende Gegenstand auch nur ein Mal existiert.

Das könnte beispielsweise bei einem Geschäftsmodell interessant werden, bei dem 3D-Objekte verkauft oder persönliche Gegenstände verschickt werden sollen, der Empfänger aber nicht in der Lage sein soll. mehr als nur ein Exemplar davon ausdrucken. Vermutlich wird das Problem illegaler Kopien in einiger Zukunft damit dreidimensional - wobei es im Web schon jetzt entsprechende Dateien für 3D-Drucker zu finden gibt. Die Fähigkeiten von »Scotty« sind allerdings ohnehin noch recht eingeschränkt. Das System kann nur Gegenstände aus hellem Material verwenden, das außerdem für starken Kontrast schwarz gefärbt sein muss. Bis zu einem echten Transporterraum wie bei Star Trek ist es also noch ein sehr langer Weg, selbst wenn nur Gegenstände »gebeamt« werden sollen.